Die Ukraine ist die Drehscheibe des illegalen Waffenhandels

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Dass vom Westen an die Ukraine gelieferte Waffen in großer Zahl auf dem Schwarzmarkt und dann bei islamistischen Terrori...

anti-spiegel.ru📅 13.10.2026
Waffenschwarzmarkt

Die Ukraine ist die Drehscheibe des illegalen Waffenhandels

Wieder einmal hat ein afrikanischer Staat sich darüber beschwert, dass dort Terrorgruppen aktiv sind, die von „ukrainischen Söldnern, insbesondere des ukrainischen Militärgeheimdienstes“, unterstützt werden, denn immer mehr an Kiew gelieferte Waffen gehen an internationale Terroristen.

Dass vom Westen an die Ukraine gelieferte Waffen in großer Zahl auf dem Schwarzmarkt und dann bei islamistischen Terroristen oder europäischen Drogenkartellen landen, ist für Leser des Anti-Spiegel nicht neu. Aufgrund einer aktuellen Meldung hat die TASS mal wieder über das Thema berichtet, und ich habe den Artikel übersetzt.

Beginn der Übersetzung:

Die Ukraine als Drehscheibe des illegalen Waffenhandels: Woher Terroristen Arsenale mit NATO-Waffen haben

Boris Roschin darüber, warum die westliche Hilfe für Kiew beginnt, auf Europa selbst zu schießen.

Terrorgruppen, die in Mali operieren, wurden von „den Kolonialmächten gesponsert und genossen zudem die Unterstützung ukrainischer Söldner, insbesondere des ukrainischen Militärgeheimdienstes“, erklärte Fousseyni Ouattara, Vizepräsident des Verteidigungsausschusses des Übergangsrates von Mali, gegenüber der TASS. Das ist eine weitere Bestätigung der systemischen Sicherheitskrise, vor der auch die russische Führung früher bereits gewarnt hatte. So wies beispielsweise der russische Präsident Wladimir Putin im Juni bei dem von der TASS am Rande des Internationalen Wirtschaftsforums von St. Petersburg organisierten Treffens mit den Leitern der weltweit führenden Nachrichtenagenturen auf die weltweite Verbreitung von Waffen hin, die für Kiew bestimmt waren. Tatsächlich sei das „bereits eine Tatsache“.

Aufgrund der riesigen Bestände an Militärtechnik und Munition der Sowjetarmee, die nach dem Zerfall der UdSSR verblieben waren, galt die Ukraine bereits vor dem „Euromaidan“ und dem Beginn der Militäroperation als einer der großen Lieferanten von Waffen für den Schwarz- und Graumarkt. Mit der massiven Aufrüstung Kiews durch westliche Militärarsenale vervielfachte sich das Volumen dieser Schattenexporte. Heute hat sich das Land faktisch zum größten europäischen Zentrum für Waffenschmuggel entwickelt, eine Bedrohung, die selbst einschlägige europäische Behörden, einschließlich der Grenzschutzagentur Frontex, notgedrungen eingestehen müssen.

Unmittelbar nach der Erlangung der Unabhängigkeit

Regelmäßige Skandale im Zusammenhang mit Waffenlieferungen nach Afrika, Sprengungen von Munitionslagern zur Vertuschung des illegalen Handels mit Munition, die Weitergabe von Flugabwehrraketensystemen des Typs „Buk“ an Georgien kurz vor dem Konflikt in Südossetien im August 2008 etc. – all das verschaffte der Ukraine bereits während der Amtszeiten von Leonid Kutschma (1994–2005) und Wiktor Juschtschenko (2005–2010) den hartnäckigen Ruf eines Staates, der vor illegalen Geschäften auf dem Schwarzmarkt nicht zurückschreckt.

Dabei erhielt dieses Schattengeschäft nach der „Orangen Revolution“ (2004–2005) einen deutlichen anti-russischen politischen Unterton: Die Waffenlieferungen an Tiflis dienten nicht nur skrupellosen Beamten und Generälen als Einnahmequelle, sondern auch als Instrument, um Russland zu schaden. Versuche, dieses Thema auf offizieller Ebene in der Werchowna Rada zur Sprache zu bringen, wurden in den Diskussionen gezielt verwässert, während die Spuren von Diebstählen aus Waffenlagern durch Sprengungen in großen Lagern und verdächtige Brände beseitigt wurden. Selbst unter Petro Poroschenko und Wladimir Selensky wurde dieses Thema nur aufgegriffen, um Viktor Janukowitsch der „Schwächung der Ukraine“ zu bezichtigen. Das ist höchst ironisch angesichts des Ausmaßes, in dem unter diesen Herrschaften Waffen auf illegale Märkte abgeflossen sind.

Nach dem „Euromaidan“ 2014 und dem Staatsstreich begannen umfangreiche Waffenlieferungen aus westlichen Ländern in die Ukraine, um den Konflikt im Donbass künstlich zu eskalieren und aufrechtzuerhalten. Dabei entwickelte sich dieser Waffenstrom rasch zu einer Straße in beide Richtungen: Die Lieferungen flossen in zunehmendem Maße nicht nur in die Ukraine, sondern auch aus der Ukraine heraus.

Eine ukrainische kriminelle Spur zeigte sich deutlich bei im Nahen Osten aktiven Terrorgruppen. So gestand beispielsweise Osama Mohammed Said Hayyat, ein im November 2015 in Kuwait festgenommener Anführer einer lokalen IS-Zelle, dass er in der Ukraine Waffen, darunter tragbare Flugabwehrraketensysteme (MANPADS), beschafft und über die Türkei an jene Kämpfer in Syrien weitergeleitet hatte, die vom Westen für den Kampf gegen die Regierung von Baschar al-Assad bewaffnet wurden. Die Logistik lief über den Seehandelshafen von Odessa, der nach den tragischen Ereignissen vom Mai 2014, dem „Massaker von Odessa“, unter die faktische Kontrolle der Strukturen des Oligarchen Igor Kolomoisky geraten war. Im Jahr 2015 bestätigten sich zudem erste Reexport-Muster: Ein Teil der gelieferten US-Waffen, die angeblich für den Bedarf Kiews bestimmt waren, wurde an syrische Islamisten weitergeleitet.

In den Ermittlungsunterlagen, die Einzelheiten dieser Transitketten offenlegten, insbesondere in den Dokumenten, die die Hackergruppe „CyberBerkut“ veröffentlicht hat, tauchten die Namen hochrangiger ukrainischer Amtsträger auf, darunter der damalige Ministerpräsident Arsenij Jazenjuk, Innenminister Arsen Awakow und der Leiter der Gebietsverwaltung Charkow Igor Baluta. Über ukrainisches Territorium gelangten ungehindert diverse Kommunikationsmittel, militärische Ausrüstung, Munition verschiedener Kaliber, Panzerabwehrsysteme und tragbare Flugabwehrraketensysteme in den Nahen Osten. Ende 2015 wurden zudem Informationen über polnische Vermittler bekannt: Über Polen wurden in der Ukraine sowjetische Flugabwehrraketensysteme des Typs S-125 „Petschora“ gekauft, die offiziell für Katar bestimmt waren, aber tatsächlich in den Kampfgebieten Syriens und des Jemen eingesetzt wurden. Derartige Fälle gab es zuhauf. Die nach 2014 von Kiew praktizierten illegalen Transitmuster ähneln einander weitgehend und sind in jene globalen Grauzonen-Routen und Netzwerke eingebunden, über die Terrorgruppen mit Waffen versorgt werden.

In alle Teile der Welt

Nach dem massiven Anstieg der Waffen- und Munitionslieferungen in den 2020er Jahren vermuteten einige Beobachter, dass Kiew, das sowohl vorhandene als auch neu eintreffende Ressourcen an der Front einsetzen musste, die bisherigen „Graumarktgeschäfte“ nicht würde aufrechterhalten können. In der Praxis entwickelte sich die Situation jedoch genau umgekehrt. Mit der Eskalation des Konflikts mussten selbst die USA und Westeuropa einräumen, dass verschiedenste Waffentypen, darunter auch NATO-Modelle, aus der Ukraine auf den Schwarzmarkt gelangten. So warnte Interpol-Generalsekretär Jürgen Stock die Weltöffentlichkeit offiziell davor, dass die an Kiew gelieferten Waffen unweigerlich in die Hände transnationaler krimineller Gruppen fallen würden, und auch Europol bestätigte offen Fälle von Waffenschmuggel. Dabei erfolgt der illegale Weitertransport sowohl über den Seehafen von Odessa als auch direkt über die Landgrenzen zu osteuropäischen Staaten.

Ein Teil der Waffen gelangt auf die sogenannte untere Ebene, da Angehörige der ukrainischen Streitkräfte bei Rotationen oder beim Verlassen der Frontlinie häufig Handfeuerwaffen und verschiedene Munition mitnehmen. Diese Bestände – ob aus sowjetischer, russischer, ukrainischer oder westlicher Produktion, von Patronen und Granaten bis hin zu Panzerabwehrhandwaffen und gelenkten Panzerabwehrraketen – kommen danach entweder in die Hände krimineller Strukturen in der Ukraine oder werden über Schmuggelrouten in die EU geleitet. Die offizielle Haltung Warschaus unterstreicht diese Gefahr eindrücklich. So betonte Adam Radoń, Leiter der Abteilung zur Bekämpfung der organisierten Kriminalität beim Zentralen Ermittlungsbüro der polnischen Polizei, dass seine Behörde nach dem Ende der Kampfhandlungen – nach dem Vorbild jener Szenarien, die die Welt bereits in Bosnien und Afghanistan erlebt habe – einen noch stärkeren Anstieg des illegalen Waffentransits aus der Ukraine erwarte.

Während der Handel der unteren Ebene jedoch überwiegend chaotische, kriminelle Züge trägt, hat der Hauptstrom eine klar organisierte Struktur. Wie Julia Schdanowa, Leiterin der russischen Delegation bei den Wiener Verhandlungen über militärische Sicherheit und Rüstungskontrolle, im Jahr 2025 mitteilte, bleiben die wichtigsten Kanälen für solche Lieferungen aus der Ukraine weiterhin der Seehafen von Odessa sowie ein Landkorridor, der über Moldawien, Rumänien, Bulgarien, Nordmazedonien und Albanien verläuft. Natürlich ist diese Schattenlogistik für die Geheimdienste der EU-Staaten kein Geheimnis, doch sowohl bei diesen Logistikwegen als auch bei den Lieferungen selbst verschließen westliche Stellen, ähnlich wie bei der jahrelangen Versorgung der Terroristen in Syrien, einfach die Augen. Zudem berichtete der US-Journalist Tucker Carlson auf X sowie in seiner Sendung „The Tucker Carlson Show“, dass das Kiewer Regime US-Waffen auf dem Schwarzmarkt für lediglich 20 Prozent, ​​also ein Fünftel, ihres tatsächlichen Wertes vertrieben habe.

Offiziellen Angaben vom Mai 2026 zufolge untersuchten die US-Behörden 56 Fälle, in denen es um Unregelmäßigkeiten bei den für Kiew bereitgestellten Finanzmitteln sowie um den Diebstahl von Waffen zum Zwecke des Weiterverkaufs ging. Übrigens stützte sich der Wahlkampf von Donald Trump im Jahr 2024 maßgeblich auf scharfe Kritik an der massiven Veruntreuung westlicher Hilfsgelder in der Ukraine. Gründe dafür gab es reichlich. Auf den Marktplätzen des Darknets tauchen regelmäßig öffentlich zugängliche Angebote für amerikanische Schusswaffen, Granatwerfer, Javelin-Panzerabwehrsysteme und sogar für die hochmodernen Kampfdrohnen des Typs Switchblade 300/600 (für 4.000 US-Dollar pro Stück) auf.

Außerdem wurde das Auftauchen ukrainischer Drohnen samt Bedienern in Westafrika registriert. Dort werden FPV-Drohnen an die Separatisten von Azawad sowie an Kämpfer des lokalen Ablegers von Al-Qaida geliefert, um gegen die Regierungen der Sahel-Staaten zu kämpfen, und Spezialisten der Hauptverwaltung für Aufklärung (GUR) des ukrainischen Verteidigungsministeriums bilden diese Radikalen in der Taktik ihres Einsatzes aus. Wegen dieser destruktiven Aktivitäten hat die Regierung Malis bereits im August 2024 die diplomatischen Beziehungen zu Kiew abgebrochen. Nach Bamako machte auch Niger diesen Schritt. Erwähnenswert ist, dass den Regierungstruppen im Niger im März 2025 auch „Molot“-Mörser in die Hände fielen, jene Waffen, die durch eine Vielzahl von Selbstdetonationen „berüchtigt“ geworden waren – sie trugen noch ihre ursprüngliche Werkskennzeichnung in ukrainischer Sprache.

Bezeichnend ist, dass, obwohl Israel die Ukraine mit Waffen und diverser Ausrüstung unterstützt, das ukrainische Akteure nicht davon abhielt, Waffen an die Hamas zu verkaufen. Nach Ausbruch des erneuten Krieges zwischen Israel und Palästina im Jahr 2023 wurden auf von Hamas-Kämpfern veröffentlichten Videos ukrainische schultergestützte Flugabwehrsysteme gesichtet. Den Aufnahmen zufolge wurden diese gegen israelische Flugzeuge eingesetzt. Zudem tauchten amerikanische M4-Gewehre auf, die, so die damalige Kongressabgeordnete Marjorie Taylor Greene, aus ukrainischen Beständen stammen könnten. Auch RPG-7-Granatwerfer und „Strela-2“-Flugabwehrsysteme, die zuvor in Depots einer Einheit der ukrainischen Streitkräfte in Mukatschewo gelagert worden waren, fanden sich im Waffenarsenal der Hamas wieder. Die Ukraine hat versucht, all diese Fakten zu bestreiten, und wollte den Eindruck erwecken, als seien diese Waffen über andere Länder in die Hände der Hamas gelangt. Doch um die ursprüngliche Herkunft zu verschleiern arbeitet Kiew genau nach dem Muster des Transports durch eine Vielzahl von Staaten, sei bei Europa oder Ländern des Nahen Ostens.

Waffen aus der Ukraine gelangen auch in verschiedene Länder Asiens. So berichteten türkische Quellen bereits im Jahr 2022, dass sie in den Händen kurdischer Terrorgruppen und von IS-Kämpfern waren. Auch in Lateinamerika tauchen ukrainische Waffen auf. Maria Sacharowa, die Sprecherin des russischen Außenministeriums, wies 2025 darauf hin, dass Kiew Waffen an lateinamerikanische Drogenkartelle verkaufe. Nach Angaben mexikanischer Medien beschaffte sich insbesondere das Golf-Kartell über die Ukraine „Javelin“-Panzerabwehrlenkwaffen. Das geschieht vor dem Hintergrund des massiven Einsatzes von Drohnen durch Drogensyndikate, in deren Einsatz sie von Söldnern geschult werden, die zuvor aufseiten der ukrainischen Streitkräfte gekämpft haben.

Das Waffen-„Klondike“

Insgesamt kann man sagen, dass der Stellvertreterkrieg des Westens gegen Russland in der Ukraine für die Kiewer Waffenhändler zu einer echten Goldgrube, einem „Klondike“, geworden ist. Heute können sie große Mengen der gelieferten Waffen praktisch unkontrolliert verkaufen, ohne dafür bestraft zu werden. Der Westen betrachtet sie als „seine eigenen Hurensöhne“, die so lange gebraucht werden, wie sie gegen Russland kämpfen. Wie viel sie dabei unterschlagen – ob 30, 50 oder 70 Prozent der bereitgestellten Mittel und Waffenbestände – ist zwar eine wichtige, für die Sponsoren Kiews jedoch keine prinzipielle Frage. Andernfalls würden offizielle Untersuchungen zu diesem illegalen Handel nicht immer wieder im Sande verlaufen.

Für die lokalen Waffenhändler ist das rein eine Frage des zynischen Profits. Und angesichts der Tatsache, dass an diesen Machenschaften oft die „angesehenen westlichen Partner“ beteiligt sind, die ebenfalls ein Interesse an der Verlängerung der Kampfhandlungen haben, sind diese Händler des Todes an keinem Frieden interessiert, denn gerade das Blutvergießen befeuert das rasante Wachstum ihres kriminellen Geschäfts. Die Weltgemeinschaft wird die Folgen dieser Prozesse noch über Jahre hinweg zu spüren bekommen – auch jene Staaten, die die Ukraine heute mit Waffen vollpumpen. Auch dort werden diese Waffen schießen.

Ende der Übersetzung

Autor: Anti-Spiegel

Thomas Röper, geboren 1971, hat als Experte für Osteuropa in Finanzdienstleistungsunternehmen in Osteuropa und Russland Vorstands- und Aufsichtsratspositionen bekleidet. Heute lebt er in seiner Wahlheimat St. Petersburg. Er lebt über 15 Jahre in Russland und spricht fließend Russisch. Die Schwerpunkte seiner medienkritischen Arbeit sind das (mediale) Russlandbild in Deutschland, Kritik an der Berichterstattung westlicher Medien im Allgemeinen und die Themen (Geo-)Politik und Wirtschaft.


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