Die wichtigste Änderungen sind, auf Basis einer Auskunft der KI SuperGrok:
- Die Followerzahl hat für die Reichweite (Impressions/Anzeigen) stark an Bedeutung verloren. Der Algorithmus (besonders der „Für dich“-Feed, aber auch zunehmend der „Folge ich“-Feed) arbeitet nicht mehr stark Follower-basiert.
- Der Algorithmus von X berechnet eine vorhergesagte Engagement-Wahrscheinlichkeit (Likes, Replies, Quotes, Reposts, Profile-Clicks, Shares etc.) für den jeweiligen Post, die entscheidend dafür ist, wie vielen Nutzern dieser angezeigt wird.
- Das Engagement in den ersten 30–60 Minuten (Likes, Replies, Reposts etc.) entscheidet stark über die weitere Verbreitung. Posts, mit denen nicht schnell genug interagiert wird, werden wenigen angezeigt und verschwinden schnell aus den Timelines.
- Welchen Nutzern die Posts angzeigt werden, bestimmt der Algorithmus vor allem anhand thematischer Übereinstimmung mit Posts, mit denen der jeweilige Nutzer zuletzt interagiert hat. Ob die Nutzer dem Inhalteersteller folgen, spielt nur noch eine geringe Rolle.
- Die Einstellung im „Folge ich“-Feed wurde bei allen Nutzern stillschweigend auf Sortierung nach Beliebtheit statt rein chronologisch gesetzt. Dadurch wirkt sich für alle, die das nicht umstellen, der Algorithmus auch im „Folge ich“-Modus auf die Auswahl dessen aus, was sie zu sehen bekommen.
- Sogenannte Author-Diversity-Caps sorgen dafür, dass auch Follower nicht mehr alle Posts eines Accounts sehen. Wenn bereits ein Post von einem Ersteller zu einem bestimmten Thema in der Timeline des Nutzers ist, werden diesem keine weiteren verwandten Posts vom gleichen Ersteller angezeigt.
Wie bestimmt man selbst, was einem angezeigt wird?
Nutzer, die selbst entscheiden möchten, wessen Beiträge sie zu sehen bekommen, sollten unbedingt den „Folge ich“-Feed nutzen, nicht den „Für dich“-Feed, und diesen Feed auf „Neueste“ einstellen. Dafür auf der Startseite oben auf „Folge ich“ klicken und dann noch einmal darauf klicken, um das Auswahlmenü zwischen „Beliebt“ und „Neueste“ zu sehen. Es kann passieren, dass die Auswahl auf „Beliebt“ zurückgesetzt wird, deshalb hin und wieder kontrollieren.
Wer zu vielen Accounts folgt, um die chronologische Anzeige sinnvoll nutzen zu können, sollte die Anzahl seiner Follows stark reduzieren. Für anderes als für die selbstbestimmte Auswahl dessen, was man zu sehen bekommt, sind diese ohnehin kaum noch von Bedeutung.
Wer nicht auf den Auswahlalgorithmus von X verzichten will, der durchaus nützlich sein kann, kann zusätzlich auf den „Für dich“-Feed oder auf den „Folge ich“-Feed mit der Einstellung „Beliebt“ schauen. Diese sollten aber keinesfalls die einzige Art der Nutzung von X sein, da man sonst zum Spielball des Algorithmus wird und von diesem manipuliert werden kann, ohne es zu merken. Diese Gefahr besteht ebenfalls wenn man nur AUCH den Algorithmus nutzt, aber sie ist geringer.
Wer beeinflussen möchte, was der Algorithmus einem im „Für Dich“-Modus anzeigt, der sollte mit Posts, bei denen er froh ist, sie zu sehen, interagieren, durch Retweets oder Zitat-Tweets, Kommentare, Likes und Lesezeichen. Der Algorithmus stellt vor allem solche Inhalte in den eigenen „Für dich“-Feed, die thematisch zu solchen passen, mit denen man zuvor interagiert hat. Die Kehrseite einer derartigen Nutzung des Auswahlalgorithmus ist natürlich, dass man dazu beiträgt, dass X ein noch genaueres Interessenprofil von einem erstellen kann.
Wie trägt man wirkungsvoll zur Verbreitung wichtiger Inhalte bei?
Wer einen Beitrag wichtig findet und zu dessen möglichst großer Verbreitung beitragen möchte, sollte laut SuperGrok sofort wenn er ihn sieht mit dem Beitrag interagieren, durch — in der Reihenfolge der Wirksamkeit — Zitat-Tweets, Retweets, Antworten, Likes und Lesezeichen. (Tun Sie das also sehr gern, wenn Sie Beiträge von mir auf X gut finden. Ich bin dankbar dafür.)
Interaktionen von Accounts mit vielen Followern und hohem Engagement sind in dieser Hinsicht besonders wirkungsvoll, weil der Algorithmus sie hoch gewichtet.
Wie sorgt man für möglichst starke Verbreitung eigener Inhalte?
Hier soll es nicht darum gehen, Inhalte danach auszusuchen, was klickt, sondern darum, wie man eigene Inhalte, die man wichtig findet, am wirksamsten mit anderen teilen kann. Es hilft:
- Kurze Einleitung, die Interesse weckt.
- Keine Links im Haupttext abseits von X-Links, weil das Anklicken dieser LInks durch geringere Verweildauer auf X indirekt zu Reichweiteneinschränkung führt. Links in die erste Antwort setzen, damit der Text zuerst ganz gelesen und erst danach auf Links geklickt wird.
- Auf Kommentare antworten, insbesondere in der ersten Zeit nach dem Posten.
- Ähnliche Beiträge nur mit mehreren Stunden Abstand posten.
- Thesen formulieren, die zur Diskussion anregen, aber keine beleidigenden oder anderweitig drastischen Formulierungen.
- Premium-Kunden können im Creator Studio unter Analyse und Zielgruppe sehen, an welchen Tagen und zu welchen Tageszeiten ein besonders großer Teil der jeweiligen Zielgruppe auf X aktiv ist, also aktiv durch den Feed scrollt oder mit Inhalten interagiert. (Wie viele Inhalte man selbst zu verschiedenen Zeiten publiziert oder wie diese zu verschiedenen Zeiten performen, spielt dafür keine Rolle.)
- Wer keinen Premium-Account hat, aber mutmaßlich eine ähnliche Leserschaft wie ich, kann sich hilfsweise an folgendem aus meiner Zielgruppenanalyse orientieren: Besonders gute Zeiten, um meine Leserschaft auf X zu erreichen, sind Di 12 – 17 Uhr und So 11 – 13 und 17 Uhr. Auch Zeiten in der Nachbarschaft dieser Zeiten sind gut, sowie Mo 9, 15 und 22 Uhr, Do 14 – 17 Uhr und, Fr 9 und 16 Uhr, Mittwoch ist schwach, vor allem nachmittags, Samstag ist ganztägig sehr schwach.
Das Wichtigste in Kürze
Für die selbstbestimmte Nutzung von X ist besonders wichtig, die Anzahl der gefolgten Accounts so weit zu reduzieren, dass man den „Folge ich“-Modus in der Einstellung „Neueste“ sinnvoll nutzen kann und diese Einstellung zu wählen.
Die Weiterverbreitung von Inhalten, die man wichtig findet, kann man begünstigen, indem man möglichst früh mit diesen interagiert, insbesondere durch Retweets, zitierende Retweets und Kommentare.