Die Persistenz von COVID-19-Impfstoffartefakten in Körperflüssigkeiten und Geweben: eine systematische Übersicht

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Alles halb so schlimm, weil ein Nachweis ohne Dosis-Wirkungs- oder Funktionsnachweis nicht mit funktionellen oder toxiko...

drbine.substack.com📅 24.02.2026

Am 10. Februar erschien ein Übersichtsartikel, welcher die bisherigen Spike-Nachweise in Körperflüssigkeiten zusammenfasst und analysiert.

Selem, E., Raszek, M., Varon, J., & Halma, M. (2026). The persistence of COVID-19 vaccine artifacts in bodily fluids and tissues: a systematic review. Future Journal of Pharmaceutical Sciences, 12(1). https://doi.org/10.1186/s43094-026-00939-2 https://link.springer.com/article/10.1186/s43094-026-00939-2

Dieser Übersichtsartikel ist sehr speziell, denn er besteht zum großen Teil in der Aufzählung der Limitierungen der Messmethoden, die einem das Gefühl geben, dass ein Physiker das Fehlerfortpflanzungsgesetz auf biologisch-medizinische Versuche anwendet und zu dem Schluss kommt, dass man sowohl Biologie als auch Medizin so ungenau sind, dass man sie als Wissenschaft direkt einstampfen kann. Genau das haben die Physiker die Biologen im Praktikum rechnen lassen, um zu “belegen”, dass man lieber Physik studieren sollte.

Wenn man sich die aufgelisteten Limitierungen der jeweiligen Studien in diesem Artikel durchliest, bleibt nicht mehr viel übrig. Man könnte denken, der Artikel wurde von mRNA-Befürwortern geschrieben. Dem ist aber nicht so, denn der zweite Autor Mikolaj Raszek ist besser unter seinem Netznamen Merogenomics bekannt und eindeutig der kritischen Seite zuzuordnen.

Das Ergebnis der Übersichtsartikels ist dennoch für jene, welche die modRNA-Plattform am liebsten verboten sehen möchten, unbefriedigend. Jede der aktuell verwendeten Methoden hat massive Limitierungen in der Detektion.

Es geht vor allem auch nicht, aus dem Fehlen von Antikörpern gegen Nukleokapsid zu schließen, dass es keine Infektion gab. Das sage ich schon lange, weil Moderna selbst publiziert hat, dass Spikevax dazu führt, dass teils nein IgG gegen Nukleokapsid ausgeprägt wird und der Nukleokapsid Antikörper wohl generell schneller wieder verschwindet als jener gegen das Spike-Protein.

Der Impfstoff-Spike kann durch Tests auf impfstoffspezifische Sequenzen unterschieden werden [12], was einen eindeutigen Beweis dafür liefert, dass die Quelle der Impfstoff ist. Eine weniger eindeutige Methode zur Untersuchung der Quelle des Spikes ist der Test auf das Vorhandensein des Nukleokapsidproteins (N), das mit der Infektion einhergeht. Es wurde jedoch bereits zuvor gezeigt, dass das Spike-Protein eines der stabileren SARS-CoV-2-Proteine ist, während das Nukleokapsidprotein schnell abgebaut werden kann [49]. Solange keine definitiven Studien vorliegen, die die Abbaurate von Spike- und Nukleokapsidproteinen in verschiedenen Geweben vergleichen, kann das Fehlen von Nachweisen für das Nukleokapsidprotein nicht eindeutig als Beweis für das Nichtvorhandensein einer Virusinfektion herangezogen werden.

Andererseits hat es sich in der medizinischen Praxis bewährt so vorzugehen und ist im Alltag eines Arztes einfach einzusetzen, anders als die vorgeschlagenen Methoden, die analytisch zu aufwändig sind und bei der Behandlung der Patienten keinen Mehrwert bringen, also nur von rein akademischem Interesse sind bzw. von juristischem Interesse wären.

Der Einsatz der mRNA-Technologie beim Menschen stellt einen bedeutenden Fortschritt in der Biomedizin dar, eröffnet jedoch auch neue, mit Unsicherheiten behaftete Herausforderungen. Die Persistenz und systemische Verteilung von Impfstoffkomponenten, nämlich Spike-Protein, modifizierte mRNA und Lipid-Nanopartikel, widersprechen den ursprünglichen Erwartungen, dass solche Stoffe innerhalb weniger Tage abgebaut werden würden. Stattdessen wurden diese Komponenten in Studien Monate und sogar Jahre nach der Injektion im Blut, in Geweben und anderen biologischen Flüssigkeiten nachgewiesen (Tabellen 2 und 3). Diese unerwartete Langlebigkeit wirft kritische Fragen hinsichtlich der Abbauwege, der gewebespezifischen Retention und der Wechselwirkungen des Immunsystems mit diesen synthetischen Biomolekülen auf.

Soweit so gut. Auch lange Zeit später sind Rückstände der modRNA-Produkte und des Spike-Proteins in Menschen nachweisbar.

Bemerkenswert ist, dass sich die meisten Berichte über die Persistenz von Impfstoffkomponenten auf geringe endogene molekulare Reaktionen beziehen, die keine nachgewiesenen biologischen oder klinischen Auswirkungen in vivo haben und deren Nachweis ohne Dosis-Wirkungs- oder Funktionsnachweis nicht mit funktionellen oder toxikologischen Auswirkungen gleichgesetzt werden kann. Zukünftige Studien, einschließlich quantitativer Pharmakologie und strenger funktioneller Assays, sind gerechtfertigt, um die Relevanz oder Nicht-Relevanz solcher Langzeitsignale zu beurteilen.

Und hier liegt der Hund begraben. Das, was nachgewiesen wird, muss nicht biologisch aktiv sein. Es kann einfach nur da sein. Ob diese Rückstände und das Spike-Protein biologisch relevant für die Krankheitssymptome sind, kann man nicht sagen, weil es keine Dosis-Wirkungs-Daten gibt.

Das Problem in biologischen Systemen ist aber die HORMESIS.

Hormesis (Hormetische Dosis-Wirkungs-Beziehung) beschreibt dass eine niedrige Dosis stimulierend sein kann, eine hohe Dosis jedoch hemmend oder toxisch wirken kann. Das ist ein Effekt, der Chemiker immer wieder verblüfft. Unterhalb der Nachweisgrenze können einige Stoffe schädlicher sein als oberhalb der Nachweisgrenze, besonders bei hormonell wirksamen Substanzen.

Da diese Daten aber weder für die Komponenten der LNP-Hülle erhoben wurde noch für das Spike-Protein, kann man nun natürlich streng argumentieren, dass das bisher nicht belegt ist. Statt dem Vorsorgeprinzip gilt somit die Unschuldsvermutung. Statt erst diese Parameter zu klären, werden die Substanzen als harmlos angesehen, bis das Gegenteil von der gegnerischen Seite bewiesen wurde. Dabei werden die Methoden der gegnerischen Seite natürlich als Ungenau angesehen und die Methodenentwicklung bleibt auch an den Gegnern hängen. Eine bequeme Situation für die Pharmaindustrie.

Die grundlegenden Annahmen eines schnellen Zerfalls und einer lokalisierten Verteilung haben sich nicht durchgängig bestätigt, was darauf hindeutet, dass wir noch kein vollständiges Verständnis davon haben, wie sich nukleosidmodifizierte mRNA-Impfstoffe im menschlichen Körper verhalten. Diese Ergebnisse erfordern eine Neubewertung der kinetischen Modelle zur Clearance dieser Moleküle.

Wir haben überhaupt keine Ahnung, wie sich derartige Partikel verhalten. Wir wissen weder, wie sie in die Zelle gelangen, noch wie sie sich darin verhalten. Und das betrifft saubere Partikel. Wenn Produktionsrückstände hinzu kommen, die selbst biologische Effekte ausüben können, wird es noch komplizierter.

Eine eingehendere Untersuchung der Wirkmechanismen, der Persistenz und der Biodistribution von mRNA-Impfstoffkomponenten ist dringend erforderlich. Weitere Forschungsfragen sollten sich mit individuellen Unterschieden beim Abbau dieser Moleküle befassen, um Erkenntnisse über die Regulierung der Zerfallswege zu gewinnen.

Im Klartext, niemand, nicht einmal der Hersteller, weiß, wie Bestandteile eines modRNA-LNP sich verteilen und abgebaut werden. Das steht auch explizit in den Studienunterlagen von Pfizer.

Um diese Bedenken auszuräumen, müssen die Impfstoffverabreichungssysteme eine verbesserte Lokalisierung aufweisen, die einen vollständigen Abbau des genetischen Materials gewährleistet, und es muss überprüft werden, dass keine Off-Target-Effekte auftreten. Ebenso wichtig ist die kontinuierliche Optimierung der Translationsgenauigkeit [84] und die Verbesserung der Reinigungsprotokolle, um residuale bakterielle DNA-Kontaminanten [13] aus in vitro transkribierter mRNA zu eliminieren und sicherzustellen, dass die Translationsprodukte ausschließlich wie beabsichtigt aus den synthetischen Transkripten stammen. Die Schließung dieser Lücken ist für die sichere und wirksame Entwicklung zukünftiger mRNA-basierter Therapien von entscheidender Bedeutung.

Insgesamt unterstreicht diese Übersicht, dass jede unerwartete Persistenz von aus Impfstoffen stammenden molekularen Signalen mit einer gewissen Vorsicht betrachtet werden sollte, aber derzeit werden die Beweise höchstwahrscheinlich durch das Prisma der Pharmakokinetik betrachtet, wobei Dosis, Clearance und funktionelle Relevanz eine herausragende Rolle in einer ausgewogenen Synthese spielen und nicht Schlussfolgerungen über biologische Wirkungen.

Und da diese Daten nicht vorliegen, wird das Produkt als gut verträglich und sicher eingeschätzt.

Als Jurist würde ich diesen Übersichtsartikel eher nicht einsetzen, weil er (zu Recht) alle bisherigen Studien zu Einzelfällen nur als möglichen Hinweis mit einer gewissen Wahrscheinlichkeitsverteilung und statistischer Ungenauigkeit ansieht.

Gut an diesem Artikel ist aber die Zusammenstellung der jeweiligen Einzelfallstudien je nach Körperflüssigkeit. Aus diesen Listen kann man sich schnell für seinen jeweiligen Fall vor Gericht passenden Studien auswählen. Die methodischen Limitierungen der jeweiligen Studie würde ein Richter ohnehin nicht verstehen, die sollte man in seinem Schriftsatz lieber nicht benennen.

Diese Studien blieben nach rigoroser Sortierung als relevant übrig und dürften somit jene sein, die juristisch noch am belastbarsten sind.

1

Aronson JK. Concentration-effect and dose-response relations in clinical pharmacology. Br J Clin Pharmacol. 2007 Mar;63(3):255-7. doi: 10.1111/j.1365-2125.2007.02871.x. PMID: 17311674; PMCID: PMC2000728. https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC2000728/

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