Die Angriffe auf St. Petersburg erfolgten über NATO-Luftraum

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Dass die Ukraine für ihre Drohnenangriffe auf die russische Region St. Petersburg die Lufträume Polens, der baltischen S...

anti-spiegel.ru📅 04.06.2026
Kriegsbeteiligung

Die Angriffe auf St. Petersburg erfolgten über NATO-Luftraum

Die Angriffe ukrainischer Drohnen auf Ölanlagen in der russischen Stadt St. Petersburg in der Nacht auf Mittwoch wurden durch den Luftraum der baltischen EU- und NATO-Staaten durchgeführt, wie Meldungen aus den Baltenstaaten zeigen.

Dass die Ukraine für ihre Drohnenangriffe auf die russische Region St. Petersburg die Lufträume Polens, der baltischen Staaten und Finnlands nutzt, ist längst kein Geheimnis mehr, wird im Westen offen zugegeben und war schon oft Thema auf dem Anti-Spiegel.

Die Angriffe ukrainischer Drohnen der Nacht auf Mittwoch, bei denen zum ersten Mal auch Ziele in der Stadt St. Petersburg selbst getroffen wurden, waren da keine Ausnahme, wie Meldungen aus dem Baltikum aus der Nacht zeigen.

Die lettischen Streitkräfte haben nach einer Drohnenwarnung in der Region Alūksne NATO-Kampfjets, die in den baltischen Staaten stationiert sind, in Alarmbereitschaft versetzt, wie der staatliche Sender LSM unter Berufung auf die lettischen Streitkräfte berichtete. Laut LSM dauerte die Alarmbereitschaft von 4:59 Uhr bis 6:25 Uhr Ortszeit. In Petersburg wurde um 4.11 Uhr Drohnenalarm ausgerufen und um 6.51 Uhr wurde er aufgehoben.

Laut dem estnischen Staatssender ERR haben die estnischen Streitkräfte in der gleichen Nacht für die Bewohner der Kreise Ida-Viru, Lääne-Viru, Tartu, Jõgeva, Viljandi, Valga, Võru und Põlva Warnungen vor Bedrohungen aus der Luft herausgegeben. Die Alarmbereitschaft für die östlichen und südlichen Kreise des Landes, die auf dem Weg nach Petersburg liegen, hat den Betrieb am Flughafen Tallinn nicht beeinträchtigt, die Flüge starteten planmäßig.

Die Meldungen der Nacht auf Mittwoch aus dem Baltikum bestätigen damit, dass die ukrainischen Drohnen den Luftraum der baltischen Staaten für ihre Angriffe auf Petersburg genutzt haben, die mehrere Stunden andauerten. Über Versuche, die ukrainischen Drohnen abzufangen oder sonst irgendwie zu behindern, wurde nichts gemeldet, was im Umkehrschluss bedeutet, dass die Baltenstaaten diese Angriffe bewusst zugelassen haben. Das macht sie, wieder einmal, zu direkten Kriegsparteien im Krieg gegen Russland.

Am Morgen nach dem Angriff patrouillierte ein Flugzeug der estnischen Luftwaffe im Finnischen Meerbusen, also unweit von St. Petersburg, innerhalb des von der Flugsicherung Tallinn kontrollierten Fluggebiets, teilte eine Quelle der EU-Flugsicherung der Nachrichtenagentur TASS mit.

Laut der Quelle startete das Flugzeug „vom nahe der Küste gelegenen Militärstützpunkt Ämari und begann anschließend mit der Patrouille im von der Flugsicherung Tallinn kontrollierten Gebiet über dem Finnischen Meerbusen, einschließlich internationaler Gewässer“. Das Flugzeug vom Typ PZL-Mielec M-28 Skytruck sei unter anderem für Überwachungszwecke konzipiert und flog in östlicher Richtung in einer Höhe von etwa 1.500 Meter.“

Das lässt sich wohl nur so verstehen, dass die estnischen Streitkräfte versucht haben, Informationen über die tatsächlichen Schäden der ukrainischen Angriffe zu erhalten.

Autor: Anti-Spiegel

Thomas Röper, geboren 1971, hat als Experte für Osteuropa in Finanzdienstleistungsunternehmen in Osteuropa und Russland Vorstands- und Aufsichtsratspositionen bekleidet. Heute lebt er in seiner Wahlheimat St. Petersburg. Er lebt über 15 Jahre in Russland und spricht fließend Russisch. Die Schwerpunkte seiner medienkritischen Arbeit sind das (mediale) Russlandbild in Deutschland, Kritik an der Berichterstattung westlicher Medien im Allgemeinen und die Themen (Geo-)Politik und Wirtschaft.


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