Immer mehr ukrainische Angriffe auf Tanker, aber keine Kritik aus der EU
Die grüne Doppelmoral der EU ist um ein weiteres Beispiel reicher. Vor knapp einer Woche hat die Ukraine im Mittelmeer einen LNG-Tanker angegriffen, was zu einer Umweltkatastrophe geführt hat, bei der die Grünen eigentlich hätten aufheulen müssen, denn dabei wurde so viel CO2 freigesetzt, wie 60.000 Haushalte im Jahr produzieren. Aber wenn die Ukraine so etwas tut, haben die Grünen plötzlich kein Problem mit CO2 in der Atmosphäre, wie uns schon die Sprengung der Nord Streams gezeigt hat, die die Grünen seinerzeit gefeiert haben.
Das gleiche gilt für eine mögliche Ölpest, die die Angriffe der Ukraine auf Öltanker im Schwarzen Meer provozieren können. Auch dazu gibt es von den Grünen oder der EU keinerlei kritische Worte.
Die letzten ukrainischen Angriffe auf Tanker waren das Thema eines Berichts, den das russische Fernsehen am Sonntag in seinem wöchentlichen Nachrichtenrückblick gezeigt hat und den ich übersetzt habe.
Beginn der Übersetzung:
Der explodierte russische Tanker ist zu einer tickenden Zeitbombe für Europa geworden
Vor kurzem wurde im Schwarzen Meer, 26 Kilometer vor Noworossijsk ein griechischer Tanker angegriffen, meldete der griechische Minister für Seeschifffahrt. Der Tanker wurde vom amerikanischen Konzern Chevron gechartert und war leer. Er wartete auf die Erlaubnis zum Einlaufen in den Hafen, um kasachisches Öl zu laden. Zum Zeitpunkt des Angriffs gab einen großen Drohnenangriff, über Stadt wurden 22 Drohnen abgeschossen.
Angriffe mit unbemannten Boote auf Tanker sind ein unverkennbares Markenzeichen des Bandera-Regimes in Kiew. Dies war der sechste Angriff auf zivile Tanker im Schwarzen Meer seit November 2025. Glücklicherweise wurde die Besatzung nicht verletzt, der Tanker selbst wurde jedoch schwer beschädigt. Athen wird beim Europäischen Rat Beschwerde einlegen, doch die Aussichten auf eine Bestrafung der Täter sind gering.
Der Grund ist Europas Doppelmoral. Sie verurteilen Terrorismus, aber ukrainische Terroristen sind „gute“ Terroristen, ja sogar nützliche. Sie werden nicht bestraft, sie dürfen alles, selbst wenn es Europa schadet.
Hier ist ein weiterer solcher Vorfall. Am 11. März griffen ukrainische Drohnen in der Region Krasnodar zwei Kompressorstationen an. De facto war das ein Angriff auf zwei internationale Gaspipelines gleichzeitig. Von der Kompressorstation Beregovaya fließt russisches Gas über die Blue-Stream-Pipeline durch das Schwarze Meer in die Türkei. Der Offshore-Abschnitt der TurkStream-Pipeline beginnt an der Station Russkaya. Von der Türkei aus wird das russische Gas weiter in die Länder Südosteuropas transportiert.
Der russische Gastanker Arctic Metagaz, der von ukrainischen unbemannten Booten gesprengt wurde, treibt seit zwölf Tagen im Mittelmeer. Als auf dem Schiff ein Feuer ausbrach, verweigerten die maltesischen Behörden die Rettung der russischen Besatzung, woraufhin libysche Rettungskräfte zu Hilfe eilten. An Bord befinden sich 60.000 Tonnen Flüssiggas und 700 Tonnen Dieselkraftstoff. Das Risiko einer Umweltkatastrophe ist enorm.
Darüber, wie das in Italien aufgenommen wurde, berichtet unsere Italien Korrespondentin.
Mit sichtlicher Erleichterung meldet der Nachrichtensprecher von Rai 1, dass der Wind gedreht hat und dass der Tanker von der italienischen Küste abgetrieben wird: „Derzeit befindet sich der Tanker 55 Seemeilen vor Lampedusa, etwa 100 Kilometer von der Insel entfernt.“
Wenn der Tanker weg ist, ist das Problem weg. Wind und Strömungen bewahren Italien vor einem größeren Problem, denn laut Seerechtsübereinkommen ist derjenige Staat für die Folgen einer Katastrophe verantwortlich, an dessen Küste das Schiff treibt. Zehn Tage lang war das Thema des Terroranschlags vor Malta tabu, doch als das führerlose und ausgebrannte Schiff von der Größe dreier Fußballfelder auf Linosa in Italien zutrieb, musste die Öffentlichkeit darüber informiert werden, dass es 140 Tonnen Flüssiggas und Heizöl geladen hatte.
„Im Gegensatz zu Rohöl verdampft Flüssigerdgas (LNG) bei größeren Mengen schnell und bildet kryogene Wolken, die zu Erstickungszonen führen und bei Kontakt mit heißen Teilen des Schiffsrumpfs extrem heiße Oberflächenbrände verursachen können“, schreibt die Zeitung La Sicilia.
La Sicilia macht mit Schlagzeilen wie „Italien bereitet sich auf den schlimmsten Fall vor“ Angst, hält sich aber aus der Politik heraus. Hier sind die korrekten Berichte von anderen Medien: „Arctic Metagaz nach einer Reihe von Explosionen zwischen libyschen und maltesischen Gewässern schwer beschädigt. Alle 30 Besatzungsmitglieder konnten sich retten.“
Der Befehl zum Verlassen des Schiffs erfolgte in Wahrheit erst nach der zweiten Explosion um 5:40 Uhr, wie ein Besatzungsmitglied im Krankenhaus erzählte: „35 bis 40 Minuten nach dem Ablegen gab es eine zweite Explosion. Die Jungs sagten, die Sonne sei ein zweites Mal aufgegangen.“
Die Besatzung kämpfte anderthalb Stunden lang gemäß den Anweisungen, schließlich hatten sie zahlreiche Übungen durchgeführt. Dann, als alles in Flammen stand, sprangen sie in das Rettungsboot. Sie fuhren ohne Funkgeräte ab, der Steuermann konnte sie an Steuerbord nicht erreichen. 14 Stunden lang trieben sie auf See, bevor sie gerettet wurden. Malta weigerte sich jedoch, die Verletzten ins Krankenhaus zu bringen. Ein Boot mit medizinischen Hilfsgütern traf aus Bengasi ein, und die Seeleute wurden in ein libysches Krankenhaus gebracht. Zu dem Zeitpunkt kursierten Aufnahmen vom Wasser, begleitet von englischen Kommentaren, bereits im Internet.
Dazu erzählte das Besatzungsmitglied: „Man kann sehen, wie sie davon sprechen, dass alles in Flammen steht und wie wir versuchen, uns zu retten, aber niemand hatte einen Notruf abgesetzt. Also war definitiv jemand da und hat gefilmt.“
Das Video wird niemand in Italien sehen. Die Fakes über die geflohene Besatzung sind eine passendere Version nach dem Motto die haben es selbst in die Luft gesprengt und es als tickende Zeitbombe vor der italienischen Küste treiben lassen.
Ein italienischer Blogger regte sich auf: „Was die Zeitungen des Regimes niemals wagen werden zu sagen, ist, dass der Terroranschlag auf einen russischen Tanker im Mittelmeer von Italiens Verbündetem Selensky verübt wurde, dem wir so viele Waffen und Milliarden schicken.“
Das Besatzungsmitglied sagte auch: „Ich kann mit Sicherheit sagen, dass ich nach der Explosion ein treibendes Objekt achtern des Schiffes gesehen habe. Es war definitiv kein Teil unseres Schiffsrumpfes, es war ein Objekt, das uns getroffen hat.“
Sie werden nicht nach den Wracks der unbemannten Boote auf See suchen, davon haben sie nichts. Man wird den Reeder von der Schuld freisprechen und sie einem Dritten zuschieben, der gemäß den Seerechtsübereinkommen militärische oder feindselige Handlungen begangen hat. Dieser Dritte, die Ukraine, genießt in Europa Immunität. Seit Jahren platziert sie ungestraft Sprengstoff in europäischen Häfen und greift russische Tanker an.
Jewgeni Buschinski, Leiter des Zentrums für Politische und Militärische Studien an der Fakultät für Weltpolitik der Lomonossow-Universität Moskau, erklärt zu den Drohnen und Sprengstoffen: „Die können per Flugzeug oder Lkw transportiert werden, in Europa ist das kein großes Problem. Aber natürlich sind solche Aktionen ohne die Unterstützung westlicher Geheimdienste, darunter auch der britischen, unmöglich. Die Ukraine führt schon ein Jahr lang terroristische Aktivitäten durch.“
Energieterrorismus ist Kiews Markenzeichen. Nun sind alle russischen Schiffe Ziele. Migranten im Mittelmeer werden Europa bald kein großes Problem mehr sein. Die neue Realität sind ukrainische Boote. Man kann sie nicht länger als unbemannt bezeichnen, denn woher die Genehmigung für den Start kommt, ist bekannt, und das ist nicht immer Kiew.
Ende der Übersetzung
Thomas Röper, geboren 1971, hat als Experte für Osteuropa in Finanzdienstleistungsunternehmen in Osteuropa und Russland Vorstands- und Aufsichtsratspositionen bekleidet. Heute lebt er in seiner Wahlheimat St. Petersburg. Er lebt über 15 Jahre in Russland und spricht fließend Russisch. Die Schwerpunkte seiner medienkritischen Arbeit sind das (mediale) Russlandbild in Deutschland, Kritik an der Berichterstattung westlicher Medien im Allgemeinen und die Themen (Geo-)Politik und Wirtschaft.
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