Tamiflu tötet
Erinnert sich noch jemand an das “Wundermittel” Tamiflu, welches gegen die Schweinegrippe erfunden wurde?
2005 (Vogelgrippe) und 2009 (Schweinegrippe) waren ein absoluter Ausnahmezustand für Tamiflu. Die Angst vor einer weltweiten Pandemie löste eine beispiellose Hysterie aus, die das Medikament über Nacht zum begehrten „Wundermittel“ machte.
Die damalige Bundesregierung und die Bundesländer bunkerten damals gigantische Mengen Tamiflu ein. Das Ausmaß dieser staatlichen Vorratshaltung war enorm und beschäftigte die Steuerzahler über Jahre hinweg.
Die Bevorratung von antiviralen Medikamenten ist in Deutschland eigentlich Sache der Bundesländer. Gemäß den damaligen Plänen sollte für 20 Prozent der Bevölkerung ein Vorrat angelegt werden. Dafür kauften die Länder ab 2005 Millionen Dosen Tamiflu und das Konkurrenzprodukt Relenza.
Zusätzlich schaffte das Bundesgesundheitsministerium 2009 eine nationale „Bundesreserve antiviraler Arzneimittel“ an. Um Kosten zu sparen und die Haltbarkeit zu verlängern, wurde der Wirkstoff Oseltamivir (Tamiflu) in großen Säcken als reines Pulver eingelagert. Allein diese Bundesreserve war für 7,5 Millionen Therapieeinheiten ausgelegt und sollte im Ernstfall schnell in Kapseln abgefüllt werden.
Selbst als das Cochrane-Netzwerk ab 2012/2013 die mangelnde Wirksamkeit öffentlich anprangerte, hielten der Bund und die Länder an den Beständen fest. Das Argument der Behörden war stets das Vorsorgeprinzip: Im Falle einer völlig unbekannten, tödlichen Mutation eines neuen Grippevirus wollte man nicht ohne jegliche Medikamente dastehen.
Die Geschichte kommt einem irgendwie bekannt vor.
Regierungen weltweit schmeißen der Pharmaindustrie Milliarden an Steuergeldern für ein angebliches “Wundermittel” in den Rachen, das angeblich eine Grippe stoppt, Komplikationen verhindert und eine Pandemie, die es letztendlich nie gab, in den Griff bekommt. Man kaufte basierend auf einer handvoll Hersteller-Studien, von denen die Hälfte nie veröffentlicht wurde, und deren Autoren teilweise freimütig zugeben: „Daten? Primärdaten? Habe ich nie gesehen, das hat Roche gemacht.“
Dann kommt die Cochrane-Truppe und sagt höflich: „Könnten wir mal die ganzen Studienberichte sehen?“
Roche antwortet sinngemäß: „Gerne – unter Geheimhaltungsvertrag, damit niemand rausfindet, was wirklich drinsteht.“
BMJ und Co. machen daraus eine vierjährige Open-Data-Kampagne mit offenen Briefen an Roche, WHO, CDC, EMA und NICE. Ergebnis:
Die WHO empfahl Tamiflu, hatte die zugrunde liegenden Daten jedoch nicht überprüft.
Die EMA genehmigte Tamiflu, hatte die zugrunde liegenden Daten jedoch nicht überprüft.
Die CDC empfahl die Verwendung und Bevorratung von Tamiflu auf der Grundlage einer sechsseitigen, vom Hersteller finanzierten gepoolten Analyse von zehn klinischen Studien, hatte die zugrunde liegenden Daten jedoch nicht überprüft.
Die Werbung durch die CDC erfolgte trotz der Tatsache, dass die FDA, die die zugrunde liegenden Daten geprüft hatte, seit dem Jahr 2000 von Roche verlangte, einen Hinweis in die Produktinformation von Tamiflu aufzunehmen: „Schwere bakterielle Infektionen können mit grippeähnlichen Symptomen beginnen oder gleichzeitig mit einer Grippe auftreten bzw. im Verlauf einer Grippe als Komplikationen auftreten. Es wurde nicht nachgewiesen, dass TAMIFLU solche Komplikationen verhindert.“
Der Großteil der Phase-III-Behandlungsstudien von Roche war auch ein Jahrzehnt nach ihrem Abschluss noch nicht veröffentlicht worden.
Alle oben genannten Fakten gelten auch heute noch (Stand: Februar 2019).
Nach jahrelangem Kampf und 150.000 Seiten später kommt raus: Tamiflu verkürzt die Symptome vielleicht um einen halben Tag, stoppt aber weder Komplikationen noch die Ausbreitung besonders überzeugend und hat nebenbei noch ein paar Nebenwirkungen (Übelkeit, psychische Auffälligkeiten etc.).
Regierungen hatten trotzdem Vorräte für Viertel-Bevölkerungen angelegt. WHO stuft es später herunter, CDC bleibt unbeeindruckt und schwört weiter auf Beobachtungsstudien.
Diese Datenjagdzeigt, dass man mit unvollständigen, herstellernahen Analysen und genug Panik vor Schweinegrippe Milliarden umsetzen und ganze Lagerhallen füllen kann.
Die Pharmaindustrie folgt einem wiederkehrenden Drehbuch, bei dem Regierungen im Eiltempo Milliardenbeträge für Impf- und Medikamentenvorräte zusagen, während die vollständigen Rohdaten erst nach Jahren oder Jahrzehnten und auf gerichtlichem Weg offengelegt werden, bei denen sich dann erst einmal zeigt, das Zeug war nutzlos. Nach jahrelangem Kampf von Geschädigten kommt irgendwann dann doch heraus, das Zeug war nicht nur nutzlos sondern tödlich. Währenddessen wurden die Gewinne privatisiert, das finanzielle Risiko auf die Steuerzahler abwälzt und die wissenschaftliche Transparenz ignoriert.
In beiden Fällen spielte The BMJ eine zentrale Rolle bei der Forderung nach Rohdaten und der Aufarbeitung von Mängeln.
Und nun kommen wir zum Punkt tödlich, ja auch Tamiflu war nicht nur nutzlos es ist tödlich.
Der Patentschutz für Tamiflu 2016 ausgelaufen ist, konnte man nun Studien durchführen, ohne Roche auf die Füße zu treten. Solange ein Medikament ein milliardenschweres Exklusivpatent schützt, verteidigen Pharmaunternehmen ihr Produkt extrem aggressiv. Unabhängige Forscher, die kritische Studien veröffentlichen wollten, laufen Gefahr, mit teuren Gegenstudien oder juristischem Druck überrollt zu werden. Nach 2016 wurde Oseltamivir zu einem billigen Standardmedikament (einem sogenannten Commodity-Wirkstoff). Jetzt ging es nicht mehr darum, Roche zu schaden oder zu helfen, sondern darum, dass unabhängige Wissenschaftler und staatliche Institutionen endlich die Wahrheit herausfinden wollten.
Wenn ein Pharmaunternehmen nach Ablauf des Patentschutzes ein Generikum (eine Nachahmer-Version) auf den Markt bringen möchte, muss es nicht noch einmal in großen klinischen Studien beweisen, dass der Wirkstoff funktioniert. Der Gesetzgeber verlangt lediglich den Nachweis der sogenannten Bioäquivalenz. Der Hersteller muss in kleineren Labortests und an wenigen gesunden Freiwilligen belegen, dass sein Generikum exakt denselben Wirkstoff (hier Oseltamivir) enthält und dieser genauso schnell und in derselben Menge vom Körper aufgenommen wird wie das Original von Roche. Da die “Wirksamkeit” von Tamiflu rechtlich durch die Erstzulassung von Roche bereits als „bewiesen“ gilt, durften Generika-Hersteller ab 2016 direkt auf den Markt strömen, ohne teure Großstudien zu finanzieren.
Die REMAP-CAP-Studie ist eine öffentlich und unabhängig geförderte internationale Plattformstudie. Ziel war es einzig und allein, herauszufinden, ob die seit Jahrzehnten in den offiziellen Leitlinien verankerte Praxis („Gebt allen schwerkranken Grippepatienten auf der Intensivstation sofort Tamiflu!“) medizinisch überhaupt sinnvoll ist.
Diese Studie, die es nun als Preprint gibt, zeigt, dass die Verabreichung des angeblichen Virostatikums Oseltamivir (Tamiflu) bei schwerstkranken Grippepatienten auf der Intensivstation nicht nur unwirksam ist, sondern mit einer höheren 90-Tage-Mortalität einhergeht. Es wurden 442 schwere Krankheitsfälle in 18 Ländern untersucht. Die Forscher wollten wissen, wie viele Patienten nach 90 Tagen noch leben. Von den Patienten ohne das Medikament starben etwa 14 %. Von den Patienten, die das Medikament bekamen, starben jedoch rund 20 %.
Die Wahrscheinlichkeit, dass das Medikament den Patienten geschadet hat, lag bei somit bei fast 98 %.
Weil das Medikament so schlecht abgeschnitten hat, wurde dieser Teil der Studie aus Sicherheitsgründen vorzeitig gestoppt.
Das ausgelaufene Patent hat den Weg frei gemacht für unabhängige, rein wissenschaftlich motivierte Forschung. Da keine kommerziellen Interessen von Roche mehr im Weg standen, konnten Ärzte weltweit endlich in einer echten, kontrollierten Studie testen, was das Medikament bei Schwerkranken wirklich tut – mit dem nun vorliegenden, für die alten Leitlinien verheerenden Ergebnis.
Jahrelang wurde ein tödliches Medikament per Leitlinie vorgeschrieben, obwohl früh eindeutige Warnhinweise gab.
Diese frühen Warnungen waren, wie nicht anders zu erwarten heftig umstritten. Große, von Herstellern unterstützte Beobachtungsstudien hielten damals dagegen, dass das Grippevirus selbst (die Influenza-Enzephalopathie) die Halluzinationen und das Delirium verursache und nicht das Medikament.
Es war das Virus nicht das Medikament… Das kommt uns doch aktuell auch bekannt vor.
Um eine unabhängige Bestätigung der These zu erhalten, wurden Studien initiiert, die riesige US-Krankenversicherungsdatenbanken (wie MarketScan) auswerteten. Diese wurden oft von Wissenschaftlern durchgeführt, die als Berater für Roche tätig waren oder durch Forschungszuschüsse unterstützt wurden.
Wenn derjenige, der mit einem Produkt Milliarden verdient, gleichzeitig derjenige ist, der die Studien designt, durchführt, auswertet und entscheidet, welche Daten an die Öffentlichkeit gelangen, ist das ein fundamentaler Systemfehler. In der Wissenschaft nennt man das auch das „Funding Bias“ (Finanzierungs-Verzerrung): Studien, die von der Industrie finanziert werden, kommen statistisch gesehen fast viermal häufiger zu einem für den Sponsor positiven Ergebnis als unabhängige Studien.
Roche hat jahrelang nur die Studien veröffentlicht, die für den Hersteller gut aussahrn Die unvorteilhaften Daten (die zeigten, dass das Medikament kaum wirkt und Übelkeit oder psychotische Phasen auslöst) blieben unveröffentlicht. Erst als Cochrane nach jahrelangem Rechtsstreit die unveröffentlichten Daten erzwang, kam die Wahrheit ans Licht, genau wie bei BNT162B2, wo die Daten auch herausgeklagt werden mussten.
Herstellerstudien werden oft so konzipiert, dass das Medikament glänzen muss. Es werden beispielsweise junge, gesunde Probanden ausgewählt, bei denen das Risiko für schwere Nebenwirkungen geringer ist, anstatt die Menschen zu testen, die das Medikament später im echten Leben massenhaft nehmen.
Studien wie die von Toovey et al., die von Roche finanziert wurden, dienten dazu, Zweifel an der Sicherheit zu zerstreuen. Sie nutzten methodische Kniffe (wie retrospektive Beobachtungsdaten), um das Produkt in ein gutes Licht zu rücken, während unliebsame Warnsignale (wie die der unabhängigen Forscher in Japan) als „Einzelfälle“ abgetan wurden.
Dass REMAP-CAP nun im Jahr 2026 im wissenschaftlichen Goldstandard (einer randomisierten, kontrollierten Studie) nachweisen konnte, dass Tamiflu auf Intensivstationen sogar Schaden anrichtet, verdanken wir ausschließlich staatlich und unabhängig finanzierten Forschungsgeldern.
Bis zum Auslaufen des primären Patentschutzes im Jahr 2016 generierte Roche mit Tamiflu und den damit getöteten Patienten einen geschätzten kumulierten Gesamtumsatz von 15 bis 18 Milliarden Schweizer Franken (CHF) bzw. US-Dollar.
Dass Tamiflu trotz mangelhafter unvollständiger Datenbasis weltweit zum offiziellen Behandlungsstandard und Pflichtlager-Medikament wurde, liegt möglicherweise an politischer Panik, gezielter Informationsmanipulation, geschicktem Lobbyismus und behördlicher Überforderung. Genau diese Mechanismen nutzte man auch bei den COVID Plörren.
Die Leitlinienkommissionen der medizinischen Fachgesellschaften und Behörden (wie die WHO oder das deutsche Robert Koch-Institut) entscheiden auf Basis der veröffentlichten medizinischen Literatur. Der Hersteller finanzierte Dutzende Studien. Diejenigen, die eine minimale Wirkung zeigten, wurden in großen Fachjournalen publiziert. Diejenigen, die keinen Nutzen oder schwere Nebenwirkungen zeigten, blieben als „Geschäftsgeheimnis“ unter Verschluss.
Als ab 2005 die Vogelgrippe (H5N1) mit einer vermeintlichen Sterblichkeitsrate von über 50 % drohte und 2009 die Schweinegrippe ausbrach, herrschte unter Politikern und Gesundheitsbehörden nackte Angst. Es gab keinen Impfstoff und angeblich keine andere Therapie. Regierungen standen unter immensem Druck der Öffentlichkeit und der Medien, die Bevölkerung zu schützen. In dieser Krisensituation wurden die wissenschaftlichen Standards für den Einzug in die Leitlinien extrem aufgeweicht. Man gab sich mit schwachen Daten zufrieden, weil die Behörden das Risiko, im Falle einer globalen Katastrophe ohne Medikamente dazustehen, als weitaus bedrohlicher einschätzten als das Risiko, Milliarden für ein potenziell unwirksames Medikament auszugeben.
Die Unabhängigkeit der Experten, die diese Leitlinien damals schrieben, war massiv kompromittiert.
Die detaillierte Recherche der Journalisten Deborah Cohen und Philip Carter legte offen, dass die WHO-Richtlinien von 2004 maßgeblich von Forschern mit finanziellen Verbindungen zu Roche und GSK verfasst wurden.
Nach monatelangem Blockieren und dem Druck durch die BMJ-Veröffentlichung gab die WHO im August 2010 schließlich die offizielle Liste der Mitglieder des „Emergency Committee“ (Notfallausschuss von 2009) sowie deren finanzielle Verflechtungen bekannt. Schon damals mit dabei Arnold Monto, Neil Ferguson und Nancy Cox.
Es tauchen immer wieder die gleichen Namen auf
Die Lebensläufe von Arnold Monto, Neil Ferguson und Nancy Cox zeigen eine bemerkenswerte personelle Kontinuität in der globalen Pandemiebekämpfung. Alle drei spielten sowohl im Jahr 2009 bei den umstrittenen Tamiflu-Entscheidungen als auch ab 2020 bei den COVID-19-Impfstoffen absolut prägende Rollen.
1. Professor Arnold Monto (Epidemiologe, USA)
Rolle bei Tamiflu (2009): Er war eines der 15 Kernmitglieder des geheimen WHO-Notfallausschusses (Emergency Committee), das die Schweinegrippe zur Pandemie erklärte. Als die WHO 2010 die Namen der Berater offenlegen musste, gab Monto an, zu diesem Zeitpunkt und in der Vergangenheit bezahlte Beraterverträge für die Grippeforschung bei Roche (Tamiflu) und GlaxoSmithKline (Relenza) sowie Gelder von Sanofi und Novartis besessen zu haben.
Rolle bei den COVID-Impfstoffen (ab 2020): Er stieg zum Vorsitzenden (Acting Chair) des extrem einflussreichen FDA-Beratergremiums VRBPAC (Vaccines and Related Biological Products Advisory Committee) auf.
Er leitete und moderierte die weltweit übertragenen Live-Sitzungen der US-Behörde, in denen über die Notfallzulassungen der Impfstoffe von Pfizer/BioNTech und Moderna sowie über die späteren Booster-Empfehlungen abgestimmt wurde. Er ersetzte die reguläre Vorsitzende, die wegen einer Beteiligung an den Moderna-Studien befangen war.
2. Professor Neil Ferguson (Mathematischer Biologe, UK)
Rolle bei Tamiflu (2009): Ferguson fungierte als mathematischer Modellierer und Berater für das WHO-Pandemie-Komitee sowie für die britische Regierung. Seine Computermodelle sagten für die Schweinegrippe im schlimmsten Fall bis zu 65.000 Todesfälle allein in Großbritannien voraus, was die massiven staatlichen Bunkerkäufe von Tamiflu und Impfstoffen direkt rechtfertigte. Die WHO-Transparenzliste legte offen, dass Ferguson bis kurz vor der Pandemie (2007) ebenfalls als Consultant (Berater) für Roche (Tamiflu) und GSK Biologicals tätig gewesen war.
Rolle bei den COVID-Impfstoffen (ab 2020): Als Leiter des Imperial College COVID-19 Response Team erstellte er im März 2020 den berühmten „Report 9“. Dieses mathematische Modell prognostizierte über 500.000 Tote in Großbritannien ohne Gegenmaßnahmen und veranlasste den britischen Premierminister Boris Johnson zum ersten harten Lockdown. Ferguson argumentierte in seinen Arbeiten explizit, dass diese drastischen gesellschaftlichen Einschränkungen (Lockdowns) so lange aufrechterhalten werden müssten, „bis ein wirksamer Impfstoff zur Verfügung steht“. Seine Modelle bildeten das fundamentale wissenschaftliche Gerüst für die politische Strategie, alles auf die schnelle Entwicklung und den Masseneinsatz der COVID-Impfstoffe zu setzen.
3. Dr. Nancy J. Cox (Virologin, USA)
Rolle bei Tamiflu (2009): Sie war die langjährige Leiterin der Influenza-Abteilung bei der US-Gesundheitsbehörde CDC und gleichzeitig Direktorin des WHO Collaborating Center for Influenza. Sie saß ebenfalls im 15-köpfigen WHO-Notfallausschuss. In der WHO-Sicherheitsüberprüfung deklarierte Cox, dass ihre CDC-Forschungseinheit finanzielle Unterstützung von der IFPMA (dem Weltverband der Impfstoff- und Pharmaproduzenten, in dem auch Roche und GSK Mitglied sind) für die Virus- und Impfforschung erhalten hatte.
Rolle bei den COVID-Impfstoffen (ab 2020):
Im Gegensatz zu Monto und Ferguson war Cox im Jahr 2020 nicht mehr an vorderster Front aktiv, da sie im Jahr 2014 offiziell beim CDC in den Ruhestand gegangen war. Ihre indirekte Rolle war dennoch fundamental. Sie hatte über Jahrzehnte hinweg das globale GISRS-Netzwerk der WHO (Global Influenza Surveillance and Response System) aufgebaut. Dieses System etablierte unter ihrer Führung die standardisierten Verfahren zur genetischen Sequenzierung von Atemwegsviren und die logistischen Netzwerke zur schnellen Bestimmung von Impfstoffkomponenten. Genau diese von ihr geschaffene globale Infrastruktur wurde 2020 genutzt, um die SARS-CoV-2-Varianten zu überwachen und die mRNA-Impfstoffe anzupassen. Sie war eine der wichtigsten Mitgestalterinnen der GISAID-Initiative und schuf damit eine Plattform, die den schnellen und transparenten Austausch von genetischen Sequenzdaten zur Influenza revolutionierte. Mehr zu GISAID:
(Tabelle erstellt von der google KI Suche)
Eine kleine, geschlossene Gemeinschaft von Top-Wissenschaftlern, die jahrzehntelang nahtlos zwischen der Rolle als Industriepartner, staatliche Regulierer und WHO-Berater hin und her wechseln. Was kann da schon schief gehen?
Paxlovid (noch eine Parallele)
Im Übrigen gab es auch in der Plandemie ein nutzloses Medikament, das man unter die Menschen bringen wollte, welches die Überlebenswahrscheinlichkeit senkte: Paxlovid.
Zwischen der Geschichte von Tamiflu (Oseltamivir) und der Entwicklung rund um Paxlovid (Nirmatrelvir/Ritonavir) von Pfizer lassen ebenfalls strukturelle, wissenschaftliche und ökonomische Parallelen ziehen. Beide Medikamente wurden in einer Phase globaler Krisenangst als „Game Changer“ gefeiert, die sich als schädliche Rohrkrepierer herausstellten.
Aus Angst vor überlasteten Gesundheitssystemen schlossen Regierungen ab Ende 2021 vorab milliardenschwere Kaufverträge mit Pfizer ab. Im Rekordjahr 2022 generierte Pfizer mit Paxlovid astronomische 18,9 Milliarden US-Dollar Umsatz – es wurde zu einem der am schnellsten verkauften Medikamente der Geschichte. Wie zuvor bei Tamiflu wurden auch bei Paxlovid später tonnenweise ungenutzte Vorräte im Wert von Milliarden Dollar vernichtet, weil die Infektionswellen abflachten.
Die Zulassung von Paxlovid und der anschließende Hype basierten maßgeblich auf der EPIC-HR-Studie von Pfizer. Diese zeigte bei ungeimpften Hochrisikopatienten eine beeindruckende Senkung der Hospitalisierungsrate um fast 89 %.
Kurz nach der weltweiten Markteinführung berichteten immer mehr Patienten (darunter prominente Beispiele wie der damalige US-Präsident Joe Biden), dass sie nach der 5-tägigen Einnahme von Paxlovid komplett symptomfrei waren und negativ getestet wurden – nur um wenige Tage später einen Rückfall (Rebound) mit erneuten Symptomen und wieder positiven Antigen-Tests zu erleben.
Genau wie Roche bei Tamiflu hat auch Pfizer die Vermarktung und den Verkauf für die breite Masse (Milliardenkäufe durch Regierungen) so lange wie möglich mit den „guten“ Daten der ersten Studie befeuert. Das Wissen, dass Paxlovid bei der standardmäßig geimpften Bevölkerung kaum eine Wirkung entfaltet, wurde erst mit enormer Verzögerung publiziert.
Molnupiravir mutiert:
Die Beschaffung von Molnupiravir (Handelsname Lagevrio) durch Deutschland lief unter besonderen gesetzlichen Bedingungen ab und endete letztlich in einer großflächigen Entsorgungsaktion, da das Medikament die Erwartungen nicht erfüllte.
Im Dezember 2021 – kurz vor dem Ende seiner Amtszeit als Bundesgesundheitsminister – schloss Jens Spahn einen zentralen Liefervertrag mit dem US-Pharmakonzern Merck Sharp & Dohme (MSD). Das Bundesgesundheitsministerium (BMG) orderte für das vierte Quartal 2021 eine Tranche von rund 80.000 Therapieeinheiten. Triebfeder war der damalige Druck in der Pandemie, schnellstmöglich orale „Corona-Pillen“ für den Heimgebrauch parat zu haben.
Ab dem 3. Januar 2022 war Molnupiravir in Deutschland für Risikopatienten verfügbar. Das “Besondere” dabei: Das Medikament besaß zu diesem Zeitpunkt keine reguläre Zulassung durch die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) oder das deutsche BfArM.
Im Februar 2023 verweigerte der zuständige Ausschuss der EMA offiziell die Zulassungsempfehlung, da ein positives Nutzen-Risiko-Verhältnis nicht zweifelsfrei belegt werden konnte.
Das BfArM zog daraufhin die Reißleine: Seit dem 24. Februar 2023 gilt in Deutschland ein striktes Abgabeverbot. Ärzte durften das Mittel nicht mehr verschreiben, Apotheken bereits gelieferte Packungen nicht mehr an Patienten aushändigen.
Molnupiravir war nicht nur nutzlos, es sorgte dafür, dass das Virus mutierte. Da Molnupiravir als sogenanntes lethales Mutagen wirkt, schleust es künstlich Fehler in das Virus-Erbgut ein, um es zu schwächen. In Ländern, in denen das Medikament massenhaft eingesetzt wurde (wie den USA, Großbritannien oder Australien), tauchten ab 2022 plötzlich gehäuft Viren mit exakt diesem künstlichen Mutationsmuster in den Datenbanken auf. Es gab klare Belege dafür, dass mit Molnupiravir behandelte Patienten diese mutierten Viren in Einzelfällen an andere Menschen weitergegeben haben.
Die genauen Gesamtkosten für die Beschaffung von Molnupiravir (Lagevrio) hält die deutsche Bundesregierung bis heute streng geheim – und nein, Deutschland bekam das Geld für die ungenutzten Pillen nicht zurück. Die Bundesregierung vereinbarte mit dem Hersteller vertragliche Verschwiegenheit über den genauen Einkaufspreis. Auf parlamentarische Anfragen antwortet die Regierung bis heute, dass diese Zahlen zum Schutz der Betriebs- und Geschäftsgeheimnisse des Herstellers nicht veröffentlicht werden.
Bekannt ist, dass die USA damals rund 700 bis 712 US-Dollar pro fünftägiger Behandlungskur bezahlten. Rechnet man diesen Marktpreis auf die deutschen 80.000 Dosen hoch, beliefen sich die reinen Anschaffungskosten für Deutschland schätzungsweise auf rund 50 bis 60 Millionen Euro – plus zusätzliche Millionen für Logistik und die Pauschalen für den pharmazeutischen Großhandel und Apotheken.
Unterm Strich blieb Deutschland auf den Kosten für ein Medikament sitzen, das medizinisch kaum Nutzen brachte, in der wissenschaftlichen Praxis nachträglich wegen seiner Mutationsrisiken kritisiert wurde und letztlich tonnenweise im Müll landete.
Fazit
Ich liebe Alliterationen, falls es jemand bemerkt haben sollte.
Tamiflu – Paxlovid – Molnupiravir – Remdesivir – Corona-”Impfungen”, immer wieder das gleiche Drehbuch, nahezu identisch, könnte man sagen.
Der Staat kauft für Steuergelder nutzlose bis schädliche teils tödliche Produkte und verteilt diese in der Bevölkerung. Die Pharma kassiert trotzdem Milliarden. Die Bürger zahlen. Geld zurück Garantie gibt es nicht. Danach mauert der Käufer und will die Daten nicht rausrücken und der Hersteller schon zweimal nicht.
Die geschädigten Patienten bleiben auf ihren Schäden und Behandlungskosten sitzen, weil diese teils nicht einmal von der Krankenkasse übernommen werden.
“Fool me once, shame on you. Fool me twice, shame on me. Fool me three times, shame on both of us.” (Stephen King)
„Wer mich einmal täuscht, dem sei vergeben. Wer mich zweimal täuscht, dem sei nicht vergeben. Wer mich dreimal täuscht, dem sei beiden nicht vergeben.“ (Stephen King)
Sogar Stephen King zählt nur bis 3 und glaubt, dann hätte man es kapiert. Dieser Optimist.
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Gö, P. 2.-. (2013, August 5). Bundesregierung hält an Grippemittel Tamiflu fest. Deutscher Bundestag. https://www.bundestag.de/webarchiv/presse/hib/2013_05/05-254908
Jft. (2011, November 15). Länder folgen Nordrhein-Westfalen und stocken ihre Vorräte an Tamiflu auf. DIE WELT. https://www.welt.de/print-welt/article200113/Laender-folgen-Nordrhein-Westfalen-und-stocken-ihre-Vorraete-an-Tamiflu-auf.html
Müller, M. U. (2017, August 14). Grippemittel Tamiflu: Der Irrsinn um ein vermeintliches Wundermittel. DER SPIEGEL, Hamburg, Germany. https://www.spiegel.de/spiegel/tamiflu-das-hochgelobte-grippemittel-ist-weitgehend-nutzlos-a-1162463.html
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