Studie: Ohne Einspeisevergütung gerät Mieterstrom in Gefahr

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Der im Entwurf des EEG 2027 vorgesehene Wegfall der Einspeisevergütung für kleine Photovoltaik Dachanlagen würde Mieters...

photon.info📅 13.04.2026

Der im Entwurf des EEG 2027 vorgesehene Wegfall der Einspeisevergütung für kleine Photovoltaik Dachanlagen würde Mieterstrom in Deutschland erheblich ausbremsen. Das zeigt eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) im Auftrag der Energiegenossenschaft Green Planet Energy.

Falle die Einspeisevergütung weg, seien kleine und mittlere Mieterstromprojekte in der Regel wirtschaftlich nicht mehr tragfähig. Während größere Projekte Skaleneffekte nutzen könnten, gerieten Anlagen auf typischen Mehrfamilienhäusern mit acht oder 30 Wohneinheiten schnell ins Minus. Die Einspeisevergütung sei damit keine Zusatzrendite, sondern ein zentraler Bestandteil eines tragfähigen Geschäftsmodells.

»Dabei bleibt schon heute viel Potenzial ungenutzt: In Deutschland gibt es rund drei Millionen Mehrfamilienhäuser, doch bislang sind nur wenige tausend Mieterstromanlagen registriert. Technisch könnten bis zu 20 Millionen Wohnungen mit Gebäude- oder Mieterstrom versorgt werden. Gerade in Städten ließe sich so günstiger Solarstrom für Millionen Haushalte nutzbar machen und ein bislang blinder Fleck der Energiewende schließen«, so Green Planet Energy.

Aus Sicht von Green Planet Energy braucht der Mieterstrom jetzt klare und verlässliche Rahmenbedingungen. Sönke Tangermann, Vorstand von Green Planet Energy fordert: »Damit Mieterstrom in Mehrfamilienhäusern funktioniert, müssen sich die Projekte rechnen. Kurzfristig bedeutet das: Entweder bleibt die Einspeisevergütung für kleine Dach PV Anlagen erhalten – oder sie wird durch einen erhöhten, praxistauglichen Mieterstromzuschlag aufgefangen.« Mittel- und langfristig könne Mieterstrom auch ohne Förderung auskommen. Dafür müssten allerdings bürokratische Hürden abgebaut, Prozesse vereinfacht und Regulierung verschlankt werden.

Eine entscheidende Rolle für die Wirtschaftlichkeit von Mieterstrom spielen laut Green Planet Energy außerdem Batteriespeicher. Ihr Einsatz werde jedoch durch fehlende bundesweit einheitliche Vorgaben erschwert. »Hier ist die Bundesregierung gefordert, den regulatorischen Flickenteppich zu beenden und die Integration von Speichern voranzubringen,« so Green Planet Energy.

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Pressemitteilung

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