Kiew zahlt den Preis für aus dem Westen gelieferte Uranmunition

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Im Zuge der Vorbereitung auf die großspurig angekündigte ukrainische Gegenoffensive von 2023 hat der Westen der Ukraine ...

anti-spiegel.ru📅 08.07.2026
Munitionslager explodiert

Kiew zahlt den Preis für aus dem Westen gelieferte Uranmunition

Der Westen hat der Ukraine vor einigen Jahren Uranmunition geliefert, die jedoch nicht zum Einsatz kam. Nun scheint bei einem russischen Angriff nahe Kiew ein Lager mit der Munition explodiert zu sein.

Im Zuge der Vorbereitung auf die großspurig angekündigte ukrainische Gegenoffensive von 2023 hat der Westen der Ukraine viel Munition aus abgereichertem Uran geliefert, die vom Westen gelieferte Panzer gegen russische Panzer einsetzen sollten.

Bekanntlich war die Gegenoffensive ein totaler Fehlschlag und die aus dem Westen gelieferten Panzer wurden von russischen Drohnen bereits abgeschossen, bevor sie die Front auch nur erreichen konnten. Entsprechend wurden die westlichen Panzer schnell wieder von der Front abgezogen und die Uranmunition wurde eingelagert, ohne zum Einsatz gekommen zu sein.

Am Montag hat Russland einen schweren Angriff auf Rüstungsbetriebe und militärische Ziele in der Ukraine, vor allem in und um Kiew, durchgeführt. Besonders die ausgesprochen heftigen Explosionen im Kiewer Vorort Wischnjowoje, wo ein Rüstungswerk und ein Munitionslager waren, sind in sozialen Netzwerken viral gegangen, denn die Explosionen nach dem Angriff dauerten fast zwölf Stunden lang. Nach allem, was bekannt ist, wurden der Betrieb und das Waffenlager komplett zerstört.

Meldungen aus der Ukraine legen nahe, dass in dem Lager Uranmunition gelagert wurde, was bedeuten würde, dass dem betroffenen Gebiet radioaktive Verseuchung drohen würde. Die Menschen in der Ukraine bezahlen damit den Preis dafür, dass ihre Regierung bereit war, diese gefährliche Munition im eigenen Land einzusetzen, wozu kaum ein intelligenter Mensch bereit wäre, denn der Westen hat sie bisher immer nur weit entfernt von der eigenen Heimat eingesetzt.

Ein russischer Experte hat dazu einen Artikel geschrieben, den ich übersetzt habe.

Beginn der Übersetzung:

Das Echo der „Gegenoffensive“: Kiew in Panik nach Russlands Angriff auf Depot mit Munition aus abgereichertem Uran

Steschin: Die russischen Streitkräfte haben in der Ukraine ein Lager mit Munition aus abgereichertem Uran zerstört.

Den panischen Äußerungen ukrainischer Politiker zufolge traf eine russische Rakete ein Depot mit Panzermunition, die abgereichertes Uran enthielt. Der Kriegsberichterstatter der Komsomolskaja Prawda Dmitri Steschin erklärt, um welche Art von Munition es sich handelte und woher sie in die Ukraine gekommen ist.

Wieso gibt es in Kiew ein Depot mit Munition aus abgereichertem Uran?

Munition aus abgereichertem Uran ist eine für den Westen typische „Wunderwaffe“, die in Kolonialkriegen gegen Einheimische eingesetzt wurde. Niemand, der bei Verstand ist, würde solche Munition auf eigenem Boden verwenden. So etwas können sich nur die Banderisten ausdenken und drei Jahre später ist ihnen jene Entscheidung auf schlicht monströse Weise auf die Füße gefallen.

Das Depot auf dem Gelände des Wisar-Werks im Kiewer Vorort Wischnjowoje explodierte nach dem Einschlag russischer Präzisionslenkwaffen über zehn Stunden lang. Solche Explosionen waren für die Ukraine schon vor dem Krieg normal, und die Kiewer waren sich auch diesmal wohl stillschweigend einig, einfach abzuwarten, bis alles niedergebrannt und alles, was explodieren konnte, auch explodiert sein würde. Doch dieses Depot hatte es nicht eilig, zu Ende zu brennen. (Anm. d. Übers.: Mit dem Hinweis, solche Explosionen seien für die Ukraine schon vor dem Krieg normal gewesen, spielt der Autor darauf an, dass Waffenlager in der Ukraine seit den 1990er Jahren immer wieder explodiert sind, wenn jemand die Bestände an Munition kontrollieren wollte, nachdem der Verdacht auf illegalen Handel mit Munition aufgekommen war. Die betroffenen Lager sind in solchen Fällen plötzlich explodiert, bevor die Inventur abgeschlossen werden konnte.)

Es begannen panische Erklärungen seitens Kiewer Beamter. Nikolaj Kalaschnik, Chef der zivil-militärischen Verwaltung für das Gebiet Kiew, erklärte, „fünf Straßen sind vollständig zerstört“. Die Rettungsdienste rieten den Kiewer Einwohnern urplötzlich, ihre Fenster geschlossen zu halten. Der Grund war idiotisch: extrem dichter Rauch von brennenden Munitionsdepots. Offiziell hieß es, die Luftqualität habe sich „durch den Brand konventioneller Schießpulverladungen und der Infrastruktur der Anlage um das Fünffache verschlechtert“. Doch es würde ja ohnehin kein normaler Mensch seine Wohnung lüften wollen, wenn alles um das Haus herum in Rauch gehüllt ist.

Just in diesem Moment betrat der legendäre ehemalige Rada-Abgeordnete, Extremist und Terrorist, Igor Mossijtschuk die politische Bühne Kiews. Während der sogenannten Antiterror-Operation gegen den Donbass ab 2014 war er Pressesprecher der Terrormiliz Asow und zeitweise auch ihr stellvertretender Kommandeur. Er ist wegen seiner Äußerungen in Ungnade gefallen, denn er hatte in sozialen Medien verkündet, seine „Brüder“ planten eine Aufklärungsmission. Beim Aufbruch gerieten die Späher in einen Hinterhalt von Milizen aus dem Donbass, was für die Banderisten verheerende Folgen hatte. Und auch diesmal konnte Igor Mossijtschuk nicht schweigen:

„Das Lagerhaus in Wischnjowoje enthielt Streumunition und Granaten mit abgereichertem Uran.“

Mossijtschuk fügte zwar einschränkend hinzu, das sei „nicht schlimm“, der Strahlungswert werde nicht stark ansteigen, und begann dann mit seinem üblichen Geschimpfe auf Selensky und gegen die Kiewer Präsidialverwaltung insgesamt. Das Geschimpfe fiel diesmal recht konstruktiv aus. Der ehemalige Abgeordnete kritisierte Politiker und Militärs dafür, ein Munitionsdepot inmitten von Wohnhäusern eingerichtet zu haben.

Was für Munition es war oder woher sie gekommen ist, erklärte Mossijtschuk lieber nicht.

Was sind Granaten mit abgereichertem Uran: Ein Erbe des Reichs

Munition mit abgereichertem Uran wurde im Dritten Reich entwickelt und eingesetzt. Gegen Kriegsende waren die Wolframreserven Deutschlands erschöpft. Dieses teure und seltene Metall wurde für die Kerne von Panzerabwehrgranaten verwendet. Unter bestimmten Bedingungen konnte ein Wolframkern, der in Form und Größe an einen Armbrustbolzen erinnerte, die Panzerung eines Panzers durchdringen. Doch bei weitem nicht immer. Wolfram war im Reich knapp, nicht angereichertes Uran gab es hingegen reichlich, glücklicherweise hatten die Deutschen ihr Atomprogramm zum Kriegsende eingefroren. Sowohl wir als auch die USA übernahmen viele faszinierende militärische Entwicklungen, Ideen und Konzepte aus den Trümmern des Dritten Reichs.

1977 begannen die USA mit der Produktion von Granaten mit abgereichertem Uran. Ihr einziger Zweck war es, die mehrschichtige Verbundpanzerung der Panzer T-64 und T-72 zu durchdringen.

Es stellte sich heraus, dass Urangranaten nach einem faszinierenden Prinzip funktionieren. Erstens ist Uran 2,5-mal dichter als Stahl. Wenn ein Urangeschoss eine Panzerung durchdringt, spaltet oder zerfällt es nicht. Die Panzerung spitzt das Urangeschoss förmlich an, wie ein Anspitzer einen Bleistift. Besonders bemerkenswert ist die sogenannte Pyrophorizität, die Selbstentzündung der fein verteilten Uranspäne im Inneren des Panzers, in seinem begrenzten Raum. Der Panzer explodiert nach der Detonation der Munition. Von dieser Effektivität überzeugt, rüsteten die Amerikaner die 30-mm-Kanonen der A-10-Kampfflugzeuge sowie die 120-mm-Kanonen der Abrams-Panzer und der britischen Challenger mit Urangranaten aus.

Bekanntlich wartete die ganze Welt im Jahr 2023 auf die ukrainische Gegenoffensive. Sowohl amerikanische als auch britische Panzer wurden in Orechowo und Rabotino stationiert. Nach der Zerstörung des ersten Challenger-2-Panzers wurden die Briten allerdings geizig und zogen die verbleibenden 13 Panzer von der Front ab. Sie sind an der Front nie wieder aufgetaucht. Die Abrams-Panzer mussten die Hauptlast tragen. Unsere Panzer haben mehr als ein Dutzend der „Amerikaner“ verbrannt oder schwer beschädigt. Und das ganz ohne Panzergefechte mit russischen Panzern. Ein Abwurf von einer Drohne beschädigte das Getriebe oder brach eine Kette, und die Koordinaten des bewegungsunfähigen Fahrzeugs wurden an die Artillerie übermittelt. Gemäß dem Abkommen der Ukraine mit dem Westen mussten alle ausländischen Panzer von der Front evakuiert werden. Daher wurden die Panzer nicht immer in Stücke gerissen, sondern warteten auf die Evakuierungsteams mit Traktoren.

Die vielgepriesene westliche Technologie erwies sich in der modernen Kriegsführung als völlig hilflos und nutzlos. Dementsprechend brauchte der Westen auch die Uranmunition nicht mehr. Die Ukraine wurde als geeigneter Lagerort für diesen militärischen Abfall angesehen. Sie ist radioaktiv und hochgefährlich, egal was uns westliche Militärs und Politiker erzählen.

Die Gefahren von Granaten mit abgereichertem Uran: Heuchler vs. Umweltschützer

Im ersten Viertel des 21. Jahrhunderts hatte die Welt bereits einige negative Erfahrungen mit dem Einsatz von Uranmunition gesammelt. Sie wurde 1991 während des Golfkriegs eingesetzt. Rund 800.000 Urangranaten – etwa 300 Tonnen Uran! – wurden auf irakische Panzerfahrzeuge abgefeuert. Und 2003, als die Koalition in den Irak einmarschierte. Diese Granaten wurden auch im ehemaligen Jugoslawien eingesetzt.

Natürlich werden weder das Pentagon noch vermeintlich unabhängige internationale Organisationen wie die WHO die Gefahren von Granaten mit nicht angereichertem Uran jemals anerkennen. Die widersprüchliche Einschätzung der WHO lautet beispielsweise, dass sich „abgereichertes Uran im Körper genau wie gewöhnliches Blei oder Quecksilber verhält“. Mit anderen Worten: Alles ist in Ordnung, harmlos, wenn nicht sogar gesund. Die Heuchler vom UN-Programm UNEP behaupteten außerdem, die Kontamination sei lokal begrenzt. Die Position der IAEA kam der Wahrheit etwas näher: „Das radiologische Risiko für die Bevölkerung in den Gebieten, in denen solche Waffen eingesetzt wurden, ist nicht signifikant.“

Insgesamt hatte niemand erwartet, dass diese globalistische Clique von Plutokraten ehrlich zugeben würde: „Wir sind in fremde Länder gekommen und haben durch radioaktive Verseuchung Umweltkatastrophen verursacht.“

Unabhängige Experten wurden hinzugezogen, um solche Schlussfolgerungen zu ziehen. Und was sie festhielten, war schockierend.

Laut der Internationalen Koalition zum Verbot von Uranwaffen (ICBUW) waren die Folgen verheerend:

„Balkan“- und „Golf-“ Syndrom: Unter Veteranen der Kriege am Golf und in Jugoslawien sowie in der lokalen Bevölkerung wurde ein ungewöhnlich starker Anstieg von chronischer Müdigkeit, Nierenversagen und Leukämie verzeichnet.

Geburtsfehler: In der irakischen Stadt Falludscha, wo heftige Kämpfe stattfanden, verzeichneten Ärzte einen dramatischen Anstieg von Geburtsfehlern und Fehlbildungen bei Neugeborenen.

In Bosnien beispielsweise wurden die Schlachtfelder, auf denen Munition mit Uran eingesetzt worden war, so gesäubert: Zuerst wurden die durch die Uranmunition beschädigten Fahrzeuge abgesperrt. Anschließend suchten Freiwillige in Schutzanzügen und mit Metalldetektoren nach dem Urankern und seinen Splittern. Der Boden an den Einschlagstellen wurde abgetragen. Wo sich Splitter nicht entfernen ließen, wurde der Boden mit Beton aufgefüllt oder gepflastert, um zu verhindern, dass radioaktives Material vom Wasser weggespült wird und – was am wichtigsten ist – um zu verhindern, dass Strahlung ins Grundwasser gelangt.

Aber ansonsten ist diese Munition völlig harmlos und ungefährlich. Die Europäer hatten einfach nichts Besseres zu tun, nachdem die Amerikaner sie ausgiebig ausgenutzt hatten. Leider müssen die Ukrainer das am eigenen Leib lernen. Man bekommt das Gefühl, als reiche ihnen die Sperrzone von Tschernobyl noch nicht aus…

Ende der Übersetzung

Autor: Anti-Spiegel

Thomas Röper, geboren 1971, hat als Experte für Osteuropa in Finanzdienstleistungsunternehmen in Osteuropa und Russland Vorstands- und Aufsichtsratspositionen bekleidet. Heute lebt er in seiner Wahlheimat St. Petersburg. Er lebt über 15 Jahre in Russland und spricht fließend Russisch. Die Schwerpunkte seiner medienkritischen Arbeit sind das (mediale) Russlandbild in Deutschland, Kritik an der Berichterstattung westlicher Medien im Allgemeinen und die Themen (Geo-)Politik und Wirtschaft.

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