Die Zwanzigerjahre des 21. Jahrhunderts werden uns viel abverlangen. Die Pandemie hält an, ihre vielen wirtschaftlichen, gesundheitlichen und sozialen Folgen sowieso. Der Krieg tobt wenige Flugstunden entfernt, wir erleben eine Energiekrise und Rekordinflation. (S. 288)
Und wer ist Schuld an der Energiekrise und Rekordinflation? Wer hat den “Sonderhaushalt” noch mit dem alten Parlament beschlossen? Möglicherweise die CDU, der Jens angehört? Er ist einer derjenigen, der mit seinen Taten die gesundheitlichen und sozialen Folgen der Zwanzigerjahre des 21. Jahrhunderts mit zu verantworten hat.
Jede Krise ist anders. Wir wissen nicht, welche uns in nächster Zukunft noch herausfordern wird – abgesehen von der Klimakrise, die wie ein Damoklesschwert über uns hängt. Was uns die ersten beiden Jahre der Pandemie aber lehren: Wir brauchen ein Krisendrehbuch, um in Zukunft besser vorbereitet zu sein. (S. 288)
Ob Jens den Schwachsinn, den er da schreibt selbst glaubt? Es gibt keine menschengemachte Klimakrise. Schon Wolken reichen, den Effekt zu elimieren. Alle CMIP-Modelle des IPCC wurden eindeutig widerlegt. Die CO2-Signatur seit 40 Jahren unverändert, weil die Pflanzen das CO2 sofort per Photosynthese umsetzen und so den Planeten grüner machen. “Die photosynthetische Leistung der grünen Pflanzen ist so groß, dass sich der Kohlendioxidvorrat der Atmosphäre innerhalb von zehn bis zwanzig Jahren erschöpfen würde.” Wir brauchen schon gar kein Krisendrehbuch, denn wenn ein Virus pandemisch wird, kann es nicht tödlich sein. Gefährliche Viren sind selbst begrenzend. Das ist alles nur politischer Schwachsinn, um die Menschen wie Zitronen finanziell auszupressen. Die Pandemiepläne von vor 2020 sind mehr als ausreichend, man muss sich nur an sie halten.
Mit den Bürgerinnen und Bürgern sollte dazu auf Augenhöhe kommuniziert werden. (S. 289)
Was Jens unter Augenhöhe versteht, hat er in diesem Buch mehr als klar gemacht. Wer nicht so will wie er, wird als Leugner diffamiert und ausgegrenzt.
Der Weg zu mehr Souveränität führt über eine möglichst putinfreie Energieversorgung. Mit dem beschlossenen Sondervermögen für die Bundeswehr kann unsere Wehrhaftigkeit verbessert werden. Doch das Fundament unseres Geschäftsmodells bildet der Außenhandel. Da rund jeder vierte Job bei uns am Export hängt, können wir unseren Außenhandel nicht deglobalisieren. (S. 289)
Kaum einer will freiwillig zur Bundeswehr. 298.200 Briefe wurden verschickt, 530 (0,18 %) konnten für den Wehrdienst rekrutiert werden. Im Jahr 2025 reichten insgesamt 7.691 Menschen einen Antrag auf Kriegsdienstverweigerung ein, Bis Ende April 2026 wurden bereits 3.350 Anträge auf Kriegsdienstverweigerung registriert.
Außenhandel funktioniert nur, wenn man etwas produzieren kann. Das Thema Energie als Treiber der Produktionskosten hatte Jens wohl weder in der Ausbildung noch an der Uni. Wie weit Deutschland mit putinfreier Energieversorung kommt, kann man aktuell an den Rekordpleiten sehen. In Deutschland erleben die Firmenpleiten im Jahr 2026 eine historische Welle und haben den höchsten Stand seit 21 Jahren erreicht. Nach den am 9. Juli 2026 veröffentlichten Daten des Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) meldeten allein im zweiten Quartal 2026 (April bis Juni) 4.996 Personen- und Kapitalgesellschaften Insolvenz an – ein Höchststand, der selbst die Werte der globalen Finanzkrise von 2009 übertrifft.
Die kurz- und mittelfristige Aufgabe für Politik besteht darin, neue Handelsabkommen zu schließen. Vor allem mit Demokratien, die verlässliche Partner sind und unseren Werten nahestehen. Im Inneren werden wir ein neues Staatsverständnis und eine neue staatliche Rolle im Rahmen der Wirtschaft diskutieren müssen. Nur eine wettbewerbs- und widerstandsfähige Wirtschaft ermöglicht eine starke soziale Sicherung. Nur eine starke soziale Sicherung wiederum kann in einer Krise wie der Pandemie den Beschäftigten und Unternehmen den nötigen Halt geben. Beides bedingt einander. (S. 290)
Wir handeln also nur mit jenen, die links, grün, woke sind? Wie nennt man es, wenn die Handelspolitik von einer sozialen Ideologie bestimmt wird? Wertebasierte Handelspolitik (Value-based Trade Policy). Das Phänomen beschreibt den Abschied vom reinen Pragmatismus (Handel dient dem Wohlstand) hin zum Dezisionismus und Voluntarismus (Handel dient der Durchsetzung einer gesellschaftlichen Idee).
Eine wert- oder ideologiebasierte Handelspolitik (Value-based Trade Policy), die stark von progressiven, klima- und sozialpolitischen Kriterien geprägt ist, hat in der aktuellen weltwirtschaftlichen Realität eine sehr geringe Aussicht auf Erfolg. Sie führt in der Praxis zunehmend zu geopolitischer Isolation und wirtschaftlichen Sackgassen. Der Versuch, globale Warenströme als Erziehungsinstrument für soziale Utopien zu nutzen, funktioniert nur aus einer Position absoluter wirtschaftlicher Monopolmacht. Da der Westen diese Vormachtstellung längst an China und aufstrebende Schwellenländer verloren hat, bewirkt eine links-grüne Value-based Trade Policy meist das Gegenteil ihres Ziels: Sie führt zu Deindustrialisierung im Inland, Handelsbarrieren und dem Verlust von strategischem Einfluss in der Welt. Die Welthandelsordnung bewegt sich wieder hin zu einem harten, daten- und machtbasierten Pragmatismus. Keiner kümmert sich dabei um das Wolkenkuckucksheim, in welchen die Deutschen von ihrer grünen, russophoben Ideologie verblendeten Politiker leben.
Besonders beschäftigt mich der gesellschaftliche Zusammenhalt. (S. 290)
Das glaube ich nicht. Für Jens sind die Ungeimpften schon lange nicht mehr Teil der Gesellschaft. Und dann rückt er damit raus, wovor er wirklich Angst hat:
Aber wenn die Spannung langsam nachlässt, kommt die Zeit der gegenseitigen Schuldzuweisungen. »Hättest du nicht, warum hast du bloß …?!« (S. 291)
Schuld und Buße, das Thema hatten wir schon. Jens hat Angst davor für seinen Taten zur Rechenschaft gezogen zu werden.
Und dieses Muster macht mir für künftige Krisen Sorgen. Kritik üben: unbedingt und immer. Aber ohne diese Bitterkeit, diese Härte, dieses Absolute. Sondern eine Aufarbeitung, bei der man aus den vergangenen Fehlern und Versäumnissen lernt, um es beim nächsten Mal besser machen zu können. (S. 291)
Leider sind die Täter nicht bereit aus ihren Fehlern zu lernen. Das ist das Problem. Wenn sie bereit wären ihre Fehler einzugestehen und daraus Konsequenzen ziehen würden, wäre die Härte und die Bitterkeit raus. Solange der Tätermob aber alle niederbrüllt und zensiert, die sie auf ihre Fehler aufmerksam manchen, kann es zu keiner Aussöhnung kommen.
Aber in der Pandemie gab es diesen zeitlichen Fixpunkt nicht, der ein sofortiges Ergebnis hätte bringen können. Eine Pandemie verläuft nicht nach Kalender. In einer Pandemie ist die Situation einer ständigen Veränderung unterworfen, und es geht um die Gesundheit von Millionen Menschen. Gesundheit, die den Menschen nachvollziehbarerweise näher liegt als ihr Aktiendepot. Die Gesundheit kann man für immer unwiederbringlich verlieren, einen Job oder finanzielle Versorgung kann man neu gewinnen. (S. 291)
Und genau das ist das Problem: Es gab keine Pandemie. Es gab nur eine politisch organisierte Plandemie, deren Maßnahmen und Impfungen großen Schaden angerichtet haben. Beides ist Jens nicht bereits zu verstehen, oder er versteht es und will es nicht eingestehen. Und ja, die Gesundheit, welche die von ihm eingekauften Produkte teils für immer ruiniert haben, ist den Menschen wichtiger. Er hat die Menschen aber vor die Wahl gestellt, Job oder Impfung.
Bin ich zu unerbittlich geworden? Das gilt selbstverständlich auch für mich selbst. (S. 291)
Kommen wir zurück zum Motiv des Mobbers und der dunklen Triade und schauen uns die Abschiedsworte von Jens unter diesem Interpretationsrahmen mit Küchenpsychologie genauer an.
Wer nicht verzeihen will, wer nicht bereit für eine Amnestie ist, ist unerbittlich und will nicht zu seinen Verfehlungen stehen. Das haben wir ausführlich bearbeitet. Hier betreibt Jens wieder Täter-Opfer Umkehr und versucht nachdenklich und philosophisch zu erscheinen, nachdem er über lange Passagen seine wahre Gesinnung mehr als deutlich zu Papier gebracht hat. Was für eine Heuchelei.
Das ist ein klassisches psychologisches Manöver. Wenn ein Mobber eine solche Nachricht schreibt, geht es meistens um Selbstschutz, Taktik und die Umkehrung der Täter-Opfer-Rolle. Jens Spahn tut so, als würde er sein eigenes Verhalten kritisch hinterfragen („Das gilt selbstverständlich auch für mich selbst“). Das soll Reue oder Fairness signalisieren, um Kritik im Keim zu ersticken. Durch die Formulierung „Bin ich zu unerbittlich geworden?“ stellt sich der Täter subtil als jemand dar, der vielleicht nur „zu streng“ oder „zu konsequent“ ist, aber nicht als unfairer Angreifer. Er sucht Bestätigung oder Relativierung. Das Wort „unerbittlich“ klingt fast schon edel, diszipliniert oder prinzipientreu. Es ersetzt das hässliche Wort „Mobbing“ durch einen Begriff, der Stärke impliziert. Indem er sagt, dass diese Regeln auch für ihn gelten, baut er eine Verteidigungslinie auf. Er argumentiert: „Ich bin zu allen so hart, auch zu mir selbst – also bin ich kein Mobber, sondern nur fordernd.“
Ich habe dieses Amt bei allen Belastungen gerne ausgefüllt. Ich war gerne Minister, habe gerne Verantwortung getragen, Debatten angestoßen, Entscheidungen getroffen oder auf den Weg gebracht. So gesehen, empfand ich erst einmal ein Gefühl der Traurigkeit. (S. 292)
Menschen zu quälen hat ihm also Spaß gemacht und er ist nun traurig, dass er nicht mehr ganze Teile der Gesellschaft vom sozialen Leben ausschließen kann.
Wenn ein Mobber, der zuvor „unerbittlich“ war, plötzlich so ein staatsmännisches Abschiedszitat wählt, wechselt seine Taktik von Aggression auf Märtyrertum und monumentale Selbstdarstellung.
Er bedient sich hier der Rhetorik eines abtretenden Politikers, um sein eigenes Fehlverhalten nachträglich umzudeuten.
Durch Begriffe wie „Verantwortung getragen“, „Debatten angestoßen“ und „Entscheidungen getroffen“ inszeniert sich der Täter als Führungspersönlichkeit, die nur das Beste für das große Ganze wollte. Grenzüberschreitungen und Schikanen werden so im Nachhinein als „notwendige, harte Entscheidungen“ verpackt.
Die Formulierung „bei allen Belastungen“ schiebt die Schuld subtil weg vom eigenen Verhalten hin zu einer vermeintlich übermenschlich schweren Aufgabe. Jens Spahn stellt sich als tragischer Held dar, der sich aufgeopfert hat.
Mit dem Satz „empfand ich erst einmal ein Gefühl der Traurigkeit“ fordert der Täter Mitleid und Absolution ein. Es ist ein Versuch, Kritik unmöglich zu machen – denn wer kritisiert schon jemanden, der ohnehin schon „traurig“ über den Abschied ist?
Jens wertet das eigene destruktive Handeln zu einer „historischen Mission“ auf.
Ich hätte es gerne noch als Gesundheitsminister erlebt: das Ende der Pandemie. Dieses Abschließen der Aufgabe, den Schlussstrich zu ziehen. Dass mir das nicht möglich ist, bedauere ich. (S. 292)
Keine Angst Jens, das Schlussstrich ist noch nicht gezogen. Du wirst bei Ende als Hauptperson hautnah mit dabei sein, dafür werde ich mit diesem Buch hoffentlich juristisch meinen Teil betragen können.
Ich bin im positiven Sinne gelassener geworden, resilienter, widerstandsfähiger, als ich es eh schon von Natur aus bin. Ich habe viel gelernt, und diese Erfahrungen kann mir keiner nehmen. (S. 292)
Das ist die finale Phase der Täter-Rhetorik: die vollständige narrative Umkehrung. Nachdem sich der Mobber zuerst als „konsequent“ (unerbittlich) und dann als „tragischer Held“ inszeniert hat, stellt er sich nun als der wahre Gewinner und das eigentliche Opfer der Situation dar. Psychologisch betrachtet ist dieser Text ein Paradebeispiel für extreme Egoverteidigung und toxische Positivität.
Die Formulierung “…als ich es eh schon von Natur aus bin“ entlarvt die tiefe Arroganz von Jens Spahn. Er schreibt sich selbst eine angeborene, überlegene Stärke zu. Das dient dazu, die Mitmenschen subtil abzuwerten – nach dem Motto: „Ich stehe ohnehin über den Dingen.“
Indem er behauptet, „gelassener, resilienter, widerstandsfähiger“ geworden zu sein, signalisiert er den Opfern seines Verhaltens: „Ihr konntet mir gar nichts anhaben. Eure Gegenwehr oder Kritik hat mich nur noch stärker gemacht.“ Das ist ein letzter psychologischer Schlag, um Kritikern das Gefühl der Ohnmacht zu geben.
Der Satz „Ich habe viel gelernt“ klingt oberflächlich demütig. Im Kontext von Mobbing deutet den Konflikt, den er verursacht hat, in ein persönliches Weiterentwicklungsprogramm für sich selbst um. Er übernimmt keinerlei Verantwortung für den Schaden, den er bei anderen hinterlassen hat.
Mit dem trotzigen Schlusssatz “…kann mir keiner nehmen“ zieht er eine unumstößliche Mauer hoch. Er signalisiert, dass er die Situation für sich als Erfolg verbucht hat und keine andere Meinung dazu zulässt.
Es gibt ja häufiger diese Haltung: Je weniger ich entscheide, desto weniger kann ich auch falsch machen. Also sitze ich das Problem aus. Ich habe das schon immer für falsch gehalten und halte es nach allen Erfahrungen der Pandemie weiterhin für falsch. (S. 292)
Die Politik des Aussitzens war das Markenzeichen von Kohl und Merkel, denen er hier nebenbei eins reinwürgt.
Jens Spahn konstruiert ein falsches Dilemma. Er behauptet, es gäbe nur zwei Optionen: Entweder man entscheidet oder man sitzt Probleme feige aus. Dass man Entscheidungen auch respektvoll, teamorientiert und empathisch treffen kann, unterschlägt er komplett. Er tarnt seine Aggression als „notwendige Tatkraft“
Mit dem Satz „Je weniger ich entscheide, desto weniger kann ich falsch machen“ unterstellt er seinem Umfeld eine feige Verweigerungshaltung. Das ist ein klassischer Angriff auf den Selbstwert der Anderen: Er erklärt sich zum einzig Mutigen im Raum, während alle anderen angeblich nur Fehler vermeiden wollen. Außerdem würgt er Anders Tegnell verbal eins rein, der eben nicht wild und sinnlos handelte wie Jens Spahn, sondern bedacht die Situation aussaß, so das Schweden letztendlich als bestes Europäisches Land abschnitt.
Der Bezug auf die „Erfahrungen der Pandemie“ ist ein psychologischer Trick (Framing). Er nutzt ein emotional und politisch aufgeladenes globales Ereignis, das er politisch mit konstruiert hat, um seinen Fehlentscheidungen eine pseudohistorische Berechtigung zu geben, und so unangreifbar zu wirken.
Wir brauchten Beatmungsgeräte. Also mussten Entscheidungen getroffen werden. Dann brauchten wir Masken. Dann sollten die Bürgertests eingeführt werden. (S. 293)
Nein, nein und nochmal nein. Man brauchte weder Beatmungsgeräte, die letztendlich verschenkt oder gar nicht abgerufen wurden, noch Masken noch die schwachsinnigen Bürgertests. All das war komplett nutz-und sinnlos, außer für jene, die sich daran bereicherten.
Ich wollte kein Minister sein, nur damit es außen auf der Tür steht. Ich wollte Entscheidungen treffen, um einen Unterschied zu machen, etwas zu verändern. Das motiviert mich, Politik zu machen. Und das schon seit meiner Zeit als einfacher Abgeordneter, als es darum ging, Gesetze mit auf den Weg zu bringen und zu beeinflussen.
Er wollte der Geschichte seinen Stempel aufdrücken und so in die Geschichtsschreibung eingehen und dafür war ihm jedes Mittel recht. Schon vor der Plandemie war er mit seinem Gesetzgebungsverhalten auffällig. Die Plandemie gab ihm die Möglichkeit sich historisch zu profilieren.
Es gibt Entscheidungen aus der Zeit vor der Pandemie, auf die ich stolz bin, auch wenn sie öffentlich wenig wahrgenommen wurden. Dass wir die sogenannten Konversionstherapien nach jahrelangen Debatten verboten und damit viele junge Menschen geschützt haben, zum Beispiel. Dass PrEP als Medikament eine Kassenleistung wurde. In meiner Fraktion gab es skeptische Stimmen, aber für die HIV-Prävention war diese Maßnahme ein wichtiger Schritt. PrEP macht Sex sicherer. Oder dass wir als weltweit erstes Land digitale Gesundheits-Apps zur Kassenleistung gemacht haben und diese deshalb bei bestimmten Krankheiten von den Kassen bezahlt werden. (S. 293)
Der Bundestag verabschiedete am 7. Mai 2020 das „Gesetz zum Schutz vor Konversionsbehandlungen“. Es verbietet sogenannte „Umpolungsversuche“ von homosexuellen oder transgeschlechtlichen Menschen, insbesondere bei Minderjährigen unter 18 Jahren sowie das öffentliche Bewerben solcher Angebote. Selbst homosexuell hatte Jens Spahn bei diesem Thema auch keinerlei Bias. Deutschland gehörte mit diesem Gesetz zu einer kleinen Gruppe weltweiter Vorreiter. Inzwischen haben weitere europäische Staaten wie Frankreich und Spanien nachgezogen. Im Jahr 2026 brachte die EU-Kommission nach einer erfolgreichen Bürgerinitiative mit über 1,1 Millionen Unterschriften eine offizielle Empfehlung für ein europaweites Verbot auf den Weg. Ein Beispiel für der Europa der Vorreiter, wie Jens es in seinem Buch beschreibt. Ein Aktivist für die Rechte Homosexueller (weil selbst betroffen) setzt Gesetze für seine Gemeinschaft durch, denen sich andere europäische Länder anschließen. Das klingt mir eher wie Aktivismus im Politikergewandt und weniger nach bevölkerungsorientierter Politik.
Seit September 2019 haben gesetzlich Krankenversicherte mit einem erhöhten HIV-Risiko Anspruch auf die HIV-Präexpositionsprophylaxe (PrEP). Hier handelt es sich wahrscheinlich um das “kostengünstige” Medikament Lenacapavir. In Deutschland kostet die orale PrEP etwa 50 bis 70 Euro pro 30 Tabletten; bei durchgehender täglicher Einnahme also zwischen 600 und 840 Euro pro Person und Jahr.
Durch das Digitale-Versorgung-Gesetz (DVG) wurde Deutschland Ende 2019 weltweit das erste Land, in dem Ärzte digitale Gesundheits-Apps (z.B. gegen Tinnitus, Depressionen oder Schlafstörungen) per Rezept auf Kosten der Krankenkassen verordnen durften. Das System ist mittlerweile fest etabliert. Laut dem DiGA-Bericht des GKV-Spitzenverbandes wurden bis Ende 2024 rund 861.000 DiGA-Rezepte eingelöst. Die gesetzlichen Krankenkassen gaben dafür bis zu diesem Zeitpunkt insgesamt 234 Millionen Euro aus, wobei die Ausgaben von 2023 auf 2024 allein um 71 Prozent anstiegen. Letztendlich jedoch steigende Kosten bei wenig Nutzung. Ich sähe da Einsparpotential für die Krankenkassen.
“Mit einer inneren Ruhe und einem inneren Kompass das Beste für Deutschland und seine Bürgerinnen und Bürger zu geben, meine ganze Kraft dem Wohle des deutschen Volkes zu widmen, darauf habe ich meinen Amtseid geschworen. Politik kann nicht alles regeln – auch das habe ich zu akzeptieren gelernt.” (S. 295)
Anscheinen kann Politik aber genug regeln, dass die Datenlage irrelevant wird. Ob er wirklich das “Beste für Deutschland und seine Bürgerinnen und Bürger” getan hat? Nach der Lektüre dieser Artikelserie dürfte klar sein, dass ich da ganz und gar anderer Meinung als Jens Spahn bin.
Ich will verzeihen und verzeihen können, kann es vielleicht besser denn je. Weil ich gesehen habe, wie o aus besten Absichten in einer bestimmten Situation Dinge entschieden werden, die trotzdem nicht gut enden. Das heißt nicht, dass man darüber hinwegsehen sollte. Fehler und falsche Entscheidungen müssen genau analysiert werden. Aber die konkreten Umstände und den Menschen und den menschlichen Faktor bei der Bewertung eines Fehlers zu erkennen erleichtert einen erbittlichen Umgang miteinander. (S. 294)
Nein Jens, Du willst nicht verzeihen, das hat dieses Buch mehr als deutlich gemacht.
Diese Passage setzt der Manipulation die Krone auf: Der Mobber wechselt nun in die Rolle des gütigen, moralischen Mentors, der seinen Opfern gnädig „verzeiht“.
Hier findet eine vollständige und hochgradig toxische Täter-Opfer-Umkehr statt. Er tut so, als ob er derjenige wäre, der Unrecht erlitten hat, und inszeniert sich als charakterlich gereifte Person, die nun über den Fehlern der anderen steht.
„Ich will verzeihen“ ist der absolute Höhepunkt der Dreistigkeit. Ein Mobber, der andere schikaniert hat, spricht nun davon, dass er verzeihen muss. Damit verschiebt er die Schuld komplett auf sein Umfeld. Er suggeriert nachträglich: „Ihr habt Fehler gemacht, nicht ich – aber weil ich so ein edler Mensch bin, vergebe ich euch.“
Er behauptet, dass Dinge „aus besten Absichten“ entschieden werden, die „trotzdem nicht gut enden“. Das ist ein Schutzschild für sein eigenes Fehlverhalten. Er bittet damit indirekt um Verständnis für seine eigenen Angriffe (es waren ja nur „beste Absichten“), verpackt dies aber als allgemeine Lebensweisheit.
Der Satz „Fehler und falsche Entscheidungen müssen genau analysiert werden“ zeigt, dass er seine Kontrollsucht und sein kritisches Mikromanagement (typische Mobbing-Werkzeuge) bis zum Schluss als „notwendige Qualitätskontrolle“ rechtfertigt, aber wenn es dann an die Analyse seiner Fehlentscheidungen geht, in einer Enquete z. Bsp. mauert er natürlich vorhersehbarer Weise.
Ob Absicht oder genialer Freud’scher Versprecher: Er schreibt, dies erleichterte einen „erbittlichen“ (statt unerbittlichen oder barmherzigen) Umgang miteinander. „Erbittlich“ bedeutet, dass man sich erweichen lässt – im Kontext seiner vorherigen Härte zeigt es aber nur, wie sehr sein Denken um Härte, Erbitterung und Kampf kreist.
Mit diesen Worten wäscht er seine Hände in Unschuld. Er verlässt die Situation nicht als reuiger Sünder, sondern als weiser Philosoph. Er nimmt seinen Opfern damit die Möglichkeit, eine Entschuldigung einzufordern, weil er sich sprachlich bereits auf eine höhere moralische Ebene begeben hat. Er will, dass Sie sich am Ende fragen: „War vielleicht doch ich das Problem?“ (klassisches Gaslighting).
Ich nehme das „Angebot“ nicht an. Ich brauche kein „Verzeihen“ von jemandem, meiner Familie, meinen Freunden und mir geschadet hat. Dieser Text dient rein der Beruhigung von Jens Gewissen und der Aufrechterhaltung seines “grandiosen” Selbstbildes vor dem Abgang. Er hat nichts mit der Realität zu tun.
Ich habe Freude an Politik und an neuen Themen. Ich will verändern, ich will diskutieren, ich will gerne einen Unterschied machen für die Menschen – durch Entscheidungen den Gang der Dinge weiter verändern. (S. 294)
Viermal „Ich will, ich will, ich will“, viermal das Wort „ich“. Es geht ihm nicht um das Team, die Institution oder die Sache. Es geht um seine persönliche Befriedigung („Ich habe Freude“) und seinen Drang nach Macht und Einfluss („den Gang der Dinge verändern“).
Der „Unterschied für die Menschen“-Bluff ist eine klassische moralische Nebelkerze. Indem er behauptet, alles nur „für die Menschen“ zu tun, macht er sich unangreifbar. Wer ihn jetzt noch als Täter kritisiert, greift scheinbar jemanden an, der sich für das Gemeinwohl opfert. Das ist perfides Gaslighting auf kollektiver Ebene.
„Durch Entscheidungen den Gang der Dinge verändern“ ist der philosphische Code für: „Ich will bestimmen, wo es langgeht, und wer nicht mitzieht, wird überrollt.“ Seine im ersten Satz erwähnte „Unerbittlichkeit“ wird hier nachträglich als notwendiges Werkzeug für den großen historischen Wandel legitimiert.
Dass der Jens Spahn diese Sätze öffentlich teilt macht klar, dass es sich hierbei um eine kalkulierte PR-Kampagne in eigener Sache handelt. Er nutzt die große Bühne, um sein Narrativ unumstößlich festzuschreiben, bevor er geht oder das Amt wechselt. Mit diesen Worten inszeniert er sich als unermüdlicher, idealistischer Gestalter, um jegliche Kritik im Nachhinein als „kleinkariertes Gejammer von Corona-Leugnern“ darzustellen.
Jens Spahn betreibt hier Image-Rebranding. Er weiß genau, welchen Schaden er hinterlassen hat. Mit dieser Rede sorgt er vor: Wenn künftig jemand sagt: „Der war menschlich untragbar und hat den Menschen nur geschadet“, kann er oder seine Unterstützer auf diesen Text verweisen und sagen: „Nein, er war einfach nur ein leidenschaftlicher Visionär, mit dessen Reformtempo die anderen nicht Schritt halten konnten.“
Diese öffentliche Abschiedsrede war kein Abschied in die Ferne, sondern eine Revierbehauptung und Machtdemonstration für seine neue Phase in der ((über-)nächsten) Regierung.
Man könnte diesen Epilog als regelrechte Drohung an die Bevölkerung interpretieren. Ich komme wieder und ich werde noch mehr Schaden anrichten, weil ich es das letzte Mal schon geliebt habe.
Das weckt Assoziationen an Erich Mielkes „Ich liebe doch alle, alle Menschen“.
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(16) Davide Scifo auf X: „5 Minuti che Distruggono 30 Anni di Propaganda Climatica. (Richard Lindzen, Professore emerito di Meteorologia al MIT (Massachusetts Institute of Technology), uno dei massimi esperti mondiali di dinamica atmosferica, onde planetarie, monsoni e fisica dell’atmosfera. Ha https://t.co/JUOsmVQCe9“ / X. (2001, July 1). X (Formerly Twitter).
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