In den vergangenen zwölf Monaten haben sich die Stromkosten für 49 Prozent der Unternehmen weiter verteuert, die Kosten für Wärme (Gas, Fernwärme, Heizöl) sogar für 67 Prozent der Betriebe. Dies teilte die Deutsche Industrie- und Handelskammer (DIHK) mit. Entsprechend verschlechterte sich der Wert des von der DIHK erhobenen Energiewende-Barometers, das die Auswirkungen der Energiewende auf die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen beschreibt. In der aktuellen Umfrage erreicht der Saldo negativer und positiver Auswirkungen auf einer Skala von minus 100 (»sehr negativ«) bis plus 100 (»sehr positiv«) minus 11,48 Punkte. Damit liegt der Wert unter den minus 8,3 Punkten des Vorjahres, aber deutlich über den Werten von 2024 (minus 19,8) und 2023 (minus 26,9).
Regional fallen die Einschätzungen dabei zunehmend differenziert aus. In Norddeutschland sehen die Unternehmen wieder mehrheitlich positive Auswirkungen der Energiewende auf ihre Wettbewerbsfähigkeit. Die DIHK nennt als Ursache, dass erneuerbare Energien hier inzwischen vielfach ein wichtiger Wirtschaftsfaktor und Geschäftsbereich sind. In West-, Süd- und Ostdeutschland fallen die Bewertungen dagegen schlechter aus als im Vorjahr.
An der Umfrage hatten sich im Juni rund 3.100 Unternehmen aus allen Branchen und Regionen beteiligt.
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