Israels Myokarditiswarnungen wurden ignoriert

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Israel war das Freiluftlabor, dessen Ergebnisse man dann doch ignorierte

drbine.substack.com📅 14.09.2026

Wie Israel das Freiluftlabor Pfizers wurde

Wie es dazu kam, dass Israel zu Pfizers Freiluftlabor wurde, findet man in Albert Bourlas Buch “Moonshot”.

In Kapitel 10, dem Speck der Hoffnung (wenn Annalenchen das übersetzt hätte), korrekter Weise A Beacon of Hope / Ein Leuchtturm der Hoffnung erfahren wir mehr darüber, wie Israel zum Freiluftlabor wurde. Bibi rief an. Weil aber Mikael Dolsten und Bourla auch Juden sind, hatte man erst einmal Bedenken, weil das nach Bevorzugung aussah. Dr. Luis Jodar, der Medizinischer Direktor für Impfstoffe bei Pfizer, war aber begeistert, weil Israel die richtige Größe hatte und ein gut strukturiertes Gesundheitssystem. (S. 148)

Ron Dermer, Israels Botschafter in den USA und der israelische Berater für nationale Sicherheit machen daraufhin eine spontane Telefonkonferenz mit Albert. Ein paar Anwaltsgespräche später ist der Deal gemacht.

Die Verträge habe ich im entsprechenden Kapitel zu Bourlas Buch hinterlegt.

„Wir würden Dosen im Rahmen der zuvor ausgehandelten Liefervereinbarung für den Impfstoff bereitstellen, und im Gegenzug würde sich Israel verpflichten, sehr schnell zu handeln und die realen Wirksamkeitsdaten zu veröffentlichen. […] In etwas mehr als einer Woche unterzeichneten wir eine Vereinbarung zur Forschungszusammenarbeit mit dem Gesundheitsministerium und bildeten einen Lenkungsausschuss mit Epidemiologen aus Israel, Pfizer und der Harvard University.“ (S. 150)

Dumm nur, dass Israel 82% der Nebenwirkungen nicht nachgegangen ist, wegen technischer Störungen. Im Jahr 2021 reichten Krankenhäuser und Krankenkassen rund 345.200 Berichte über vermutete Nebenwirkungen beim Ministerium ein. Wegen Softwarefehlern, Systemausfällen und einer veralteten Datenbank wurden jedoch nur 18 % dieser Meldungen korrekt erfasst und analysiert. Die restlichen 82 % waren im System blockiert oder gingen verloren. In etwa eine zum PEI vergleichbare Situation. Sicherlich nur Zufall.

Auch als Netanyahu abgewählt wird, kommt Albert mit Bennett super gut klar. (S. 157)

Es gab wöchentliche Sitzungen mit den israelischen Wissenschaftlern (S. 157) und als man in Israel eine nachlassende Immunität beobachtet, gibt Pfizer eine entsprechende Pressemeldung raus.

„Wie aus den vom israelischen Gesundheitsministerium veröffentlichten Daten aus der Praxis hervorgeht, hat die Wirksamkeit des Impfstoffs bei der Verhinderung von Infektionen und symptomatischen Erkrankungen sechs Monate nach der Impfung abgenommen, obwohl die Wirksamkeit bei der Verhinderung schwerer Erkrankungen weiterhin hoch ist.“

Albert diskutiert diese Daten anschließend in illustrer Runde mit Tony Fauci, Francis Collins, Rochelle Walensky, Janet Woodcock, Peter Marks, David Kessler, Mikael Dolsten, Katrin Jansen, Luis Jodar und weiteren Pfizer Wissenschaftlern. (S. 161)

Auf Seite 162 behauptet Albert dann noch allen Ernstes, dass BNT162B2 einen 93% Schutz vor Infektion und 97% Schutz vor schwerer Erkrankung bieten würde.

Wie es mit den Daten weiter ging

Eine Chronologie, wie super es in Israel lief habe ich in diesem Artikel zusammengefasst, welches auch eine Publikation behandelt, in welcher Daten, die von den staatlichen Behörden nicht ausgewertet wurden, per IFG erhalten hat.

Israels Myokarditiswarnungen wurden ignoriert

Nun gibt es eine weitere Studie, die sich damit befasst, wie Israels Myokarditiswarnungen systematisch ignoriert wurden.

Der neue Artikel basiert laut dem obigen Tweet auf den Daten eines Informanten aus dem israelischen Gesundheitsministeriums.

Man bedenke dabei, dass ein Großteil der Daten durch den oben erwähnten technischen Fehler verloren gegangen waren und weitere Daten erst Jahre später 2026 ausgewertet wurden, nachdem diese verstaubten Datensätze über IFG herausgegeben worden waren.

Die Warnungen basierten auf den danach übrigen Restdaten, die man dann ignorierte, obwohl selbst dieser Rest bereits ein Signal ergab. Also das gleiche Muster, das man in der deutschen Politik beobachten kann was die BfArM und RKI-Daten angeht.

Dröselt man die Berichte über das Konsequente ignorieren der Sicherheitssignale auf , ergibt sich folgendes Bild:

Dezember 2020 – Februar 2021: Erste Signale und Beginn der Überwachung

  • Wissenschaftliche Daten & Pharmakovigilanz:

    • Januar 2021: Erste Fälle von Myokarditis nach der Verabreichung des Pfizer-mRNA-Impfstoffs werden in Israel festgestellt.

    • Februar 2021: Das israelische Gesundheitsministerium (Ministry of Health, IMOH) leitet eine aktive Überwachung ein und fordert alle Krankenhäuser auf, auftretende Myokarditis-Fälle zu melden.

  • Reaktionen der Behörden:

    • 11. Dezember 2020: Die US-Arzneimittelbehörde FDA erteilt die Notfallzulassung (EUA) für den Pfizer-Impfstoff ab 16 Jahren und verpflichtet den Hersteller sowie Impfstellen zur Meldung schwerer unerwünschter Ereignisse an das VAERS-System.

    • 28. Februar 2021: Das israelische Gesundheitsministerium informiert die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) und die US-amerikanische CDC über ein Sicherheitssignal bezüglich Myokarditis/Perimyokarditis bei 16- bis 30-Jährigen (ca. 40 gemeldete Fälle). Die CDC vermerkt die Anfrage intern mit der Dringlichkeitsstufe „High Importance“.

März 2021 – April 2021: Datenerfassung und erste bilaterale Briefings

  • Wissenschaftliche Daten & Pharmakovigilanz:

    • 25. März 2021: Erstellung der ersten Fassung des internen israelischen Pharmakovigilanz-Datensatzes durch Noa Cedar (IMOH). Der an Pfizer übermittelte Berichtsstand umfasst 157 Hospitalisierungen (darunter 65 Fälle von Myokarditis/Perikarditis) sowie 46 Todesfälle.

    • 5. April 2021: Israelische Gesundheitsvertreter präsentieren bei einer Sitzung der Vaccine Safety Technical Work Group (VaST) der CDC/FDA Daten bis zum 31. März: 62 Fälle von Myokarditis/Perimyokarditis (56 davon nach der 2. Dosis, 50 bei Männern), 15 Perikarditis-Fälle sowie 172 Hospitalisierungen und 48 Todesfälle im zeitlichen Zusammenhang mit der Impfung.

    • 20. April 2021: Israel übermittelt weitere 36 Hospitalisierungsberichte und 5 Todesfallberichte an Pfizer.

  • Reaktionen der Behörden:

    • 3. März 2021: Dr. Roee Singer (stellvertretender Direktor für Epidemiologie im IMOH) wendet sich per E-Mail direkt an die CDC und bittet um fachlichen Austausch über die große Zahl an Myokarditis- und Perikarditis-Fällen bei jungen Menschen.

    • 10. März 2021: CDC und FDA zirkulieren ein internes Papier („Myocarditis Response.docx“), in dem das israelische Signal relativiert wird (Hinweis auf fehlende Details) und auf lediglich 27 VAERS-Fälle in den gesamten USA per 23. Februar verwiesen wird.

    • 15. & 24. März 2021: Die CDC bittet das israelische Gesundheitsministerium um Vorlage von Daten aus dem Überwachungssystem sowie von Berichten über Todesfälle vor der VaST-Arbeitsgruppe.

    • Nach dem 5. April 2021: Ein interner CDC-Berichtsentwurf hält fest, dass das von Israel beschriebene Myokarditis-Signal in den US-Sicherheitssystemen weiter untersucht werden soll.

Mai 2021 – Juli 2021: Zulassungserweiterung und verzögerte Warnhinweise

  • Wissenschaftliche Daten & Pharmakovigilanz:

    • 18. Mai – 14. Juni 2021: Das israelische Gesundheitsministerium übermittelt schrittweise weitere 62 Hospitalisierungsberichte an Pfizer (darunter 35 Berichte am 10. Juni, von denen 34 Myokarditis oder Perimyokarditis betreffen).

    • 1. Juni 2021: Das Fachmagazin Science berichtet über israelische Daten, wonach bei 1 von 3.000 bis 1 von 6.000 Männern im Alter von 16 bis 24 Jahren nach der Impfung eine Myokarditis auftrat.

    • 24. Juni 2021: Weitere 17 Hospitalisierungen und 3 Todesfälle werden im israelischen Datensatz erfasst und an Pfizer übermittelt.

  • Reaktionen der Behörden:

    • 10. Mai 2021: Die US-FDA erweitert die Notfallzulassung (EUA) für den Pfizer-Impfstoff auf Jugendliche im Alter von 12 bis 15 Jahren und erklärt, dass Sicherheitsdaten von 2.260 Studienteilnehmern keine Hindernisse aufzeigten.

    • 12. Mai 2021: Die CDC schließt sich der FDA-Empfehlung an und gibt grünes Licht für den Impfstart bei 12- bis 15-Jährigen.

    • 28. Mai 2021: Die CDC gibt erstmals eine formelle Empfehlung an US-Ärzte heraus, Fälle von Myokarditis und Perikarditis nach COVID-19-Impfung an VAERS zu melden.

    • 23. Juni 2021: Das CDC-Beratungsgremium ACIP bewertet das Myokarditis-Signal und schließt, dass der Nutzen der mRNA-Impfstoffe das Risiko bei allen Altersgruppen weiterhin überwiegt.

    • 25. Juni 2021: Die FDA passt die Informationsblätter für die Präparate von Pfizer und Moderna an, um offizielle Warnhinweise zu Myokarditis und Perikarditis aufzunehmen; die CDC erstellt Schulungsmaterialien.

    • 6. Juli 2021: Die CDC veröffentlicht Daten im MMWR, beschreibt den Verlauf der Myokarditis-Fälle überwiegend als „mild“ und betont erneut das Überwiegen des Nutzen-Risiko-Verhältnisses.

August 2021 – Mai 2022: Publikation von Studien und spätere Berichtsstände

  • Wissenschaftliche Daten & Pharmakovigilanz:

    • 25. August 2021: Barda et al. veröffentlichen eine israelische Studie im New England Journal of Medicine (NEJM) zu Impfrisiken und Infektionsfolgen.

    • 6. Oktober 2021: NEJM-Publikationen von Witberg et al. und Mevorach et al.. Mevorach et al. berichten eine Myokarditis-Rate nach der 2. Dosis bei 16- bis 19-jährigen Männern von ca. 1 zu 6.637.

    • 7. Oktober & 23. Dezember 2021: Israel übermittelt weitere 46 bzw. 79 Hospitalisierungsberichte an Pfizer.

    • 28. November 2021: Eine Studie aus Hongkong (Chua et al., in CID) beziffert das Myokarditis-Risiko bei männlichen Jugendlichen nach der 2. Dosis auf ca. 1 zu 2.679.

    • 9. Mai 2022: Letzte Fassung des internen israelischen Datensatzes: Dieser umfasst nun insgesamt 531 Hospitalisierungsberichte (davon 250 mit Myokarditis/Perikarditis; bei Patienten unter 30 Jahren 151 von 211 Berichten) und 67 eindeutige Todesfälle (davon 2 Myokarditis-Todesfälle unter 50 Jahren).

  • Reaktionen der Behörden:

    • 15. September 2021: Die Gesundheitsbehörden in Hongkong empfehlen Jugendlichen im Alter von 12 bis 17 Jahren aufgrund des Myokarditis-Risikos nach der 2. Dosis nur noch eine Dosis des Pfizer-Impfstoffs zu erhalten.

2022 – 2026: Spätere Befunde und Veröffentlichung der Unterlagen

  • Wissenschaftliche Daten & Pharmakovigilanz:

    • 2022–2025: Nachfolgende Studien (z. B. Schauer et al. 2022, Buergin et al. 2023, Cho et al. 2023, Hulscher et al. 2025, Warren et al. 2025) dokumentieren unter anderem anhaltende Herz-MRT-Auffälligkeiten (Late Gadolinium Enhancement / Vernarbungen), subklinische Myokardschädigungen (z. B. 2,8 % nach Booster-Impfung) sowie Autopsiebefunde [15, 16, 118, 170–177].

    • 3. September 2026: Yaakov Ophir und Yaffa Shir-Raz veröffentlichen ihre Studie im EXCLI Journal und machen den bisher nicht öffentlichen internen israelischen Pharmakovigilanz-Datensatz als Open-Access-Zusatzdatei zugänglich.

  • Reaktionen der Behörden & parlamentarische Aufarbeitung:

    • Mai 2024: Ein Bericht des israelischen Staatskontrolleurs stellt fest, dass die Computersysteme des Gesundheitsministeriums rund 82 % von etwa 354.200 durch medizinische Stellen übermittelten Meldungen nicht erfassten.

    • 2025: Ein Bericht des US-Senats (Permanent Subcommittee on Investigations) rekonstruiert die Chronologie und bestätigt die frühzeitige Kenntnis der US-Behörden ab März 2021.

Fazit

Die in den Quellen dokumentierten Abläufe belegen eine deutliche Diskrepanz zwischen den intern verfügbaren Warnsignalen und den öffentlichen Entscheidungen sowie der Risikokommunikation der Gesundheitsbehörden. Diese Diskrepanz zeigt sich im Wesentlichen in vier zentralen Punkten:

  1. Ausweitung der Zulassung trotz bekannter Risikosignale: Obwohl das israelische Gesundheitsministerium bereits Ende Februar 2021 vor einer auffälligen Häufung von Myokarditis-Fällen bei jungen Menschen warnte und den US-Behörden am 5. April 2021 detaillierte Daten (62 Fälle von Myokarditis/Perimyokarditis, 50 davon bei jungen Männern) vorlegte, erweiterten FDA und CDC am 10. bzw. 12. Mai 2021 die Notfallzulassung auf 12- bis 15-Jährige. Formelle Warnhinweise für Ärzte und die Öffentlichkeit folgten erst Ende Mai bzw. Ende Juni 2021.

  2. Einstufung als „selten“ vs. beobachtete Konzentration: Öffentliche Stellen stuften das Risiko als äußerst selten ein. Dem steht gegenüber, dass im internen israelischen Datensatz bei Patienten unter 30 Jahren 71,6 % aller Hospitalisierungsberichte (151 von 211) eine Myokarditis oder Perikarditis betrafen. Zudem bezifferten unabhängige Studien (z. B. aus Hongkong) das Risiko bei männlichen Jugendlichen nach der zweiten Dosis auf etwa 1 zu 2.679.

  3. Behauptung eines „milden und vorübergehenden“ Verlaufs vs. MRT-Befunde: Die behördliche Darstellung eines zumeist milden Verlaufs steht im Widerspruch zu Folgestudien: Herz-MRT-Untersuchungen zeigten bei 60 % bis 76 % der betroffenen Jugendlichen noch 3 bis 8 Monate nach der Erkrankung anhaltende Gewebeveränderungen und Vernarbungen (Late Gadolinium Enhancement). Zudem wiesen aktive Biomarker-Screenings nach Booster-Impfungen Herzmuskelschädigungen bei 2,8 % der untersuchten Personen nach.

  4. Vergleich von Impf- und Infektionsrisiko: Die behördliche Behauptung, eine COVID-19-Infektion berge für junge Menschen ein höheres Herzrisiko als die Impfung, wird durch empirische Befunde infrage gestellt. Eine britische Großstudie an über einer Million Kindern und Jugendlichen dokumentierte Myokarditis und Perikarditis ausschließlich in den geimpften Gruppen, und eine nordische Studie an 23 Millionen Menschen ermittelte bei 16- bis 24-jährigen Männern 1,37 Zusatzfälle pro 100.000 nach Infektion gegenüber 5,55 bis 18,39 Fällen pro 100.000 nach der zweiten Impfdosis.

Welche nachvollziehbaren Gründe könnte es geben haben, dass die Behörden entgegen der Datenlage entschieden haben (etwas was in der Plandemie, wenn man sich die IFG Daten aus Deutschland anschaut, der Normalzustand gewesen zu sein scheint).

Das kardiovaskuläre Sicherheitssignal wurde von den Behörden (wie FDA, CDC und dem israelischen Gesundheitsministerium IMOH) aufgrund einer Kombination aus technischem Erfassungs- und Auswertungsversagen, trügerischen Meldesystemen, methodischen Schwachstellen und einem starren institutionellen Narrativ nicht rechtzeitig berücksichtigt.

  1. Massives technisches Erfassungs- und Auswertungsversagen:

    • Unverarbeitete Datenberge: Ein offizieller Bericht des israelischen Staatskontrolleurs deckte auf, dass die Computersysteme des Gesundheitsministeriums rund 82 % aller eingereichten Nebenwirkungsmeldungen technisch nicht verarbeiteten oder analysierten.

    • Verborgene Risikosignale: In den Datenbanken der größten Krankenkasse Clalit blieben knapp 295.000 Berichte (darunter 277 kardiovaskuläre Ereignisse bei Minderjährigen im Sommer 2021) unverarbeitet liegen. Bei Nachfragen bezüglich dokumentierter Herzinfarkt-Meldungen bei Jugendlichen erklärte die Krankenkasse sogar offiziell, diese Daten existierten nicht. Dadurch lagen den Entscheidungsträgern in der kritischen Phase keine aufbereiteten Echtzeitdaten vor.

  2. Behördliche Relativierung und Vertrauen auf unvollständige Meldesysteme:

    • Skepsis gegenüber israelischen Frühmeldungen: Als Israel Ende Februar und Anfang März 2021 die CDC und EMA über rund 40 Fälle informierte, relativierten CDC und FDA dies in einem internen Papier („Myocarditis Response.docx“ vom 10. März 2021) mit der Begründung, Israel habe keine detaillierten Einzelfallakten vorgelegt.

    • Trügerische Sicherheit durch das US-Meldesystem: Die US-Behörden wiegelten intern ab, da in ihrem eigenen VAERS-System bis Ende Februar erst 27 Myokarditis-Fälle erfasst waren – ohne zu berücksichtigen, dass das eigene passive Meldesystem der Realität stark hinterherhinkte.

  3. Stützung auf zu kleine Zulassungsstudien:

    • Bei der Erweiterung der Notfallzulassung (EUA) auf 12- bis 15-Jährige am 10. Mai 2021 stützte sich die FDA auf Sicherheitsdaten von lediglich 2.260 Studienteilnehmern. In einer so kleinen Stichprobe konnten seltene Nebenwirkungen wie Myokarditis statistisch gar nicht auftauchen.

  4. Starrheit des Nutzen-Risiko-Narrativs und methodische Mängel:

    • Pauschales Nutzen-Narrativ: Das CDC-Beratungsgremium ACIP vertrat die Position, dass der Nutzen der Impfung in allen Altersgruppen das Risiko grundsätzlich überwiege. Öffentliche Stellen kommunizierten die Nebenwirkung durchgehend als „selten, mild und vorübergehend“, obwohl Folgestudien anhaltende Herzmuskelvernarbungen nachwiesen.

    • Methodische Verzerrungen: Frühe Studien nutzten zu kurze Nachbeobachtungsfenster von meist nur 21 Tagen, wodurch verzögert auftretende Herzprobleme unberücksichtigt blieben. Zudem setzten behördliche Nutzen-Risiko-Modelle fälschlicherweise voraus, dass die Impfung vor einer Infektion schütze, oder ordneten Herzentzündungen nach Impfungen bei zeitnahem positivem Test fälschlicherweise der Infektion zu.

  5. Transparenzmangel gegenüber Ärzten und Öffentlichkeit:

    • Während das israelische Gesundheitsministerium detaillierte Berichte über Hospitalisierungen und Todesfälle fortlaufend an den Hersteller Pfizer übermittelte, wurden Ärzte und Öffentlichkeit erst mit einer Verzögerung von drei bis vier Monaten (Ende Mai bzw. Ende Juni 2021) formell informiert. Dies verhinderte eine rechtzeitige, altersdifferenzierte Risikoaufklärung und eine Anpassung der Impfstrategie.

Die analysierten Studien leiten aus dem behördlichen Überwachungs- und Kommunikationsversagen konkrete Systemreformen und Handlungsregeln ab, um vergleichbare Versäumnisse bei künftigen medizinischen Großinterventionen zu verhindern:

1. Transparenz und Open Data

  • Freigabe von Rohdaten für die Wissenschaft: Anonymisierte Datensätze der Arzneimittelüberwachung dürfen nicht unter Verschluss zwischen Herstellern und Ministerien verbleiben. Die Veröffentlichung von Fallakten auf Open-Access-Plattformen ermöglicht eine unabhängige Überprüfung in Echtzeit durch die internationale Forschungsgemeinschaft.

  • Rechtzeitige Risiko-Kommunikation: Aufkommende Verdachtssignale dürfen nicht monatelang zurückgehalten oder pauschal als „selten und mild“ deklariert werden. Ärzte und Öffentlichkeit müssen unverzüglich informiert werden, damit behandelnde Mediziner Symptome richtig zuordnen und zeitnah reagieren können.

2. Verpflichtung zur aufgeklärten Einwilligung (Informed Consent)

  • Eine rechtlich und ethisch gültige aufgeklärte Einwilligung setzt voraus, dass Patienten, Eltern und Ärzte sowohl über die bekannten Risiken als auch über bestehende Unsicherheiten informiert werden. Das Zurückhalten von Warnsignalen während laufender Impfkampagnen untergräbt das Vertrauen in öffentliche Gesundheitseinrichtungen nachhaltig.

3. Leistungsfähige Meldesysteme und Echtzeit-Auswertung

  • Beseitigung technischer Erfassungslücken: Gesundheitssysteme müssen über digitale Infrastrukturen verfügen, die eingehende Berichte von medizinischem Personal automatisch verarbeiten, statt den Großteil der Meldungen unbeachtet im System zu blockieren.

  • Frühzeitige Signalvalidierung: Aufwand und Meldehäufigkeiten spezifischer Ereignisse (Disproportionalitätsanalysen) müssen kontinuierlich ausgewertet werden, um auch vor dem Vorliegen exakter Inzidenzraten vorsorglich reagieren zu können.

4. Alters- und risikoadaptierte Empfehlungen

  • Gezielte Nutzen-Risiko-Bewertung: Behördliche Richtlinien müssen nach Alter, Geschlecht und Vorerkrankungen differenzieren, anstatt pauschale Empfehlungen für die gesamte Bevölkerung auszusprechen.

  • Flexibilität bei Dosierung und Regimes: Bei Signalen in spezifischen Gruppen müssen Behörden Anpassungen vornehmen – beispielsweise durch Dosisreduktionen oder die Beschränkung auf Einzeldosen für Jugendliche, wie es etwa in Hongkong umgesetzt wurde.

5. Methodische Strenge und aktive Nachbeobachtung

  • Erweiterte Nachbeobachtungsfenster: Studien dürfen Nachbeobachtungszeiten nicht auf kurze Fenster (wie 21 Tage) beschränken, da kardiovaskuläre Folgeerscheinungen auch verzögert auftreten können.

  • Aktive Diagnostik & Langzeitüberwachung: Neben passiven Meldesystemen sind aktive Screenings (z. B. Troponin-Bestimmungen und Herz-MRT-Untersuchungen auf Gewebevernarbungen / Late Gadolinium Enhancement) erforderlich, um auch subklinische oder anhaltende Herzmuskelschädigungen systematisch zu erfassen.

  • Realistische Risikomodelle: Nutzen-Risiko-Analysen müssen berücksichtigen, dass Impfstoffe keine vollständige sterile Immunität verleihen. Mögliche Nebenwirkungen stellen somit ein zusätzliches, additives Risiko dar und ersetzen Infektionsrisiken nicht einfach.


Unterstützungsmöglichkeiten:

Bücherwunschzettel: https://www.amazon.de/registries/gl/owner-view/30LG3DJ4ET90L?ref_=list_d_gl_lfu_nav

Andere Unterstützungsmöglichkeiten für Holgers und meine Forschung:

1

Gehrke, C. (2023, July 1). „Speck der Hoffnung“: Annalena Baerbock leistet sich Versprecher auf Englisch. Berliner Zeitung. https://www.berliner-zeitung.de/news/bacon-of-hope-speck-der-hoffnung-annalena-baerbock-leistet-sich-versprecher-auf-englisch-li.364908

2

Staff, T., & Staff, T. (2024, May 21). Ombudsman: Health Ministry didn’t check 82% of reports on COVID vaccine side effects. The Times of Israel. https://www.timesofisrael.com/ombudsman-health-ministry-didnt-check-82-of-reports-on-covid-vaccine-side-effects/

3

(2) 🇮🇱 pentium007 🇮🇱 🏀🏍️ 📚🎸🎶 auf X: „@AlbertBourla עבריין חלאת אדם שמפיץ רעל https://t.co/VTvC6gSJ6m“ / X

5

(6) Retsef Levi auf X: „Breaking: Article by @YaffaRaz and @YaakovOphir in @EXCLIJournal based on files from whistleblower at Israel Ministry of Health. It shows that in early 2021, @CDCgov & @pfizer were informed by @IsraelMOH on post COVID-19 vaccination myocarditis/pericarditis including 2 deaths!“ / X

7

Shir-Raz, Y., Shir-Raz, Y., & Ophir, Y. (2026, September 11). Inside the safety record behind Israel’s early myocarditis warning to global health authorities. Brownstone Institute. https://brownstone.org/articles/inside-the-safety-record-behind-israels-early-myocarditis-warning-to-global-health-authorities/

8

Ophir, Y., & Shir-Raz, Y. (2026). Real-time pharmacovigilance and cardiac risk communication during the COVID-19 vaccination campaign in Israel. Leibniz-Institut Für Arbeitsforschung an Der TU Dortmund (IfADo). https://doi.org/10.17179/excli2026-9596

9

Ophir, Y., & Shir-Raz, Y. (2026). Real-time pharmacovigilance and cardiac risk communication during the COVID-19 vaccination campaign in Israel. Leibniz-Institut Für Arbeitsforschung an Der TU Dortmund (IfADo). https://doi.org/10.17179/excli2026-9596

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