Ein paar Gedanken über den Anti-Spiegel

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Seit ich den Anti-Spiegel betreibe, das sind nun schon fast sieben Jahre, hat es nur selten Tage gegeben, an denen hier ...

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Freitagsgedanken (wenn auch am Samstag)

Ein paar Gedanken über den Anti-Spiegel

In letzter Zeit gab es immer wieder Tage, an denen hier keine Artikel erschienen sind, was es früher nicht gab. Daher ist es an der Zeit, dass ich mal wieder einen Einblick in meine Arbeit und meine laufenden Projekte gebe.

Seit ich den Anti-Spiegel betreibe, das sind nun schon fast sieben Jahre, hat es nur selten Tage gegeben, an denen hier keine Artikel erschienen sind. In letzter Zeit gab es das jedoch häufiger. Das hat mehrere Gründe.

Zum Einen muss ich wöchentlich nun mehr Zeit für Podcasts und Streams aufwenden und die Zeit fehlt natürlich zum Schreiben. Tacheles gibt es nun wöchentlich, und nicht alle zwei Wochen, dann habe ich noch den Anti-Spiegel-Podcast und ich habe ein neues Projekt auf russisch, eine Art russisches Tacheles, das ich mit einer russischen Journalisten mache. Wir haben gerade die erste Sendung veröffentlicht, und auch das Projekt wird es nun wöchentlich geben, wenn das russische Publikum es annimmt.

Sowohl Tacheles als auch das russische Projekt zeichnen wir Donnerstags auf, wobei das russische Projekt im Studio gefilmt wird, was bedeutet, dass ich auch Zeit für den Weg zum Studio brauche. Daher komme ich Donnerstags nun praktisch gar nicht mehr zum Schreiben, wenn nicht gerade etwas sehr wichtiges passiert, über das ich unbedingt berichten will. Die Artikel, die Donnerstagmorgen erscheinen, schreibe ich übrigens am Mittwoch.

Ich werde sicher noch ein wenig Zeit brauchen, mich an diesen neuen Arbeitsrhytmus anzupassen, damit es auf dem Anti-Spiegel keine Tage ohne Artikel mehr gibt.

Aktuell kommt hinzu, dass es in meinen Augen nicht so viel gibt, worüber ich schreiben könnte. Die Welt scheint mir mal wieder in einer Art Abwartestellung zu sein: Kommt es zum Krieg der USA mit dem Iran? Wie wird sich die EU neu sortieren, nachdem sie langsam zu verstehen scheint, dass der Bruch mit den USA endgültig sein dürfte? Wie geht es mit den Verhandlungen rund um die Ukraine weiter? Und wird die EU tatsächlich einen Krieg gegen Russland riskieren, worauf immer mehr hindeutet?

All diese Themen hängen nun seit Wochen in der Luft und die Welt scheint abzuwarten, was weiter passiert. Es gibt derzeit zwar bei jedem Thema etwas Bewegung, aber wirklich wichtige Neuigkeiten gab es seit einiger Zeit nicht mehr. Daher übersetze ich derzeit mehr Artikel aus dem Russischen oder Englischen, um zu zeigen, wie andere Experten die Lage einschätzen und so auch etwas andere Blickwinkel zu zeigen.

Und noch etwas kommt hinzu: Ich werde demnächst wohl mehr Zeit investieren, um zum Thema Epstein zu recherchieren. Mein Ziel war es nie, als erster über etwas zu berichten, mein Ziel war es immer, möglichst genau zu recherchieren und dann eine der vielleicht besten Analysen zu schreiben. Beim Thema Epstein stehen wir nicht vor einem Berg von Daten, sondern vor einem Gebirge von Daten, weshalb ich erst einmal abwarte, bis ein gewisses Schema zu erkennen ist, bevor ich mich in dieses „Gebirge“ aufmache.

Aber das, was sich jetzt bereits abzeichnet, ist mehr als gruselig. Der Fall Epstein scheint viel weiter zu gehen, als es sich die verrücktesten „Verschwörungstheoretiker“ vorstellen konnten. Ich bin sicher, dass längst nicht alles veröffentlicht wurde, sondern dass die Vertuschungen weitergehen. Jetzt scheinen „Bauern“ geopfert zu werden, um von dem abzulenken, was tatsächlich hinter dem Epstein-Skandal steckt.

Lustig ist beispielsweise, dass sich der alte Scherz, dass, wenn die Epstein-Akten mal veröffentlicht werden sollten, unmittelbar danach auch die UFO-Akten veröffentlicht werden, um von Epstein abzulenken, zu erfüllen scheint.

Wenig überraschend ist hingegen, wie wenig die angeblichen Journalisten der Mainstream-Medien zum Fall Epstein recherchieren. Inzwischen sind in den Akten sehr interessante Figuren aus Deutschland gefunden worden, aber niemand stellt den Herrschaften Fragen. Mehr noch: Der Mainstream berichtet darüber nicht einmal.

Ich werde also demnächst auch einige Tage daran arbeiten, was natürlich dazu führen wird, dass hier dann wieder nicht so viele Artikel erscheinen. Aber so ist es nun einmal: manchmal muss brauchen Recherchen etwas Zeit.

Wie immer, wenn ein neues Jahr anfängt, habe ich neue Ideen und neue Projekte, an die ich meinen Arbeitsrhytmus anpassen muss. Das wird sich aber bald einrenken und dann finden Sie hier wieder wirklich jeden Tag neue Artikel.

So auch an diesem Wochenende, an dem ich noch über einige Themen schreiben möchte. Ihnen wünsche ich ein erholsames Wochenende, zu dem ich das eine oder andere zum Nachdenken beisteuern möchte.

Autor: Anti-Spiegel

Thomas Röper, geboren 1971, hat als Experte für Osteuropa in Finanzdienstleistungsunternehmen in Osteuropa und Russland Vorstands- und Aufsichtsratspositionen bekleidet. Heute lebt er in seiner Wahlheimat St. Petersburg. Er lebt über 15 Jahre in Russland und spricht fließend Russisch. Die Schwerpunkte seiner medienkritischen Arbeit sind das (mediale) Russlandbild in Deutschland, Kritik an der Berichterstattung westlicher Medien im Allgemeinen und die Themen (Geo-)Politik und Wirtschaft.


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