Coronaviren(RNA) in Stuhlproben

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Ein zensiertes Paper ist nun wieder zitierfähig veröffentlicht

drbine.substack.com📅 12.03.2026

Die Daten in dieser hier besprochenen Publikation sind nicht neu. Dass Sars-CoV2 Durchfall verursachen kann, wusste man schon 2020 auch China.

Umso erstaunlicher ist es daher, dass eine wissenschaftliche Publikation, die mittels PCR die Viren RNA in Stuhlproben nachwies, eine Odyssee hinter sich hat.

Die Daten wurden 2020 erhoben und wurden im Januar 2021 veröffentlicht:

Papoutsis A, Borody T, Dolai S, Daniels J, Steinberg S, Barrows B, Hazan S. Detection of SARS-CoV-2 from patient fecal samples by whole genome sequencing. Gut Pathog. 2021 Jan 30;13(1):7. doi: 10.1186/s13099-021-00398-5. Retraction in: Gut Pathog. 2025 May 22;17(1):33. doi: 10.1186/s13099-025-00711-6. PMID: 33516247; PMCID: PMC7846909. https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC7846909/

Zwei Jahre später beschlossen die Editoren des Journals jedoch, den Artikel zurückzuziehen:

Die Herausgeber haben diesen Artikel zurückgezogen. Nach der Veröffentlichung wurden Unstimmigkeiten zwischen dem registrierten Protokoll der Studie und den in dem Artikel beschriebenen Arbeiten festgestellt, und die Autoren waren nicht in der Lage, dokumentarische Nachweise für die ethische Genehmigung der am Protokoll vorgenommenen Änderungen vorzulegen. Es wurden Bedenken hinsichtlich der Genauigkeit des angegebenen Studienzeitraums geäußert, da Proben vor der Registrierung der Studie und nach Ablauf des Studienzeitraums entnommen wurden. Darüber hinaus erfüllten einige Teilnehmer die angegebenen Einschlusskriterien nicht, wurden aber dennoch in die Studie aufgenommen. Keiner der Autoren hat auf die Korrespondenz des Herausgebers zu diesem Widerruf reagiert.

Sabine Hazan war eine der Wissenschaftlerinnen, die von wissenschaftlichen Establishment mit Depublikationen überzogen wurden. Im Ganzen hat es sie vier Mal erwischt.

Dass das Virus sich im Mikrobiom verstecken kann, ist ein Therapeuten bekanntes Problem. Das Virus spielt Ping-Pong zwischen Darmmikrobiom und Darmwand. Mir sind aktuell keine Mittel bekannt, wie man das Virus aus dem Darm wieder heraus bekommt. AstraZeneca hat diesen Effekt in Mausversuchen nach Impfung beobachtet. Bei geimpften Mäusen ging das Virus nicht mehr in die Lunge, sondern in den Darm Astra versuchte das wegzuerklären, dass es sich nur um normale Eliminierung von Virentrümmern handeln würde.

Der wissenschaftliche Artikel von Sabine Hazan behandelt somit eigentlich kein kontroverses Thema, außer, dass Stuhlproben im Nachweis des Virus bzw. einer Infektion, zuverlässiger waren als Nasenabstriche, und dass das Virus schon 2020 extrem mutiert war. Warum dann aber erst die Depublikation zwei Jahre später und nicht zu der Zeit, als man die Menschen zu Tests zwang? Stuhlproben wären sicherlich weniger attraktiv zu testen gewesen.

Außerdem haben Proben, die kurz nach der Infektion oder nach Abklingen der Symptome entnommen wurden, zu hohen Falsch-negativ-Raten geführt. Proben, die in diesen Zeiträumen entnommen wurden, weisen nachweislich eine Falsch-negativ-Rate von bis zu 33 % auf. (12) Die genaue Falsch-positiv-Rate für SARS-CoV-2 variiert in Abhängigkeit von vielen Faktoren, wie in Braunstein et al., 2021, dargelegt. (13)

[…] In dieser Studie wollten wir

1. das Vorhandensein von SARS-CoV-2 durch Next-Generation-Sequencing (NGS) in Stuhlproben von symptomatischen Studienteilnehmern nachweisen, die durch RT-PCR aus Nasen-Rachen-Abstrichen positiv auf SARS-CoV-2 getestet wurden, sowie bei asymptomatischen Personen (mit oder ohne vorherige RT-PCR aus Nasen-Rachen-Abstrichen); und

2. eine Gesamtgenomanalyse durchzuführen, um Mutationsvariationen von SARS-CoV-2 zu charakterisieren und potenziell signifikante Nukleotidveränderungen zu identifizieren.

Durch Next-Generation-Sequencing wurde die gesamte Genomsequenz von SARS-CoV-2 bei Patienten mit positivem nasopharyngealem RT-PCR-Befund identifiziert, während sie bei behandelten Patienten oder Patienten mit negativem RT-PCR-Befund nicht nachgewiesen werden konnte.

Das Schöne am Journal für unabhängige Medizin ist, dass es auch eine einfache Zusammenfassung für Laien gibt und welchen Wert diese Publikation für die Medizin hat.

  • 100 % Übereinstimmung zwischen NGS im Stuhl und RT-PCR in der Nase bei unbehandelten symptomatischen Patienten: Jeder positive Nasenabstrich entsprach einem vollständigen SARS-CoV-2-Genom, das im Stuhl nachgewiesen wurde.

  • 33 verschiedene Mutationen wurden in der positiven Kohorte identifiziert, wobei bei vier Patienten einzigartige Virusvarianten auftraten, was zeigt, dass das Virus bereits Anfang 2020 von Person zu Person erheblich variierte.

  • Virale Persistenz über die akute Infektion hinaus: Ein Patient in der Studie trug COVID 45 Tage lang in seinem Stuhl. Progenabiome hat seitdem Patienten dokumentiert, die das Virus jahrelang in ihrem Stuhl trugen.

  • Behandlungssignal: Patienten, die vor der Stuhlprobenentnahme behandelt wurden, wurden alle durch NGS negativ getestet – ein Ergebnis, das zwar zu vorläufig ist, um endgültig zu sein, aber zu bemerkenswert, um ignoriert zu werden.

Diese Persistenzfeststellung hat direkte klinische Auswirkungen:

„Diese Patienten haben COVID jahrelang in ihrem Stuhl, weshalb es bei der Behandlung eines Long-COVID-Patienten wichtig ist, zu prüfen, ob das Virus noch vorhanden ist und ob man das Virus überhaupt abtöten muss.“

—Dr. Sabine Hazan

Die Mutationsdaten warfen eine schwierigere Frage auf. Mit 33 unterschiedlichen Genomvarianten bei nur 14 Patienten, die jeweils ein leicht unterschiedliches Virusprofil aufwiesen, bot die Studie einen ersten Einblick, wie schnell sich SARS-CoV-2 in der Natur ausbreitete und was dies für eine einheitliche Reaktion darauf bedeuten könnte.

Die Zusammenfassung in einfachen Worten gibt vielleicht einen Hinweis, warum das Paper weg musste: Schon zu diesem frühen Zeitpunkt war klar: Das Virus mutiert zu schnell, um sinnvoll dagegen impfen zu können. Zudem könnte es sein, dass das Virus als Darmbewohner gar nicht ausgerottet werden kann und zero Covid als Strategie damit gestorben ist.

Wie auch immer, das Paper und seine alten Daten haben ein neues Zuhause gefunden.

Viele echte long Covid Patienten, haben das Virus im Darm (oder in T-Zellen) und werden es nicht los. Gut ist das nicht, diese Menschen haben Symptome, man muss es auch im Darm abtöten, nur wissen wir aktuell nicht wie.

Die Zeitschrift hat ein Video der Autorin eingebettet, welche erklärt, um was es im Paper ging und warum es depubliziert wurde.

1

Arjmand B, Ghorbani F, Koushki M, Rezai-Tavirani M. Gastrointestinal symptoms in patients with mild and severe COVID-19: a scoping review and meta-analysis. Gastroenterol Hepatol Bed Bench. 2020 Fall;13(4):321-330. PMID: 33244374; PMCID: PMC7682965. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/33244374/

2

Groff A, Kavanaugh M, Ramgobin D, McClafferty B, Aggarwal CS, Golamari R, Jain R. Gastrointestinal Manifestations of COVID-19: A Review of What We Know. Ochsner J. 2021 Summer;21(2):177-180. doi: 10.31486/toj.20.0086. PMID: 34239378; PMCID: PMC8238098. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/34239378/

3

Papoutsis A, Borody T, Dolai S, Daniels J, Steinberg S, Barrows B, Hazan S. Retraction Note: Detection of SARS-CoV-2 from patient fecal samples by whole genome sequencing. Gut Pathog. 2025 May 22;17(1):33. doi: 10.1186/s13099-025-00711-6. PMID: 40405267; PMCID: PMC12100988. https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC12100988/

4

Kincaid, E. (2025, July 22). Microbiome company CEO who linked COVID vaccine to bacterial decline now has four retractions. Retraction Watch. https://retractionwatch.com/2025/07/22/microbiome-company-ceo-sabine-hazan-retraction-covid-sarscov2-fecal-samples-gut-pathogens/

5

Pioneering study proves COVID survives in the gut. Why was it retracted? (2026, March 6). Independent Medical Alliance. https://imahealth.org/pioneering-study-proves-covid-survives-in-the-gut-why-was-it-retracted/

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