tichyseinblick.de📅 23.03.2026
Collien Fernandes ist eine ehemalige Viva-Moderatorin und Schauspielerin. Zuletzt machte sie 2023 öffentlich, dass über fast zehn Jahre hinweg gefälschte Inhalte über sie verbreitet wurden, sogenannte Deepfakes. Fernandes bezeichnet das als „virtuelle Vergewaltigung“. Gemeint sind damit künstlich erzeugte, explizite Darstellungen. Reihenweise wurden Männer aus ihrem beruflichen Umfeld von Fake-Accounts kontaktiert, die vorgaben, Fernandes zu sein. An diese Männer wurden die Darstellungen verschickt, zudem kam es zu eindeutigen Chats, um Fernandes zu kompromittieren. Nun machte sie öffentlich, dass sie ihren Ex-Ehemann Christian Ulmen beschuldigt, für die Verbreitung der Inhalte verantwortlich zu sein. Dazu erstattete sie in Spanien Anzeige. Darüber berichtete zuerst der Spiegel, gegen dessen Berichterstattung Ulmen nun juristisch vorgehen will. Beweise liegen bislang nicht vor. Zahlreiche Prominente solidarisieren sich mit Fernandes, die sich auf Instagram für die Welle der Unterstützung bedankt. Nun werden Forderungen nach harten Strafen, nach einer Klarnamenpflicht im Netz sowie nach einer Digital ID laut.
Der Beitrag „Virtuelle Gewalt“ gegen Frauen – der politisch nützliche Fall Fernandes erschien zuerst auf Tichys Einblick.
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