Whistleblower widerspricht der offiziellen Version des Drohnenvorfalls von Leipzig

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Es gab sofort Zweifel an der offiziellen Version des Drohnenvorfalls von Leipzig, denn nach der ersten bekannt gewordene...

anti-spiegel.ru📅 07.09.2026
False Flag Operation?

Whistleblower widerspricht der offiziellen Version des Drohnenvorfalls von Leipzig

Angeblich hat sich ein Whistleblower bei einem Journalisten gemeldet und der offiziellen Version des Drohnenvorfalls widersprochen. Das ist brisant, weil der Vorfall der Vorwand für Maßnahmen der Bundesregierung war, die der russische Außenminister als Weg in den Krieg charakterisiert hat.

Es gab sofort Zweifel an der offiziellen Version des Drohnenvorfalls von Leipzig, denn nach der ersten bekannt gewordenen Version ist die Drohne viele Stunden lang auf dem Flughafengelände umhergeflogen, bevor sie endlich entdeckt wurde. Die erste Sichtung durch Überwachungskameras wurde mit etwa 19.30 Uhr angegeben, aber erst vier Stunden später soll ein Flughafenmitarbeiter sie entdeckt und unschädlich gemacht haben. Abgesehen davon, dass es keinen vernünftigen Grund dafür gibt, dass ein Angreifer seine Drohne vier Stunden lang dort herumfliegen lässt, bis sie endlich entdeckt wird, gibt es meines Wissens keine Quadrocopter-Drohnen, deren Akku für vier Stunden Flugzeit ausreicht.

Auch die Erklärung von Innenminister Dobrindt am 1. September war verräterisch, denn er hat nichts vorgelegt, was die von ihm behauptete Täterschaft Russlands belegen könnte. Stattdessen er sprach lediglich davon, nicht näher genannte „Erkenntnisse“ würden „klar auf eine russische Involvierung deuten“. Das ist ziemlich wenig, um daraufhin Maßnahmen zu beschließen, die in Moskau als der Wille zum Krieg aufgenommen werden, wie es beispielsweise der russische Außenminister Lawrow formulierte.

Auch die Behauptung der Bundesregierung, die Bauteile der angeblichen Hightech-Drohne würden klar auf Russland als Täter hinweisen, sind schlicht Unsinn. Der Grund ist simpel: Sowohl die Ukraine als auch Russland benutzen Quadrocopter-Drohen aus chinesischer Produktion oder aus chinesischen Bauteilen, die sie dann selbst zusammenbauen. Auch deuten die bisher gezeigten Bilder der Drohne nicht eben auf ein Hightech-Objekt, sondern auf eine handelsübliche Drohne.

Und auch die Tatsache, dass die Drohne mit einer Sim-Karte gesteuert wurde, ist kein Hinweis auf Russland. Wenn das überhaupt auf irgendein Land hinweist, dann auf die Ukraine, die ihre Drohnen bei Angriffen auf Russland lange Zeit über Sim-Karten gesteuert hat. Um diese Praxis zu beenden, musste Russland die Regelung einführen, dass jede Sim-Karte, die aus dem Ausland nach Russland kommt, automatisch für 24 Stunden gesperrt wird, was für Reisende ein großes Ärgernis darstellt, wenn ihre Sim-Karten nach der Einreise nach Russland für 24 Stunden nicht funktionieren.

Es gab also ohnehin schon reichlich Gründe, die offizielle Version der Geschichte zu bezweifeln, zumal Russland ja auch keinen nennenswerten Vorteil von dem Angriff gehabt hätte, denn der Westen hat genug Frachtflugzeuge, da wäre die Zerstörung eines Flugzeugs in Leipzig das Risiko einer solchen Operation gar nicht wert.

Andererseits spielt der Vorfall der Ukraine in die Hände, die sich über jede weitere Zerstörung der deutsch-russischen Beziehungen freut. Und er spielt auch der Bundesregierung in die Hände, die ihn in der heißen Phase des Wahlkampfes in Sachsen-Anhalt gegen die AfD nutzen wollte, was aber wohl eher kontraproduktiv war, weil man in Ostdeutschland versteht, dass dieser Angriff aus russischer Sicht keinen Sinn gemacht hat, aus Sicht Kiews, Brüssels und Berlins hingegen schon. Und warum sollten die Russen etwas tun, was propagandistisch ihren Gegnern in die Hände spielt, für Russland aber keinen nennenswerten Vorteil bietet?

Nun kommen weitere Zweifel an der offiziellen Version auf, worüber beispielsweise tkp schon berichtet hat.

Dabei geht es um den ukrainischen Politiker und Blogger Anatoly Scharíj, der in der Ukraine schon vor Jahren wegen seiner Kritik an den verschiedenen Regierungen in Abwesenheit wegen Landesverrats verurteilt wurde und heute in Spanien lebt. Westliche Medien bezeichnen Scharij als „pro-russisch“, was aber unwahr ist. Er war genauso ein Kritiker der angeblich pro-russischen Regierung, die die Ukraine vor dem Maidan regierte, wie auch ein Kritiker der Maidan-Regierungen.

Scharij ist in der Ukraine der wohl meistgelesene politische Journalist, auf Telegram hat er über 1,6 Millionen Follower. Er ist auch auf X aktiv, hat dort aber „nur“ knapp 280.000 Follower.

Interessanterweise hat er seinen Post über den Vorfall von Leipzig und den Whistleblower, der sich bei ihm dazu gemeldet hat, nur auf X veröffentlicht. Ich übersetze hier zur Information, was Scharij geschrieben hat.

Beginn der Übersetzung:

Am 1. August 2024 drangen sieben Klimaaktivisten der Bewegung „Letzte Generation“ illegal auf das Gelände des Flughafens Leipzig/Halle ein. Sie durchschnitten den äußeren Sicherheitszaun an drei verschiedenen Stellen und gelangten in den Sicherheitsbereich des Flughafens.

Fünf der Aktivisten gelang es, sich auf den Rollwegen festzukleben, während zwei weitere gestoppt wurden, bevor sie das tun konnten.

Somit gab es bereits im Jahr 2024 einen dokumentierten Fall, in dem es unbefugten Personen gelang, nachts den gesicherten Außenbereich zu durchbrechen und direkten Zugang zum Flugbetriebsbereich des Flughafens Leipzig/Halle zu erlangen.

Vor diesem Hintergrund sollte man einem Bericht besondere Aufmerksamkeit schenken, den mir ein Flughafenmitarbeiter über einen weiteren Vorfall, diesmal mit einer Drohne, gegeben hat.

Seine Schilderung weicht erheblich von der in den Medien verbreiteten Darstellung ab.

Ihm zufolge ereignete sich der Vorfall nachts während der Beladung eines Frachtflugzeugs im Bereich Vorfeld 2, wo unter anderem DHL-Maschinen abgefertigt werden und Antonow-Flugzeuge stationiert sind.

Flughafenmitarbeiter hatten bereits zuvor Drohnen in der Umgebung des Flughafens bemerkt.

In der Nähe der Straße S8a, die entlang der Flughafengrenze verläuft, befinden sich ein Notfalltor sowie ein Standort, der einen guten Blick auf die Start- und Landebahn bietet.

Nachts halten sich dort gelegentlich Flugzeugenthusiasten (Spotter) auf, um startende und landende Maschinen zu fotografieren.

Der Quelle zufolge waren auch in diesem Bereich schon mehrfach Drohnen gesichtet worden, die sich jedoch normalerweise weder Menschen noch Flugzeugen henähert haben.

Diesmal war die Situation jedoch anders. Während des Beladevorgangs begann eine kleine Drohne, in der Nähe des Frachtflugzeugs zu kreisen und schwebte anschließend direkt neben einem Mitarbeiter.

Laut der Quelle konnte niemand der Anwesenden erkennen, woher genau sie gekommen war.

Als das Gerät nah genug herangekommen war, brachte der Mitarbeiter es zu Boden und fixierte es mit der Hand, wobei die Propeller beschädigt wurden. Anschließend meldete er per Funk, dass sich die Drohne am Boden befand.

Was daraufhin geschah, empfand die Quelle als äußerst ungewöhnlich. Ihm zufolge erschienen innerhalb weniger Minuten Polizeibeamte, Entschärfungsexperten, Feuerwehrleute, Fernsehteams sowie Entschärfungsausrüstung, einschließlich eines Spezialroboters, am Einsatzort.

Der Mitarbeiter berichtet, dass die Schnelligkeit ihres Eintreffens beim Flughafenpersonal Fragen aufgeworfen habe. Der Flughafen liegt etwa 20 Kilometer von Leipzig entfernt, man kann nicht einfach bis vor das Terminal fahren und den Sicherheitsbereich des Flugfelds betreten.

Um Zutritt zu erhalten, müssen Außenstehende Sicherheitskontrollen durchlaufen und die erforderliche Genehmigung, einschließlich eines Tagesausweises, einholen.

Nach Einschätzung der Quelle nimmt allein schon das Verfahren zur Erlangung der Berechtigung und die Passage des Kontrollpunkts Zeit in Anspruch.

Er kann daher nicht verstehen, wie ein Spezialteam, ein Fernsehteam und schweres Gerät das Flugfeld fast unmittelbar nach der Funkmeldung erreichen konnten.

Besonders nachdrücklich widerspricht die Quelle Berichten, wonach das Gerät angeblich Sprengstoff oder einen Zünder getragen habe.

Seinen Angaben zufolge sah der Mitarbeiter, der die Drohne mit seinen Händen zu Boden brachte, weder einen Zünder noch an ihr befestigten Sprengstoff.

Die Quelle behauptet zudem, dass die später in den Medien veröffentlichten Fotos, auf denen die Drohne mit daneben liegendem Sprengstoff zu sehen ist, nicht dem entsprächen, was die Flughafenmitarbeiter ursprünglich am Fundort gesehen hätten. Auch der Hinweis auf den in Tschechien hergestellten Sprengstoff „Semtex“ habe bei ihm besonderes Misstrauen geweckt.

Der Quelle war die Drohne um ein kleines, preiswertes Konsumgerät, das primär für Foto- und Videoaufnahmen gedacht war.

Er bezweifelt, dass ein solches Gerät überhaupt eine nennenswerte zusätzliche Nutzlast hätte transportieren können.

Wie die Quelle berichtet, war der Mitarbeiter, der die Drohne persönlich zu Boden gebracht hatte, nach der empört darüber, wie der Vorfall der Öffentlichkeit dargestellt wurde, aber er könne sich nicht offen dazu äußern, da er befürchtet, seinen Arbeitsplatz zu verlieren.

Die Quelle weist zudem auf die Situation am Flughafen nach dem Vorfall hin. Demnach seien nun rund um die Uhr Polizeibeamte in der Nähe des Notfalltors an der S8a stationiert, jenem Ort, an dem sich zuvor nachts Flugzeugbeobachter („Spotter“) versammelt hatten und von wo aus gelegentlich Drohnen gesichtet worden waren.

Daraus ergeben sich zwei grundlegend unterschiedliche Versionen des Geschehens.

Die öffentliche Version umfasst die Entdeckung eines potenziell gefährlichen unbemannten Fluggeräts und die anschließende Reaktion der Einsatzkräfte.

Die Version des Flughafenmitarbeiters spricht hingegen davon, dass eine gewöhnliche kleine zivile Drohne auf dem Flughafengelände auftauchte, von einem Mitarbeiter zu Boden gebracht wurde und daraufhin fast unmittelbar eine Reaktion von Sicherheitsbehörden und Medien erfolgte, die angesichts ihres Ausmaßes ungewöhnlich gut vorbereitet wirkte.

Die Schilderung des Flughafenmitarbeiters beweist für sich genommen natürlich nicht, dass der Vorfall inszeniert war oder eine Provokation darstellt.

Um zu einer solchen Schlussfolgerung zu gelangen, wären unabhängige Belege erforderlich.

Seine Aussagen werfen jedoch eine Reihe überprüfbarer Fragen auf:

Zu welchem ​​genauen Zeitpunkt wurde die Drohne entdeckt und die Funkmeldung abgesetzt?

Wann wurden Polizei, Entschärfungsexperten, Feuerwehr und Journalisten alarmiert?

Wann trafen die jeweiligen Einsatzkräfte und Personen tatsächlich im gesperrten Bereich ein?

Wer entdeckte das mutmaßliche explosive Material als Erster, und wann?

War es zum Zeitpunkt des Absturzes der Drohne fest an dieser angebracht?

Wer untersuchte den Gegenstand als Erster?

Gibt es Fotos der Drohne, die vor dem Eintreffen der Entschärfungsexperten aufgenommen wurden?

Und wie gelangten Medienvertreter auf das Flughafengelände?

Antworten auf diese Fragen würden es ermöglichen, zwischen bestätigten Umständen und Zeugenaussagen zu unterscheiden sowie den tatsächlichen Ablauf der Ereignisse zu rekonstruieren.

Ende der Übersetzung

Nun kann jeder Leser selbst darüber nachdenken, für wie überzeugend er das hält und was es bedeuten würde, wenn der Vorfall tatsächlich eine False-Flag-Operration der Bundesregierung gewesen ist, mit der ein Vorwand für die neuen anti-russischen Maßnahmen geschaffen werden sollte.

In Russland, wo niemand der Version der Bundesregierung glaubt, wird der Vorfall von Leipzig bereits mit dem Überfall auf den Sender Gleiwitz verglichen, also mit der False-Flag-Operation, mit der Hitler-Deutschland den Zweiten Weltkrieg begonnen hat. Ob es nur ein Zufall war, dass die Bundesregierung ihre Anschuldigungen ausgerechnet am 1. September verkündet hat, also am Jahrestag des Überfalls auf den Sender Gleiwitz und des Beginns des Zweiten Weltkrieges, darf sich auch jeder selbst überlegen.

Autor: Anti-Spiegel

Thomas Röper, geboren 1971, hat als Experte für Osteuropa in Finanzdienstleistungsunternehmen in Osteuropa und Russland Vorstands- und Aufsichtsratspositionen bekleidet. Heute lebt er in seiner Wahlheimat St. Petersburg. Er lebt über 15 Jahre in Russland und spricht fließend Russisch. Die Schwerpunkte seiner medienkritischen Arbeit sind das (mediale) Russlandbild in Deutschland, Kritik an der Berichterstattung westlicher Medien im Allgemeinen und die Themen (Geo-)Politik und Wirtschaft.


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