Nord-Stream-Prozess gegen Ukrainer in Hamburg eröffnet

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Vor dem Hanseatischen Oberlandesgericht in Hamburg hat am Mittwoch, 14. Oktober 2026, der Prozess gegen den ukrainischen...

apolut.net📅 14.10.2026
Nord-Stream-Prozess gegen Ukrainer in Hamburg eröffnet

Vor dem Hanseatischen Oberlandesgericht in Hamburg hat am Mittwoch, 14. Oktober 2026, der Prozess gegen den ukrainischen Staatsbürger Serhii K. begonnen. Die Bundesanwaltschaft wirft dem 50-Jährigen vor, eine Gruppe von Saboteuren bei der Sprengung der Pipelines Nord Stream 1 und 2 im September 2022 angeführt zu haben. Es handelt sich um den ersten Strafprozess zu den Anschlägen.

K. soll nach Darstellung der Anklage gemeinsam mit zivilen Tauchern und Militärangehörigen Sprengsätze in rund 80 Metern Tiefe angebracht haben. Ihm werden unter anderem ein Kriegsverbrechen durch den Angriff auf zivile Objekte, das Herbeiführen einer Sprengstoffexplosion, die Zerstörung von Bauwerken und die Störung öffentlicher Betriebe vorgeworfen. Der Angeklagte will nach bisherigen Angaben schweigen.

Der Prozess gilt wegen der politischen Folgen als besonders brisant. Im Mittelpunkt steht auch die Frage, ob ukrainische staatliche Stellen von der Operation wussten oder sie unterstützten. Die Bundesanwaltschaft hält K. für einen der Köpfe der mutmaßlichen Sabotagegruppe; eine politische Verantwortung der ukrainischen Führung ist damit nicht festgestellt. Vor dem Gericht versammelten sich sowohl Unterstützer der Ukraine als auch BSW-Anhänger, die einen Untersuchungsausschuss fordern. Mehr als 100 Medienvertreter waren nach Angaben des Gerichts akkreditiert.

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Bildquelle: Viacheslav Lopatin / shutterstock

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