Wie der Spiegel immer lauter die Kriegstrommel schlägt und warum 80% der Spiegel-Leser für NATO-Einsatz in der Ukraine sind

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Seit dem sogenannten Drohnenvorfall von Leipzig hat der Spiegel in seiner Trommelei für einen Krieg gegen Russland die v...

anti-spiegel.ru📅 16.09.2026
Verbale Eskalation

Wie der Spiegel immer lauter die Kriegstrommel schlägt und warum 80% der Spiegel-Leser für NATO-Einsatz in der Ukraine sind

Die Aufgabe von Kriegspropaganda ist es, die Öffentlichkeit auf einen Krieg vorzubereiten und das Undenkbare denkbar zu machen. Genau das tut der Spiegel, der die verbale Eskalation weiter auf die Spitze treibt und den Krieg gegen Russland buchstäblich herbeischreibt.

Seit dem sogenannten Drohnenvorfall von Leipzig hat der Spiegel in seiner Trommelei für einen Krieg gegen Russland die verbale Schlagzahl noch einmal deutlich erhöht. Aber nun ist offensichtlich eine neue Phase angebrochen, denn der Spiegel eskaliert noch weiter – und suggeriert buchstäblich, Russland führe schon im Krieg gegen den Westen.

Das zeigt sich im Spiegel aktuell sehr deutlich am Themenblock zum Ukraine-Krieg. Bisher war er meistens mit „Putins Angriffskrieg“ überschrieben, nun aber lautet der Titel plötzlich „Aggressionen gegen den Westen“, womit der Spiegel seinen Lesern suggeriert, Russland greife den Westen bereits an.

Begleitet wird dieses Kriegsgeschrei der Spiegel-Redaktion von buchstäblich unzähligen Artikeln täglich, die die Spiegel-Leser auf einen Krieg gegen Russland einstimmen sollen. Nur einige Beispiele für Überschriften der letzten Tage: „Russische Angriffe auf ukrainische Bahn – Nimmt der Kreml jetzt westliche Politiker ins Visier?“, „Russlands Aggressionen – Europa darf sich von Putin nicht einschüchtern lassen“, „Wachsende Bedrohung – Nato registriert mehr hybride Angriffe Russlands“ oder „Putins Aggressionen gegen den Westen – »Wir sollten die Kosten auf russischer Seite erhöhen«“.

Und in seiner aktuellen Abstimmung fragt der Spiegel seine Leser allen Ernstes „Sollten Nato-Staaten russische Drohnen über der Ukraine abschießen dürfen?“, wobei natürlich niemand den Spiegel-Lesern erklärt, dass die NATO-Staaten sich damit vollkommen unstrittig zur Kriegspartei machen würden und dass Russland darauf militärisch reagieren würde. Oder wie hätten die NATO-Staaten wohl reagiert, wenn irgendein Land während der NATO-Kriege gegen Jugoslawien, Afghanistan, Irak, Syrien, Libyen und so weiter einfach so NATO-Raketen abgeschossen hätte?

Am erschreckendsten ist für mich jedoch das Ergebnis der Abstimmung im Spiegel, denn während ich dies schreibe, haben 1.709 Spiegel-Leser an der Abstimmung teilgenommen und davon sind 82 (!!!) Prozent allen Ernstes der Meinung, die NATO solle russische Drohnen über der Ukraine abschießen dürfen.

Das zeigt, wie wirksam die Kriegspropaganda der deutschen Mainstream-Medien ist. Und es zeigt, dass es ab sofort sicher nicht mehr übertrieben ist, den Spiegel als den „Stürmer“ zu bezeichnen, denn in ihrer Trommelei zum Krieg gegen den „Feind im Osten“ unterscheidet sich der Spiegel nicht mehr vom „Stürmer“.

Autor: Anti-Spiegel

Thomas Röper, geboren 1971, hat als Experte für Osteuropa in Finanzdienstleistungsunternehmen in Osteuropa und Russland Vorstands- und Aufsichtsratspositionen bekleidet. Heute lebt er in seiner Wahlheimat St. Petersburg. Er lebt über 15 Jahre in Russland und spricht fließend Russisch. Die Schwerpunkte seiner medienkritischen Arbeit sind das (mediale) Russlandbild in Deutschland, Kritik an der Berichterstattung westlicher Medien im Allgemeinen und die Themen (Geo-)Politik und Wirtschaft.


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