Macrons neues Prestigeprojekt, der neue französische Flugzeugträger

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Die TASS hat einen Artikel über den neuen französischen Flugzeugträger veröffentlicht, dessen Bau Präsident Macron vor e...

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„Damit sie uns fürchten“

Macrons neues Prestigeprojekt, der neue französische Flugzeugträger

Macron hat offiziell verkündet, dass Frankreich einen neuen Flugzeugträger bauen will, um seinen weltpolitischen Anspruch zu untermauern. Andere Länder müssten Frankreich „fürchten“, wenn Frankreich frei bleiben wolle. Was soll der Flugzeugträger können?

Die TASS hat einen Artikel über den neuen französischen Flugzeugträger veröffentlicht, dessen Bau Präsident Macron vor einigen Tagen verkündet hat. Ich habe den TASS-Artikel übersetzt, will vor der Übersetzung aber auf das wichtigste Problem dabei hinweisen, das die TASS kaum erwähnt hat. Frankreich ist überschuldet, im Grunde fast pleite, und die Schulden steigen rasant. Ich frage mich vor allem, wie Frankreich die Finanzierung des Baus bewältigen will, der auf zwölf lange Jahre angesetzt ist.

Beginn der Übersetzung:

„Damit sie uns fürchten“: Frankreichs neuer Flugzeugträger als Symbol der globalistischen Ambitionen von Paris

Laut dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron wird der Flugzeugträger, der Milliarden von Euro kosten wird, mehr als nur ein Schiff sein. Frankreich bereite ihn auf eine große Zukunft und einen wichtigen Zweck vor. Nun müssen nur noch alle mit seinem Bau verbundenen Fragen geklärt werden.

Frankreichs neuester atomgetriebener Flugzeugträger, der im Rahmen des Programms PA-NG (Porte-Avions de Nouvelle Génération) entwickelt wird, wird den Namen „France Libre“ (französisch für „Freies Frankreich“) tragen, gab Macron am 18. März bei einem Besuch der Werft der Naval Group in Indre bekannt.

„Unser Wunsch nach Freiheit ist der Wunsch nach Unabhängigkeit um jeden Preis, nach vollständiger und uneingeschränkter Handlungsautonomie, nach dem Einsatz unserer Streitkräfte überall dort, wo die Verteidigung der französischen Interessen es erfordert, überall auf der Welt“, sagte Macron in seiner Rede, die auf dem Kanal des Élysée-Palastes übertragen wurde. „Deshalb wird unser neuer Flugzeugträger den Namen France Libre tragen.“

Er fügte hinzu, dass der Name eine Hommage an die Mitglieder der gleichnamigen Bewegung sei, die im Zweiten Weltkrieg in Frankreich gegen die Besatzungstruppen Nazi-Deutschlands kämpften. Nach 1942 wurde sie in „Kämpfendes Frankreich“ (La France Combattante) umbenannt. Sie wurde von General Charles de Gaulle angeführt, nach dem der einzige Flugzeugträger der französischen Marine (FS Charles de Gaulle, R-91), der seit 2001 im Dienst ist, benannt ist.

„In einer Welt voller Zerstörung, in der Krisen überall und jederzeit entstehen, müssen wir ein handlungsfähiges Land bleiben. Unsere Landsleute wünschen sich das (…), unsere Verbündeten erwarten das von uns“, sagte der Präsident weiter und erwähnte die Entsendung der Charles de Gaulle nach Zypern, nachdem der Iran als Reaktion auf die amerikanisch-israelische Militäroperation britische Militärbasen dort angegriffen hatte.

„Und einmal mehr ist sie in den Augen unserer Landsleute und der ganzen Welt zum Sinnbild unserer Bereitschaft geworden, unsere Interessen zu verteidigen, den Schutz unserer Partner zu gewährleisten und unsere Verpflichtungen ihnen gegenüber zu erfüllen“, erklärte der Präsident. Daher sei der neue Flugzeugträger für Frankreich nicht nur ein „Kriegsschiff“, sondern auch ein „Beweis der Entschlossenheit“ einer Nation, die „das kann“.

„Der Name ist ein Name für die Zukunft“, schloss Macron. „Um frei zu bleiben, müssen wir gefürchtet werden. Um gefürchtet zu werden, müssen wir mächtig sein. Und wahre Macht ist untrennbar mit dem Willen zu kämpfen und zu siegen verbunden.“

Ein neuer Meilenstein in der „Geschichte der Kühnheit“

Neben Modellen des aktuellen und des zukünftigen Flugzeugträgers erklärte Macron, die PA-NG-Initiative sei „ein Projekt, das in die Geschichte eingehen wird, in die Geschichte unserer Kühnheit, in die Geschichte unserer Eroberungen“.

Die France Libre, so Macron, werde 310 Meter lang sein. Sie werde mit zwei Atomreaktoren ausgestattet sein, die „doppelt so viel Energie“ wie die der Charles de Gaulle erzeugen und ihre Verdrängung werde 80.000 Tonnen betragen, das 1,8-Fache des aktuellen Trägers.

Laut Macron spiegeln diese Zahlen „das Ausmaß der französischen Ambitionen“ wider, die darauf abzielen, die Fähigkeit demonstrieren, ihre Seemacht „Tausende von Kilometern von ihren Küsten entfernt“ zu projizieren. Er betonte außerdem, der zukünftige Flugzeugträger solle eine Schlüsselrolle bei der Abschreckung spielen.

„Dieser neue Flugzeugträger wird den Anforderungen seines Jahrhunderts gerecht werden“, hob der Präsident hervor. „Während die Charles de Gaulle noch der analogen Generation angehört, wird ihr Nachfolger über eine sichere, multifunktionale und leistungsstarke digitale Architektur verfügen, die den optimalen Einsatz der verschiedenen Generationen von Kampfsystemen ermöglicht, die sich im Laufe ihrer Dienstzeit ändern werden.“

Macron betonte, dass der Flugzeugträger France Libre von Anfang an mit Blick auf zukünftige Modernisierungen konzipiert wurde und aktuelle Trends in der Entwicklung trägergestützter bemannter Flugzeuge sowie der darauf basierenden unbemannten Luftfahrzeuge berücksichtigt. Der französische Präsident kündigte an, dass das Schiff mit einem Laserabwehrsystem ausgestattet sein wird, das durch eine digitale Architektur mit künstlicher Intelligenz vor Cyberangriffen geschützt ist und die taktische Entscheidungsfindung unterstützt.

Die Kosten des neuen Flugzeugträgerbauprogramms werden laut Macron derzeit auf rund 10 Milliarden Euro (ca. 11,5 Milliarden US-Dollar) geschätzt. „Das ist eine große Investition, von der aber alle profitieren werden“, erklärte das Staatsoberhaupt.

Er versprach, dass 90 Prozent dieser Mittel an französische Auftragnehmer fließen werden. Insgesamt werden rund 800 verschiedene Unternehmen und Spezialisten aus mehr als 200 Berufen am Bau des neuen Schiff beteiligt sein.

Ein nukleares „Herz“, oder besser gesagt, zwei

Über das Projekt des Flugzeugträgers der nächsten Generation PA-NG wird in Frankreich seit mehreren Jahren gesprochen. Die Entscheidung zum Bau des neuen Flugzeugträgers fiel, wie Macron erklärte, am 8. Dezember 2020. Ein maßstabsgetreues Modell wurde der Öffentlichkeit erstmals im November 2022 auf der Marinemesse Euronaval präsentiert. Im Dezember 2025 verkündete Macron die endgültige Genehmigung des Projekts.

Im September 2025 fand auf der Werft der Naval Group in Cherbourg die Schweißzeremonie für die ersten Sicherheitsbehälter der beiden K22-Reaktoren statt, die das Herzstück der France Libre bilden werden. Wie die DGA damals berichtete, werden ihre Dimensionen in der Geschichte der französischen Kernenergie „beispiellos“ sein. Jeder Sicherheitsbehälter wird 14 Meter hoch sein, 13 Meter im Durchmesser haben und etwa 1.300 Tonnen schwer sein.

Die Druckwasserreaktoren des Typs K22 wurden von TechnicAtome unter der Schirmherrschaft der Kommission für alternative Energien und Atomenergie (CEA) entwickelt. Jeder Reaktor soll eine Leistung von ca. 225 Megawatt erbringen. Das entspricht fast 50 Prozent mehr Energie als die auf der FS Charles de Gaulle installierten K15-Reaktoren.

Mit dieser Energie soll die France Libre eine Reisegeschwindigkeit von bis zu 30 Knoten (55,5 km/h) bei nahezu unbegrenzter Reichweite erreichen können. Sie soll außerdem die elektromagnetischen Katapulte des Flugzeugträgers mit Energie versorgen, die den Start von trägergestützten Flugzeugen, Hochenergiewaffen (Laser) und anderer Spezialausrüstung, einschließlich des von Macron erwähnten KI-gestützten digitalen Steuerungssystems, unterstützen.

Philippe Bayurel, Programmmanager von PA-NG, wies zuvor auf die hohe Komplexität der Fertigung der Reaktorabteile des Flugzeugträgers hin, da diese sich technologisch von denen von Atom-U-Booten unterscheiden.

In ihrem Fall ist das Antriebssystem bereits durch den dicken Rumpf des U-Boots geschützt. Die Reaktorgehäuse der France Libre hingegen müssen zunächst in zusätzliche Schutzhüllen eingebettet und dann in dieser Form wie eine russische Matrjoschka im Maschinenraum des Schiffes verschachtelt werden.

Die Schwierigkeiten kommen natürlich noch

Laut Infodefensa.com soll die France Libre rund 40 Flugzeuge aufnehmen können. Dazu gehören voraussichtlich Rafale M-Kampfflugzeuge, E-2D Hawkeye-Frühwarnflugzeuge, NH90- und H160M-Hubschrauber sowie moderne Kampfflugzeuge der sechsten Generation und Kampfdrohnen.

Um die Einsatzfähigkeit des Schiffes zu verbessern, ist die Ausrüstung mit drei elektromagnetischen Katapulten geplant. Dieser Plan wurde zwei Tage vor Macrons Besuch auf der Werft der Naval Group in Indre in Paris bestätigt.

Gleichzeitig stellen die Katapulte laut Infodefensa.com die größte Herausforderung für die Entwickler dar. Obwohl der französische Präsident betonte, die France Libre solle fast schon das Symbol für Frankreichs Souveränität werden, wird die Technologie für die elektromagnetischen Katapulte des neuesten Schiffes vom amerikanischen Unternehmen General Atomics bezogen.

Der Élysée-Palast hat nicht ausgeschlossen, dass Washington angesichts der aktuellen Schwierigkeiten in den Beziehungen zu den USA Paris bestimmte Beschränkungen auferlegen könnte, die den Transfer notwendiger Technologien beeinträchtigen könnten. Man betonte jedoch, dass Frankreich darauf vorbereitet sei und bereits einen „Plan B“ für genau diesen Fall habe.

Wie Infodefensa berichtete, besteht eine weitere große Herausforderung darin, das neue Schiff an moderne Anforderungen anzupassen. Die France Libre muss in der Lage sein, die gesamte Bandbreite modernster Kampfflugzeuge, insbesondere Drohnen, die in modernen militärischen Konflikten aktiv eingesetzt werden, zu transportieren und einzusetzen.

Darüber hinaus stellt der Übergang der französischen Marine von der Wartung des alten zum neuen Flugzeugträger eine Herausforderung dar, da die Charles de Gaulle deutlich hinter dem zurückliegt, was das Land vom PA-NG-Programms bekommen will.

In Paris wird derzeit über eine umfassende Überholung und Modernisierung der Charles de Gaulle gesprochen, die ihre Dienstzeit bis Ende der 2030er-Jahre verlängern soll. Army Recognition stellte fest, dass der aktuelle Zustand des Schiffes es nur in 65 Prozent der Fälle zulässt, dass es seinem eigentlichen Zweck dient. Das liegt vor allem am fortgeschrittenen Verschleiß der Reaktoren und des Rumpfes des Flugzeugträgers.

Eine weitere Herausforderung, die Macron in seiner Rede in Indre ansprach, ist die Finanzierung eines so kostspieligen Programms wie der PA-NG. Zudem steigen die erwarteten Kosten rasant. Noch vor zwei Jahren wurden sie laut dem Portal Navy Lookout offiziell auf 6–8 Milliarden Euro (6,3–8,4 Milliarden US-Dollar) geschätzt.

Der französische Präsident wies alle Anwesenden, darunter Führungskräfte von Industrieunternehmen, die an der PA-NG-Initiative beteiligt sind, darauf hin, dass öffentliche Mittel allein nicht ausreichen werden, um die Fertigstellung des neuen Flugzeugträgers zu gewährleisten. Er rief die Unternehmen auf, eigene Ressourcen in den Bau der France Libre zu investieren. „Wir müssen Risiken eingehen“, betonte der Präsident. „Das ist notwendig, um unsere Souveränität zu wahren.“

Nach den zuvor von der DGA angekündigten Plänen werden zwischen dem Abschluss des ersten Vertrags des PA-NG-Projekts und der Inbetriebnahme der Atomreaktoren des zukünftigen Schiffes etwa zwölf Jahre vergehen.

Anschließend wird die France Libre Seeerprobungen durchlaufen. Die Indienststellung bei der französischen Marine ist für 2038 geplant.

Ende der Übersetzung

Autor: Anti-Spiegel

Thomas Röper, geboren 1971, hat als Experte für Osteuropa in Finanzdienstleistungsunternehmen in Osteuropa und Russland Vorstands- und Aufsichtsratspositionen bekleidet. Heute lebt er in seiner Wahlheimat St. Petersburg. Er lebt über 15 Jahre in Russland und spricht fließend Russisch. Die Schwerpunkte seiner medienkritischen Arbeit sind das (mediale) Russlandbild in Deutschland, Kritik an der Berichterstattung westlicher Medien im Allgemeinen und die Themen (Geo-)Politik und Wirtschaft.


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