Die Festgenommenen behaupten, die Täterin von Monaco im Auftrag des ukrainischen Geheimdienstes liquidiert zu haben

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Wie ich bereits berichtet habe, steckt hinter dem Bombenanschlag in Monaco, bei dem der ukrainische Oligarch Jermolajew,...

anti-spiegel.ru📅 10.07.2026
Mafiastaat Ukraine

Die Festgenommenen behaupten, die Täterin von Monaco im Auftrag des ukrainischen Geheimdienstes liquidiert zu haben

Die Mörder der Frau, die in Monaco den Bombenschlag gegen den ukrainischen Oligarchen Jemolajew ausgeführt hat und nach ihrer Rückkehr in die Ukraine getötet wurde, haben ausgesagt, die Frau im Auftrag ihrer Vorgesetzten „liquidiert“ zu haben, weshalb sie keine Mörder seien, da sie im Auftrag des Staates gehandelt hätten.

Wie ich bereits berichtet habe, steckt hinter dem Bombenanschlag in Monaco, bei dem der ukrainische Oligarch Jermolajew, seine Frau und sein Sohn verletzt wurden, mehr, als deutsche Medien berichten, in denen man über die Hintergründe praktisch nichts erfährt, sondern die im Gegenteil davon ablenken, indem sie den Oligarchen kurzerhand als “pro-russisch” bezeichnen, was schon deshalb absolut unwahr ist, weil er in der Ukraine ein Netz von Callcentern betreibt, das sich darauf spezialisiert hat, vor allem Russen um Geld zu betrügen. Um hier nicht alle Einzelheiten zu wiederholen, verweise ich auf diesen Artikel, in dem sie die Details nachlesen können.

Die Spur im Fall des Bombenanschlags von Monaco führt in die Ukraine und es war von Beginn an mehr als offensichtlich, dass Kreise der ukrainischen Regierung hinter dem versuchten Mord stecken, wobei es von Beginn an auch Hinweise darauf gab, dass der Anschlag auf einen Machtkampf innerhalb der Ukraine hinweist, denn Jermolajew galt im Falle von Wahlen in der Ukraine als potenzieller Unterstützer von Saluschny, dem ehemaligen Oberbefehlshaber der ukrainischen Streitkräfte und heutigem ukrainischen Botschafter in London, der als erfolgversprechender Gegenkandidat gegen Selensky gilt und in der Ukraine sowohl im Volk als auch im Machtapparat viele Unterstützer hat.

Die Spur in die Ukraine wird anhand der Chronologie deutlich: Am 30. Juni führte Anastasia Beresovskaja als Mann verkleidet den Bombenanschlag in Monaco durch, sie ist dann zu Fuß nach Frankreich geflohen und mit einem Auto nach Frankfurt gefahren. Nach Angaben der ukrainischen Behörden traf sie am 1. Juli in der Ukraine ein. Am 3. Juli, an dem Tag, als Interpol sie zur internationalen Fahndung ausschrieb, wurde sie mit vier Schüssen in den Hinterkopf regelrecht hingerichtet und am 6. Juli wurde ihre Leiche gefunden.

Unmittelbar danach hat der ukrainische Inlandsgeheimdienst SBU zwei Tatverdächtige verhaftet, die inzwischen beide geständig sind. Einer ist Wladislaw Reut, ein aktiver Offizier des Hauptnachrichtendienstes des ukrainischen Verteidigungsministeriums (GUR), in dessen Keller sogar eine Folterkammer gefunden wurde. Der zweite Verdächtige ist der ehemalige SBU-Offizier Witali Schikowitsch. Beide Verdächtigen befinden sich in Untersuchungshaft.

Das ukrainische Portal Strana berichtet nun, der Anwalt von Schikowitsch habe vor Gericht erklärt, dass die beiden Männer Beresovskaja nicht ermordet, sondern im Auftrag ihrer Vorgesetzten „liquidiert“ hätten, und er fügte hinzu:

„Ich meine, dass es sich nicht um Mord handelt, denn Mord ist die rechtswidrige Tötung eines Menschen, aber hier wurde eine bestimmte Person einfach liquidiert.“

Laut dem Anwalt wurde sein Mandant, wie auch der zweite Verdächtige Wladislaw Reut, hereingelegt, weil sie nur die Befehle ihrer Vorgesetzten befolgt hätten. Nun wollten sich gewisse „Verräter“ innerhalb der Sicherheitskräfte an ihnen „rächen“. Er fügte hinzu, Reut habe Beresovskaja erschossen, obwohl er zuvor ausgesagt hatte, Schikowitsch sei der Schütze gewesen. Reut wolle, so der Anwalt, „einfach nicht dafür ins Gefängnis, dass er seine Pflicht getan habe“.

Dass der ukrainische Militärgeheimdienst GUR den Mordanschlag in Monaco befohlen hat, ist ziemlich offensichtlich, denn es wurde auch gemeldet, dass die Verdächtigen dafür Kosten in Höhe 150.000 Dollar getragen haben, die über Geld- und Krypotüberweisungen geflossen sind. Dieses Geld müssen sie von irgendwem bekommen haben. Und nach dem Mordversuch hatten sie den Auftrag, die Täterin – und wohl einzige Person, die die Verbindung zum Geheimdienst hätte bezeugen können – aus dem Weg zu räumen.

Dass der ukrainische Inlandsgeheimdienst SBU diesen Plan nun aufgedeckt und die Täter verhaftet hat, ist ein ziemlich klares Zeichen für einen Machtkampf innerhalb der ukrainischen Eliten, denn wie sonst lässt es sich erklären, dass die beiden wichtigsten ukrainischen Geheimdienste so offen gegeneinander arbeiten?

Und dass man in deutschen Medien darüber rein gar nichts erfährt, ist wenig verwunderlich, schließlich soll das deutsche Publikum bereit sein, die Ukraine weiterhin zu unterstützen, da stören solche Meldungen, die zeigen, dass die Ukraine ein Mafiastaat per Definition ist, natürlich. Also erfährt man davon in Deutschland nichts.

Autor: Anti-Spiegel

Thomas Röper, geboren 1971, hat als Experte für Osteuropa in Finanzdienstleistungsunternehmen in Osteuropa und Russland Vorstands- und Aufsichtsratspositionen bekleidet. Heute lebt er in seiner Wahlheimat St. Petersburg. Er lebt über 15 Jahre in Russland und spricht fließend Russisch. Die Schwerpunkte seiner medienkritischen Arbeit sind das (mediale) Russlandbild in Deutschland, Kritik an der Berichterstattung westlicher Medien im Allgemeinen und die Themen (Geo-)Politik und Wirtschaft.

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