Wie viele Menschen in den letzten Wochen ukrainischen Angriffen zum Opfer gefallen sind

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Die Verlegung der Produktion von Drohnen aus der Ukraine nach Europa zeigt Wirkung, denn in den letzten Wochen ist die Z...

anti-spiegel.ru📅 27.05.2026
951 Verletzte und 165 Tote

Wie viele Menschen in den letzten Wochen ukrainischen Angriffen zum Opfer gefallen sind

Die verstärkten ukrainischen Drohnenangriffe auf Russland bleiben nicht ohne Wirkung. In den letzten fünf Wochen wurden dabei in Russland 951 Zivilisten (darunter 69 Kinder) verletzt und 165 (darunter 8 Kinder) getötet. Hinzu kommen teilweise schwere Schäden an Raffinerien und anderen Industrieanlagen.

Die Verlegung der Produktion von Drohnen aus der Ukraine nach Europa zeigt Wirkung, denn in den letzten Wochen ist die Zahl der ukrainischen Angriffe auf Ziele tief in Russland stark angestiegen. Damit einher ging auch ein Anstieg der Opferzahlen und der beschädigten Objekte. Die TASS hat über Details der zivilen Opfer der ukrainischen Angriffe berichtet und ich habe den TASS-Artikel übersetzt.

Beginn der Übersetzung:

Das Fass ist übergelaufen: Wie Kiews Terror Vergeltung provoziert

Wladimir Kostyrew darüber, wie Kiew und der Westen den Konflikt eskalieren.

Am 25. Mai veröffentlichte das russische Außenministerium eine Erklärung, in der es hieß, der Angriff der ukrainischen Streitkräfte auf die Schule in Starobelsk habe „Maß der Geduld erschöpft“ und die russischen Streitkräfte führten systematische Angriffe auf Einrichtungen der Rüstungsindustrie in Kiew durch. Die Angriffe würden sich auch gegen Entscheidungszentren und Kommandoposten richten.

Der Angriff auf die Schule und das Wohnheim in Starobelsk ist eine furchtbare Tragödie. Zum Zeitpunkt des Angriffs befanden sich dort 86 Kinder und Jugendliche im Alter von 14 bis 18 Jahren. 21 Menschen wurden getötet. Laut Leonid Pasetschnik, dem Präsidenten der Volksrepublik Lugansk, wurden 65 Kinder und Jugendliche verletzt. Man könne die Fotos dieser jungen Männer und Frauen, die noch so jung waren und nun nicht mehr da sind, nicht ohne Tränen in den Augen ansehen. Darüber hinaus erklärte Russlands Ständiger Vertreter bei den Vereinten Nationen Wassili Nebensj, der Angriff sei vorsätzlich und mit dem Ziel maximal hoher Opferzahlen durchgeführt worden.

Was, wenn nicht dies, könnte das letzte Argument sein?

Das Maß der Geduld

Ich sehe sofort die zahlreichen Vorwürfe: Warum erst jetzt? Ist das Maß der Geduld nicht längst übergelaufen – während der Angriffe auf Donezk, Belgorod und des Einmarsches der ukrainischen Streitkräfte in die Region Kursk? Die Alle der Engel in Donezk wurde schließlich bereits im Mai 2015 eröffnet. In Gesprächen mit verschiedenen Leugten hörte ich Fragen, warum Russland nicht das „Hauptquartier“ in Kiew, die Brücken über den Dnjepr oder die Routen für die Lieferung westlicher Waffen aus Europa angreift. Ohne die Hilfe seiner Verbündeten wäre Kiew schon lange gefallen.

Die wichtigste Erklärung lautet: Wir führen keinen Krieg, sondern eine Militärische Spezialoperation. Ich verstehe, dass das schwer zu akzeptieren ist, wenn Zivilisten, insbesondere Kinder, sterben und russische Soldaten täglich ihr Leben auf dem Schlachtfeld opfern. Aber so ist es.

Russland kämpft nicht gegen die Ukrainer, sondern gegen das Regime, das in dem Land illegal die Macht übernommen hat und entschlossen ist, es zu einem NATO-Stützpunkt für die Zerstörung unseres Landes zu machen. Russen und Ukrainer leben seit Jahrhunderten zusammen, und ich bin sicher, dass sie es eines Tages wieder können werden. Die dauerhafte Besetzung eines Nachbarstaates mit etwa 20 bis 25 Millionen Einwohnern ist nicht unser Ziel. Israels ähnliche Erfahrung im Gazastreifen mit nur etwa 2 Millionen Einwohnern führte zur Entstehung der Hamas und zu neuen, endlosen Konflikten.

Als Russland Pläne zur Liquidierung der Rüstungsindustrie in Kiew verkündete, hat es Ausländern empfohlen, die ukrainische Hauptstadt zu verlassen, und den Einwohnern, sich von militärischer und administrativer Infrastruktur fernzuhalten. Russlands Ziel sind nicht die Menschen, sondern die Militärmaschinerie. Am selben Tag hat der russische Außenminister Sergej Lawrow US-Außenminister Marco Rubio das in einem Telefongespräch erklärt.

US-Präsident Donald Trump zeigte im Vergleich zu seinem Vorgänger Joe Biden mehr Verständnis für den Ukraine-Konflikt, aber in seinem Umfeld sind viele „Falken“. Europäische Beamte ihrerseits bekräftigen weiterhin unermüdlich ihre Unterstützung für das Kiewer Regime. Das Potenzial für eine weitere Erhöhung der westlichen Hilfe für die ukrainische Nazi-Regierung ist nach wie vor beträchtlich, auch die Lieferung von Tomahawk- und Taurus-Raketen ist möglich. Das schafft die Voraussetzungen dafür, dass der Konflikt völlig außer Kontrolle gerät und zu einer direkten militärischen Konfrontation zwischen Russland und dem Westen führt.

Ich verstehe natürlich, wie schmerzhaft es für alle, die in den letzten Jahren persönlich Verluste erlitten haben, ist, das zu lesen. Doch man darf die Möglichkeit einer solchen Entwicklung nicht ignorieren.

Erst recht, weil Kiews Arroganz immer weiter zunimmt. Nach einem kalten Winter wiedererstarkt, ermutigt durch die Versprechungen von westlichen Geldern und die gewissen Distanzierung der USA, die sich auf den Krieg mit dem Iran konzentrieren, von der Ukraine-Krise, spricht das Regime von Wladimir Selensky erneut aktiv davon, seine Ziele militärisch zu erreichen. Kernstück der Kiewer Strategie sind Angriffe mit Langstreckenwaffen tief in russisches Gebiet geworden.

Dabei präsentieren die Kiewer Machthaber diese Systeme als eigene Entwicklungen, doch es ist offensichtlich, dass es sich lediglich um Kopieren handelt. Großbritannien und Deutschland riskieren zwar noch nicht, Kiew direkt hochentwickelte Waffensysteme zu liefern, erlauben der Ukraine aber, Klone zu produzieren und diese als ihr eigenes geistiges Eigentum auszugeben. Ukrainische Offizielle haben wiederholt erklärt, ihr Ziel sei es, so viel russisches Territorium wie möglich zu beschießen. Sie schonen die Zivilbevölkerung nicht.

Außerdem setzt die Ukraine auf Drohnen. Konkret sprach Selensky von der Schaffung einer „Todeszone“, in der sich nichts mehr bewegen kann, weil alles von Drohnen kontrolliert und zerstört wird. Diese Zone soll sich derzeit 10 bis –20 Kilometer von der Frontlinie erstrecken, und Kiew plant, sie auszuweiten. Doch selbst in dieser Entfernung leben noch viele Zivilisten.

Das Maß des Leids

Im Grunde liegt der besondere Zynismus der Kiewer Strategie in ihrer völligen Gleichgültigkeit gegenüber dem Menschenleben, und zwar auf beiden Seiten. Während das Nazi-Regime seine mobilisierten Truppen in „Fleischwolfangriffe“ schickt, unternimmt es gleichzeitig alles, um sicherzustellen, dass russische Städte (insbesondere jene in Frontnähe) zu Jagdgebieten für Drohnen auf Zivilisten werden.

Betrachten wir die Statistiken des letzten Monats.

Laut dem russischen Außenminister Rodion Miroschnik wurden vom 20. bis 26. April mindestens 198 Zivilisten Opfer von ukrainischem Beschuss, 174 Menschen (darunter neun Kinder) wurden verwundet und 24 Menschen (darunter zwei Kinder) wurden getötet. Insgesamt haben die ukrainischen Streitkräfte in diesen sieben Tagen mindestens 3.318 Geschosse auf zivile Ziele auf russischem Territorium abgefeuert.

Am 22. April fand ein Angriff auf Sysran statt. Dabei wurden ein zwölfjähriges Mädchen und ihre Großmutter getötet, zwölf weitere Zivilisten, darunter zwei Minderjährige, wurden verletzt. Bei den Angriffen in der Region Samara am 22. und 23. April wurde eine Frau getötet und elf weitere Personen wurden verletzt. Am 25. April benötigten neun Zivilisten nach einem Angriff auf Jekaterinburg medizinische Hilfe. Ein Drohnenangriff in der Region Saporoschje tötete ein achtjähriges Kind, sein zehnjähriger Bruder und seine Eltern wurden verletzt. Die Liste ließe sich fortsetzen…

In der Woche vom 27. April bis 3. Mai wurden 200 Zivilisten Opfer von ukrainischem Beschuss und Luftangriffen: 166 Menschen (darunter acht Kinder) wurden verwundet und 34 Menschen (darunter zwei Minderjährige) wurden getötet. In der Region Belgorod kamen drei Frauen bei einem Angriff auf einen Bus ums Leben. In der Region starben bei einem Drohnenangriff auch ein Ehepaar und zwei Jugendliche. In der Region Smolensk wurden drei Zivilisten (darunter ein Kind) verletzt. Ein 77-jähriger Rentner wurde bei einem Drohnenangriff in der Region Moskau getötet.

In der Woche vom 4. bis 10. Mai, also in den Tagen der Feierlichkeiten zum Tag des Sieges und der geltenden Waffenruhe, wurden 234 Zivilisten Opfer: 209 Menschen (darunter 14 Kinder) wurden verwundet und 25 Menschen (darunter ein Kind) wurden getötet. Beim Angriff auf Tscheboksary am 5. Mai starben zwei Menschen, mehr als 30 wurden verletzt. 13 Zivilisten, darunter ein Kind, wurden beim Angriff auf Brjansk verletzt. Beim Angriff auf Dschankoi wurden fünf Zivilisten getötet und sieben weitere verletzt. In der Region Belgorod wurden drei Rettungssanitäter verletzt.

In der Woche vom 11. bis 17. Mai wurden 234 Zivilisten Opfer ukrainischer Luftangriffe: 203 Menschen (darunter 18 Minderjährige) wurden verwundet und 31 Menschen (darunter zwei Kinder) wurden getötet. Beim Angriff auf Rjasan am 15. Mai starben vier Menschen, darunter ein Kind, und 28 wurden verletzt. Neun Zivilisten wurden beim Angriff auf Belgorod verletzt. Bei Angriffen auf Moskau und die Moskauer Region wurden drei Zivilisten getötet und 16 weitere verletzt. Drei Rettungssanitäter wurden in der Region Belgorod verletzt.

Vom 18. bis 24. Mai wurden 250 Zivilisten Opfer von Angriffen der ukrainischen Streitkräfte: 199 (darunter 20 Minderjährige) wurden verwundet und 51 (darunter ein Kind) wurden getötet. Darunter sind auch die Opfer des Angriffs auf die Schule in Starobelsk, die nur formal Erwachsene waren. Zwei Zivilisten starben bei einem erneuten Luftangriff auf Sysran. Drei Zivilisten kamen bei einem Drohnenangriff auf ein Privathaus in der Region Kursk ums Leben.

In fünf Wochen, nur etwas mehr als einem Monat, wurden 951 Menschen (darunter 69 Kinder) durch ukrainische Angriffe verletzt und 165 (darunter acht Kinder) getötet. Die Zahlen steigen, da Menschenleben für Kiew nichts gelten und es die Angriffe nach Umfang und geografischer Ausdehnung ausweiten will. Das ist eine gezielte Politik der Terrorisierung der russischen Bevölkerung, um sie zu Zugeständnissen an das Kiewer Regime zu zwingen.

Der russische Präsident Wladimir Putin hat wiederholt erklärt, dass die Ziele der Militäroperation nicht über Menschenleben gestellt werden dürften: „Schnelligkeit ist wichtig, aber noch wichtiger ist die Sorge um das Leben und die Gesundheit unserer Soldaten an der Front.“ Dabei erschwert Russlands riesiges Gebiet die Luftverteidigung erheblich und die internationale Erfahrung zeigt, dass es sogar unmöglich ist, US-Ziele im Nahen Osten oder Israel mit seinem Raketenabwehrsystem Iron Dome vollständig vor Luftangriffen zu schützen. Kiew seinerseits versteckt zynischerweise militärische Einrichtungen, die bei Angriffen gegen Russland eingesetzt werden, in Wohngebieten.

Wenn Russland sich bisher zurückhielt und den Einsatz von schweren Waffen eingeschränkt hat, ist die Zeit nun, da Kiew zu massiven, gezielten Angriffen auf Zivilisten greift, um Druck auf die russische Bevölkerung auszuüben, offensichtlich gekommen. Die Politik des gezielten Terrors ist nicht hinnehmbar. Die Tragödie von Starobelsk war der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen brachte, doch die Anzeichen dafür hatten sich schon lange angedeutet. Die Vergeltungsschläge müssen Kiew die Möglichkeit nehmen, seine tödliche Luftkampagne fortzusetzen.

Ende der Übersetzung

Autor: Anti-Spiegel

Thomas Röper, geboren 1971, hat als Experte für Osteuropa in Finanzdienstleistungsunternehmen in Osteuropa und Russland Vorstands- und Aufsichtsratspositionen bekleidet. Heute lebt er in seiner Wahlheimat St. Petersburg. Er lebt über 15 Jahre in Russland und spricht fließend Russisch. Die Schwerpunkte seiner medienkritischen Arbeit sind das (mediale) Russlandbild in Deutschland, Kritik an der Berichterstattung westlicher Medien im Allgemeinen und die Themen (Geo-)Politik und Wirtschaft.


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