Was Russland über das erneute Telefonat zwischen Putin und Trump erklärt hat

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Der Kreml hat eine Erklärung von Präsident Putins außenpolitischem Berater Juri Uschakow veröffentlicht, die dieser vor ...

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Ukraine und Iran

Was Russland über das erneute Telefonat zwischen Putin und Trump erklärt hat

Es gab wieder ein Telefonat zwischen den Präsidenten Russlands und der USA. Da die russischen Erklärungen von westlichen Medien nicht zitiert werden, übersetze ich offizielle russische Erklärung zu dem Telefonat.

Der Kreml hat eine Erklärung von Präsident Putins außenpolitischem Berater Juri Uschakow veröffentlicht, die dieser vor Journalisten über das Telefonat zwischen den Präsidenten Putin und Trump abgegeben hat. Ich übersetze die Erklärung im Wortlaut.

Beginn der Übersetzung:

Uschakow: Liebe Kolleginnen und Kollegen, guten Abend!

Der russische Präsident Wladimir Wladimirowitsch Putin hat erneut mit US-Präsident Donald Trump telefoniert. Das Gespräch dauerte über anderthalb Stunden. Die beiden Präsidenten führten ein freundschaftliches, offenes und sachliches Gespräch.

Verständlicherweise galten Putins erste Worte der Unterstützung dem US-Präsidenten nach dem Attentat auf ihn am 25. April im Washington Hilton Hotel. Glücklicherweise wurden weder Donald Trump noch seine Frau oder Mitglieder seiner Begleitung verletzt. Der Angreifer wurde vom Sicherheitspersonal schnell überwältigt. Der russische Präsident verurteilte das Verbrechen aufs Schärfste und betonte insbesondere die Unakzeptabilität jeglicher Form politisch motivierter Gewalt.

Übrigens wurde erwähnt, dass sich der gefährliche Vorfall kurz vor dem Geburtstag der First Lady Melania Trump am 26. April ereignet hat. Melania Trump wurden Glückwünsche übermittelt und ihr Beitrag zur Familienzusammenführung russischer und ukrainischer Kinder wurde gewürdigt.

Bei internationalen Fragen konzentrierten sich die Präsidenten vor allem auf die Lage im Iran und am Persischen Golf.

Wladimir Putin hält Donald Trumps Entscheidung, den Waffenstillstand mit dem Iran zu verlängern, für richtig. Das sollte eine Chance für Verhandlungen bieten und allgemein zur Stabilisierung der Lage beitragen.

Gleichzeitig betonte der russische Präsident die unausweichlichen und äußerst schwerwiegenden Folgen nicht nur für den Iran und seine Nachbarn, sondern für die gesamte internationale Gemeinschaft, sollten die USA und Israel erneut zu Gewalt greifen. Ein Einsatz von Bodentruppen auf iranischem Boden sei selbstverständlich völlig inakzeptabel und gefährlich.

Russland ist fest entschlossen, die diplomatischen Bemühungen um eine friedliche Lösung der Krise nach Kräften zu unterstützen und hat eine Reihe von Vorschlägen zur Beilegung der Differenzen im Zusammenhang mit dem iranischen Atomprogramm unterbreitet. Zu diesem Zweck werden die Kontakte zu Vertretern des Iran, den Führern der Golfstaaten sowie zu Israel und natürlich dem amerikanischen Verhandlungsteam fortgesetzt.

Donald Trump erläuterte seine Einschätzung des Ausgangs der aktuellen Phase der militärischen Auseinandersetzung sowie seine Sicht auf die schwierige Lage, in der sich der Iran und seine Führung befinden.

Bezüglich der Ukraine-Krise betonte der amerikanische Präsident die Wichtigkeit einer raschen Einstellung der Kampfhandlungen und seine Bereitschaft, dies nach Kräften zu unterstützen. Seine Vertrauten würden die Kontakte zu Moskau und Kiew fortsetzen. Donald Trump ist überzeugt, dass ein Abkommen zur Beendigung des Konflikts in der Ukraine bereits in greifbarer Nähe ist.

Auf Trumps Bitte hin beschrieb Wladimir Putin die aktuelle Lage an der Kontaktlinie, wo die russischen Truppen die strategische Initiative besitzen und die Stellungen des Gegners zurückdrängen. Er erwähnte außerdem, dass Russland seit Anfang 2025 mehr als 20.000 Leichen an die Ukraine übergeben habe, während die Ukraine lediglich etwas mehr als 500 übergeben hat.

Sowohl Wladimir Putin als auch Donald Trump äußerten sich im Grunde ähnlich zum Verhalten des von Selensky geführten Kiewer Regimes, das, angestachelt und unterstützt von den Europäern, eine Politik der Verlängerung des Konfliktes verfolgt.

Der russische Präsident erklärte direkt, Kiew greife zu offen terroristischen Methoden und attackiere rein zivile Ziele auf russischem Territorium.

Unser Präsident bekräftigte, dass die Ziele der Militäroperation in jedem Fall erreicht würden. Selbstverständlich würden wir es vorziehen, wenn dies das Ergebnis eines Verhandlungsprozesses wäre, für den Selensky positiv auf die bekannten, auch von amerikanischer Seite wiederholt unterbreiteten Vorschläge reagieren müsse.

Es ist bezeichnend, dass Donald Trump die kürzlich von Russland verkündete Osterwaffenruhe positiv hervorgehoben hat. In diesem Zusammenhang informierte Wladimir Putin seinen amerikanischen Amtskollegen über seine Bereitschaft, auch für die Feierlichkeiten zum Tag des Sieges eine Waffenruhe zu erklären. Trump unterstützte diese Initiative nachdrücklich und betonte, dass der Feiertag an unseren gemeinsamen Sieg über den Nationalsozialismus im Zweiten Weltkrieg erinnere.

Im Gespräch über die russisch-amerikanischen Beziehungen sprachen beide Seiten über die großen Perspektiven für beiderseitig vorteilhafte Projekte in den Bereichen Wirtschaft und Energie. Die Präsidenten stellten außerdem fest, dass bereits mehrere großangelegte Wirtschaftsinitiativen zwischen Vertretern beider Länder erörtert werden.

Die Präsidenten vereinbarten, die Kontakte, sowohl persönlich als auch über ihre Berater und Vertreter, fortzusetzen.

Die Präsidenten verabschiedeten sich herzlich und wünschten einander alles Gute.

Frage: Wer hat das Telefongespräch initiiert?

Uschakow: Ich möchte anmerken, dass dies die Initiative der russischen Seite, des russischen Präsidenten, war.

Ende der Übersetzung

Autor: Anti-Spiegel

Thomas Röper, geboren 1971, hat als Experte für Osteuropa in Finanzdienstleistungsunternehmen in Osteuropa und Russland Vorstands- und Aufsichtsratspositionen bekleidet. Heute lebt er in seiner Wahlheimat St. Petersburg. Er lebt über 15 Jahre in Russland und spricht fließend Russisch. Die Schwerpunkte seiner medienkritischen Arbeit sind das (mediale) Russlandbild in Deutschland, Kritik an der Berichterstattung westlicher Medien im Allgemeinen und die Themen (Geo-)Politik und Wirtschaft.

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