Doch keine ukrainischen Provokationen zur Feier der Sieges über Nazi-Deutschland

📰 anti-spiegel.ru

Ich habe in den letzten zwei Tagen darüber berichtet, dass die Ukraine mit Drohnenangriffen auf die Siegesparade in Mosk...

anti-spiegel.ru📅 09.05.2026
Dank Trump

Doch keine ukrainischen Provokationen zur Feier der Sieges über Nazi-Deutschland

Zur Feier des Sieges über Nazi-Deutschland in Moskau gab es nun doch keine ukrainischen Provokationen. Wie Putin nun erklärt hat, ist das vor allem Präsident Trump zu verdanken.

Ich habe in den letzten zwei Tagen darüber berichtet, dass die Ukraine mit Drohnenangriffen auf die Siegesparade in Moskau aus Anlass des Jahrestages des Siegs über Nazi-Deutschland gedroht hat und dass Russland gewarnt hat, in dem Falle werde es das Stadtzentrum von Kiew mit einem massiven Raketenangriff eindecken. Russland hat daher die Kiewer Zivilbevölkerung und die ausländischen Diplomaten vorsorglich aufgefordert, Kiew aus Sicherheitsgründen zu verlassen.

Der Tag der Feierlichkeiten in Russland ist nun vorbei und es gab keine ukrainischen Provokationen oder Angriffe, weshalb es auch keine russische Reaktion in Form eines Angriffs auf das Zentrum von Kiew gegeben hat.

Wie ernst die Lage und wie groß die Gefahr von ukrainischen Angriffen war, hat man an der Parade selbst gesehen, denn sie war so klein, bescheiden und kurz, wie wohl noch nie. Es sind lediglich einige Einheiten an der Ehrentribüne vorbeimarschiert, aber es waren weitaus weniger als in anderen Jahren. Und auf die Vorbeifahrt von Panzern und anderer schwerer Technik wurde ganz verzichtet.

Dass der Feier- und Gedenktag zum Kriegsende am Ende trotz der Drohungen Selenskys ohne ukrainische Provokationen – und damit auch eine extreme Eskalation des Ukraine-Krieges – verlaufen ist, war offensichtlich das Verdienst von Präsident Trump.

Am 8. Mai, also am Tag vor den Feierlichkeiten in Moskau, hat US-Präsident Trump eine Erklärung veröffentlicht, in der er eine dreitägige Waffenruhe zwischen Russland und der Ukraine vom 9. bis zum 11. Mai und einen Austausch von jeweils tausend Kriegsgefangenen verkündet hat.

Niemand wusste zu dem Zeitpunkt, ob das nur wieder eine weitere von Trumps großspurigen Erklärungen war, oder ob das tatsächlich mit Moskau und Kiew abgestimmt war.

Aber kurz darauf unterzeichnete Selensky den Erlass „Über die Durchführung einer Parade in Moskau“, in dem er mitteilte, die Ukraine genehmige „die Durchführung der Parade“ in Moskau, wobei das Gebiet des Roten Platzes für die Dauer der Parade „aus dem Einsatzplan für ukrainische Waffen ausgeschlossen“ werde. Dazu veröffentlichte Selensky auch einen Post auf Telegram, in dem er Trump für die Vermittlung dankte.

Am Abend des 9. Mai, also nach den Feierlichkeiten in Russland, trat Präsident Putin vor die Presse. Ich werde die Pressekonferenz übersetzen, weil Putin sich darin nicht nur zu dieser Frage, sondern auch zu anderen Themen wie dem Iran-Krieg geäußert hat und seine Erklärungen wirklich interessant waren.

Auf der Pressekonferenz hat auch Präsident Putin bestätigt, dass der Waffenstillstand den Bemühungen Trumps zu verdanken ist. Putin erzählte in der Pressekonferenz im Detail, wie es zu dem Waffenstillstand gekommen ist. Der Waffenstillstand war ursprünglich eine russische Idee, die Putin Trump in ihrem Telefonat am 29. April vorgeschlagen hat.

Selensky war – offenbar mit Unterstützung der Europäer – dagegen, denn am 4. Mai hat er seine Drohungen gegen die Feierlichkeiten in Moskau ausgesprochen. Aber am Ende scheint Trump so viel Druck gemacht zu haben, dass Selensky dem Waffenstillstand zugestimmt und sein Einknicken hinter dem großspurigen Erlass „Über die Durchführung einer Parade in Moskau“ versteckt hat.

Jedenfalls sind die Feierlichkeiten in Russland ohne Störungen verlaufen und die Ukraine hat das Gedenken an den Sieg über Nazi-Deutschland und das Gedenken an die Opfer der Krieges nicht gestört. In den heutigen Zeiten, in denen gute Nachrichten selten sind, kann man sich darüber besonders freuen.

Autor: Anti-Spiegel

Thomas Röper, geboren 1971, hat als Experte für Osteuropa in Finanzdienstleistungsunternehmen in Osteuropa und Russland Vorstands- und Aufsichtsratspositionen bekleidet. Heute lebt er in seiner Wahlheimat St. Petersburg. Er lebt über 15 Jahre in Russland und spricht fließend Russisch. Die Schwerpunkte seiner medienkritischen Arbeit sind das (mediale) Russlandbild in Deutschland, Kritik an der Berichterstattung westlicher Medien im Allgemeinen und die Themen (Geo-)Politik und Wirtschaft.


N&aumlchster Beitrag: Einige Tage Waffenruhe in der Ukraine?
📋 Vollständig gespiegelt von anti-spiegel.ru
👁 5 Aufrufe 👤 5 Leser

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert