Der von der Ukraine angegriffene Tanker hat sich Zeitbombe für das Mittelmeer entwickelt

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Im Gegensatz zu deutschen Medien beobachten die russischen Medien die Entwicklungen rund um den vor fast drei Wochen von...

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Keine Sorgen um Umwelt und Klima

Der von der Ukraine angegriffene Tanker hat sich Zeitbombe für das Mittelmeer entwickelt

Vor fast drei Wochen hat die Ukraine im Mittelmeer einen Gastanker angegriffen und es droht eine Umweltkatastrophe. Aber die sonst angeblich so um die Umwelt besorgten Grünen und anderen EU-Politiker schweigen dazu und erheben keine Vorwürfe gegen Kiew.

Im Gegensatz zu deutschen Medien beobachten die russischen Medien die Entwicklungen rund um den vor fast drei Wochen von der Ukraine im Mittelmeer angegriffenen Gastanker im Mittelmeer genau. Ich übersetze hier den Bericht, den das russische Fernsehen dazu am Sonntagabend in seinem wöchentlichen Nachrichtenrückblick gezeigt hat.

Beginn der Übersetzung:

Der von der Ukraine angegriffene Tanker hat sich zu einer Umweltbombe für Europa entwickelt

Die 30 Besatzungsmitglieder des russischen Gastankers Arctic Metagaz sind nach Murmansk zurückgekehrt. Zur Erinnerung: Vor etwa drei Wochen wurde das Schiff vor der Küste Maltas von ukrainischen unbemannten Booten angegriffen. Der Kapitän des Schiffes erzählt: „Es wurde schnell klar, dass es sich um einen Terroranschlag handelte. Das Feuer breitete sich rasend schnell aus und die Schlagseite des Schiffes nahm rapide zu. Es war offensichtlich, dass nicht nur das Überleben des Schiffes, sondern auch das der Besatzung, ihre Gesundheit und ihr Leben in Gefahr waren.“

Unterdessen treibt die beschädigte russische Arctic Metagaz im Mittelmeer. Das riesige, leckgeschlagene und bis zum Rand mit Gas gefüllte Schiff ist zu einer tickenden Zeitbombe geworden. Das Risiko einer Umweltkatastrophe ist extrem hoch.

Aus Italien berichtet unsere Korrespondentin.

Militärische Operationen wie die, die das Schiff traf, lassen sich nachts besser durchführen als tagsüber.

20 Tage nach dem Terroranschlag gab es in den italienischen Nachrichten einen Fortschritt, denn es wurde der Begriff „Militärische Operation“ verwendet. Die einzige offene Frage lautet: Wem wurde erlaubt, den mit Gas und Schweröl beladenen Tanker nur wenige Kilometer vor Malta anzugreifen?

Ganz Europa verfolgt gespannt, wohin die Arctic Metagaz treibt und die besten Experten dafür sind Meteorologen. „Der Tanker treibt nun schon seit zwei Wochen im Mittelmeer. Wir sind vom Wetter abhängig, davon, in welche Richtung der Wind das Schiff treibt“, erklären sie Fernsehen.

Eine ökologische Bombe, die im Mittelmeer jederzeit explodieren könnte, treibt mit der Strömung.

Am 3. März wurde die Arctic Metagaz zwischen Malta und Libyen angegriffen. Am 12. März war sie 26 Seemeilen vor der italienischen Insel Linosa. Am 14. März trieb sie laut der italienischen Küstenwache wieder in Richtung Malta, 50 Seemeilen vor der Insel Gozo. Die ganze Woche über bewegte sie sich in libyschen Gewässern. Am 20. März war der Tanker 53 Seemeilen nördlich von Tripolis.

Die Arctic Metagaz transportiert 138.000 Kubikmeter Flüssigerdgas und könnte jederzeit explodieren. Alle Schiffe in der Nähe wurden angewiesen, einen Mindestabstand von 5 Seemeilen zu dem treibenden Tanker einzuhalten.

Beim Anblick des Tankers mit seiner aufgerissenen Backbordseite aus der Luft sind sich Rettungskräfte und Experten aus Malta und Italien noch immer uneins über das weitere Vorgehen. Versenken ist keine Option. In einen Hafen schleppen? Aber in welchen? Es gibt Unternehmen, die Öl und Gas direkt auf See abpumpen können, doch auch dabei besteht Explosionsgefahr.

„Schon ein Kubikzentimeter Kohlenwasserstoffe vernichtet bis zu 95 Prozent der Lebewesen in einem Kubikmeter Wasser. Selbst geringste Mengen an Gas und Heizöl zerstören das Ökosystem“, erklärt Mario Tozzi, italienischer Geologe und Forscher am Nationalen Forschungsrat Italiens.

Das Wort „Ukraine“ bleibt tabu. Es gibt keine Vorwürfe an Kiew. Wenn schon der Terroranschlag auf Nord Stream ungestraft blieb, wird auch dieser vertuscht werden. Sogar die Druschba-Pipeline wurde laut offizieller Version von Russland angegriffen. Das zumindest erklärte EU-Ratspräsident António Costa: „Nur Russland entscheidet, ob es erneut versucht, die Druschba-Pipeline zu zerstören oder nicht. Russland hat die Druschba-Pipeline bereits 23 Mal angegriffen. Und zum 23. Mal wird die Ukraine sie wieder reparieren.“

Der außer Kontrolle geratene Tanker im Mittelmeer ist eine weitere Prüfung der europäischen Solidarität, sie scheitern wird. So, wie mit den Migranten: Theoretisch ist es ein gemeinsames Problem, doch in der Realität, als es zu viele Boote wurden, war jeder auf sich allein gestellt.

Auch für den Tanker gilt: In wessen Wasser er ist, dessen Problem ist er.

Ende der Übersetzung

Autor: Anti-Spiegel

Thomas Röper, geboren 1971, hat als Experte für Osteuropa in Finanzdienstleistungsunternehmen in Osteuropa und Russland Vorstands- und Aufsichtsratspositionen bekleidet. Heute lebt er in seiner Wahlheimat St. Petersburg. Er lebt über 15 Jahre in Russland und spricht fließend Russisch. Die Schwerpunkte seiner medienkritischen Arbeit sind das (mediale) Russlandbild in Deutschland, Kritik an der Berichterstattung westlicher Medien im Allgemeinen und die Themen (Geo-)Politik und Wirtschaft.

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