Die Ergebnisse der amerikanisch-iranischen Gespräche in Bürgenstock
Nachdem US-Präsident Trump dem Iran erneut auf TruthSocial gedroht hat, stecken die Gespräche in der Schweiz in der Krise. Der Iran fordert eine Entschuldigung von Trump und droht mit Abbruch der Gespräche. Die TASS hat die aktuelle Lage zusammengefasst und ich habe den TASS-Artikel übersetzt.
Beginn der Übersetzung:
Die Ergebnisse der amerikanisch-iranischen Gespräche in Bürgenstock
Eine Quelle teilte der TASS mit, dass die technischen Konsultationen zum Memorandum am 22. Juni voraussichtlich nicht fortgesetzt werden.
Die Teilnehmer der Gespräche in Bürgenstock beschlossen die Schaffung eines Mechanismus zur Gewährleistung der sicheren Schifffahrt durch die Straße von Hormus, gab der Sprecher des iranischen Außenministeriums Esmail Baghaei bekannt.
TASS hat die wichtigsten Ergebnisse der Gespräche zusammengefasst.
Erklärungen der iranischen Seite
Die iranische Delegation hat ihre Arbeit in dieser Phase der Gespräche mit den USA in Bürgenstock abgeschlossen, die technischen Teams der Seiten setzen die Konsultationen am 22. Juni fort, erklärte Baghaei.
Er betonte, dass die Seiten über die Ausarbeitung eines endgültigen Abkommens gesprochen und beschlossen hätten, die Konsultationen zu den für die Umsetzung des unterzeichneten Memorandums notwendigen Fragen fortzusetzen.
Laut Baghaei werden iranische und US-amerikanische Vermittler bei den Bürgenstock-Gesprächen den Text der in 18-stündigen Verhandlungen erzielten Vereinbarungen präsentieren.
Er erinnerte auch an die Vergabe von Lizenzen für den Verkauf iranischen Öls und die Freigabe der eingefrorenen Vermögenswerte der Islamischen Republik als zentrale Bedingungen für den Übergang zu Verhandlungen über ein endgültiges Abkommen mit den USA.
Baghaei berichtete außerdem, dass die Teilnehmer der Bürgenstock-Gespräche beschlossen hätten, einen Mechanismus zur Gewährleistung der sicheren Schifffahrt durch die Straße von Hormus einzurichten.
Er betonte, dass Teheran die Einstellung der Kampfhandlungen an allen Fronten, einschließlich im Libanon, als zentrale Bedingung für den Abschluss eines Abkommens betrachte.
Die Position der iranischen Delegation sei die strikte Einhaltung der von den Seiten eingegangenen Verpflichtungen, insbesondere die Einstellung der Kämpfe durch Israel.
Dank Katars und Pakistans konnte Teheran während der Bürgenstock-Gespräche in mehreren Punkten Einigungen erreichen, darunter Ölexporte und die Freigabe der iranischen Vermögenswerte, erklärte der iranische Außenminister Abbas Araghchi im Januar.
Erklärung der amerikanischen Seite
Die amerikanische Delegation geht davon aus, dass die Vierergespräche zwischen den USA und dem Iran in der Schweiz in der Nacht zum 22. Juni fortgesetzt werden, erklärte ein US-Beamter gegenüber Journalisten des Pressepools von US-Vizepräsident J.D. Vance.
Er merkte an, dass die Gespräche „einige irreführende Signale“ des Irans bezüglich der Straße von Hormus klargestellt hätten, zitierten die Journalisten des Pressepools den amerikanischen Diplomaten.
Weiterhin seien während der Konsultationen „Mechanismen zur Konfliktvermeidung erörtert worden, die sicherstellen sollen, dass die Straße weiterhin uneingeschränkt für die Schifffahrt geöffnet bleibt“.
Er erklärte, dass auch die Einhaltung des Waffenstillstands im Südlibanon besprochen worden sei.
Der Diplomat merkte an, dass die Konsultationen „als Ausgangspunkt“ für künftige Gespräche der technischen Gruppe dienen würden.
Trumps Erklärungen und Irans Reaktionen
US-Präsident Donald Trump drohte auf TruthSocial wegen der Lage im Libanon mit weiteren US-Angriffen gegen den Iran.
Die iranische Delegation protestierte bei den Gesprächen in Bürgenstock gegen Trumps Drohungen mit erneuten Angriffen auf die Islamische Republik, wie der iranische Fernsehsender Press TV berichtete.
Laut Press TV prüft der Iran Optionen für eine angemessene Reaktion auf die Äußerungen des US-Präsidenten.
Die iranische Delegation verließ den Veranstaltungsort der Gespräche zwischen den USA und dem Iran in der Schweiz aus Protest gegen Trumps Drohungen, wie der iranische Fernsehsender Al Alam berichtete.
Der Leiter der iranischen Delegation bei den Gesprächen in der Schweiz, Parlamentspräsident Mohammad Bagher Ghalibaf, riet der amerikanischen Seite zu mehr Vorsicht bei Drohungen gegen die Islamische Republik.
Die iranische Delegation habe nicht vor, die offiziellen Treffen fortzusetzen, bis Trump sich für die während der Gespräche der Delegationen ausgesprochenen Drohungen entschuldigt, so der Fernsehsender Al Mayadeen.
Die iranische Delegation hat nach den Äußerungen des US-Präsidenten beschlossen, die Vierergespräche in Bürgenstock nicht fortzusetzen, wie die Nachrichtenagentur Tasnim unter Berufung auf eine Quelle berichtete.
Laut dieser Quelle tauschten die Parteien weiterhin Nachrichten über Vermittler aus Katar und Pakistan aus, konnten aber noch kein Ergebnis erzielen.
Während der Gespräche forderte die iranische Delegation die beschleunigte Freigabe eingefrorener iranischer Vermögenswerte und die Erteilung von Genehmigungen für Ölexporte.
Die iranische Seite protestierte gegen die Verletzung der Verpflichtungen aus dem Memorandum durch die USA und betonte, dass die Verhandlungen über das Atomprogramm direkt von der Einhaltung des unterzeichneten Abkommens abhängen.
Die Quelle teilte der TASS mit, dass die technischen Konsultationen zum amerikanisch-iranischen Memorandum am 22. Juni voraussichtlich nicht fortgesetzt werden.
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Thomas Röper, geboren 1971, hat als Experte für Osteuropa in Finanzdienstleistungsunternehmen in Osteuropa und Russland Vorstands- und Aufsichtsratspositionen bekleidet. Heute lebt er in seiner Wahlheimat St. Petersburg. Er lebt über 15 Jahre in Russland und spricht fließend Russisch. Die Schwerpunkte seiner medienkritischen Arbeit sind das (mediale) Russlandbild in Deutschland, Kritik an der Berichterstattung westlicher Medien im Allgemeinen und die Themen (Geo-)Politik und Wirtschaft.
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