Was wurde eigentlich aus dem Zensus 2022?

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Ein Text aus meinem Archiv bevor ich auf Substack war

drbine.substack.com📅 29.04.2026

“Der Zensus 2021 war eine geplante, umfassende Volkszählung in Deutschland, die aufgrund der COVID-19-Pandemie auf das Jahr 2022 verschoben wurde. Er diente der Ermittlung genauer Bevölkerungs-, Gebäude- und Wohnungsdaten sowie der Erfüllung von EU-Vorgaben. Es handelte sich um einen registergestützten Zensus, der personenbezogene Daten erhebt.”

Die Ergebnisse scheinen wohl hier hinterlegt zu sein:

https://atlas.zensus2022.de/

Die Berichterstattung über die Verweigerung an der Teilnahme des Zensus war größer als über die Ergebnisse. In den Medien habe ich nichts über die Ergebnisse des Zensus 2022 gelesen außer, dass einige Gemeinden mit dem Ergebnis nicht einverstanden waren und noch mal nachgezählt haben. Ein staatliches Datengrab, dass gegen den Willen vieler Bürger erpresst wurde und das “grandiose” Ergebnis brachte, dass wohl Deutschland wohl 1,4 Millionen weniger Einwohner als gedacht hat.

Der Endbericht ist maximal langweilig und maximal schlecht formatiert:

Qualitätsbericht – Fortschreibung des Bevölkerungsstand auf Basis Zensus 2022 – 2022

Der Tagesschau Bericht war auch nicht besonders aussagekräftig, für die Menge an Daten, die erhoben wurden.

Woher diese 1,4 Millionen mehr wohl kamen?

1,4 Millionen Karteileichen?

Das macht Hoffnung, dass die deutsche Gründlichkeit bei der Erfassung seiner Bürger doch nicht so gut ist, wie gedacht.

Die Migranten scheinen es wohl häufig zu “vergessen” sich abzumelden. Ob die Gelder dann wohl auch weiter geflossen sind?

Einige Gemeinden waren nicht begeistert, weil es bei weniger Bewohnern weniger Geld gibt.

Ein rechtlicher Grund verhindert, dass die Meldebehörden ihre Daten einfach korrigieren: Das Rückspielverbot. Aus Datenschutzgründen dürfen die beim Zensus gefundenen Fehler (z. B. eine Person wohnt dort gar nicht mehr) nicht direkt an die lokalen Einwohnermeldeämter zurückgemeldet werden, um deren Register zu bereinigen. Auch das gute Nachrichten.

Von mir haben die damals trotzdem keine Daten bekommen!!! Schon aus Trotz und weil es mir Spaß macht, intellektuelle Spielchen zu spielen und zu schauen, ob ich gegen staatliche Maßnahmen argumentativ gewinnen kann, ohne dass es für mich Konsequenzen hat.

Nachdem man mich 3x mit gelben Briefen genervt hat und mir mit Strafe drohte, bekamen sie eine abzuarbeitende Frageliste, auf die ich bis heute leider keine Antwort erhalten habe.

Dabei hätte ich die Antworten wirklich gerne gehabt.

Wurden die von mir angesprochenen Probleme ausgeräumt?

Ich hätte eine IFG stellen sollen, obwohl ich da für gewöhnlich auch nur selten Antworten bekomme.

Dieser Brief ging damals per Einschreiben an den Datenschutzbeauftragten des Statistischen Bundesamtes, weil Deutsche Datenschutz sehr ernst nehmen.

Merke: Nutze immer ihre eigenen Regeln gegen sie.

Sehr geehrter Datenschutzbeauftragter des Statistischen Bundesamtes,

mein Vater, ##### ist 70 und weder technisch noch intellektuell in der Lage die Unterlagen auszufüllen zumal Deutsch nicht seine Muttersprache ist.

Des Weiteren ergeben sich generelle juristische und wissenschaftliche Bedenken, die erst einmal lückenlos und sauber anhand von ihrerseits vorgelegten Primärdaten belegt und ausgeräumt werden müssten.

Generell gilt, dass wenn ein Ziel nicht erreichbar ist es auch keinen Grund gibt in die Persönlichkeitsrechte Artikel 2 einzugreifen. Aktuell gibt es diverse Belege, die nahelegen, dass das Ziel des Zensus 2022 gar nicht erreichbar ist.

1. Die Bevölkerung verweigert sich in einem derartig hohen prozentualen Anteil, dass die nötige Mitwirkungsquote bis Ende November 2022 wohl nicht erreicht werden kann. Hinweise darauf findet man in der Regionalpresse wie zum Bsp. hier: „Rund die Hälfte der Haus- und Wohnungseigentümer in Mecklenburg-Vorpommern hat noch nicht auf den Zensus 2022 geantwortet.“ https://www.nordkurier.de/mecklenburg-vorpommern/zensus-2022-hunderttausende-wohnungseigentuemer-in-mv-antworten-nicht.

Die Datenqualität der eingegangenen Daten scheint weiterhin derartig schlecht zu sein, dass Wiederholungsbefragung zur Qualitätssicherung gestartet wurden, was weitere Zweifel schürt.

Ein Gespräch mit diversen Postboten bestätigt das auch für meine Region. Es werden seit Wochen kistenweise gelbe Briefe verteilt. Da es nicht so aussieht, dass die notwendige Mitwirkungsquote erreicht werden kann, ist das anvisierte Ziel nicht erreichbar und der Grundrechtseingriff somit hinfällig.

2. Beim aktuellen Zensus 2022 bestehen datenschutzrechliche Haftungsbedenken. Wer haftet im Falle eines Datenleaks, wenn diese äußerst sensiblen Daten im Dark Web zum Verkauf angeboten werden? Sind für diesen Fall vom Land Baden-Württemberg entsprechende Gelder zur Verfügung gestellt worden, um die Daten im Fall der Fälle zurückzukaufen? Welche Schutzmaßnahmen wurden eingerichtet, um einen Hack und einen Leak ins Dark Web zu verhindern, wenn das nicht einmal Weltkonzerne wie Sony oder US Krankenkassen geschafft haben? Bestätigen Sie die getroffenen Maßnahmen in gesetzesform mit ihrer persönlichen Unterschrift und damit Übernahme der Verantwortung für die Korrektheit der vorgelegten Daten. Können Sie das nicht, erwarte ich eine sofortige Einstellung der Datenerhebung für diesen Fall.

3. Die zugrundeliegende Software ist fehlerhaft und hat einen Bias laut Focus https://www.focus.de/wissen/beim-zensus-2022-gibt-es-probleme-jetzt-koennte-er-sogar-scheitern_id_118834396.html

Wurde das Softwareproblem behoben? Wenn ja, auf welche Art und Weise? Senden Sie mir die zugrundeliegenden statistischen Formeln, ich lasse diese von einem Statistiker gegenprüfen. Bestätigen Sie diese mit ihrer persönlichen Unterschrift und damit Übernahme der Verantwortung. Können Sie das nicht, erwarte ich eine sofortige Einstellung der Datenerhebung für diesen Fall.

4. Mit welcher statistischen Funktion wird der geringere Datenwert von zwangserpressten Daten gewichtet? Der Datenwert von durch Zwangsmaßnamen erpresster Daten ist mehr als zweifelhaft und entspricht etwa der Wertigkeit von unter Folter erpresster Aussagen. Mit welchen statistischen Formeln wurde diesem Umstand Rechnung getragen? Senden Sie mir die entsprechende mathematische Grundlage zu. Sollte dieser Umstand nicht bedacht worden sein, ist der Aussagewert des Zensus nicht mehr gegeben und damit ein Grundrechtseingriff in die Persönlichkeitsrechte nach Artikel 2 hinfällig. Bestätigen Sie diese vorgenommene mathematische Gewichtung und die Korrektheit der Formeln mit ihrer persönlichen Unterschrift und damit Übernahme der Verantwortung. Können Sie das nicht, erwarte ich eine sofortige Einstellung der Datenerhebung für diesen Fall. Ich lasse die Formeln von einem Statistiker prüfen.

5. Der ursprüngliche zeitliche Geltungsbereich bezieht sich auf das Jahr 2021. Meines Wissens wurde dieser in Deutschland nicht auf das Jahr 2022 angepasst. Ein Gesetz und eine Vorschrift ohne gültigen Geltungsbereich ist nicht durchführbar. Senden sie mir den lückenlosen juristischen Beleg anhand der betreffenden Gesetze für den zeitlichen Geltungsbereich des Zensus für das Jahr 2022 in gesetzesform zu und bestätigen diese mit ihrer persönlichen Unterschrift und damit Übernahme der Verantwortung. Können Sie das nicht, erwarte ich eine sofortige Einstellung der Datenerhebung für diesen Fall. Ich lasse den Beleg von einer Juristin gegenprüfen.

Zur Entlastung meines Vaters sende ich Ihnen die Formulare unausgefüllt zurück.

Die paar Informationen auf der Webseite decken bei weitem nicht die vielen Seiten Fragebogen ab. Was passierte mit den Daten? Warum hat nie jemand über die Ergebnisse berichtet?

Wird man auch veröffentlichen, wie viele Menschen sich erfolgreich entzogen und verweigert haben?

Es scheint einige regionale Veröffentlichungen zu geben

Zensus 2021 – Stadt Konstanz

Zensusergebnisse 2022 – Zensus – sachsen.de

Zensus 2022 | Statistik.NRW

Hat der Zensus irgendwelche positiven Auswirkungen auf die Bewohner? Hat man damit irgendwas sinnvolles angefangen, außer sinnlos Daten zu erpressen?

Sollte die BRD das noch einmal versuchen, bekommen sie diesen Brief erneut in aktualisierter Form inkl. der unausgefüllten Bögen zum spätest möglichen Zeitpunkt per Einschreiben mit Rückschein an den Datenschutzbeauftragten.

Sollen sie für die Daten wenigstens ein wenig arbeiten.

1

Zensus 2021 – In Deutschland wird wieder gezählt. (2019, June 12). Jura Online | Der Juristische Fachblog Von Jura Online. https://jura-online.de/blog/2019/06/12/zensus-2021-in-deutschland-wird-wieder-gezahlt/

2

Zensus 2022: Erhebung gestaltet sich schwierig – erst Software-Probleme, dann Reichsbürger und Boykott über Telegram https://www.rnd.de/politik/zensus-2022-erhebung-gestaltet-sich-schwierig-erst-software-probleme-dann-reichsbuerger-und-boykott-YJXPK5ADTBBFCNIY7QBLL6UO6I.html

3

Dpa. (2022b, August 28). Herausforderungen beim Zensus: Software-Probleme und „Reichsbürger“. Handelsblatt. https://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/volkszaehlung-herausforderungen-beim-zensus-software-probleme-und-reichsbuerger/28633932.html

4

Freiheitsfoo. (2024, July 10). Statistisches Bundesamt: Alleine 1,1 Millionen Zensus-Verweigerer bei Gebäude- und Wohnungszählung | freiheitsfoo. https://freiheitsfoo.de/2024/07/10/stille-millionenfache-zensus-verweigerung/

5

Reisloh, J. (2025, January 29). Widerspruch gegen Zensus: Amt Hüttener Berge hat mehr Einwohner. ndr.de. https://www.ndr.de/nachrichten/schleswig-holstein/Widerspruch-gegen-Zensus-Amt-Huettener-Berge-hat-mehr-Einwohner,zensus2066.html

6

deutschlandfunk.de. (n.d.). Ergebnisse des Volkszähl-Zensus – Bundesweit 1,4 Millionen weniger Einwohner als gedacht. Die Nachrichten. https://www.deutschlandfunk.de/bundesweit-1-4-millionen-weniger-einwohner-als-gedacht-100.html

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