Alle lagen in dieser Pandemie mal falsch. (S. 241)
Davon abgesehen, dass es Schriftdeutsch korrekt einmal und nicht umgangssprachlich “mal” heißt, die Frage ist, wie falsch und wie lange lagen sie mit wie viel falsch. Kaum einer lag mit so vielem so lange derartig falsch wie Jens Spahn, die damals regierende Politikerclique und ihre Beratergremien. Die meisten haben wahrscheinlich den Fehler gemacht zu glauben, es hätte ein Pandemie gegeben, da lagen wirklich viele “mal” falsch. Aber “mal” falsch zu liegen, und so dermaßen komplett daneben zu liegen wie Herr Spahn, dazwischen liegen Welten.
Wahrscheinlich geht es selbst den meisten Bürgerinnen und Bürgern so, dass sie am Mittagstisch mal mit Inbrunst eine These vertreten haben, die sie heute nicht mehr richtig finden. (S. 241)
Was Jens hier vorbereitet ist zu versuchen jedem ein wenig Mitschuld zu geben, damit er mit dem klassischen Bibelzitat „Wer von euch ohne Sünde ist, der werfe den ersten Stein auf sie!“ (Johannes 8, 1-11) daher kommen kann. Jesus verurteilt die Frau am Ende nicht, ABER fordert sie aber auf, nicht mehr zu sündigen. Wann wird Herr Spahn aufhören seine Schuld einzugestehen und aufhören zu sündigen? Zumal es ein Unterschied ist, ob mal am Stammtisch irgendwas daher redet oder ob man Verantwortung für ein ganzes Land trägt.
Ich würde sagen Herr Spahn verstößt bei den zehn Geboten gegen das Gebot nicht zu töten (oder zumindest keine Beihilfe mit Impfstoff(verträgen)) zu leisten, Diebstahl (von Steuergeldern durch Maskendeals) und Falschaussage (was die Impfstoffe und die Plandemie angeht).
Beim Lasterkatalog von Paulus treffen die Verstöße bei zwischenmenschlichen Sünden zu (Spaltungen der Gesellschaft).
Bei den sieben „Gräuel“ aus dem Buch der Sprüche, verstößt Jens gegen den kompletten Katalog. Das muss man erst einmal schaffen. “Diese sechs Dinge hasst der HERR, diese sieben sind ihm ein Gräuel: stolze Augen, falsche Zunge, Hände, die unschuldiges Blut vergießen, ein Herz, das arge Ränke schmiedet, eilige Füße, die zum Bösen laufen, ein falscher Zeuge, der frech Lügen redet, und wer Streit zwischen Brüdern anrichtet.“ (Sprüche 6,16)
Umso wichtiger ist es, dass es möglich ist, um Verzeihung zu bitten – und dass verziehen wird. Fatal wäre es, wenn sich die Fronten in Sturheit immer mehr verhärteten. Geht es uns beim Umgang mit Fehlern um abschließende Schuldzuweisung oder um lernende Aufarbeitung? Das ist die entscheidende Frage. (S. 241)
Herr Spahn bezeichnet sich selbst auf Seite 248 seines Buches als Christ. Dann müsste er auch wissen, dass für einen Christen vor dem Verzeihen die Einsicht und die Buße stehen. Danach kann man um Verzeihung bitten, aber erst danach.
Das fasst Johannes der Täufer mit
Mt 3,8 Seht zu, bringt rechtschaffene Frucht der Buße!
Lk 3,8 Seht zu, bringt rechtschaffene Früchte der Buße,[…]
Als die Menschen Johannes den Täufer daraufhin fragten: „Was sollen wir denn tun?“, gab er im Lukas-Evangelium Antworten: Soziale Gerechtigkeit, Ehrlichkeit und Fairness, Gewaltverzicht und Genügsamkeit:
Er antwortete aber und sprach zu ihnen: Wer zwei Hemden hat, der gebe dem, der keines hat; und wer Speise hat, tue ebenso. Es kamen aber auch Zöllner, um sich taufen zu lassen, und sprachen zu ihm: Meister, was sollen denn wir tun? Er sprach zu ihnen: Fordert nicht mehr, als euch vorgeschrieben ist! Da fragten ihn auch Soldaten und sprachen: Was sollen denn wir tun? Und er sprach zu ihnen: Tut niemandem Gewalt noch Unrecht und lasst euch genügen an eurem Sold!
Die Antworten des Johannes des Täufers fand die Obrigkeit schon damals extrem incool:
Herodes aber, der Landesfürst, der von Johannes zurechtgewiesen wurde wegen Herodias, der Frau seines Bruders, und wegen all des Bösen, das er getan hatte, fügte zu dem allen noch dies hinzu: Er warf Johannes ins Gefängnis.(Lukas 3,19–20)
Was bedeutet das für Jens im Corona Kontext, davon abgesehen, dass er den Rat, wie wir im laufe dieses Kapitels sehen werden genauso uncool finden wird wie Herodes?
Soziale Gerechtigkeit: Entschädigung der Menschen, die wegen ihm und seinen Maßnahmen gelitten haben. Das betrifft die Ungeimpften, die Impfgeschädigten und jene, die durch sinnlose Maßnahmen wie Lockdowns um die Früchte ihrer jahrelangen Arbeit gebracht wurden. Die Kinder, welche durch die Schulschließungen teilweise ein leben lang geschädigt sind, psychisch oder durch Lernrückstände. Die Liste lässt sich sicherlich noch um einiges verlängern.
Ehrlichkeit und Fairness: Zugeben, dass er falsch lag und Schaden angerichtet hat. Dazu gehört auch, sich bei jenen Wissenschaftlern, Politikern und Menschen zu entschuldigen, die recht hatten und diese zu rehabilitieren.
Gewaltverzicht und Genügsamkeit: Kompletter Verzicht auf jede zukünftige politische Gewalt/Macht. Rückzug aus der Politik und ein genügsames Leben in seinem Ausbildungsberuf. Vielleicht an einem Schalter einer Sparkasse?
Es geht nicht um Schulzuweisung, es geht darum, seine Schuld, die man auf sich geladen hat, anzunehmen und abzuarbeiten und damit durch seine Taten und zukünftigen Lebenswandel seine Schuld abzuzahlen an denen, an denen man sich versündigt hat.
Wie schafft es eine Gesellschafft, wieder zusammenzukommen, nachdem sie sich entzweit hat? (S. 242)
Und hier sind wir wieder beim Thema Vergebung. Vergeben bedeutet nicht Vergessen, wie das die Regierung gerne hätte. Schwamm drüber, weiter machen und mit anderen Themen ablenken, während man sich in Enquetekommissionen nachträglich bescheinigt alles Richtig gemacht zu habe, weil der Preis die Schuld einzugestehen mittlerweile zu hoch ist und nur noch die Vertuschung bleibt. Ein Schnitt ohne Aufarbeitung führt nur zu neuen Konflikten. Solange jede Gruppe auf ihrer widersprüchlichen Version der Vergangenheit beharrt, bleibt die Spaltung. Die Daten sind eindeutig NICHT auf Jens Seite oder auf der Seite der damals handelnden Akteure. Sogar die von staatlicher Seite erhobenen Daten widersprechen der offiziellen Sichtweise. Die Aktuere handelten bewusst politisch entgegen ihrer eigenen wissenschaftlichen Daten. Das kann keiner schön reden, das steht so in den RKI-Protokollen.
Wir sprachen über Fehleinschätzungen und wie wir als politisch Verantwortliche damit umgehen. Dass wir eine Haltung zueinander finden müssen, durch die wir Probleme ehrlich und offen besprechen und aufarbeiten, aber nicht in Bitterkeit. Unerbittlichkeit, ein Wort, über das ich viel nachgedacht habe. Nicht erbittlich, nicht zugänglich für jemanden, der um Vergebung bittet waren wir wirklich so geworden? Diesen Gedanken fand ich interessant. (S. 242)
Ignorieren von Fakten und warnenden Stimmen, ignorieren der Eigenen Überwachungssysteme wie DIVI oder SORMAS ist keine Fehleinschätzung. Das ist willentliche Ignoranz.
Zur Aufarbeitung gehört, dass Institutionen (Justiz, Polizei, Verwaltungen, Gerichte, Behörden und Medien) absolut unparteiisch agieren müssen, was aktuell bei den Medien und den Gerichten und ganz besonders beim aktuellen Bundesverfassungsgericht nicht absehbar ist. Selbst regionale Verwaltungen mauern, wenn man die Protokolle der Plandemie von 2020-2022 über IFG anfordert.
Sobald jedoch eine der Gruppen (Plandemiebeführworter und Plandemieskeptiker) das Gefühl hat, vom System benachteiligt zu werden, bricht der gesellschaftliche Vertrag bzw. er wurde durch das Verhalten der damalige Veranwortungsträger bereits (mehrfach) gebrochen. Das kann man aktuell auf verschiedenen Ebenen neben den Corona Schäden beobachten. Die Risse weiten sich in verschiedenen Bereichen, die ich nicht näher benennen werde, weil mein Bademantel unansehnlich ist.
Solange die Medien, die auch Schuldbeladen sind, durch ihre clickbait Berichterstattung der Corona Jahre, allen voran die öffentlich Rechtlichen, ihre Schuld nicht eingestehen und anfangen die Fakten zu berichten, kann es auch keine Vergebung und Aufarbeitung geben. Aber auch für den ÖRR ist der Preis dafür zu hoch, denn er würde den ÖRR seine Existenz bedeuten, wenn die Menschen aus Enttäuschung über die Lügen ihre Zwangsabgaben nicht mehr entrichten, um diesen aufgeblasenen Propagandakomplex zu alimentieren. Man müsste nicht nur von der Corona Lüge Abbitte verlangen, sondern auch vom Klimawandelschwachsinnsschwindel, der aktuell noch politische Doktrin ist, die ebenfalls wissenschaftlich schon lange widerlegt ist. Zu viele Karrieren und Geschäftsmodelle sind auf den Lügen von Pandemien und Klimawandel aufgebaut. Zudem müsste man mit Menschen sprechen, die nicht dem eigenen Weltbild entsprechen. Das ist aktuell nicht absehbar in der links-grün woken Medienblase.
Jens findet den Gedanken Probleme ehrlich und offen zu besprechen, als Gedanken prinzipiell interessant. Mehr auch nicht. Nur §interessant§.
Woher der Titel des Buches kommt, wird auf Seite 243 beschrieben. Jens fand den Satz so toll, dass er ihn unbedingt in eine Rede einbauen musste, auch wenn er nicht wirklich passte.
Man kann darüber streiten, ob die Formulierung als Reaktion auf Frau Lötzschs Frage eigentlich Sinn ergab. Aber der Satz war seit dem Morgen in mir gereift. Er kam dann aus dem Bauch heraus, und er fühlte sich richtig an. Protokoll der Regierungsbefragung am 22. April 2020:
[…]
Bei etwas anderem bin ich ausdrücklich Ihrer Meinung – das will ich auch grundsätzlich zu anderen Debatten, etwa auch gerade zur Maske und anderem, sagen –, dass wir nämlich miteinander in ein paar Monaten wahrscheinlich viel werden verzeihen müssen, weil noch nie – ja, Sie mögen lachen; ich will es trotzdem mal sagen – in der Geschichte der Bundesrepublik und vielleicht auch darüber hinaus in so kurzer Zeit unter solchen Umständen mit dem Wissen, das verfügbar ist und mit all den Unwägbarkeiten, die da sind, so tiefgreifende Entscheidungen haben getroffen werden müssen; das hat es so noch nicht gegeben. (S. 243)
Doch, das hat es schon immer gegeben, das ist der Normalzustand des Lebens. Andauernd muss man Daten sichten und Entscheidungen treffen. Die Daten waren eindeutig. Stefan Homburg hat die Lage von damals, was an Daten verfügbar war, in einem Thesenpapier für die Sitzung der AG 2 am 09.07.2026 zusammengefasst. Diese Daten waren damals JEDEM zugänglich, auch und vor allem Jens Spahn.
Maskenatteste werden in Deutschland jedenfalls auch aktuell im Juli 2026 nicht verziehen. Weniger, weil Masken nutzlos waren, sondern weil es Ärzte gewagt haben, sich gegen die staatliche Willkür zu stellen. Bullys verzeihen nicht, wenn man sie herausfordert, weil jede Gegenwehr ihr Machtgefühl und ihren Status bedroht. Daher verfolgen Polizisten in Mexiko City auch denjenigen, der Motorrad-Diebe an Straßenlaternen oder Strommasten festklebt und sehen diese Diebe als Opfer.
Ich bin immer ganz neidisch auf diejenigen, die schon immer alles gewusst haben. (S. 244)
Daher hat er es auch vermieden mit diesen Menschen zu reden, die von den Medien diffamiert und ausgegrenzt wurden. Er müsste gar nicht neidisch sein, diese Menschen wie Dr. Wodarg oder Prof. Dr. Bhakdi hätten Jens gerne beraten und ihm erklärt wo er falsch lag. Aber er hat lieber die Sünde des Stolzes und noch ein paar mehr begangen.
“stolze Augen, falsche Zunge, Hände, die unschuldiges Blut vergießen, ein Herz, das arge Ränke schmiedet, eilige Füße, die zum Bösen laufen, ein falscher Zeuge, der frech Lügen redet, und wer Streit zwischen Brüdern anrichtet.” (Sprüche 6,16)
Jenseits von Politik wird auch für die Gesellschaft, selbst für Virologen und Wissenschaftler, eine Phase kommen, wo wir alle im Nachhinein feststellen werden, dass man vielleicht an der einen oder anderen Stelle falschgelegen hat oder an der einen oder anderen Stelle Dinge dann noch mal korrigieren und nachsteuern muss. (S. 244)
Leider lag ich mit soweit fast allem richtig, was ich prognostiziert habe. Ich wünschte, ich läge falsch. Ich muss bei meinen Prognosen der Schadmechanismen aktuell nur noch die “experimentellen” Belege einfügen. Ich wünschte es wäre anders. Die Geimpften sterben zum Glück nicht ganz so schnell wie befürchtet, der Mensch ist zäher als gedacht oder mehr Chargen als gedacht waren so schlecht formuliert, dass sie kaum transfiziert haben. Die Übersterblichkeit jedoch steigt konstant an während die Geburtenraten weltweit abnehmen. Das war alles vorhersehbar anhand Daten von vor 2020. Die Liste wo Jens und andere Entscheidungsträger falsch lagen, ist ungleich länger als meine, leider.
Damals wussten wir zudem ja längst nicht, was auf uns alles noch zukommen würde, welche Konflikte im Laufe der Pandemie aufbrechen, welche Verletzungen wir uns gegenseitig zufügen würden. (S. 244)
Doch Jens, es war absehbar, weil Du es mit geplant und befeuert hast. All das ist nicht neu. All das passiert in der menschlichen Geschichte nicht zum ersten Mal. All das war vorhersehbar, wenn man ein gewisses Mas an Grundkenntnissen in Geschichte und Psychologie hat. Wer da entsprechende Bildungslücken hat, ist natürlich überrascht.
“Debattenfähig zu sein, über Probleme offen und kontrovers zu reden – und doch einander zugewandt zu bleiben. Was bei der Flüchtlingsfrage 2015 immer wieder ein Problem war: Wer kritische Fragen stellte, wurde unterschiedslos in die rechte Ecke gestellt, und wer Flüchtlingen die Hand reichte, wollte die deutsche Bevölkerung austauschen.“ (S. 244)
Das ist nicht nur in der Flüchtlingsfrage 2015 immer noch ein Problem. Es heißt übrigens nicht Flüchtling, weil -ling eine negative Silbe ist, es heißt Geflüchtete(r), würde Lanz wahrscheinlich sagen. So ganz politisch korrekt ist unser Jens wohl doch nicht. Wer die Flüchtlingspolitik kritisiert ist immer noch pöse, pöse, rechts, rechts, Nazi, Nazi. In welchem Wolkenkukucksheim lebt Jens eigentlich?
Wie debattenfähig er ist, hat er in der Enquete selbst bewiesen, als Tom Lausen ihn fragte:
SV Tom Lausen: Herr Spahn, es tut mir leid. Das ist alles nicht meine Frage. Bitte sagen Sie mir, ob Sie ein Amnestie-Gesetz befürworten und das unterstützen.
Jens Spahn (Bundesminister für Gesundheit a. D.): In der Pauschalität: Nein, weil es geht ja um die Frage: Amnestie für wen, für was –
Obwohl Vergebung und Amnestie beide zum Ziel haben, einen Konflikt zu beenden, unterscheiden sie sich in ihrer Natur: Vergebung ist ein moralisch-emotionaler Akt, während Amnestie ein rein juristisch-politischer Akt ist. Eine Regierung kann per Gesetz eine Amnestie für Corona “Straftäter” beschließen, um das Land zu stabilisieren. Man könnte damit sofort alle Maskenprozesse und Prozesse wegen falscher Impfnachweise beenden. Das ist sogar noch eine Stufe vor der Vergebung, denn eine Amnestie kann den betroffenen Opfern nicht vorschreiben, den Tätern zu vergeben. Amnestie schafft erst einmal äußeren, juristisch politischen Frieden, wäre somit ein erster Schritt, den Jens tun müsste, um Vergebung zu erlangen. Aber dazu ist er nicht bereit. Dennoch will er Vergebung, also inneren Frieden. Vor dem inneren Frieden, muss es aber erst äußeren Frieden geben.
Vielleicht hätte Tom Lausen fragen sollen, ob Jens Spahn bereit ist, Menschen, die gegen seine Coronaregeln verstoßen haben, mit einer Amnestie zu vergeben. Das ist es nämlich. Jens kann nicht vergeben, dass sich Menschen gegen seine Regeln, seine Autorität aufgelehnt haben. Solange er aber seine Todsünde Stolz nicht überwindet kann er keine Vergebung von seinen Opfern erwarten. Ich werde ihm nicht vergeben, bis er nicht gesühnt hat.
Und nachdem Jens seitenweise über Vergebung geredet hat, nennt er seine Opfer auf Seite 245 erneut “Corona-Leugner” und spaltet damit verbal und gesellschaftlich. Einsicht sieht anders aus. Corona-Leugner ist Name calling (Bebeleidigungen, Beschimpfungen oder das Nutzen von herabwürdigenden Spitznamen), eine der häufigsten Formen von verbalem Mobbing. Die Täter nutzen diese Methode, um die Zielperson systematisch abzuwerten, zu demütigen und sozial zu isolieren. Damit stellt sich der Täter über das Opfer. Andere lachen mit, um nicht selbst ins Visier zu geraten. Bullys kaschieren oft ein geringes Selbstwertgefühl durch Dominanz. Kritik zerstört diese Fassade. Wenn man einen Bully direkt konfrontiert oder bloßstellt, reagiert dieser meist nicht mit Einsicht, sondern mit einer Eskalation der Aggression, um die Kontrolle zurückzugewinnen.
Durch seine Wortwahl entlarvt sich Jens.
Warum sollte man einem Bully verzeihen?
Was ist es, das bei ganz normalen Bürgerinnen und Bürgern eine solche Wut entstehen lässt – auf den Staat, auf die Repräsentanten des Staates, auf mich? Ich würde es gerne verstehen. Woher kommt der Zorn, die Bösgläubigkeit? Und woher diese Unfähigkeit, miteinander zu sprechen oder überhaupt zu versuchen, sich zu verstehen? (S. 245f)
Ich glaube nicht, dass Jens so naiv ist und nicht weiß, was in den Menschen vor sich geht. Ich schätze ihn als berechnend ein, sonst hätte er nicht so schnell eine solche politische Kariere gemacht. Vielleicht hat es aber auch geholfen 2012 vom WEF in das Netzwerk der Young Global Leaders aufgenommen worden zu sein, beim Weltwirtschaftsforum in Davos teilzunehmen und sich mit anderen erfolgreichen schwulen Männern in in Peter Thiels geheimem Club namens “Dialog Society” zu treffen. Peter Thiel ist übrigens auch homosexuell.
Jens weiß sehr genau, was er getan hat und will sich selbst als Opfer stilisieren. Wenn ein Bully oder Aggressor solche Zeilen schreibt, nutzt er eine psychologische Taktik, die man als Täter-Opfer-Umkehr bezeichnet. Der Text wirkt auf den ersten Blick reflektiert, besorgt und diplomatisch. In Wahrheit ist es eine Methode, um die Schuld für den Konflikt komplett auf die Gegenseite zu verschieben, und sich selbst als unschuldiges, missverstandenes Opfer darzustellen.
Im Karpman-Drama-Dreieck (bestehend aus Täter, Retter und Opfer) ist die Position des Opfers die Mächtigste. Das Karpman-Drama-Dreieck basiert auf der Transaktionsanalyse von Eric Berne („Spiele der Erwachsenen“). Im Drama-Dreieck gilt die Position des Opfers oft als die heimlich mächtigste und manipulativste Rolle. Das obige Zitat, ist das perfekte Beispiel wie ein Täter genau in diese mächtige Opferrolle schlüpft, um die Kontrolle zu behalten.
Mit Sätzen wie „Ich würde es gerne verstehen“ stellt sich Jens intellektuell und moralisch über die “Corona-Leugner”. Er tut so, als sei er der Vernünftige, während die anderen „irrational“ und „wütend“ sind.
Indem berechtigte Kritik und eine Datenlage, die ihn widerlegt als “Wut”, “Zorn” und “Bösgläubigkeit” betitelt wird, entwertet er die Argumente der Gegenseite. Es wird so dargestellt, als hätten die Kritiker ein psychisches Problem und keine echten Argumente.
Die Frage „Woher kommt diese Unfähigkeit, miteinander zu sprechen?“ schiebt die Schuld für das Kommunikationsproblem auf die Betroffenen. Der Bully ignoriert dabei völlig, dass sein eigenes, vorheriges Verhalten das Gespräch überhaupt erst unmöglich gemacht hat.
Durch den Vergleich mit dem „Staat“ oder „Repräsentanten des Staates“ versucht Jens seine eigene Position künstlich aufzuwerten. Er rückt sich selbst in die Rolle einer legitimen Autorität, die völlig grundlos attackiert wird.
Auch wenn der Text oberflächlich höflich klingt, zeigt er im Gesamtkontext die systematische Strategie des Täters. Das Opfer im Drama-Dreieck übernimmt keine Verantwortung für die Situation. Im Text heißt es sinngemäß: „Ich will es ja verstehen, aber die anderen wollt nicht mit mir reden oder seid irrational.“ Die Schuld liegt damit komplett beim Gegenüber. Aus der Opferrolle heraus lässt sich hervorragend agieren. Wenn der Bully sich als Opfer des “Zorns der Corona-Leugner” darstellt, legitimiert er damit jede zukünftige härtere Maßnahme gegen diese Corona-Leugner – es ist ja dann nur noch “Selbstverteidigung” bzw. Verteidigung der braven links-grünen Bürger, die man vor diesen “Corona-Leugnern” schützen muss. Eigentlich fehlt hier nur noch anti-AFD Rhetorik und die Nazikeule, um das Bild abzurunden.
Wenn man dieses Konzept auf die Bundesenquete überträgt, hat man es mit dem Phänomen des systemisches Mobbing oder Collusion zu tun. Wenn andere Täter oder Unterstützer (Bystander oder Enabler) den Haupttäter schützen, bilden sie eine Machtwand, aka Brandmauert. Sachargumente prallen an dieser Wand ab, weil es der Gruppe nicht um die Wahrheit geht, sondern um den Erhalt ihrer Macht, ihres Status und ihrer Sichtweise. Ein sachlicher Ton wird bewusst übertönt. Die Taktiken der Unterstützer Gruppe (in der Bundesenquete) sind Klassiker:
Gaslighting: Sie stellen Ihre sachlichen Argumente als “übertrieben”, “falsch verstanden” oder “zu empfindlich” dar.
Nebelkerzen werfen: Sie lenken vom eigentlichen Thema ab (das ist heute nicht das Thema, obwohl es das Thema ist) und wechseln auf die emotionale Ebene (”Müssen Sie immer unterbrechen, lassen Sie XYZ doch ausreden”).
Niederschreien / Isolieren: In den Sitzungen fallen die Enabler ins Wort, damit die Argumente der andren Seite gar nicht erst im Protokoll erscheinen und so der damnatio memoriae anheim fallen, weil die Geschichtsschreibung auf den offiziellen Dokumenten basieren wird, so hoffen sie es zumindest.
Ich empfehle, die Dynamik der Bundesenquete unter dem hier beschriebenen Rahmen zu analysieren, das ist durchaus spannend.
Nachdem wir verstanden haben, wie Jens in diesem Kapitel vorgeht, wird er noch einmal larmoyanter, damit man ihn noch mehr bemitleidet und als Opfer sieht, falls es dem Leser nicht schon aufgefallen sein sollte, dass er das eigentliche und einzige Opfer ist.
Wie schaffen wir es als Gesellschaft, uns auch bei unterschiedlicher Meinung nicht nur auszuhalten, sondern als Menschen wertzuschätzen? Wie schaffen wir es, zu ertragen, dass es eben Corona-Gegner und -Leugner gibt, Menschen, die vom Impfen nichts halten – aber umgekehrt auch solche, die einem Ungeimpften nicht die Hand geben wollen? Es gibt extreme Haltungen in beiden Richtungen. Wie bleiben wir da als Gesellschaft zusammen und werden wieder fähig, uns in der Mitte zu treffen? Das Einzige, was mir immer wieder einfällt, ist: Reden, reden, reden– soweit es eben geht. Dazu gehört auch eine Bereitschaft, einander zuzuhören. (S. 246)
Erneut Täter-Opfer-Umkehr. Jens stellt erneut die “Corona-Gegner und -Leugner” zusammen mit “Impfgegnern” als ein isoliertes, irrationales Phänomen dar, das urplötzlich bei den Bürgern entstanden ist. Die Ursache dieser Reaktion wird komplett ausgeblendet. Der Widerstand entstand nicht grundlos, sondern war die Reaktion auf monatelangen Ausschluss vom gesellschaftlichen Leben (2G/3G-Regeln), Berufsverbote, mediale Beschimpfungen (z.B. als „Blinddarm der Gesellschaft“) und existenziellen Druck.
Jens rückt sich selbst in die Opferrolle. Derjenige, der die Macht hatte, Grundrechte einzuschränken und Druck auszuüben, jammert nun, dass die Betroffenen sich wehren oder empört sind. Jens entwertet die Sachargumente (z.B. über Impfnebenwirkungen, die Verhältnismäßigkeit von Maßnahmen oder Grundrechte) als bloßen Charakterfehler.
Hier wird den Opfern die Schuld an der Weigerung von Herrn Spahn gegeben, sich die Daten der Kritiker anzusehen. Aus Sicht des Ungeimpften war es die Politik und die Mehrheitsgesellschaft, die den Dialog abgebrochen, Debattenräume verengt und Kritiker zwecks Zensur stigmatisiert haben. Jetzt, wo der Schaden angerichtet ist, schiebt Spahn der Gegenseite die Verantwortung für die von ihm und seinem Mitregierenden durch politische Maßnahmen verursachte und gewollte Spaltung zu.
Aus Sicht des Betroffenen spiegelt das obige Zitat das klassische Verhalten eines systemischen Mobbers wider, der merkt, dass der Wind sich dreht oder das Opfer sich wehrt.
Dem Opfer wird eingeredet, seine Wahrnehmung von Ungerechtigkeit sei falsch. Es wird so getan, als sei alles ein großes Missverständnis und man habe ja „nie jemanden ausgrenzen wollen“. Man hätte sich doch nur impfen lassen müssen und wäre in die Gemeinschaft der Geimpften aufgenommen worden (gaslighting).
Jens nutzt eine gewählte, pseudo-versöhnliche Sprache, um vor Dritten (der ursprünglichen Zielgruppe seines Buches, bzw. der Nachwelt) als der „Gute“ dazustehen. Als das Buch erschien, ist er wohl davon ausgegangen, dass niemand, der die Plandemie miterlebt hat, jemals original Dokumente wie jene von Pfizer oder des RKI sehen würde.
Der Text ist kein echtes Friedensangebot. Es ist der Versuch eines Täters, sich reinzuwaschen, ohne die eigene Schuld, die Härte der Maßnahmen oder die psychologischen Verletzungen der Geschädigten anzuerkennen. Der Text zwingt das Opfer in die Rolle des „ewig Gestrigen“ und „Unversöhnlichen“, wenn es nicht sofort auf die ausgestreckte, aber Bedingungen stellende Hand eingeht.
Es gibt aber keine Mitte, in der man sich treffen kann. Es gibt nur Daten und Fakten. Betondaten, die der Staat selbst erhoben hat, um dann bewusst politische Maßnahmen zu beschließen, die den Daten komplett zuwiderliefen.
Ich bin sehr oft gefragt worden, wen ich nach der Krise um Verzeihung bitten muss. Mein eigentlicher Punkt war ein anderer: dass es überhaupt erst einmal eine Bereitschaft gibt, zu verzeihen. (S. 247)
Jens bringt hier die Reihenfolge wie das läuft durcheinander. Erst büßen, dann kann man um Verzeihung bitten, die aber nicht gewährt werden muss. Man kann niemanden per Dekret oder gesellschaftlichem Druck dazu bringen, echtes Verzeihen zu empfinden. Das wäre eine verordnete Amnestie auf emotionaler Ebene. Er selbst ist nicht einmal zu einer politischen Amnestie bereit. Was soll man also von dieser Aussage halten? Sie ist inhaltsleer und nicht ansatzweise ernst gemeint.
Im klassischen Ablauf bleibt das Bitten um Verzeihung eine Bringschuld des Täters. Wer Schaden angerichtet hat, muss die Verantwortung übernehmen. Eine Gesellschaft, die von Opfern verlangt, pauschal vorab zu verzeihen, ohne dass die Taten aufgearbeitet wurden, erzeugt nur neuen und weiteren Unmut.
Das soll aber nicht heißen: Schwamm drüber, vergessen, verdrängen oder herunterspielen. Sondern: Aufarbeiten, Schlüsse ziehen, daraus lernen und mit Empathie einander begegnen. Kurz: Es besser machen. Und daher muss die Frage, die wir uns stellen, eigentlich lauten: Wem bin ich bereit zu verzeihen? (S. 248)
Wem ist Jens bereit zu verzeihen? Er ist nicht einmal bereit zu einer Amnestie. Und was hat er zu verzeihen? Er ist der Täter.
Jens versucht zumindest, mehr schlecht als recht, den Eindruck einer Entschuldigung zu erzeugen:
»Die Entscheidungen, die dazu geführt haben, dass Menschen einsam sterben mussten, waren ein gravierender Fehler«, sagte Armin Laschet am 30. Juni 2021 bei einer Gedenkstunde für die Opfer der Pandemie im Düsseldorfer Landtag. Die Politik müsse sich der Verantwortung stellen, dass zum Tod von Covid-19-Erkrankten auch Einsamkeit und soziale Isolation beigetragen haben. Er bat »von ganzem Herzen« um Verzeihung. Ich finde, das hatte Größe. Ich kann mich dem nur anschließen. (S. 248)
Wenn man genau hinschaut, so entschuldigt Jens sich hier jedoch nicht. Laschet hat den Fehler gestanden. Jens schließt sich an, und umgeht so den Akt selbst einen Fehler eingestehen zu müssen. Selbst bei derartig offensichtlichen Fehlern ist er nicht in der Lage sie zu gestehen, und benutzt das Zitat eines Anderen als Surrogat. Das ist einfach nur widerlich und abstoßend.
Wenn wir unsere Politik kritisch aufarbeiten wollen, müssen wir auch die Familien um Verzeihung bitten. Sie waren in hoher Zahl außerordentlichen Belastungen ausgesetzt und das über eine lange Zeit. Bei allen Maßnahmen und Hilfspaketen ging es im Wesentlichen darum, unser Gesundheitssystem vor einer Überlastung zu bewahren und die Folgen der Pandemie für die Wirtschaft und die Beschäftigten abzufedern. Was wir im Vergleich dazu zu sehr vernachlässigt haben, sind die Sorgen der Familien und Kinder. Sie standen weder bei der Frage des Gesundheitsschutzes – dieser betraf vor allem die Älteren und Vorerkrankten – noch beim Thema Wirtschaft und Beschäftigung im Fokus. Die Schließungen der Schulen dienten dazu, Kontakte zu reduzieren und so einen Beitrag dazu zu leisten, die jeweilige Welle zu brechen. (S. 248f)
Wer ist wir? Jens entschuldigt sich hier nicht, sonst hätte er geschrieben, “muss ich die Familien um Verzeihung bitten.” Er schiebt ein ominöses, undefiniertes “wir” vor, um eine Entschuldigung zu vermeiden. Vielleicht redet er an dieser Stelle auch von sich selbst im Pluralis Majestatis, was es nicht besser macht. Kein Wort dazu, dass die Schulschließungen, wie bereits besprochen, komplett nutzlos waren und nur Schaden angerichtet haben, der noch Jahre zu spüren sein wird.
Statt einfach zuzugeben, dass die Schulschließungen ein Fehler waren, der nicht wieder gut zu machen ist, versucht er den Fehler immer noch zu relativieren.
Bei Corona gab es die Erkenntnis, dass das Virus gar nicht so stark von Kind zu Kind übertragen wird, sondern dass eher die Erwachsenen die Kinder anstecken. Aber auch das hing immer von den unterschiedlichen Varianten des Virus ab. Gleichzeitig setzt ein ganz normaler Schultag jeden Morgen zehn Millionen Menschen in Bewegung, die sich sonst nicht begegnen würden. Diese saßen im Bus, im Auto, im Zug, im Klassenraum nebeneinander.
ABER, es gibt immer ein Aber. Kinder waren keine Überträger, aber. Das ist keine Entschuldigung. Das ist ein Versuch sich von Schuld reinzuwaschen und ein Schuldeingeständnis zu vermeiden wie der Teufel das Weihwasser.
Zudem nennt Jens finanziell schwache Familien, also Familien, die wegen der familienfeindlichen Politik der deutschen Regierungen finanziell benachteiligt, sind “sozial schwache” Familien (S. 249). Nur weil man kein Geld hat ist man nicht gleich sozial schwach = asozial. Mit seiner Wortwahl würdigt er andauernd Menschen ab, die Opfer seiner Politik wurden, während er wandern ging und sich eine Millionenvilla kaufte. Ob er merkt, wie er mit Konnotationen seine wahre Gesinnung preis gibt?
Es ist wichtig, dass die finanziellen Mittel für ein Aufholprogramm bereitgestellt werden, etwa um zusätzliche Pädagogen und Schulsozialarbeiter zu finanzieren. (S. 250)
Leere Versprechungen und das Geld der Menschen, die er geschädigt hat, sollen das Problem nun lösen? Woher kommen den die finanziellen Mittel für das immer noch nicht vorhandenen Aufholprogramm? Das sind Steuergelder. Steuern, das ist etwas, das kennt Jens nicht, weil er die als jemand mit Beamtenbesoldung nicht zahlen muss. Das Geld der anderen soll also den von ihm angerichteten Schaden begleichen.
Jens Pseudoentschuldigung entlarvt ihn, als das was er ist: ein Heuchler, ein Bully, ein Schuldiger, der seine Schuld nicht freiwillig eingestehen wird.
Es ist auffällig, bei wem sich Herr Spahn explizit nicht entschuldigt: Den Impfgeschädigten und den Ungeimpften. Jens verrät sich immer mit dem, was er nicht sagt oder zu sagen vermeidet.
Das Schlusswort dieses Kapitel überlasse ich der in diesem Essay perfekt zusammenfasst, was dieses Kapitel anhand von Jens Spahns Buch beleuchtet, nur in poetischeren Worten. Jens Spahn ist Christ, er sollte die zitierten biblischen Geschichten kennen und wenn nicht, noch einmal lesen.
Jeremia sagte dies sechs Jahrhunderte vor Christus.
Sie verbinden die Wunde meines Volkes, als wäre sie nicht schwerwiegend. „Friede, Friede“, sagen sie, obwohl kein Friede herrscht.
Er richtete diese Worte an eine priesterliche und politische Klasse, die sich beruflich mit bequemer Lüge arrangiert hatte. Die zu dem Schluss gekommen war, dass die Kosten einer ehrlichen Diagnose die Kosten einer gezielten Beruhigung überstiegen. Die das Leid des Volkes, dem sie eigentlich dienen sollte, betrachtet und sorgfältig kalkuliert hatte, dass ein Eingeständnis gefährlicher sei als Schweigen.
Dafür wurde er inhaftiert. Seine Schriftrolle wurde vom König verbrannt. Und das, was er vorausgesagt hatte, trat ein. Denn die Realität verhandelt nicht mit der institutionellen Position. Sie tritt einfach ein.
Ich kehre immer wieder zu Jeremia zurück, nicht weil ich nach einer historischen Bestätigung einer politischen Position suche. Ich kehre zu ihm zurück, weil er mit einer Präzision, die fast klinisch anmutet, genau die Struktur beschrieben hat, die ich seit sechs Jahren beobachte. Eine herrschende Klasse, die die Wunde gesehen hat. Die weiß, dass die Wunde schwerwiegend ist. Die sich gemeinsam und bewusst dafür entschieden hat, sie so zu verbinden, als wäre sie es nicht.
COVID hat etwas in mir verändert, das nicht mehr rückgängig gemacht werden kann. Und genau das ist es, was diese Veränderung bewirkt hat. Das Schweigen, das einer Erklärung bedarf
Fast sechs Jahre sind seit Beginn der Impfkampagne vergangen.
Kein einziger Staatschef ist vor sein Volk getreten und hat gesagt: Einige von euch wurden geschädigt, wir wissen das, und ihr verdient eine ehrliche Rechenschaft.
Keine einzige parlamentarische Untersuchung mit echter Befugnis.
Kein einziges Entschädigungssystem, das auf dem tatsächlichen Ausmaß der Schäden basiert. Die durch Impfstoffe Geschädigten bleiben in den meisten Ländern ohne Diagnosecodes. Ohne Rechtsmittel. Ohne die grundlegendste institutionelle Anerkennung, dass das, was mit ihren Körpern geschah, real war.
Ich möchte genau darlegen, warum dies einer Erklärung bedarf.
Echte Notfälle im Bereich der öffentlichen Gesundheit führen zu einer echten Aufarbeitung. Das ist es, was verantwortungsbewusste Institutionen tun. Sie fragen, was funktioniert hat, was nicht, wer geschädigt wurde und wie. Sie legen Ergebnisse vor, die unbequem sind, weil genau dieses Unbehagen der springende Punkt ist. Durch dieses Unbehagen wird Vertrauen wieder aufgebaut und die Bedingungen, die den Schaden verursacht haben, werden reformiert.
Was wir haben, ist eine Mauer. Und auf der anderen Seite dieser Mauer stehen Menschen, die ihre Karrieren verloren haben, weil sie Fragen aufgeworfen haben, die sich als berechtigt herausstellten. Menschen, deren Regierungen „Long COVID“ mit vollem institutionellem Gewicht propagierten, während sie sich weigerten, auch nur eine einzige ehrliche Frage zu den sich überschneidenden Symptomen bei den Impfgeschädigten zu stellen. Dieselben Symptome. Dieselben Mechanismen, die in der begutachteten Fachliteratur vorgeschlagen werden. Der bequeme Rahmen, der in alle Richtungen zeigt – nur nicht auf das Produkt.
Die Koordination ist es, was am meisten aussagt. Individuelle Fahrlässigkeit sieht anders aus. Sie ist lückenhaft. Inkonsistent. Individuelle Fahrlässigkeit bringt den Ausreißer hervor, den Whistleblower, jene eine Regierung, deren politische Kosten des Schweigens schließlich die Kosten der Ehrlichkeit übersteigen. Was wir hier haben, ist universell. Und eine solche Universalität entsteht nicht dadurch, dass unabhängige Akteure unabhängig voneinander beschließen, nichts zu tun.
Es ist beschlossen.
Die Kalkulation des Pharaos
Es gibt im Buch Exodus ein Muster, das leicht zu übersehen ist, wenn man es nur als Befreiungserzählung liest.
Der Pharao beginnt nicht als Monster. Er beginnt als Verwalter, der mit einer wahrgenommenen Bedrohung für die Stabilität eines Systems konfrontiert ist, für dessen Aufrechterhaltung er verantwortlich ist. Die anfänglichen Entscheidungen sind bürokratischer Natur. Es sind Entscheidungen, wie sie institutionelle Führungskräfte jeden Tag treffen, wenn das Eingestehen eines Problems eine Umstrukturierung des Systems erfordern würde, das ihnen ihre Macht verschafft hat.
Was der Text mit fast klinischer Präzision nachzeichnet, ist die fortschreitende Verhärtung. Jede Weigerung, die Wahrheit anzuerkennen, schafft eine Situation, in der das nächste Eingeständnis schwieriger wird. Die Kosten der Ehrlichkeit summieren sich mit jedem Aufschub. Bis der Mann, der zu Beginn der Abfolge vielleicht anders hätte entscheiden können, gar nicht mehr in der Lage ist, anders zu entscheiden. Nicht, weil er schon immer dieser Mann war. Sondern weil das angesammelte Gewicht früherer Entscheidungen ihn zu diesem Mann gemacht hat.
So stellen sich für mich sechs Jahre institutionelles Schweigen über Impfschäden dar. Keine einzige dramatische Entscheidung durch unwiderruflich korrupte Menschen. Eine Abfolge von Aufschüben, von denen jeder das nächste Eingeständnis kostspieliger macht, bis die beteiligten Institutionen nicht mehr zu jener Ehrlichkeit fähig sind, die zu Beginn möglich – und schmerzhaft – gewesen wäre.
Der Pharao verlor am Ende alles. Nicht, weil Gott grausam war. Sondern weil die Realität, wenn sie lange genug aufgeschoben wird, nicht nachlässt. Sie verdichtet sich.
Die Menschen, die dieser Verdichtung ausgesetzt waren, waren nicht diejenigen, die die Entscheidungen getroffen hatten.
Das sind sie nie.
Die Wächter, die zum Schweigen gebracht wurden
Hesekiel 33 beschreibt die Rolle des Wächters mit einer Präzision, die ich in diesem Moment nicht lesen kann, ohne an die Ärzte und Wissenschaftler zu denken, die frühzeitig Warnungen ausgesprochen haben.
Der Wächter sieht die Gefahr kommen. Wenn er die Warnung ausruft und die Menschen nicht hören, klebt ihr Blut an ihren eigenen Händen. Wenn er jedoch die Gefahr sieht und nicht warnt und den Menschen Schaden zugefügt wird, wird das Blut von der Hand des Wächters eingefordert. Die Pflicht besteht nicht darin, geglaubt zu werden. Sie besteht darin, zu sprechen.
Die Menschen, die während der COVID-Pandemie Warnungen aussprachen, kamen der Pflicht des Wächters nach. Die Ärzte, die Bedenken hinsichtlich Sicherheitssignale äußerten. Die Wissenschaftler, die darauf bestanden, dass die Hypothese eines Laborlecks eine ernsthafte Untersuchung rechtfertigte. Die Kliniker, die Überschneidungen zwischen den Symptomen von Long COVID und dem Post-Impf-Syndrom identifizierten und dies öffentlich sagten. Die Gesundheitsbehörden, die die Evidenzbasis für bestimmte Vorschriften in Frage stellten. Viele von ihnen wussten, als sie sprachen, was es sie kosten würde. Sie sprachen trotzdem. Denn die Verpflichtung gegenüber den Menschen in ihrer Obhut war größer als die Verpflichtung gegenüber ihrer eigenen beruflichen Sicherheit.
Sie wurden vom institutionellen Apparat eher als Bedrohung denn als Wächter behandelt. Ärztekammern in mehreren Ländern erließen formelle Leitlinien, wonach es einen Verstoß gegen die Berufsethik darstellt, den Botschaften des öffentlichen Gesundheitswesens zu widersprechen – ungeachtet klinischer Beweise. Das war kein subtiler Druck. Es war ein formeller Mechanismus zur Unterdrückung des fachlichen Urteilsvermögens, und er funktionierte genau wie beabsichtigt.
Die Standpunkte, die diese Ärzte und Wissenschaftler vertraten – das Myokarditis-Risiko bei jungen Männern, die begrenzte Wirksamkeit gegen die Übertragung, die Daten zur natürlichen Immunität, das nach Alter gestaffelte Risikoprofil, das von Anfang an einen differenzierten Ansatz hätte bestimmen sollen –, wurden seitdem stillschweigend und ohne Quellenangabe in das sich weiterentwickelnde institutionelle Verständnis integriert. Diese Standpunkte sind nun akzeptabel. Die Menschen, die sie als Erste vertreten haben – unter persönlichen Opfern –, bleiben in fast allen Fällen beruflich nicht rehabilitiert.
Das ist kein Versehen. Es ist das beabsichtigte Ergebnis der Unterdrückung. Denn eine Rehabilitierung würde eine Aufarbeitung dessen erfordern, was unterdrückt wurde und warum.
Die besondere Grausamkeit, unsichtbar zu sein
Das neunte Gebot wird gewöhnlich als Verbot des Lügens in Gerichtsverfahren verstanden. Sein Geltungsbereich ist in der breiteren Tradition jedoch weiter gefasst.
Es umfasst die systematische Falschdarstellung der Realität einer anderen Person. Die institutionelle Leugnung dessen, was jemand erlebt hat. Der Einsatz von Autorität, um eine wahre Tatsache unaussprechlich zu machen. Der Einsatz offizieller Glaubwürdigkeit, um den ehrlichen Bericht einer Person über ihr eigenes Leben durch eine Version zu ersetzen, die den Interessen derjenigen dient, die die Deutung kontrollieren.
Jeder Arzt, der einem durch Impfstoffe geschädigten Patienten sagte, seine Symptome stünden in keinem Zusammenhang, obwohl er wusste, dass diese Behauptung nicht durch Beweise gestützt wurde, legte falsches Zeugnis gegen diesen Patienten ab. Jede behördliche Mitteilung, die das Sicherheitsprofil als gut charakterisiert beschrieb, obwohl Daten aus der Marktüberwachung das Gegenteil zeigten, legte ein falsches Zeugnis gegen die Bevölkerung ab, an die sie sich richtete. Jede Plattform, die die Aussagen von Geschädigten entfernte, weil sie der offiziellen Position widersprachen, legte ein falsches Zeugnis gegen die Menschen ab, deren Aussagen sie entfernte.
Es liegt eine besondere Grausamkeit darin, was dies den Geschädigten antut, die über den ursprünglichen körperlichen Schaden hinausgeht.
Es geht nicht nur darum, dass sie keine Entschädigung erhalten. Es geht darum, dass das Schweigen ihnen etwas über ihren Wert vermittelt. Dass sie im Vorfeld als akzeptable Verluste und im Nachhinein als lästige Verbindlichkeiten betrachtet wurden. Dass die Abwägung getroffen wurde und sie verloren haben. Die psychischen Kosten dieser Botschaft, die nicht nur einmal, sondern jeden Tag durch anhaltende institutionelle Gleichgültigkeit vermittelt wird, sind eine eigene Verletzung, die sich auf die körperliche legt.
Die durch Impfstoffe Geschädigten sind keine politische Wählerschaft, die es zu verwalten gilt. Sie sind Menschen. Sie gehören zu der Kategorie, die die hebräische Tradition als „anawim“ bezeichnet. Die Armen, die Bedrängten, diejenigen, denen der gewöhnliche Schutz entzogen wurde, den die gesellschaftliche Stellung bietet. Diejenigen, die nirgendwo hin können außer vorwärts, weil jede Institution sie im Stich gelassen oder sich gegen sie gewandt hat.
Die Psalmen kehren immer wieder zu ihnen zurück. Nicht mit Mitleid. Sondern mit der ausdrücklichen Beharrlichkeit, dass ihre Sache nicht vergessen wird. Psalm 10: *Du, Gott, siehst die Not der Bedrängten. Du nimmst ihre Not zur Kenntnis und nimmst sie in die Hand.*
Ich bringe hier kein einfaches theologisches Argument vor. Ich sage etwas über das moralische Gewicht, das die Tradition diesen bestimmten Menschen beimisst. Die Mächtigen, die die „anawim“ geschaffen haben, sind in dieser Tradition ebenfalls sichtbar. Ihre Sichtbarkeit ist nicht schmeichelhaft. Und sie ist dauerhaft.
Was die Geschichte letztendlich bewirkt
Dieses Muster ist nicht neu. Neu ist sein Ausmaß.
Der Skandal um kontaminiertes Blut in Großbritannien zog sich über Jahrzehnte hin. Die Verantwortlichen behielten ihre institutionellen Positionen, gaben beruhigende öffentliche Erklärungen ab und wiesen die Bedenken der Betroffenen zurück. Die ehrliche Aufarbeitung erfolgte sechzig Jahre später im Rahmen einer öffentlichen Untersuchung, die den Begriff „Vertuschung“ ohne Einschränkung verwendete und die institutionellen Entscheidungen als bewusste Entscheidungen von Menschen bezeichnete, die wussten, wofür sie sich entschieden.
Sechzig Jahre.
Ignaz Semmelweis erkannte in den 1840er Jahren, dass das Händewaschen der Ärzte vor der Entbindung die Müttersterblichkeit drastisch senken würde. Er verfügte über klare, konsistente und reproduzierbare Daten. Die medizinische Fachwelt seiner Zeit lehnte ihn ab. Nicht, weil die Daten schwach waren. Sondern weil ihre Akzeptanz bedeutet hätte, zuzugeben, dass Ärzte die Patienten getötet hatten, die sie eigentlich hätten schützen sollen.
Er starb beruflich ruiniert, noch bevor die Keimtheorie alles bestätigte, was er gesagt hatte. In der Zwischenzeit starben Mütter. Nicht, weil die Wahrheit nicht verfügbar war. Sondern weil die Menschen, die die Befugnis hatten, darauf zu reagieren, die Wahrheit bedrohlicher empfanden als die Todesfälle.
In Sprüche 14 wird es in einem Satz auf den Punkt gebracht: *Es gibt einen Weg, der richtig erscheint, aber am Ende führt er zum Tod.*
Der Weg, der jedem institutionellen Akteur in dieser Geschichte richtig erschien, war der Schutz der eigenen Autorität und der eigenen Haftungslage. Das ist der Weg, den sie gewählt haben. Und die Menschen, die für diese Entscheidung bezahlen werden, sind – wie immer – diejenigen, die am wenigsten vor dem geschützt sind, was die Institutionen nicht über sich bringen, ehrlich beim Namen zu nennen.
Die Architektur der Vertuschung ist nicht so beständig, wie sie sich darstellt.
Die Geschichte bestätigt dies. Jedes Mal. Die Frage ist nur, wie vielen Menschen in der Zeitspanne zwischen der Vertuschung und ihrem Zusammenbruch Schaden zugefügt wird. Die Kinder ziehen ihre eigenen Schlussfolgerungen
All dies hat eine Konsequenz, die sich auf einer längeren Zeitskala auswirkt und fast keine ernsthafte Beachtung findet.
Die Kinder der Impfgeschädigten beobachten das Geschehen.
Sie beobachten, wie eine Person, die sie lieben, um Anerkennung durch Systeme kämpft, die diese nicht gewähren wollen. Sie beobachten, wie ihre Eltern Termine wahrnehmen, die zu nichts führen. Wie sie spät in der Nacht Forschungsberichte lesen, um zu verstehen, was mit ihrem Körper geschehen ist, weil kein Arzt eine ehrliche Erklärung geliefert hat. Wie sie sich in Gemeinschaften von ähnlich Geschädigten engagieren, weil das medizinische System ihnen keine andere Anlaufstelle geboten hat.
Sie beobachten, wie ihren Eltern auf institutioneller Ebene kein Glauben geschenkt wird. Systematisch, wiederholt, durch dieselben Regierungen, die die Impfung erzwungen oder unter Druck gesetzt haben und es nun als unbequem empfinden, die Folgen anzuerkennen.
Ein Kind, das das beobachtet, lernt etwas, das kein Lehrplan übertrumpfen kann. Es lernt, dass die Verpflichtung des Staates, es zu schützen, an Bedingungen geknüpft ist. Dass die Sprache der Fürsorge und die Ausübung echter Fürsorge voneinander trennbar sind. Dass die für sein Wohlergehen verantwortlichen Institutionen unter entscheidenden Umständen gezeigt haben, wem sie den Vorrang geben, wenn beides auseinanderfällt.
Diese Lektion prägt den politischen Instinkt einer Generation, die in zwanzig Jahren regieren wird.
Lukas 18 beginnt mit einem Gleichnis über eine Witwe und einen ungerechten Richter. Die Witwe hat einen berechtigten Grund zur Beschwerde. Sie tritt wiederholt vor den Richter. Er ignoriert sie. Sie hört nicht auf, zu kommen. Und schließlich – nicht weil sich der Richter geändert hat, sondern weil ihre Beharrlichkeit sein weiteres Untätigbleiben kostspieliger gemacht hat als das Handeln – gewährt er ihr, was ihr zusteht.
Jesus erzählt das Gleichnis, um auf die Beharrlichkeit im Gebet hinzuweisen. Doch die menschlichen Mechanismen dahinter sind so präzise, dass sie über die theologische Anwendung hinausreichen.
Die durch Impfstoffe Geschädigten sind diese Witwe. Sie haben einen berechtigten Anspruch gegenüber Richtern, die weder Angst vor Konsequenzen noch echte Sorge um ihr Wohlergehen gezeigt haben. Sie kommen immer wieder. Denn die Alternative wäre, zu akzeptieren, dass das, was ihnen widerfahren ist, keine Rolle spielt. Und das können sie nicht akzeptieren. Denn es ist nicht wahr.
Das Gleichnis verspricht keinen gerechten Richter. Es verspricht, dass Beharrlichkeit angesichts eines ungerechten Richters nicht vergeblich ist.
Die Klage, die sich dem Schweigen verweigert
Was mir am Ende all dessen bleibt, ist nicht in erster Linie Wut. Wut war da. Sie ist nicht verschwunden. Aber sie ist nicht das, was am stärksten nachwirkt.
Was bleibt, ist etwas, das dem näherkommt, was die Tradition „Klage“ nennt. Das ehrliche, unerschrockene Benennen dessen, was verloren gegangen ist, was geschehen ist und was nicht wiedergutgemacht wurde. Die Weigerung, die Wunde als geheilt zu bezeichnen, wenn sie nicht geheilt ist. Die Weigerung, Frieden vorzutäuschen, wo kein Frieden herrscht.
Klage in der biblischen Tradition ist keine Verzweiflung. Sie ist das Gegenteil von Verzweiflung. Sie ist das Beharren darauf, dass die Wahrheit dessen, was geschehen ist, wichtig genug ist, um ausgesprochen zu werden. Dass die Menschen, denen Unrecht getan wurde, sichtbar genug sind, um um sie getrauert zu werden. Dass die Aufarbeitung – so sehr sie auch hinausgezögert, vermieden und manipuliert wurde – noch aussteht und nicht stillschweigend durch den Lauf der Zeit oder das institutionelle Streben nach eigenem Komfort ad acta gelegt wird.
Das Buch der Klagelieder hat seinen Platz im Kanon nicht als peinliches Kapitel, das weggeredet werden muss, sondern als Akt moralischen Zeugnisses. Das ist geschehen. Diese Menschen haben gelitten. Die Institutionen, die sie hätten schützen sollen, haben sie im Stich gelassen. Wir werden das klar und deutlich sagen, so lange, wie es gesagt werden muss.
Das ist es, was die durch Impfstoffe Geschädigten verdienen. Nicht irgendwann. Jetzt.
Nicht von den Institutionen, die ihnen Schaden zugefügt haben. Von uns anderen, die zusehen.
Die Tradition ist eindeutig darüber, was es bedeutet, an einem Verwundeten auf der Straße vorbeizugehen und einen Grund zu finden, weiterzugehen. Sie ist ebenso eindeutig darüber, was es bedeutet, anzuhalten.
Wir werden immer noch aufgefordert, uns zu entscheiden. Das allgemeine Schweigen der Staats- und Regierungschefs weltweit zum Thema Impfschäden ist nicht das Verhalten von Menschen, die mit einer ehrlichen Meinungsverschiedenheit über Beweise umgehen.
Es ist das Verhalten von Menschen, die gemeinsam zu dem Schluss gekommen sind, dass die Kosten, die Wahrheit jetzt zu sagen, die Kosten übersteigen, sie niemals zu sagen.
Jeremia benannte diese Abwägung im sechsten Jahrhundert vor Christus. Hesekiel benannte die Pflicht des Wächters. Der Psalmist benannte das moralische Gewicht der Verlassenen und Bedrängten. Die Geschichte hat – letztendlich und unter großem Preis – jede frühere Version dessen benannt, was hier benannt wird.
Das Schweigen ist die Antwort.
Das war schon immer so.
Und es ist nun aktenkundig, nicht in irgendeinem Dokument, das geschwärzt werden kann, oder in irgendeiner Mitteilung, die manipuliert werden kann, sondern im sechsjährigen Verhalten jeder großen Regierung auf der Erde.
Diese Aufzeichnung verfällt nicht.
Und die Menschen, die sie anklagt, werden nicht die letzten sein, die sie lesen.
Unterstützungsmöglichkeiten:
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Thesenpapier_Enquete.pdf https://www.stefan-homburg.de/images/Thesenpapier_Enquete.pdf
Schwarz, M. (2026, June 30). Originelle Selbstjustiz: “Batman von Mexico” klebt Motorrad-Diebe an Straßenlaternen fest. MOTORRAD. https://www.motorradonline.de/szene-motorsport/originelle-selbstjustiz-batman-von-mexico-klebt-motorrad-diebe-an-strassenlaternen-fest/
12. Sitzung der Enquete-Kommission Corona https://www.bundestag.de/resource/blob/1146218/2025-12-15_12-Sitzung.pdf
Carmody, K. (2026, June 22). They dressed the wound as though it were not serious. Kenny Carmody.

