Jens Spahn – Wir werden uns viel verzeihen müssen Teil 4.1 Das wird die größte Krise seit dem Zweiten Weltkrieg

📰 drbine.substack.com

Osterruhe trotz Schwarmintelligenz / Lockdown – über den Wert der Freiheit

drbine.substack.com📅 05.04.2026

Osterruhe trotz Schwarmintelligenz

Als zuständiger Minister nahm ich an allen Sitzungen teil, erläuterte den aktuellen Stand der Pandemie und beriet mit der Runde das weitere Vorgehen. Zudem flossen viele Entscheidungen der Gesundheitsministerkonferenzen in die MPK ein. (S. 109)

Eine kleine Runde von Ministern, die letztendlich, wenn man es ausrechnen würde, nur von einer Minderheit der Bevölkerung gewählt wurden, wenn sie nicht gerade über Liste in den Bundestag kamen und somit gar nicht gewählt waren, kaspert etwas aus und beeinflusst damit die Ministerpräsidenten der Länder, die auch nicht vom Volk gewählt wurden sondern vom Parlament, das Teils über ungewählte Listenplätze besetzt ist.

Das ist unsere Demokratur des besten Deutschland aller Zeiten.

Wirklich belastend für das Format waren die ärgerlichen Indiskretionen, sowohl für die Arbeitsatmosphäre im Inneren als auch für die Glaubwürdigkeit nach außen. (S. 109)

FALSCH!!!!! SO ETWAS DARF NICHT IM GEIMEN STATTFINDEN!!!!!!!

Bei solchen Entscheidung hat das Volk den Volksvertretern über die Schultern zu schauen. So etwas muss man live streamen und alle Dokumente haben immer transparent online zu sein.

Wenn es nach mir ginge, müssten diese IT-Bereiche der Regierung kompletten Lesezugriff für alle Bürger haben (ohne Schreibzugriff). In einer echten Demokratie darf es keine Geheimnisse gehen, die die Bevölkerung angehen. Ich bin für radikale Transparenz der Parlamentarier mit Echtzeitüberwachung der Diensthandys und Emails.

Eine Lehre, die wir für die Beschlüsse der Corona-MPK schon früh ziehen und auch empirisch belegen konnten, war, dass ein verständliches Vorgehen und Nachvollziehbarkeit entscheidend für die Akzeptanz der Corona-Maßnahmen ist. (S. 110)

Was für eine Erkenntnis. Jetzt, im Nachhinein, wo man nach und nach Protokolle bekommt und bemerkt, wie man von der Politik nach Strich und Faden beschissen wurde, fällt euch auf, dass Transparenz vielleicht doch eine gute Sache gewesen wäre?

Ein konkretes negatives Beispiel war die Entscheidung der Corona-MPK am 15. April 2020, dass Geschä e mit einer Verkaufsfl äche von bis zu achthundert Quadratmetern wieder öffnen dürfen, alle ab achthundert Quadratmeter aber geschlossen blieben. Diese Lösung war als klassischer politischer Kompromiss im Laufe der Diskussion entstanden. Aber was uns in der Corona-MPK als gute Lösung erschien, löste bei den meisten Bürgerinnen und Bürgern nur Kopfschütteln aus. […] Besser wäre es gewesen, klare Kriterien und Bedingungen, wie etwa ein Hygienekonzept oder vorzuhaltende Quadratmeter pro Kunde, zu de nieren. Für die Zukun stand fest: besser klare Hygienekriterien statt Quadratmeter. (S. 110f)

Nein Jens, ein Hygienekonzept hätte das nicht verbessert, denn das war eine POLITISCHE ENTSCHEIDUNG, wie Du selbst schreibst. Das war keine Epidemiologische Entscheidung oder eine datenbasierte Entscheidung. Das war eine komplett SINNFREIE, SCHWACHSINNIGE, POLITISCHE ENTSCHEIDUNG, die nicht nur sinnlos war sondern regelrecht destruktiv.

Reine Schikane ohne biologische, epidemiologische, mikrobiologische Grundlage.

Einige Kritiker erhoben zwar den Vorwurf, dass die MPK zu viel allein entschied, und forderten eine stärkere Beteiligung der Parlamente. Aber in der Krise war es zunächst einmal von Vorteil, dass hier schnell entschieden werden konnte. Und wenn es eine Einigung gab, war die Runde auch in der Lage, die Beschlüsse in kurzer Frist bundesweit durchzusetzen. Die gleiche Effektivität, Geschwindigkeit und Einheitlichkeit wäre kaum möglich gewesen, wenn wir versucht hätten, jede einzelne Maßnahme und jeden Beschlusspunkt erst in allen Landesparlamenten und im Bundestag zu diskutieren. (S. 111)

Genau das ist der Grund der Demokratie: Ausbremsen der Machtallüren der Politiker. Hätte man sich an die demokratischen SOPs gehalten, wären die Schäden vermieden worden. So konnten ein Haufen teils ungewälter, inkompetenter Politclowns das Land binnen weniger Wochen ruinieren.

Es macht mich unglaublich wütend zu lesen, die Herr Spahn sich auch noch damit brüstet, dass er durch das Aushebeln von demokratischen Regeln sinnfreie Regeln maximal schnell an der Bevölkerung vorbei durchgeprügelt hat. Widerlich. Ich kann gar nicht so viel essen, wie ich an dieser Stelle kotzen möchte.

Herr Spahn rechtfertigt in seinem Buch in diesem Kapitel auch diesen Tweet und erzählt, wie es dazu kam, dass die Bundesregierung fake News verbreitete.

Hintergrund dieses Tweets war ein Gerücht, das in den sozialen Netzwerken und durch viele WhatsApp-Gruppen kursierte, demzufolge in Deutschland unmittelbar und noch am selben Tag ein harter Lockdown wie in Italien bevorstünde, mit Schließung aller Geschäfte, selbst des Lebensmittelhandels und der Apotheken, und mit Ausgangssperren. Das Gerücht zog immer weitere Kreise, und man spürte förmlich, wie sich da etwas aufbaute und sich Panik breitmachte. Ich bekam Anrufe und Nachrichten aus der ganzen Republik. »Was ist da los bei euch?« – »Ist da was dran?« Gleichzeitig gab es Meldungen von Hamsterkäufen, vor allem im Lebensmittelhandel und in den Apotheken. Um Schlimmeres an diesem Samstag zu vermeiden, setzten wir über den zitierten Tweet ein Dementi ab. Als kurz danach, am 22. März 2020, tatsächlich der erste Lockdown in Deutschland – allerdings ohne Schließung der Supermärkte und Apotheken und auch ohne Ausgangssperren – in Kra trat, da fiel uns der Tweet böse auf die Füße. (S. 112 f)

Das ist euch ganz zu Recht auf die Füße gefallen, denn genau das hattet ihr doch laut diesem Buch wirklich vor.

Wahrgenommen wurde das letztendlich als predictive priming.

Predictive Priming ist ein manipulatives psychologisches Werkzeug, um die Wahrnehmung der Bürger unbewusst zu lenken. Es ist meiner Meinung nach eine unzulässige psychologische Manipulation, die unter anderem Angst als Werkzeug nutzt, um politischen Gehorsam zu erzeugen.

Erst dementieren, damit sich die Menschen an die Idee gewöhnen können und dann tatsächlich machen. Das war auch bei den Masken und der “Impfung” so. Das hatte System und das war nicht der einzige Fall. Diesen Tweet vergessen die Menschen aber anscheinend nicht, anders als die anderen Fälle von predictive priming.

Nachdem sie zurück in der großen MPK-Runde den nun gefundenen Kompromiss inklusive der Osterruhe vorgetragen hatte, schaute sie auf ihren Bildschirm und meinte, wenn sie das unglückliche Gesicht des Gesundheitsministers so sehe, dann sei er noch nicht ganz einverstanden. Ich wiederholte meine Bedenken für die ganze Runde. Darau in entstand der Kompromiss, dass der Lebensmittelhandel am Karsamstag doch öffnen dürfen sollte. Ansonsten blieb es bei der Osterruhe. (S. 114)

Und was genau hatte das mit Epidemiologie oder datenbasierter Evidenz zu tun? Das war REINE POLITIK ohne irgendwelche naturwissenschaftlichen Grundlagen. Kompletter politischer Bull Shit.

Was will der Autor hier schönreden?

Das war Politik. Politisches Gehabe.

Das hatte nichts, gar nichts mit Epidemiologie oder irgendwelchen Datengrundlagen zu tun.

Das war eine politische Machtdemonstration der herrschenden Klasse.

Merkel gestand dann als politischen Winkelzug ein wenig Schuld ein.

Doch das mit dem Entschuldigen und Um-Verzeihung-Bitten ist für Politiker ein zweischneidiges Schwert. Offen, aufrichtig und ehrlich vorgetragen und im richtigen Moment angebracht, hat es etwas Befreiendes und findet, wie hier geschehen, Unterstützung. Aber mit einer Entschuldigung wachsender politischer Unruhe den Stecker zu ziehen, das geht eben exakt nur ein einziges Mal in einer solchen Phase. So ein Weg kann sich schnell abnutzen und die Wirkung ins Gegenteil verkehren. (S. 115)

Und weil sich so was schnell abnutzt, hat sich bisher kein anderer Verantwortungsträger von damals entschuldigt? Weil sich das so schnell abnutzt?

Es gab Zeiten, da sind Politiker zurückgetreten, wenn sie Scheiße gebaut haben. Heutzutage klammert man sich verzweifelt an seine Posten, weil man in normalen Wirtschaft (wenn es die in Deutschland noch ausreichend geben würde) weniger verdienen würde oder mit seiner nicht vorhandenen Ausbildung und ohne echte Berufserfahrung auf Mindestlohn aufstocken müsste.

Infografik: So dürfen Sie Ostern (nicht) feiern | Statista

Lockdown – über den Wert der Freiheit

Am Rande einer Pressekonferenz, in der Bundesinnenminister Seehofer und ich zum Start des neuen gemeinsamen Krisenstabes unserer beiden Ministerien au raten, verabredeten wir, dass die ITB angesichts der Lage nicht stattfinden dürfe. Vor und hinter den Kulissen machten wir beide Druck auf den Berliner Senat, die Messe abzusagen, die am Mittwoch, 04. März, beginnen sollte. (S. 115f)

Bundespolitiker machen hinter den Kulissen Druck auf gewählte regionale Vertreter. Politischer Druck ohne valide Daten. Herr Spahn gibt das auch noch ganz offen zu, wie er, ohne jegliche Ahnung von Biologie, Epidemiologe, Mikrobiologie, Medizin oder was auch immer sonst noch nützlich gewesen wäre, seine Macht nutzt, andere Politiker in seine wahnhaften Vorstellungen hineinzuziehen.

Und als das nicht reicht, macht der die Fernandes und übt öffentlichen Druck aus.

Also entschied ich mich am 08. März 2020, einen anderen Weg zu wählen, den Weg des öffentlichen Drucks: Wenn ich als Bundesminister für Gesundheit dies öffentlich für notwendig erachten würde, würde kein Verantwortlicher mehr anders entscheiden können, ohne sich in enormen Rechtfertigungszwang zu begeben. (S. 116)

Was für eine miese Masche. Und er rühmt sich dessen auch noch. Widerlich.

Was also sollten wir der Runde vorschlagen, welche Bereiche des öffentlichen Lebens sollten zum Brechen der ersten Welle in Deutschland besser heruntergefahren, eingeschränkt oder geschlossen werden – und warum? Welche mussten, wie Supermärkte und Apotheken, in jedem Fall au leiben? (S. 188)

Herr Spahn hat(te) von der Thematik keine Ahnung, davon aber richtig viel. Was wollen wir vorschlagen. Warum?

Wie wäre es mit Daten?

Wie wäre es mit Studien?

Wie wäre es damit jemanden zu fragen, der von so etwas Ahnung hat?

Es gab für diese Situation keine Blaupause, keine Bundesregierung vor uns hatte sich je mit dieser Frage beschäftigen müssen. In der zweiten, dritten, vierten Welle, von Lockdown zu Lockdown, wusste man, aus eigenen und aus internationalen Erfahrungen und später aus Studien, von Mal zu Mal besser, welche Folgen welche Schließungen hatten und was den größten Unterschied machte. (S. 118)

Aus der zensierten, politisch genehmigten und gesteuerten Forschung hatten sie Daten, die ihre Vorgaben erfüllten.

Die Realität sah so aus: Nur Schaden und kein Nutzen.

Ich widerhole mich, aber das kann nicht oft genug gesagt werden:

2,11% weniger Wirtschaftswachstum für 0,05% weniger Infektionen und 0,02% weniger Fallsterblichkeit. Auch bei der Impfquote hat das Gängeln der Bevölkerung gerade mal 0,04% zusätzliche Menschen in die Spritze getrieben. Das hat sich richtig (nicht) gelohnt.

Die Wissenschaft konnte uns beraten, lieferte Fakten und Einschätzungen. Aber kein Virologe, kein Infektiologe und kein Mikrobiologe konnte uns die Aufgabe abnehmen, die notwendigen Abwägungen vorzunehmen und Entscheidungen zu treffen. (S. 118)

Warum hat die Politik nicht basierend auf den Fakten abgewogen? Die Kritiker haben alles korrekt vorhergesagt. Statt dessen hat die Politik ihnen genehme Wissenschaftler benutzt, die politischen Entscheidungen im nachhinein zu rechtfertigen. Das ist der rote Faden der sich durch die RKI-Files zieht.

Erst die politische Entscheidung, dann die passend hingebogene wissenschaftliche Entschuldiung.

So drastisch, so hart die Maßnahmen in Deutschland waren, waren sie trotzdem weniger einschneidend als in manch anderen europäischen Ländern. (S. 119)

Im Vergleich zu anderen europäischen Ländern wies Deutschland während der Corona-Pandemie eine überdurchschnittlich hohe und vor allem langanhaltende Strenge der Maßnahmen auf, gemessen am Oxford COVID-19 Government Response Stringency Index.

  • Höchstwerte: Deutschland erreichte seinen Maximalwert von 84 Punkten im Januar 2021 während des zweiten großen Lockdowns. Zum Vergleich: Im Juni 2021 hielt Deutschland mit 75 Punkten den höchsten Wert in Europa, gefolgt von Irland (74) und Portugal (70).

  • Durchschnittliche Strenge: Im Zeitraum von Januar 2020 bis Juni 2021 lag Deutschland mit einem Durchschnittswert von 60 gleichauf mit Spanien und hinter Italien (65), aber vor Frankreich (58).

  • Dauer der Maßnahmen: Während Länder wie das Vereinigte Königreich viele Beschränkungen bereits im Sommer 2021 (dem sogenannten “Freedom Day”) aufhoben, wurden die Maßnahmen in Deutschland beibehalten oder teilweise sogar verschärft.

  • Besonderheit Lockdown: Im Frühjahr 2020 wählte Deutschland einen vergleichsweise kurzen (6 Wochen), aber später startenden Lockdown im Vergleich zu Italien (10 Wochen)

    Image of a graph lightbox

(Grafik von google KI erstellt)

Was die Politik mit jeder neuen Erkenntnis über das Virus und nach jeder neuen Entwicklung des Infektionsgeschehens leisten musste, war ein Abwägen zwischen der individuellen Freiheit des Einzelnen und seiner Verantwortung für den Nächsten. (S. 120)

Und genau das hat man dann anscheinend doch lieber nicht gemacht. Eine entsprechende Schadensabwägung wurde von niemandem gemacht außer Stephan Kohn, einen damaligen Oberregierungsrat im Bundesministerium des Innern (BMI), der daraufhin gefeuert wurde.

Kohn warnte darin vor den massiven Kollateralschäden der Lockdown-Maßnahmen. Er argumentierte, dass die staatlichen Beschränkungen möglicherweise mehr Todesfälle (z. B. durch verschobene Operationen oder psychische Folgen) verursachen könnten als das Virus selbst und bezeichnete die Pandemie korrekt als „globalen Fehlalarm“.

Bis heute ist Stephan Kohn nicht rehabilitiert.

Wenn Daten zeigen, dass eine Maßnahme nutzlos ist, kippt die verfassungsrechtliche Abwägung: Ein Eingriff in die individuelle Freiheit ohne nachweisbaren Nutzen für den Nächsten verliert seine Legitimation.

Uns ging es nie darum, jede Ansteckung, jeden Krankheitsfall, jeden Todesfall zu vermeiden, so hart das auch klingen mag. Gesundheit zu schützen war das prioritäre Ziel, aber nie das absolute. (S. 122)

Warum ging es der Politik dann? Die Vorbereitung des Great Reset? Die Vernichtung der deutschen Industrie? Für wen hat die Politik gearbeitet und für wen arbeitet sie aktuell? Sicherlich nicht für die deutsche Bevölkerung.

»Boah, ich könnte das nicht.«

Dieses Unterkapitel glänzt nur darin, wie Herr Spahn jene, die es von Anfang an besser wussten verunglimpft uns so seine eigene Ignoranz betont.

auf den bereitgestellten Bänken, dahinter hatten sich auf der einen Seite Dutzende Corona-Leugner lautstark versammelt, […] Nach meiner kurzen Rede, die in dem Lärm fast unterging, nahm ich das Mikrofon, verließ das Rednerpult und ging runter bis zur Absperrung, wo die Corona-Leugner standen, und versuchte, mit dem Mikrofon in der Hand mit ihnen zu diskutieren. (S. 124)

Er versucht zu diskutieren, statt sich die Argumente anzuhören und ein wenig nachzudenken. Indem er sein Gegenüber in der Diskussion durch den Begriff Corona-Leugner diffamiert, ist bereits klar, wessen Geistes Kind Herr Spahn ist. Sicherlich niemand, der Daten als Basis seines Handelns hat.

Zu konflikthaften Begegnungen kam es aber auch, wenn mir Pflegekräfte mit Trotz in der Stimme sagten, sie wollten sich nicht impfen lassen, wie bei einer Veranstaltung des Abgeordneten Marc Biadacz (CDU) am Abend des 19. August 2021 in Herrenberg. Ich antwortete: »Diese Einstellung können Sie ja vertreten, es ist Ihre freie Entscheidung. Aber ich finde, das passt nicht zu Ihrem Beruf in der Pflege. Weil Sie dadurch andere gefährden, statt sie zu schützen.« Ich habe dann stets auf die große Mehrheit der Pflegekräfte verwiesen, die sich bewusst impfen lassen wollten, um die ihnen Anvertrauten zu schützen. (S. 128)

Dazu als Kontrast Herr Spahn Aussage zum Fremdschutz:
Es war nie Ziel, auch der WHO nicht bei der Impfstoffentwicklung äh äh, dass es äh zu Infektionsschutz gegenüber äh Dritten kommt.”

Verklausuliert steht es tatsächlich auch in seinem Buch:

Eine verpflichtende Impfung bleibt in der Abwägung auch deswegen falsch, weil eine Impfung – leider – eine Infektion anderer nicht dauerhaft und sicher vermeidet. Auch geimpftes Personal muss in der Pandemie zum Schutz der Bewohnerinnen und Bewohner sowie der Patientinnen und Patienten weiterhin regelmäßig getestet werden. (S. 129(

Ich war, bin und bleibe ein Anhänger der These, dass Dialog besser ist als Zwang, besonders in Stresssituationen. Anfang 2022 wurde eine Impfpflicht für Gesundheitsberufe eingeführt. Obwohl ich das Ziel einer möglichst hohen Impfquote im Gesundheitswesen teile, halte ich diesen Weg nicht für den richtigen. Er hat die Debatte unter Pflegekräften weiter zugespitzt, den Frust bei vielen erhöht und zudem die bisherigen überschaubaren Erfolge gefährdet und die Personalnot verschärft. (S. 128)

Weil er für Dialog statt Zwang ist, wollte er eine Impfpflicht für ein experimentelles Produkt, von dem ihm klar war, dass es keinen Schützt, schon gar nicht die alten Menschen vor dem Pfleger.

In der 12. Sitzung der Enquete-Kommission am 15. Dezember 2025 lehnte Jens Spahn übrigens eine generelle Amnestie für Corona-Verstöße ab:

SV Tom Lausen: Herr Spahn, es tut mir leid. Das ist alles nicht meine Frage. Bitte sagen Sie mir, ob Sie ein Amnestie-Gesetz befürworten und das unterstützen.

Jens Spahn (Bundesminister für Gesundheit a. D.): In der Pauschalität: Nein, weil es geht ja um die Frage: Amnestie für wen, für was –

So viel zum Thema Dialog und “Wir werden einander viel verzeihen müssen”.
Herr Spahn ist nicht bereit zu verzeihen.

Warum sollten wir ihn also verzeihen?

In der christlichen Theologie und der Bibel wird die Vergebung oft untrennbar mit dem Prozess der Einsicht (Sündenerkenntnis), der Reue (Zerknirschung) und der Umkehr (Buße) verknüpft. Während Gott seine Gnade bedingungslos anbietet, ist das Empfangen dieser Vergebung an die Bereitschaft des Menschen gebunden, sein Fehlverhalten anzuerkennen.

„Wer seine Missetat leugnet, dem wird’s nicht gelingen; wer sie aber bekennt und lässt, der wird Barmherzigkeit erlangen.“ Sprüche 28,13

„So tut nun Buße und bekehrt euch, dass eure Sünden getilgt werden.“ Apostelgeschichte 3,19

„Hütet euch! Wenn dein Bruder sündigt, so weise ihn zurecht; und wenn es ihn reut, so vergib ihm.“ Lukas 17,3:

Dieser Teil hat mir echt schlechte Laune gemacht und war für mich Wutverarbeitung.


Unterstützungsmöglichkeiten:

Bücherwunschzettel: https://www.amazon.de/registries/gl/owner-view/30LG3DJ4ET90L?ref_=list_d_gl_lfu_nav

Andere Unterstützungsmöglichkeiten für Holgers und meine Forschung:

  • Konto für Unterstützung für das Projekt Scan 2000

    Dr. Merse DE34 4305 0001 0302 7851 75 Sparkasse Bochum

  • Horst Reissner: IBAN DE51 4401 0046 0406 4514 67

  • Dr. S. Stebel: https://ko-fi.com/einmalmitprofisarbeiten

1

(4) Sabine Stebel 🐝🐭 auf X: „@BMG_Bund Stehen Sie im Rückblick noch zu dieser Aussage, oder hatten die „Verschwörungstheoretiker“ Recht #rkifiles“ / X

3

Kargı, B., & Coccia, M. (2026). Reduced effectiveness of strict containment policies in the presence of pandemic crisis in society and environment. Environment Development and Sustainability. https://doi.org/10.1007/s10668-026-07309-1 https://link.springer.com/article/10.1007/s10668-026-07309-1

5

Covid-19: A comparative analysis of support measures in Germany, France, Italy and Spain. (n.d.). economic-research.bnpparibas.com. https://economic-research.bnpparibas.com/html/en-US/Covid-19-comparative-analysis-support-measures-Germany-France-Italy-Spain-7/1/2021,43284

6

Cascini F, Failla G, Gobbi C, Pallini E, Hui J, Luxi W, Villani L, Quentin W, Boccia S, Ricciardi W. A cross-country comparison of Covid-19 containment measures and their effects on the epidemic curves. BMC Public Health. 2022 Sep 17;22(1):1765. doi: 10.1186/s12889-022-14088-7. PMID: 36115936; PMCID: PMC9482299. https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC9482299/

8

Sachverständige Ausarbeitung von Stephan Kohn. (n.d.). https://fragdenstaat.de/anfrage/sachverstandige-ausarbeitung-von-stephan-kohn/

9

BITTEL TV. (2025, December 17). Spahn: “Fremdschutz war NIE das Ziel” – Wie bitte???? – #wirvergessennicht [Video]. YouTube.

👁 4 Aufrufe 👤 4 Leser

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert