Das nördliche Ostpreußen wird bald um eine Touristenattraktion reicher sein. In Kürze soll ein historischer Zug mit Dampflokomotivenantrieb von Königsberg nach Pr. Eylau [Bagrationowsk] rollen. Das gab Ende März der stellvertretende Premierminister der Regionalregierung und Minister für die Entwicklung der Infrastruktur, Alexander Rolbinow, bekannt. Der Zug wird mit drei Waggons unterwegs sein. Es handelt sich um ein Modell der russischen Dampflokserie L-2344, die für Gedenkveranstaltungen wie der zum 80. Jahrestag des Kriegsendes, genutzt wurde, der in Russland als großer Siegestag gefeiert wird.
Rolbinow hofft, dass die neue Strecke sowohl von den Bewohnern der Region als auch von Touristen genutzt und geschätzt werden wird. Der Minister sprach auch über Pläne für den Einsatz elektrischer Züge in Richtung Fischhausen [Primorsk]. Es sei für dieses Jahr auch geplant, die Strecke nach Cranz [Selenogradsk] wieder mit Doppelzügen aufzunehmen. „Das sind zehn Waggons, die es uns ermöglichen, doppelt so viele Passagiere zu transportieren.“ Rolbinow sagte, dass elektrische Züge sehr beliebt seien: „Die Zahl der Fahrgäste hat sich seit 2011 um das 3,3-Fache erhöht. Im Jahr 2025 überstieg der Personenverkehr 8,5 Millionen Menschen.“
Eisenbahnverkehr wird kräftig subventioniert
Offenbar ist der Zugverkehr an die Ostsee ein Zuschussgeschäft, das den Staat Geld kostet. Der Minister erinnerte daran, dass die Zugtickets aus dem regionalen Budget subventioniert werden. Die Kosten beliefen sich jährlich auf umgerechnet zwölf Millionen Euro, die aus dem regionalen Haushalt bereitgestellt würden.