Regeln zum Umgang mit KI

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Es ist sehr lustig, wenn eine KI die andere KI kritisiert

drbine.substack.com📅 21.09.2026

Es kam nun schon einige Mal vor, dass ich KI Analysen meiner (IFG-)Artikeln bekam, die der KI Analyse der originalen Daten widersprachen.

Ein schönes Beispiel ist dieser Artikel, der die Aussagen von Perplexity als überspitzt einordnet.

Gesundheitsnewsletter KI und SV40 in Impfstoffen – was kann das bedeuten – wann lohnt sich wo eine Nachuntersuchung und wenn ja, dann welche? – Welche Fragen sind für das Verständnis von Studienergebnissen essentiell? (n.d.). https://t3cee995f.emailsys1a.net/mailing/143/9446700/18136667/2153/79d9a8f594/index.html

Das zeigt die Schwächen der User im Umgang mit KI und dass sie nicht wissen, wie die KI arbeitet.

Ich werde hier nun kurz meine eigenen Erfahrungen schildern und was man tun oder nicht tun sollte.

KI ist ein Werkzeug, nicht mehr.

KI ist dumm.

KI greift auf Wissen im Netz zurück, das andere Menschen generiert haben.

KI kann nicht selbstständig denken, sie simuliert den Denkprozess mit Fähigkeiten des Anforderungsbereichs 1 (das erklärt der Artikel genauer).

1. Die Quelle beeinflusst die Einschätzung der KI

Eine Anwältin wollte es sich einfach machen und wollte meine IFG Analysen nutzen, um ihre KI zu füttern.
GANZ SCHLECHTE IDEE!!!!!

Sie bekam komplett andere Ergebnisse als ich. Zum Schluss habe ich ihre Fragen von meiner KI bearbeiten lassen und sie hat Listen und Tabellen bekommen, die das enthielten, was sie brauchte.

Substack ist von der KI geflaggt und wird vollkommen anders behandelt, als wenn man die Originaldaten nutzt.

Also NIE, NIE die KI mit Substack Artikeln füttern!!

(Ausnahme die Erklärvideos, die ich erstelle. Der Befehle lautet ganze einfach: “Erstelle ein Erklärvideo.”)

IMMER die Original Daten in die KI laden und zwar von der ORIGINAL QUELLE!!!

Das heißt explizit, dass die KI bei IFG Anfragen die Daten von der FragdenStaat oder ASKEMA Seite selbst ziehen muss.

Das ist super wichtig!

Die KI weiß dadurch nämlich, dass es sich um eine offizielle, staatliche Quellen handelt und wird die Daten somit automatisch anders bewerten und klassifizieren.

Die staatliche Quelle muss der KI immer mitgeteilt werden, so dass sie das prüfen kann. Wenn man die Dateien selbst hoch lädt, muss man der KI unbedingt sagen, wo man diese her hat, auf die staatliche Seite referenzieren und schon bald fängt sie an, die Quellenverweise auf die ursprüngliche IFG Seite zu referenzieren.

Dieser Schritt ist absolut essentiell!

Quellen immer angeben lassen

Es ist auch absolut essentiell, dass die KI jede einzelne Quelle, die sie nutzt, referenziert. Jede einzelne Quelle!!! Und zwar so, dass man diese Quelle selbst prüfen kann! Das verhindert Halluzination und man kann die verwendete Quellen selbst prüfen und kontrollieren.

Es hat eine Weile gedauert, bis Perplexity das gelernt hatte. Das waren einige harte Diskussionen und Revisionen. Nun rückt sie automatisch die internen Markdown (md) Dateien heraus. Ich kann nun automatisch immer wählen zwischen md, pdf oder docx. Das war nicht immer so.

Nur Operatoren des Anforderungsbereiches 1 nutzen

Durch die diversen IFG Daten, mit denen ich Perplexity trainiert habe, greift die von mir trainierte KI natürlich auf ein anderes Hintergrundwissen zurück, als andere KIs, die sich im Netz beim Mainstream bedienen.

Absolut wichtig im Umgang mir KI: Operatoren aus dem Unterricht verwenden ABER nur Anforderungsbereich 1, auf keinen Fall die anderen Anforderungsbereiche nehmen, da fängt die KI an Blödsinn zu erzählen.

Keine W-Fragen, auf keinen Fall. Operatoren wurden entwickelt, um renitenten Schülern ausweichende, aber korrekte Antworten, unmöglich zu machen.

Der Anforderungsbereich I (AFB 1) im Sprach- und Deutschunterricht umfasst die reine Reproduktion von Wissen und Kenntnissen. Schülerinnen und Schüler müssen hier gelernte Inhalte, Fachbegriffe, Textaussagen oder eingeübte Arbeitstechniken fehlerfrei wiedergeben (benennen), vergleichen, beschreiben oder zusammenfassen, ohne diese bereits selbstständig zu bewerten oder tiefgehend zu analysieren.

Das ist extrem wichtig!

Die KI darf nicht bewerten oder analysieren, dann fängt sie an, einen politisch Korrekten Schwachsinn unterzujubeln.

KI ist dumm, sie denkt nicht selbst. Wenn man AFB 2 oder 3 Fragen stellt, bedient sie sich bei Wissen aus dem Netz, das Menschen zu diesem Thema erstellt haben.

Das habe ich mehrfach selbst getestet.

Wenn nach exotischeren Publikationen auf Pubmed frage, über die niemand im Netz seinen Substack oder Meinungsartikel geschrieben hat, und eine kurze Zusammenfassung will, bekomme man eine Zusammenfassung des Abstrakt und den Hinweis das Paper doch bitte selbst zu lesen. Das kommt übrigens erstaunlich häufig vor.

Die KI ist nur ein Werkzeug, dass einem die drögen Routinen der AFB 1 abnimmt, mehr nicht. Mehr kann sie auch nicht. Analysieren und bewerten muss man selbst.

Selbst zusammenfassen in einfachen Worten kann sie nicht, wenn es zu der entsprechenden Studie im Netz nichts gibt, wo sie abschreiben kann. Sie ist wie ein Schüler, der abschreibt, ohne zu verstehen, was der stärkere Schüler, von dem sie abschreibt, gemeint hat.

Das habe ich als Tutor in Mathematik für Biologen beobachtet.

Einer in der Gruppe hatte die Aufgabe korrekt.

Die anderen schrieben nacheinander voneinander ab.

Da der erste, der abschrieb nicht verstand, was er abschrieb, wurde aus einem Mal (.) ein (-), das zog sich bei den anderen Studenten, die ebenfalls ohne Verstand bei diesem zweiten Schüler abschrieben, durch. Damit war klar, dass abgeschrieben wurde, weil ein Malzeichen was andere ist als ein Minus und wenn man selbst gerechnet hätte, wäre ein anderes Ergebnis herausgekommen.


Genauso arbeitet aber die KI. Das merke ich an Stellen, wo englische Begriffe stehen bleiben, weil die KI die Bedeutung nicht kennt und sie nicht übersetzen kann. Sie benutzt das Wort, ohne es zu verstehen und fasst dennoch korrekt den Inhalt zusammen. Das ist für mich super, so mag ich es, ich korrigiere das anschließend selbst. Ich will nicht, dass die KI denkt, denn der AFB2 und 3 sind bei einer KI nur simuliert durch geschicktes Anwenden des AFB1 (zusammenfassen) auf im Netz verfügbare Daten, und die sind Mainstream.

Das ist wie ein Schüler, der Lektürehilfen zu Goethes Faust gelesen hat und die Inhalte der Lektürehilfe als seine Ideen in der Klassenarbeit verkauft und dabei Ideen verknüpft, die keinen logischen Zusammenhang haben. Der Extremfall, den ich im Referendariat mitbekommen habe, war ein Schüler, der eine Lektürehilfe auswendig gelernt hatte und in der Klassenarbeit wortwörtlich widergegeben hat. Gab trotzdem eine sechs.

Ich nutze KI nur daher nur im AFB 1: Listen, vergleichen, als narratives Review zusammenfassen, chronologisch sortieren, vergleichende Tabellen erstellen. Das Bewerten und Analysieren, der teils sehr eindeutigen Daten, überlasse ich bewusst dem Leser. Sind die Daten eindeutig, braucht es keine Einordnung und Erklärung. Das habe ich in meiner Promotion schon so gehalten. Wenn man eindeutige Daten hat, braucht man keine Statistik. Hat man keine Daten, muss man versuchen, mit Statistik etwas zu “erfinden”. Daher gibt es in meiner Doktorarbeit keine Statistik, sondern nur Mittelwert mit Standardabweichung, das reicht bei vorhandenen Daten normalerweise vollkommen aus.

Sobald man die höheren AFB 2 und 3 nutzt, zieht die KI politisch korrekten Schwachsinn, den man nur schwer wieder aus ihr heraus bekommt, wie ein Schüler, der eine Lektürehilfe ohne Sinn und Verstand reproduziert.

Damit sind wir beim generellen Unterschied zwischen Primärquelle und Sekundärquelle. Es ist komplett müßig und sinnlos eine Sekundärquelle zu beurteilen, weil Sekundärquellen immer schon den Stempel des Autors (oder der KI) tragen. Sich dann auf diese Tertiärquelle (also die Analyse der Sekundärquelle) zu beziehen ist erst Recht komplett sinnlos.

Das ist auch der Grund, warum KI irgendwann zusammenbrechen wird. Die KI nutzt ab einem bestimmten Zeitpunkt KI erzeugtes Sekundär- und Tertiärmaterial, dass sie nicht gegen die Primärquelle abgleicht. Dadurch akkumuliert Schwachsinn.
Wirklich arbeiten kann man immer nur und ausschließlich mit der Primärquelle. Das macht auch weniger Arbeit als sie durch Sekundär- und Tertiärliteratur zu mühen, denn es gibt nur eine Primärquelle, aber haufenweise Sekundär- und Tertiärquellen.

Es macht weniger Arbeit, das Buch selbst zu lesen, als haufenweise unterschiedliche Lektürehilfen, um dann anhand dieser Sekundärliteratur den Inhalt des Buches zu rekonstruieren. Das ist vollkommen sinnlos. Auch wenn viele Schüler weltweit das dennoch tun.

Fazit:

Es mag gemein klingen, aber dass so viele an der korrekten Nutzung der KI als Werkzeug scheitern, versöhnt mich ein wenig mit meiner KI Nutzung, bei der ich irgendwie immer ein schlechtes Gewissen habe.

Aber es ist wohl so, wie mein Mann es mir erklärt hat:

Nicht die Stricknadeln stricken den Pullover, es ist derjenige, der die Stricknadeln korrekt zu nutzen weiß.


Unterstützungsmöglichkeiten:

Bücherwunschzettel: https://www.amazon.de/registries/gl/owner-view/30LG3DJ4ET90L?ref_=list_d_gl_lfu_nav

Andere Unterstützungsmöglichkeiten für Holgers und meine Forschung:

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