Ein Festival im Zentrum von Allenstein – Wissenswertes rund um den Käse

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Genuss für Käseliebhaber – Von der Entstehung bis zur Verkostung konnten sich die Besucher über das Milchprodukt informi...

paz.de📅 21.10.2026

Weißer, gelber, gereifter Käse, Labkäse, Streichkäse und eine Menge an Joghurt-Sorten. Auf dem großen Parkplatz vor dem Universitätsgebäude im Allensteiner Stadtteil Kortau fand im September das polenweite Käsefest statt, das schon von den ersten Stunden an Scharen von Feinschmeckern anzog.

Ähnlich wie in den vergangenen Jahren dauerte das Fest zwei Tage, und auf die Besucher warteten einzigartige Produkte lokaler und nationaler Hersteller, wissenschaftliche Experimente sowie Innovationen aus der Käseherstellung. Sowohl handwerkliche Käsehersteller aus der Region als auch Vertreter der größten Molkereiunternehmen aus dem ganzen Land bauten hier ihre Stände auf.

Obwohl es in Allenstein selbst keine größere Molkerei gibt, etablierte sich die Hauptstadt des südlichen Ostpreußens als Gastgeber dieses geschmackvollen Festes. Das Festival wurde so konzipiert, dass für jeden etwas dabei war: Während die Erwachsenen die Möglichkeit bekamen, hunderte von Käsesorten zu probieren, wartete auf die Kleinsten ein spezieller Bereich voller Spiele und Unterhaltungsprogramme.

Diese Veranstaltung war jedoch nicht nur ein Genuss für den Gaumen, sondern bot auch eine Menge Wissenswertes. Experten der Universität Ermland-Masuren stellten für die Gäste ein reichhaltiges Programm mit Vorführungen und Experimenten zusammen, sodass man an einem speziellen Experimentierstand Schritt für Schritt den Herstellungsprozess von Käse nachvollziehen konnte. Der pädagogische Veranstaltungsteil fand auch im Zentrum für Wissenschaftsvermittlung und Innovation „Kortosfera“ statt, wo die Festivalteilnehmer u. a. interaktive Ausstellungen besichtigen oder an einem Butterherstellungswettbewerb mitmachen konnten. Darüber hinaus mangelte es nicht an Wettbewerben für jüngere und ältere Festbesucher. In einem dem Käse gewidmeten Quiz konnte man Fragen beantwortete, welches europäische Land der größte Käseproduzent ist und wie viel Käse die Franzosen essen. Die Quiz-Master fragten außerdem, aus welchem Land Mozzarella stammt und welcher polnische Käse es in die Rangliste der besten Käsesorten der Welt geschafft hat.

Seit ein paar Jahren gilt das Käsefest als ein Ereignis, bei dem sich die Allensteiner Uni engagiert. So öffnete die Produktionshalle des Lehrstuhls für Milchwirtschaft und Qualitätsmanagement der Fakultät für Lebensmittelwissenschaften ihre Türen, in der man die Möglichkeit bekam, Maschinen zur Herstellung von Joghurt, Kefir und Quark zu besichtigen.

Auch die Uni engagiert sich

Eine der wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen, Professorin Justyna Żulewska, unterstrich, dass die überwiegende Mehrheit der Absolventen des Fachbereichs Lebensmittelwissenschaften die Reihen der Fachkräfte verstärke, die in der milchverarbeitenden Industrie tätig sind.

Eines der interessantesten Themen, die während der Veranstaltung behandelt wurden, war die Digitalisierung der Milchproduktion. Die Ingenieurin Justyna Tarapata vom Lehrstuhl für Milchwirtschaft und Qualitätsmanagement berichtete in den lokalen Medien darüber, wie moderne Technologien die Branche revolutionieren. Dabei handelt es sich um Sensoren, die in jeder Phase des technologischen Prozesses Prozessdaten erfassen, angefangen bei der Zusammensetzung des Rohstoffs bis hin zu dessen technologischen Eigenschaften wie Gerinnbarkeit oder Konsistenz. Laut der Forscherin macht dies es möglich, den Prozess laufend zu überwachen und Entscheidungen in Echtzeit zu treffen – und nicht, wie es traditionell der Fall war, erst nachdem das Produkt hergestellt und im Labor analysiert wurde. „Dank dieser Innovationen können wir Änderungen sofort umsetzen und müssen nicht bis zur nächsten Fertigungscharge warten“, betonte sie.

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