Aus Anlass des 25. Jahrestages: Die wichtigsten offenen Fragen zu 9/11
Da 9/11, und vor allem seine Folgen, die Politik bis heute betreffen, will ich am 25. Jahrestag noch einmal auf die offenen Fragen zu 9/11 eingehen, auch wenn die „Qualitätsmedien“ jeden als Verschwörungstheorie bezeichnen, der diese Fragen stellt.
9/11 war der Grund für den „Krieg gegen den Terror“, der 20 Jahre gedauert und viele Länder zerstört hat. Nach 9/11 haben die USA und die NATO verkündet, man müsse Afghanistan besetzen, um Al-Qaida und die Taliban zu besiegen. Das Ergebnis ist bekannt: Die US-geführte Nato hat schließlich bedingungslos vor den Taliban kapituliert und Afghanistan fluchtartig verlassen.
Auch der Kampf gegen Al-Qaida ist keine Priorität mehr, im Gegenteil. In Syrien wurde ein Ableger von Al-Qaida vom Westen als angeblich demokratische Regierung anerkannt.
Da 9/11 bis heute die Politik beeinflusst, will ich hier noch einmal die wichtigsten offenen Fragen zu 9/11 zusammenfassen. Ich weiß, dass Stammleser des Anti-Spiegel hier kaum allzu viel Neues erfahren, aber vielleicht kann dieser Artikel bei Gesprächen mit Leuten, die nur die offizielle Version kennen, als Argumentationshilfe dienen.
Die offizielle Version
Die offizielle Version von 9/11 ist bekannt: Osama Bin Laden hat 19 Terroristen nach Amerika geschickt, die vier Flugzeuge gekapert und damit den schlimmsten Terroranschlag der Geschichte verübt haben. So weit, so einfach und klar.
Nur gibt es dabei einige Fragezeichen, auf die ich zum Verständnis für alle, die sie nicht kennen, kurz eingehen möchte.
Der 3. Turm
Zunächst eine einfache Frage: Wie viele Türme sind bei 9/11 in New York eingestürzt? Wenn Ihre Antwort „Zwei“ lautet, muss ich Sie enttäuschen. Es waren drei Türme, wobei der dritte Turm, World Trade Center 7 oder Salomon-Building (WTC7), von keinem Flugzeug getroffen wurde, dort brannten lediglich ein paar kleine Feuer, die laut offizieller Version dafür gesorgt haben sollen, dass das Gebäude im freien Fall eingestürzt ist.
Das Problem dabei ist, dass so etwas weder vor noch nach 9/11 jemals geschehen ist, obwohl es viele Türme auf der Welt gab, in denen größere und heißere Feuer wesentlich länger gebrannt haben, als im Falle von WTC7, wie man auf diesem ironischen, aber in der Sache wahren, Bild sehen kann. Nur eingestürzt ist keines der Gebäude, das geschah nur bei WTC7.

Merkwürdig ist außerdem, dass die BBC schon zwanzig Minuten vor dem Einsturz von WTC7 live aus New York dessen Einsturz gemeldet hat. Die Korrespondentin hatte die Meldung aus dem Ticker von Reuters bekommen und meldete es live im Fernsehen, während im Hintergrund zu sehen war, dass das Gebäude noch stand. Die BBC hat sich für die Falschmeldung erst 2009 entschuldigt.

Das ist übrigens etwas, was ich immer wieder beobachte: Wenn sich Medien auf ihre Korrespondenten vor Ort berufen, soll das beim Zuschauer oder Leser ein besonderes Vertrauen in den Wahrheitsgehalt der gemeldeten Nachrichten erzeugen. Oft sind diese Berichte aber miserabel. Die Korrespondentin hätte sich nur umdrehen und aus dem Fenster schauen können, um zu sehen, dass das Gebäude noch stand. Stattdessen hat sie eine Meldung von Reuters vom Blatt abgelesen, dazu braucht man aber keine Korrespondenten vor Ort.
Woher Reuters diese Information schon zwanzig Minuten vor dem Einsturz bekommen hatte, ist bis heute nicht geklärt.
Wenn Sie sich für Details dazu interessieren, empfehle ich Ihnen diesen Vortrag. Und wie gesagt, diese Informationen zu WTC7 sind alles unbestrittene Fakten und keine Verschwörungstheorien.
Es gab aber noch andere Ungereimtheiten bei 9/11.
Das Totalversagen der Luftüberwachung
Es ist Routine in der Luftfahrt, dass ein Flugzeug, das ohne Funkkontakt fliegt oder vom Kurs abweicht, von Abfangjägern verfolgt wird. Dafür stehen in jedem Land spezielle Staffeln bereit, die in der Regel in wenigen Minuten ein solches Flugzeug erreichen. Das ist wie gesagt Routine und passiert praktisch täglich irgendwo auf der Welt.
Nur bei 9/11 soll diese Routine gleich bei vier Flugzeugen gleichzeitig versagt haben: Um 8.14 Uhr wurde das erste Flugzeug gekapert, um 8.46 Uhr schlug das erste Flugzeug in einem Turm in New York ein und erst um 10.03 Uhr stürzte das letzte Flugzeug ab. Also selbst nach dem ersten Einschlag in New York konnten die Flugzeuge noch immer eine Stunde und 17 Minuten ungestört im amerikanischen Luftraum herumfliegen, ohne dass Abfangjäger losgeschickt wurden. Das ist ebenfalls etwas, was weder vor noch nach 9/11 jemals vorgekommen ist.
Und nicht zuletzt war der Einschlag in das Pentagon auch etwas, was Piloten nicht wirklich erklären können, da selbst die besten Piloten nicht in der Lage sind, eine Boeing 757 mit 800 Stundenkilometern in zehn Metern Höhe so zu fliegen, wie es die Amateure gemäß der offiziellen Version getan haben sollen.
Weitere Merkwürdigkeiten
Es gab noch weit mehr Ungereimtheiten bei 9/11. Erinnern Sie sich noch, dass kurz nach den Anschlägen die Pässe der Attentäter in den Trümmern der Türme gefunden wurden? Die Flugzeuge, die Passagiere, ihr Gepäck, all das ist in den riesigen Feuerbällen verdampft. Was aber sofort und unversehrt vom FBI gefunden wurde, waren die Pässe der angeblichen Attentäter. Außerdem wurde ein Testament gefunden, das einer von den Attentätern gemacht, aber aus unerfindlichen Gründen nicht zurückgelassen, sondern mit ins Flugzeug genommen hat.
Es fällt generell auf, dass islamistische Terroristen bei Terroranschlägen im Westen gerne ihre Pässe am Tatort zurücklassen, sodass ganz schnell klar ist, wer (angeblich?) den Terroranschlag durchgeführt hat. Man köntte meinen, dass Islamisten, die im Westen Terroranschläge verüben, eine besondere Schulung bekommen, in der sie lernen, immer ihre Pässe am Tatort zurückzulassen, damit sie sofort identifiziert werden können. Im Nahen Osten machen die sowas nie, nur im Westen. Und praktischerweise überleben die Terroristen, die ihre Pässe am Tatort zurücklassen, in der Regel nicht, sondern werden von der Polizei erschossen, sodass sie nicht befragt werden können.
So auch bei 9/11, denn dank der in den Trümmern gefundenen Pässe, stand die offizielle Version von 9/11 fest und die Täter waren angeblich identifiziert.
Viele Details zu 9/11 sind bis heute geheim, so hält die US-Regierung zum Beispiel bis heute Angaben über die Beteiligung Saudi-Arabiens an den Terroranschlägen unter Verschluss.
Die Liste der Ungereimtheiten bei 9/11 ist sehr lang, hier habe ich sie nur kurz angerissen. Aber die „Qualitätsmedien“ stellen all diese Fragen nicht und bezeichnen jeden, der das tut, als Verschwörungstheoretiker.
Surprise, LIHOP und MIHOP
Die „Verschwörungstheoretiker“, die diese Fragen stellen, diskutieren drei Versionen und sie nennen sie Surprise, LIHOP und MIHOP.
„Surprise“ ist die offizielle Version: Bin Laden hat die USA überrascht.
„LIHOP“ heißt „Let It Happen On Purpose“ und bedeutet, es war Osama Bin Laden, die USA wussten aber davon und haben es geschehen lassen. Aus welchem Grund auch immer.
Und „MIHOP“ heißt „Make It Happen On Purpose“ und bedeutet, die USA haben 9/11 selbst durchgeführt.
Nun kann man fragen, warum jemand in den USA das getan oder auch nur zugelassen haben sollte, noch dazu vielleicht die Regierung selbst. Auch dazu gibt es Theorien, denn mit 9/11 wurde viel Geld verdient.
Wer an 9/11 verdient hat
An den Börsen wurden Tage vorher hohe Wetten auf fallende Kurse ausgerechnet der an 9/11 beteiligten Fluglinien und Flugzeughersteller abgeschlossen, auf andere jedoch nicht. Und deren Kurse sind danach massiv gefallen. Diese Transaktionen wurden nie untersucht und bis heute weiß man nicht, wer sich da eine goldene Nase verdient hat.
Auch hatte das World Trade Center im Juli 2001, also zwei Monate vor 9/11, den Besitzer gewechselt und der neue Besitzer hat die Versicherungen so abgeschlossen, dass 9/11 ihm große Gewinne brachte. Er bekam 4,5 Milliarden von den Versicherungen, weit mehr, als die Gebäude tatsächlich wert waren, weil er argumentierte, es wären zwei Schäden gewesen und nicht einer, weshalb er die Versicherungssumme zweimal ausbezahlt bekam.
Das ist aber alles Kleingeld im Vergleich zu den Gewinnen, die der folgende Krieg gegen den Terror der US-Rüstungsindustrie brachte, das waren tausende Milliarden. Auch die Erdölindustrie der USA, die sich nach dem Irak-Krieg die Rechte am irakischen Öl sicherte, hat ungezählte Milliarden daran verdient. Und wie es der Zufall will, waren hohe US-Regierungsmitglieder bis hin zum Vizepräsidenten sehr eng mit der Ölindustrie und ausgerechnet den Firmen verbandelt, die am meisten profitiert haben und standen mit Gehältern in Millionenhöhe deren Diensten, bevor sie in die Regierung Bush eintraten.
The New American Century
Und noch etwas ist interessant. In den 1990er Jahren gab es eine Gruppe neokonservative US-Politiker, die eine Strategie erarbeiten wollten, wie die USA ihre Vormachtstellung im 21. Jahrhundert sichern können. Wenig überraschend war ihre Antwort, die USA brauchen mehr Militär. Da damals aber der Kalte Krieg vorbei war und die Rüstungsausgaben rückläufig waren und die Menschen endlich die versprochenen „Friedensdividende“ in Form von besserer Bildung und Infrastruktur genießen wollten, war den neokonservativen Denkern klar, dass es schwer sein würde, die Menschen für höhere Militärausgaben zu begeistern.
Im Jahr 2000 gaben sie einen Bericht heraus, der jedoch schon länger vorher ausgearbeitet war, in dem man lesen konnte, wie die Amerikaner für höhere Militärausgaben begeistert werden konnten:
„Darüber hinaus wird der Transformationsprozess, selbst wenn er revolutionäre Veränderungen mit sich bringt, wahrscheinlich ein langer sein, der ohne ein katastrophales und katalysierendes Ereignis – wie ein neues Pearl Harbor – kaum umsetzbar ist“
Und wie es der Zufall wollte, saßen Dick Cheney, Donald Rumsfeld, Paul Wolfowitz, John Bolton und andere in dem Komitee, die alle unter Bush Junior wichtige Schlüsselpositionen in der neuen US-Regierung einnahmen. Und nur acht Monate, nachdem diese Herren an der Macht waren, geschah das „neue Pearl Harbor“, das sie sich so sehr gewünscht hatten, in New York.
Das alles mag einer als Zufälle ansehen, ein anderer mag das für verdächtig halten. Ich habe hier nur Fakten aufgezeigt, die Antworten auf Fragen, die sich für den einen oder anderen daraus ergeben können, muss jeder für sich suchen.
US-Universität geht von Sprengung von WTC7 aus
Kurz vor dem 18. Jahrestag von 9/11 gab es Meldungen, die es jedoch nicht in die Mainstream-Medien geschafft haben. So hat die University of Alaska Fairbanks in jahrelanger Forschungsarbeit den Einsturz von WTC7 untersucht und ist zu dem Schluss gekommen, dass die Feuer nicht der Grund für den Einsturz sein können. Der offizielle Regierungsbericht wird von diesen Experten also als unwahr bezeichnet. Vier Jahre haben sie am Einsturz von WTC7 geforscht.
Das Gebäude wurde von 81 Stahlsäulen getragen und damit es im freien Fall in sein Fundament einstürzt, wie es geschehen ist, müssen alle Säulen gleichzeitig nachgeben. Der offizielle Bericht der Bush-Regierung sprach jedoch davon, dass die Feuer von Büromöbeln eine einzige Säule, die Säule Nummer 79, geschwächt haben, was dann zum Einsturz des Gebäudes geführt hat.

Außerdem haben New Yorker Feuerwehrbeauftragte eine neue Untersuchung gefordert, da nach ihren Erkenntnissen das Gebäude gesprengt worden sei. Sie sagten, es gäbe
„überwältigende Beweise“ dafür an, dass „vorab angebrachte Sprengstoffe (…) die Zerstörung der drei Gebäude des World Trade Center verursacht haben“.
Natürlich wurde diese geforderte Untersuchung nie angeordnet.
Thomas Röper, geboren 1971, hat als Experte für Osteuropa in Finanzdienstleistungsunternehmen in Osteuropa und Russland Vorstands- und Aufsichtsratspositionen bekleidet. Heute lebt er in seiner Wahlheimat St. Petersburg. Er lebt über 15 Jahre in Russland und spricht fließend Russisch. Die Schwerpunkte seiner medienkritischen Arbeit sind das (mediale) Russlandbild in Deutschland, Kritik an der Berichterstattung westlicher Medien im Allgemeinen und die Themen (Geo-)Politik und Wirtschaft.
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