Kinderfreizeit in Osterode – Aktive Ferien bei Spiel und Spaß

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25 Kinder der Deutschen Minderheit verbrachten ein paar Tage im Sommerlager

paz.de📅 14.10.2026

Es ist kein neues, aber ein regelmäßiges Projekt und für die Kinder der Deutschen Minderheit im südlichen Ostpreußen sehr wichtig. Ende Juli, Anfang August können sie für etwas länger als eine Woche ins Sommerlager fahren, um mit anderen Kindern gemeinsam die Zeit aktiv zu verbringen und Deutsch zu lernen. In diesem Jahr fand die Veranstaltung vom 26. Juli bis zum 5. August in Osterode statt.

Der Ort hat eine gewisse Tradition, nicht nur, weil Heinrich Hoch, der Vorsitzende des Verbands der deutschen Gesellschaften in Ermland und Masuren VdGEM, von dort kommt. Es gibt – auch dank seiner guten Verbindungen vor Ort – eine günstige Unterkunft für eine große Gruppe manchmal lärmender Kinder, es gibt in der Stadt einiges zu besichtigen und Freizeitmöglichkeiten wie etwa ein Konzert im Amphitheater. Vor allem aber bietet das Deutsche Haus, der Sitz der Gesellschaft der Deutschen Minderheit „Tannen“ in Osterode, gute Bedingungen für täglichen intensiven, spielerischen Sprachunterricht und einen kleinen Garten für Kinder auf der Suche nach Bewegung.

Deutsch lernen, Basteln und Ausflüge

Ein wichtiger fester Punkt im Programm ist nämlich das Erlernen der deutschen Sprache. Darum kümmerte sich in diesem Jahr Ewelina Panasiuk, die auch im Alltag als Lehrerin mit dieser Aufgabe befasst ist. Es gab Unterricht u. a. mit den Themen Sport sowie zur Stärkung des Selbstbewusstseins durch eigene Fähigkeiten, spielerisches Ausprobieren, Singen und die Vorbereitung auf die Talentschau, und auch beim Basteln verschiedener kleiner Meisterwerke gab es Wortschatz zu lernen.

Darüber hinaus liegt Osterode verkehrsgünstig als Ausgangspunkt für Fahrten nach Danzig und Marienburg, für Schiffsfahrten auf dem Drewenzsee und dem Oberlandkanal. Diesmal stand als besondere Attraktion Radfahren auf dem Ausflugsplan. Aber nicht einfach Radfahren, sondern Fahren auf Schienen, wie die Kinder beim abschließenden Grillabend begeistert erzählten. So sportlich ging es mit einer Draisine von Frauenburg nach Tolkemit, eine Touristenattraktion, die vor Kurzem auf der Strecke der Haffeisenbahn ihren Betrieb aufgenommen hat. Der Hafen und das Haff selbst bildeten den Zielpunkt dieser Exkursion.

Eifrig dabei und gerne nächstes Jahr wieder

Bleibt noch die Frage nach dem Engagement und der Disziplin der Teilnehmer. Schlugen die 25 Kinder aus den Gesellschaften der Deutschen Minderheit in Osterode, Heilsberg, Bartenstein und Lyck während der Sommerferienwerkstatt über die Stränge? Das ruhige Lächeln der Betreuerinnen zum Ende des Projekts, aber auch der Eifer, mit dem die Kinder sowohl am Sprachunterricht teilnahmen als auch zum Beispiel den Abschlussabend gestalteten, lassen den Schluss zu, dass die Gruppe diszipliniert unterwegs war und sich benommen hat.

Karolina Baluch aus Heilsberg, die früher dort in der Jugendtheatergruppe der Deutschen Minderheit „Spiegel“ aktiv war, war zur Zeit Praktikantin beim VdGEM und zum ersten Mal auf der Ferienfreizeit dabei. Sie lobte ihre Schützlinge und freut sich über die neue Erfahrung: „Von der Theatergruppe kannte ich die Situation, jüngere Mitglieder bei Projekten zu unterstützen und zu betreuen, aber andererseits ist das an einem anderen Ort und mit mehreren Übernachtungen eine andere Größenordnung“.

Positive Eindrücke nehmen nicht nur die Betreuerinnen, sondern vor allem auch die Teilnehmer mit nach Hause. Nach dem Kennenlernen, der Bildung der Gruppe und den gemeinsamen Erlebnissen fällt der Abschied am Ende selbst nach diesen wenigen Tagen schwer. Das wichtigste Versprechen „nächstes Jahr wieder“ war denn auch sehr häufig zu hören. Organisatoren und Teilnehmer hoffen, dass dann auch im Jahr 2027 das polnische Ministerium für Inneres und Verwaltung sowie das bundesdeutsche Ministerium des Inneren und für Heimat unter Vermittlung des Verbands der deutschen sozialkulturellen Gesellschaften in Polen die Ferienwerkstatt finanziell unterstützen, wie sie es in diesem Jahr getan haben.

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