Die ukrainischen F-16 werden von Piloten aus NATO-Ländern geflogen

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Letzte Woche haben französische und amerikanische Medien berichtet, was Experten schon lange geahnt und gesagt haben: Di...

anti-spiegel.ru📅 23.02.2026
Kein Wort in deutschen Medien –

Die ukrainischen F-16 werden von Piloten aus NATO-Ländern geflogen

Letzte Woche haben französische und amerikanische Medien berichtet, dass die F-16 in der Ukraine von Piloten aus NATO-Ländern geflogen werden. Natürlich fanden deutsche Medien nicht, dass ihre Leser das erfahren sollten.

Letzte Woche haben französische und amerikanische Medien berichtet, was Experten schon lange geahnt und gesagt haben: Die an die Ukraine gelieferten F-16 werden nicht von ukrainischen, sondern von Piloten aus NATO-Ländern geflogen. Das kommt wenig überraschend, weil Experten schon zu Beginn der Versuche, ukrainische Piloten für die westlichen Maschinen auszubilden, gesagt haben, dass die Ausbildung der schlecht Englisch sprechenden ukrainischen Piloten vier bis fünf Jahre dauert. Aber deren Ausbildung auf den F-16 dauert noch nicht einmal drei Jahre.

Das russische Fernsehen hat darüber am Sonntag in seinem wöchentlichen Nachrichtenrückblick berichtet, wobei die Meldung über die NATO-Piloten in den ukrainischen F-16 gleichzeitig die Anmoderation für den Bericht des russischen Deutschland-Korrespondenten war. Da das jedoch zwei unterschiedliche Themen sind, habe ich die Übersetzung des russischen Beitrags auf zwei Artikel verteilt.

Dies ist die Übersetzung über die NATO-Piloten in der Ukraine, die Übersetzung des Berichts des russischen Deutschland-Korrespondenten finden Sie im nächsten Artikel.

Beginn der Übersetzung:

Als erstes hat das französische Portal Intelligence Online, und dann auch das amerikanische Military Watch Magazine berichtet, dass die ukrainischen F-16 von Piloten aus den USA und den Niederlanden geflogen werden. Ihre jungen ukrainischen Kollegen haben den Umgang mit dieser komplizierten Technik noch nicht gelernt.

Die an die Ukraine gelieferten F-16 stürzen entweder ab, wie im August 2024, als der ukrainische Pilot Berichten zufolge ums Leben kam, oder werden von unseren Luftverteidigungssystemen abgeschossen, wie beispielsweise im April 2025. Einen Monat später haben unsere Streitkräfte einen weiteren solchen Kampfjet abgeschossen, der Pilot rettete sich mit dem Schleudersitz und überlebte. Insgesamt gibt es vier offiziell bestätigte Fälle von Verlusten von F-16 mit ukrainischen Piloten am Steuer. Und es gibt auch Berichte über unbestätigte Verluste.

Verständlicherweise gefällt der NATO diese peinliche Lage nicht. Also hat man begonnen, die eigenen Leute mit den eigenen Kampfjets arbeiten zu lassen. Aus Angst vor Abschüssen fliegen diese jedoch ausschließlich über der Westukraine und starten offenbar von polnischen Flugplätzen. Dort gibt es bessere Start- und Landebahnen, einen besseren Service und keinen Beschuss. Auch sind die Kampfaufgaben der F-16-Piloten auf das Abfangen russischer Raketen und Drohnen begrenzt. Dies gelingt nicht immer. Über die Erfolge der F-16 in diesem Bereich hört man jedenfalls kaum etwas.

Doch für uns ist das etwas prinzipiell anderes. Am Steuer der amerikanischen F-16 sitzen in den Luftkämpfen, wie wir bereits früher vermutet haben, NATO-Piloten. Darauf lief es von Anfang hinaus. Das sagte Vier-Sterne-General James Hecker, damals Befehlshaber der US-Luftstreitkräfte in Europa, 2023 dem Magazin „Military Watch“ über seine ukrainischen Kollegen: „Das sind junge Piloten mit kaum Flugstunden. Sie nehmen derzeit nicht an Kampfeinsätzen teil. Es würde vier bis fünf Jahre dauern, ein paar Staffeln F-16-Kampfjets aufzustellen und sie auf ein ausreichend hohes Maß an Kampfbereitschaft zu bringen.“

Diese Zeit ist noch nicht vergangen, aber der Krieg wartet nicht. Das Military Watch Magazine schreibt: „Die Entsendung amerikanischer und niederländischer Piloten wurde als Reaktion auf die vielen Verluste ukrainischer F-16 bei Kampfeinsätzen beschlossen, wobei vier Verluste bestätigt wurden und es weitere Berichte über Verluste gibt.“

Militärpiloten aus NATO-Staaten und andere Spezialisten für komplexe Systeme dienen verschämt in der Ukraine , während sie offiziell Urlaub haben. Das ist nicht mal ein Geheimnis, wie das Military Watch Magazine schreibt: „Wie der polnische Journalist Zbigniew Parafianowicz unter Berufung auf Offiziere seines Landes anmerkte: ‚Wir haben eine Formel für unsere Präsenz in der Ukraine entwickelt … Wir wurden einfach in bezahlten Urlaub geschickt.‘ Und die Politiker taten so, als ob sie nichts bemerkt hätten.“

Auf dem Markt gibt es zahlreiche Angebote. So warb beispielsweise der Amerikaner Dan Hampton schon 2023 für sich selbst. Nach zwanzig Jahren Dienst in der US Air Force, in denen er Jugoslawien und den Irak bombardiert hatte, erklärte der tatkräftige Dan Hampton, er sei bereit, die ukrainische Luftwaffe persönlich zu verstärken.

Wir wissen nicht, ob Hamptons Traum, über der Ukraine zu fliegen, in Erfüllung gegangen ist, aber wenn dem so ist, fliegen Leute wie er als Privatpersonen in ukrainischer Uniform und die USA haben offiziell keine Verbindung zu Söldnern. Natürlich ist Dan Hampton ein Einzelfall, aber generell gibt es viele qualifizierte F-16-Piloten auf dem Markt, da die F-16 das meistproduzierte Kampfflugzeug ist und seit Ende der 1970er-Jahre gebaut wird. Was das Fliegen angeht, sind private Militärunternehmen in den USA und sogar in Kanada schon lange aktiv. Ihre wichtigste Arbeit erfolgt im Rahmen von Verträgen mit Verteidigungsministerien. Die privaten Militärunternehmen ihrer Länder können im Rahmen von Luftkampftrainings Staffeln imaginärer Feinde simulieren. Diese Militärunternehmen könnten jedoch auch im Rahmen anderer Verträge tätig sein, beispielsweise in der Ukraine. So könnten sich beispielsweise das amerikanische Unternehmen Draken International oder das kanadische Unternehmen Top Aces für solche Aufträge bewerben. Beide haben F-16-Kampfjets und die Piloten dafür.

Die westlichen F-16-Piloten, die mit den Banderisten im Einsatz sind, sind jedoch nur ein kleiner Teil eines größeren Bildes. Soldaten aus NATO-Staaten – Amerikaner, Deutsche, Niederländer, Briten und Polen – sind vollwertige Teilnehmer am Krieg gegen Russland. Sie planen Kampfeinsätze, rüsten Truppen mit NATO-Waffen aus, liefern Aufklärungsdaten, halten die Kommunikation aufrecht, identifizieren Ziele und bedienen komplexe militärische Ausrüstung.

Hier ist ein kürzliches Interview von Associated Press mit dem ehemaligen Oberbefehlshaber der ukrainischen Streitkräfte und jetzigen ukrainischen Botschafter in London Waleri Saluschny aufschlussreich. Saluschny erinnert sich, wie er im Herbst 2022 nach einem Treffen mit Selensky in sein Büro zurückkehrte und AP schreibt: „Laut Saluschny kamen wenige Stunden später Dutzende SBU-Offiziere, um sein Büro zu durchsuchen. Er sagte, dass sich zu diesem Zeitpunkt mehr als ein Dutzend britische Offiziere dort befanden.“

Oh Gott, welch ein Zufall! Dutzende britische Offiziere waren ausgerechnet während der Durchsuchung des SBU dort. Daran ist nichts Überraschendes, denn diese Dutzenden britischen Offiziere wohnten buchstäblich von morgens bis abends, oft auch nachts, im Büro des Oberbefehlshabers der ukrainischen Streitkräfte.

Ein lustiges Detail ist, dass der damalige SBU-Chef Maljuk behauptete, von dieser Durchsuchung nichts gewusst zu haben. Das war angeblich ein Missverständnis. Man habe geplant, einen Stripclub an derselben Adresse zu stürmen. Angeblich gehörte das Etablissement einem Gangster. Der Stripclub war jedoch längst ausgezogen, und der SBU hat sich in seinem Dementi sowohl beim Ort als auch beim Zeitpunkt verplappert. Na gut, das ist deren Sache.

Für uns ist etwas anderes wichtiger. Die Briten waren regelrecht beim Oberbefehlshaber der ukrainischen Streitkräfte Saluschny eingezogen, planten für ihn Operationen und leisteten ihm professionelle und sogar politische Unterstützung. Und zum Zeitpunkt der denkwürdigen SBU-Razzia im Büro des Oberbefehlshabers spielten sie auch noch seinen Schutzschild, denn Saluschnys Verhältnis zum damals noch legitimen Präsidenten Selensky war so feindselig, dass der Oberbefehlshaber einen Auftragsmord befürchten musste. Nun ja, sagen wir mal, Saluschnys Leibwächter hätten den SBU-Spezialeinheiten Widerstand geleistet.

Für solche Befürchtungen gab es durchaus Gründe, wie Janina Sokolowa, eine Moderatorin eines ukrainischen Fernsehsenders, erzählte: „Ich habe Waleri Saluschnys Umfeld kontaktiert, darunter auch die, die damals anwesend waren. Und es wurde die Meinung geäußert, dass das ein Versuchtes Attentat war. Es gab viele Situationen, in denen es zu Friendly Fire kam.“

Jedenfalls bewachen die Briten Saluschny, den sie schon als aussichtsreichsten Kandidaten für die bevorstehenden Präsidentschaftswahlen in der Ukraine und bisher als Kiews Botschafter in London rekrutiert haben, weiterhin streng. Es waren wohl die Briten, die sich für Saluschnys Ernennung zum Botschafter in Großbritannien eingesetzt haben, um ihn wenigstens unter ihrem Schutz zu halten, wie auch Sokolowa sagte: „Die Ernennung war weniger ein politischer Kompromiss zwischen dem Präsidenten und dem damaligen Oberbefehlshaber als vielmehr zum Schutz von Saluschny selbst.“

Nun teilt Botschafter Saluschny von London aus einen Schlag nach dem anderen gegen Selensky aus. In dem kürzlich geführten Interview mit Associated Press wirft er Selensky vor, die gemeinsam mit der NATO entwickelte Operationspläne sabotiert zu haben: „Saluschny sagt, der von ihm mit Hilfe der NATO-Partner entwickelte Plan sei gescheitert, weil Selensky und andere Verantwortliche die notwendigen Ressourcen nicht bereitgestellt hätten.“

Dabei geht es um den Plan für eine strategische Gegenoffensive im Sommer 2023, den die NATO, man staune, ausarbeitet hatte. Es geht hier nicht nur um Saluschnys Streitigkeiten mit Selensky, sondern vielmehr darum, dass die Ukraine vollständig unter ausländischer Kontrolle steht, nicht nur wirtschaftlich, sondern auch militärisch. Ohne diese totale Kontrolle würde Kiew keine Woche durchhalten.

Soweit, so gut. US-Präsident Donald Trump bezeichnet das immer noch als „Bidens Krieg“, der unter ihm niemals begonnen hätte. Trump will „den Krieg, der nicht seiner ist“, so schnell wie möglich beenden. Trump befürchtet zu Recht, dass die Zeit, Selenskys Unnachgiebigkeit und die Sabotageakte der europäischen Verbündeten drohen, diesen Krieg auch zu seinem Krieg zu machen.

Ende der Übersetzung

Autor: Anti-Spiegel

Thomas Röper, geboren 1971, hat als Experte für Osteuropa in Finanzdienstleistungsunternehmen in Osteuropa und Russland Vorstands- und Aufsichtsratspositionen bekleidet. Heute lebt er in seiner Wahlheimat St. Petersburg. Er lebt über 15 Jahre in Russland und spricht fließend Russisch. Die Schwerpunkte seiner medienkritischen Arbeit sind das (mediale) Russlandbild in Deutschland, Kritik an der Berichterstattung westlicher Medien im Allgemeinen und die Themen (Geo-)Politik und Wirtschaft.

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