Volkswagen Nutzfahrzeuge und der Energieversorger Enercity AG starten ein gemeinsames Pilotprojekt zum bidirektionalen Laden. Wie Enercity mitteilt, soll in einem realen, skalierbaren Anwendungsszenario die Einbindung von Elektrofahrzeugen in den Energiemarkt demonstriert werden. Die Kooperationsvereinbarung wurde am 19. März unterzeichnet.
Im Mittelpunkt stehen der »ID. Buzz« in einer Flotte mit 75 Fahrzeugen sowie eine bidirektionalfähige Ladeinfrastruktur von Enercity. Über diese wird das Zusammenspiel von Fahrzeug, Wallbox, Energiemanagementsystem und virtuellem Kraftwerk getestet. Ziel des Projekts ist es, die technische Machbarkeit, die wirtschaftlichen Potenziale und den gesellschaftlichen Nutzen von Vehicle-to-Grid (V2G) im realen Betrieb für Gewerbekunden aufzuzeigen und zur Marktreife zu bringen.
Aurélie Alemany, die Vorstandsvorsitzende von Enercity, sagt dazu: »Die Energiewende braucht Flexibilität – und die können wir längst heben, wenn wir Mobilität und Energiesystem zusammen denken. Mit dem Pilotprojekt machen wir Firmenflotten zum Teil der Lösung: Die E-Auto-Batterien liefern Flexibilität genau dann, wenn das Energiesystem sie braucht. Das senkt perspektivisch Kosten für unsere Geschäftskund:innen – und unterstützt zugleich Netzstabilität und die Integration erneuerbarer Energien.«
Beim bidirektionalen Laden fließt der Strom nicht nur aus dem Netz in den Akku des Elektroautos hinein, sondern kann von diesem über die Ladestation auch wieder zurück an das Netz abgegeben werden. Durch die flexible Nutzung und Vermarktung dieser Speicherkapazitäten lassen sich nicht nur Energiekosten senken, sondern auch zusätzliche Erlöse erzielen. Unter günstigen Rahmenbedingungen sei sogar nahezu kostenfreies Fahren möglich, schätzt das Energieunternehmen.
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