Starmer redet von Angriff der NATO auf Russland bis 2030, aber die Medien verschweigen es

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Die zentrale Erzählung des Westens ist es, dass Russland aggressiv sei und die NATO angreifen wolle, während die NATO an...

anti-spiegel.ru📅 11.06.2026
Kriegsgefahr

Starmer redet von Angriff der NATO auf Russland bis 2030, aber die Medien verschweigen es

Der britische Premierminister Starmer hat in einer Rede davon gesprochen, es könnte „bereits 2030 zu einem Angriff Russlands oder der NATO kommen“, womit er zugegeben hat, dass die NATO Russland angreifen könnte. Deutsch Medien wie der Spiegel hielten das Meldungen über Starmers Rede für nicht erwähnenswert.

Die zentrale Erzählung des Westens ist es, dass Russland aggressiv sei und die NATO angreifen wolle, während die NATO angeblich ein friedliebendes, reines defensives Bündnis sei. In Russland sieht man das anders und warnt vor der Aggressivität der NATO-Staaten, für die es viele Beispiele von Jugoslawien bis Libyen gibt.

Was Starmer gesagt hat

Am 5. Juni hat der britische Premierminister Starmer in einer Rede in einem Rüstungsbetrieb bestätigt, dass die NATO Russland angreifen könnte. Das war kein Versprecher, das Zitat ist im offiziellen Redeprotokoll auf der Seite des Premierministers nachzulesen. In seiner Rede verteidigte er die steigenden Rüstungsausgaben und verwies auf den anstehenden NATO-Gipfel:

„Wir arbeiten nun schon seit einiger Zeit an diesem Verteidigungsinvestitionsplan, sehr eng mit unseren Streitkräften, wie man erwarten kann, denn diese Zusammenarbeit ist unerlässlich. Welche Fähigkeiten benötigt man am dringendsten und in welchem ​​Zeitraum? Diese Abstimmung erfolgt mit dem Verteidigungsministerium und der gesamten Regierung, denn es handelt sich um eine ressortübergreifende Priorität. Der Plan wird nun vor dem NATO-Gipfel veröffentlicht, der in wenigen Wochen stattfindet. Ein sehr wichtiger Gipfel, bei dem Länder aus aller Welt zusammenkommen. Die NATO ist natürlich das mit Abstand effektivste Militärbündnis, das die Welt je gesehen hat.“

Danach kam der entscheidende Satz:

„Und falls Sie noch eine Erinnerung an die Wichtigkeit dieser Angelegenheit benötigen, die Erkenntnisse unserer Geheimdienste und die Einschätzung anderer NATO-Staaten gehen davon aus, dass es schon 2030 zu einem Angriff durch Russland oder die NATO kommen könnte.“

Russland lässt sich einfach nicht provozieren

Das ist es, wovor ich seit langem warne: Die Staaten der EU provozieren Russland zu einem Angriff, indem sie der Ukraine ihre Lufträume für immer schmerzhaftere Drohnenangriffe auf Ziele in Russland zur Verfügung stellen und indem sie ukrainischen Firmen erlauben, diese Drohnen im (bisher) sicheren europäischen Hinterland zu produzieren. Das waren nur die zwei wichtigsten Beispiele, hinzu kommen die zunehmenden Kaperungen von Handelsschiffen mit Verbindungen zu Russland und so weiter.

All das sind völkerrechtlich gesehen kriegerische Handlungen, diese Staaten sind also formell bereits im Krieg mit Russland, aber Russland reagiert auf diese Provokationen einfach nicht. Zumindest bisher.

Offensichtlich versuchen die Europäer, Russland so lange zu provozieren, bis es den ersten Schuss abgibt, woraufhin Medien und Politik in Europa – wie schon 2022 in der Ukraine – aufheulen und von einem „unprovozierten, brutalen Angriffskrieg Russlands“ lamentieren können.

Warum die EU den Krieg forciert

Die europäischen Eliten brauchen den Krieg, denn die wirtschaftliche und vor allem soziale Lage in der EU wird sich weiter rasant verschlechtern. Im letzten Winter ist die EU nur knapp an einer Gaskrise mit Stromabschaltungen vorbeigerutscht, weil der März ungewöhnlich warm war. Aber zu Beginn des letzten Winters waren die deutschen Gasspeicher immerhin zu 76 Prozent gefüllt (normalerweise müssten es über 90 Prozent sein), während sie derzeit nur zu 35 Prozent gefüllt sind (im Durchschnitt der letzten Jahre waren es zu diesem Zeitpunkt 60 Prozent). Aber weil die EU kein russisches Gas mehr importieren will und weil wegen der Blockade der Straße von Hormus nach der amerikanisch-israelischen Aggression gegen den Iran weltweit kaum Gas verfügbar ist, dürfte der Speicherstand in diesem Jahr zum Beginn der Heizsaison kaum nennenswert über 50 Prozent kommen.

Im Ergebnis dürfte es im Winter massive Probleme in der EU geben. Stromabschaltungen sind zu erwarten und wegen der Düngemittelkrise dürften die Preise für Lebensmittel und andere Waren stark steigen.

Die EU-Kommission und die Regierungen der EU-Mitgliedsstaaten werden den Menschen dann erklären müssen, wie es so weit kommen konnte, schließlich fallen diese Entwicklungen nicht vom Himmel, sondern sind das Ergebnis der radikal-ideologisch begründeten anti-russischen Politik der EU. Gäbe es noch russisches Gas, gäbe es weder die Probleme bei der Gasversorgung, noch die explodierten Energiepreise, noch die Düngemittelkrise.

Die Geschichte ist voll von Beispielen, bei denen Regierungen Kriege provoziert oder begonnen haben, um von ihren eigenen, fatalen Fehlern abzulenken. Genau in dieser Lage ist die EU heute: sie braucht den Krieg, um von den fatalen Folgen ihrer Politik abzulenken, die in naher Zukunft noch viel schwerere Folgen haben werden, als bisher.

Aber das Problem der Führung der EU ist, dass Russland auf die offenen Provokationen bisher nicht reagiert, sondern sich de facto ohne Gegenwehr von den europäischen Staaten beschießen lässt, die die Ukraine die Drohnen in Europa produzieren lassen, das Ganze bezahlen, die Zieldaten liefern und sogar ihre Lufträume für die Angriffe zur Verfügung stellen.

Also spielt man in Europa offensichtlich bereits mit dem Gedanken, nicht zu warten, bis Russland sich zur Abgabe des ersten Schusses provozieren lässt, sondern selbst darüber nachzudenken, den ersten Schuss abzugeben und den Krieg zu beginnen. Das wird natürlich nicht offen geschehen, sondern durch False Flag Operationen, bei denen man Russland der Tat beschuldigt.

So zumindest verstehe ich die Aussage von Starmer, der in einem Nebensatz nun von einem möglichen Angriff der NATO auf Russland gesprochen hat. Das war anscheinend ein seltener Anflug von Ehrlichkeit.

Was Spiegel-Leser erfahren

Wie immer ist es faszinierend, wie deutsche Medien ihr Publikum dumm halten, denn der Spiegel hat am 6. Juni unter der Überschrift „Investition in Verteidigung – Starmer hält russischen Angriff auf Nato in vier Jahren für möglich“ über Starmers Rede berichtet. Der Artikel begann mit folgender Einleitung:

„Großbritanniens Premierminister Keir Starmer hat vor einem russischen Angriff auf die Nato in der Zukunft gewarnt. Das Land will deshalb stärker in Verteidigung investieren.“

In dem mit nur vier Absätzen sehr kurzen Artikel beschwört der Spiegel die Gefahr eines russischen Angriffs, indem er viele Protagonisten aus Europa zitiert:

„Ähnlich hatten sich in den vergangenen Monaten bereits andere europäische Spitzenpolitiker geäußert. Nato-Generalsekretär Mark Rutte hatte im vergangenen Dezember vor einem russischen Angriff auf Nato-Gebiet binnen fünf Jahren gewarnt. Die Bundeswehr geht nach Aussagen von Generalinspekteur Carsten Breuer davon aus, dass Russland ab 2029 zu einem groß anlegten Angriff auf Nato-Gebiet in der Lage sein könnte.“

Was in dem Spiegel-Artikel aber fehlt, ist die Tatsache, dass Starmer von „einem Angriff durch Russland oder die NATO“, also von einem möglichen Angriff der NATO auf Russland, gesprochen hat.

Die Deutschen müssen ja nicht alles wissen…

Autor: Anti-Spiegel

Thomas Röper, geboren 1971, hat als Experte für Osteuropa in Finanzdienstleistungsunternehmen in Osteuropa und Russland Vorstands- und Aufsichtsratspositionen bekleidet. Heute lebt er in seiner Wahlheimat St. Petersburg. Er lebt über 15 Jahre in Russland und spricht fließend Russisch. Die Schwerpunkte seiner medienkritischen Arbeit sind das (mediale) Russlandbild in Deutschland, Kritik an der Berichterstattung westlicher Medien im Allgemeinen und die Themen (Geo-)Politik und Wirtschaft.

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