Griechenland droht im Falle weiterer Drohnenvorfälle mit dem Ende der Unterstützung für Kiew

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Stammleser des Anti-Spiegel kennen die russischen Telefonstreich-Experten Vovan und Lexus, die sich darauf spezialisiert...

anti-spiegel.ru📅 05.07.2026
Staatsterrorismus

Griechenland droht im Falle weiterer Drohnenvorfälle mit dem Ende der Unterstützung für Kiew

In den letzten Monaten wurden in griechischen Gewässern zwei ukrainische Seedrohnen gefunden, wogegen Griechenland heftig protestiert hat. Nun wurde bekannt, dass Griechenland der Ukraine mit einem Ende der Unterstützung droht, wenn sich solche Fälle wiederholen.

Stammleser des Anti-Spiegel kennen die russischen Telefonstreich-Experten Vovan und Lexus, die sich darauf spezialisiert haben, berühmte und wichtige Persönlichkeiten unter falschem Namen anzurufen und ihnen dabei interessante – und oft auch brisante – Informationen zu entlocken. Für alle, die von den beiden noch nichts gehört haben, gibt es am Ende dieses Artikels weitere Informationen.

In letzter Zeit ist es ihnen gelungen, als angeblicher Rustem Umerow, dem Sekretär des Ukrainischen Nationalen Sicherheits- und Verteidigungsrates, mit den Nationalen Sicherheitsberatern europäischer Staaten zu sprechen. Über deren Telefonate mit den Sicherheitsberatern der Präsidenten Estlands und Litauens habe ich bereits berichtet.

Nun haben sie ein Telefonat veröffentlicht, das sie mit dem Nationalen Sicherheitsberater des griechischen Ministerpräsidenten geführt haben, das Original finden Sie hier auf Englisch.

Der Hintergrund des Telefonates waren die Funde ukrainischer Seedrohnen in griechischen Gewässern. Da in Deutschland darüber nur sehr spärlich und auch verspätet berichtet wurde, können Sie die Details hier nachlesen.

Aus Zeitgründen schreibe ich keine eigene Zusammenfassung des Gesprächs, sondern übersetze die Meldung der TASS darüber. Bei Interesse können Sie anhand des Originals selbst überprüfen, wie treffend sie die Zusammenfassung der TASS finden.

Beginn der Übersetzung:

In Griechenland wurde erklärt, ein weiterer Drohnenvorfall würde Kiew die Unterstützung Athens entziehen

Diese Aussage machte Thanos Dokos, der Nationale Sicherheitsberater des griechischen Ministerpräsidenten, in einem Gespräch mit den russischen Prankstern Vovan und Lexus, die als der Sekretär des Ukrainischen Nationalen Sicherheits- und Verteidigungsrates Rustem Umerow mit ihm sprachen.

MOSKAU, 2. Juli (TASS). Ein weiterer möglicher Zwischenfall mit einer ukrainischen Drohne in griechischen Gewässern könnte Kiew die Unterstützung Athens entziehen, erklärte Thanos Dokos, der Nationale Sicherheitsberate des griechischen Ministerpräsidenten, in einem Gespräch mit den russischen Prankstern Vovan und Lexus.

Vovan und Lexus sprachen als der Sekretär des Ukrainischen Nationalen Sicherheits- und Verteidigungsrates Rustem Umerow mit dem griechischen Politiker.

„Es ist Touristensaison, und der Schiffsverkehr hat zugenommen. Natürlich ist es wichtig, die Notwendigkeiten des Krieges von Ihrer Seite zu verstehen. Wir sollten alles daransetzen, solche Vorfälle künftig zu verhindern“, erklärte Dokos.

„Er [der ukrainische Verteidigungsminister] muss entscheiden, ob die Beschädigung eines russischen Schiffes den Verlust der griechischen Unterstützung wert ist“, betonte der griechische Politiker. Er wies darauf hin, dass in Griechenland in wenigen Monaten Wahlen stattfinden. „Und der von mir erwähnte Vorfall wird der griechischen Regierung sehr ernste Probleme bereiten. Unsere Reaktion wird, sollte es zu einem solchen Vorfall kommen, sehr hart ausfallen“, bemerkte er.

„Ich warne all jene, die eine solche Tat planen: Dies sind stark befahrene Gewässer. Jedes Problem, jeder Vorfall, der die maritime Sicherheit und den Tourismus beeinträchtigt, wird erhebliche Probleme in unseren bilateralen Beziehungen verursachen“, fügte Dokos hinzu.

Der nationale Sicherheitsberater des griechischen Ministerpräsidenten räumte ein, dass Athen „die Notwendigkeit des Krieges versteht“, aber nicht möchte, dass dieser auf griechischem Territorium stattfindet. „Ich denke, das könnte eine sehr ernste und unnötige Krise zwischen unseren Ländern auslösen“, schloss er.

Der Vorfall mit dem Boot

Im Mai berichtete der Fernsehsender Skai, dass ein griechischer Fischer in einer Höhle nahe der Insel Lefkada im Ionischen Meer ein ukrainisches unbemanntes Boot vom Typ Magura V5 entdeckt hatte. An Bord befanden sich Zünder, eine große Menge Sprengstoff und ein laufender Motor. Laut verschiedenen griechischen Medienberichten enthielt die Drohne zwischen 100 und 300 Kilogramm Sprengstoff, der von Sprengstoffexperten sichergestellt und unschädlich gemacht wurde. Admiral a. D. Nikos Spanos von der griechischen Küstenwache äußerte in einem Interview mit dem Nachrichtenportal ieidiseis.gr die Vermutung, dass die entdeckte ukrainische Drohne, die Magura V5, zum Angriff auf ein Schiff bereit gewesen sei.

Anfang Juni gab Lana Zohiou, die Sprecherin des griechischen Außenministeriums, bekannt, dass Athen bei Kiew gegen die mit Sprengstoff beladene Marinedrohne protestiert habe.

Ende der Übersetzung

Die Prankster

Nun will ich noch einmal kurz erklären, wer die russischen Prankster Vovan und Lexus sind. Das sind zwei Russen, die sich darauf spezialisiert haben, unter falschem Namen Politiker und andere Personen anzurufen. Bei diesen Telefonstreichen entlocken sie ihren Gesprächspartnern immer wieder sehr interessante Informationen, denn wir erfahren dabei, wie westliche Politiker untereinander sprechen, wenn sie sich unbeobachtet fühlen. Ein Beispiel, von dem ich gerne erzähle, war deren Anruf bei EZB-Chefin Lagarde, die allerdings glaubte, die würde mit Selensky reden. Für Anti-Spiegel-TV habe ich die beiden mal interviewt, das Interview finden Sie hier.

Ich war das letzte Mal im Mai in ihrer Fernsehsendung, als sie in einem Telefonstreich aufgezeigt haben, wie käuflich politische Entscheidungen in Deutschland sind. Die Details dazu finden Sie hier.

Autor: Anti-Spiegel

Thomas Röper, geboren 1971, hat als Experte für Osteuropa in Finanzdienstleistungsunternehmen in Osteuropa und Russland Vorstands- und Aufsichtsratspositionen bekleidet. Heute lebt er in seiner Wahlheimat St. Petersburg. Er lebt über 15 Jahre in Russland und spricht fließend Russisch. Die Schwerpunkte seiner medienkritischen Arbeit sind das (mediale) Russlandbild in Deutschland, Kritik an der Berichterstattung westlicher Medien im Allgemeinen und die Themen (Geo-)Politik und Wirtschaft.

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