Die Ergebnisse des NATO-Ministertreffens in Schweden

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Die TASS hat in einem Artikel über die Ergebnisse des NATO-Ministertreffens in Schweden berichtet, dem wenig hinzuzufüge...

anti-spiegel.ru📅 23.05.2026
Die Zukunft der NATO

Die Ergebnisse des NATO-Ministertreffens in Schweden

In Schweden fand ein Ministertreffen zur Vorbereitung des anstehenden NATO-Gipfels statt, bei dem es laut US-Außenminister Rubio um das Überleben der NATO geht.

Die TASS hat in einem Artikel über die Ergebnisse des NATO-Ministertreffens in Schweden berichtet, dem wenig hinzuzufügen ist, weshalb ich ihn übersetzt habe, anstatt das gleiche in eigenen Worten zu formulieren.

Beginn der Übersetzung:

Die Zukunft der NATO und die Ukraine-Narrative: Was die Bündnispartner beim Treffen in Schweden erreicht haben

Das NATO-Ministertreffen am 21. und 22. Mai in Helsingborg, Südschweden, fand vor dem Hintergrund angespannter Beziehungen zwischen den europäischen NATO-Mitgliedern und dem wichtigsten Mitglied, den USA, sowie Spekulationen über einen möglichen Austritt der USA aus dem Militärbündnis statt. Berits die Anwesenheit von US-Außenminister Marco Rubio war ein bedeutendes Ereignis, ebenso wie die Tatsache, dass er keine neuen, unerwarteten oder gar schlechten Nachrichten mitbrachte. Wie beispielsweise die Ankündigung eines Truppenabzugs der USA aus Europa.

Laut Beobachtern bestand die Hauptaufgabe des US-Vertreters in der Vorbereitung des NATO-Gipfels am 7. und 8. Juli in Ankara, an dem US-Präsident Donald Trump voraussichtlich teilnehmen wird. Im Vorfeld des Treffens äußerte der US-Außenminister seine Enttäuschung darüber, dass den USA im Konflikt mit dem Iran kein Land zu Hilfe gekommen war.

Das gilt insbesondere für jene Länder, die sich geweigert haben, den USA ihre Militärbasen für logistische Zwecke zur Verfügung zu stellen. „Wenn uns der Zugang zu einigen dieser Stützpunkte verwehrt wird, wirft das Fragen nach ihrem Wert auf. Das ist ein Thema, das diskutiert werden muss“, sagte Rubio. Die Amerikaner bestehen darauf, dass die anderen NATO-Mitglieder die auf dem letztjährigen Treffen in Den Haag festgelegten Ziele für Verteidigungsausgaben und damit verbundene zivile Ausgaben von 3,5 % bzw. 1,5 % des BIP erreichen.

Der Ansatz der Europäer

Europa möchte Trump derweil demonstrieren, dass es durch die notwendigen Anstrengungen zur Erlangung der erforderlichen Kapazitäten unternimmt, um mehr Verantwortung für die Sicherheit des Kontinents zu übernehmen. In diesem Zusammenhang ist ein neuer Begriff entstanden: „NATO 3.0“, der, wie die Zeitung Svenska Dagbladet anmerkt, „unter dem Motto ‚Ein stärkeres Europa in einer stärkeren NATO‘ zum neuesten Schlagwort des Bündnisses geworden ist“. Auch der Fernsehsender SVT bezeichnete das Treffen in Helsingborg als „Startsignal für die NATO 3.0“, bei dem „die Kosten gleichmäßig unter den Teilnehmern aufgeteilt werden und die Rolle der USA bei der Verteidigung Europas reduziert wird“.

Der Begriff „NATO 2.0“ tauchte erstmals 2011 nach der Veröffentlichung des Buches „NATO 2.0: Neustart oder Auflösung?“ von Sarvar Kashmeri und Robert Hunter auf, gewann aber in politischen und militärischen Kreisen erst nach den Änderungen der Europapolitik der USA in den Jahren 2025 und 2026 an Bedeutung. Sie implizierten eine grundlegende Umstrukturierung und strukturelle Modernisierung des transatlantischen Bündnisses.

Obwohl die USA ihre Militärpräsenz in Europa reduzieren, werden sie ihren nuklearen Schutzschirm weiterhin offen halten und der wichtigste Garant für Artikel 5 des NATO-Vertrags zur kollektiven Verteidigung bleiben. „Wenn dieser Wandel langsam und besonnen verläuft, hat die NATO die Chance, etwas Nachhaltiges zu schaffen, ohne Schlupflöcher, die Russland ausnutzen könnte“, so das Fazit von SVT.

Das Überleben der NATO

NATO-Generalsekretär Mark Rutte wird in Ankara voraussichtlich ausführlich über die Errungenschaften der europäischen NATO-Staaten und Kanadas sprechen, darunter die geplante Erhöhung der Verteidigungsausgaben um 20 Prozent bis 2025 auf über 600 Milliarden US-Dollar. Rutte wird auch Trump loben und dessen Leistungen in diesem Bereich hervorheben, da die Zukunft der NATO von diesem Gipfel abhängen könnte. In Helsingborg bezeichnete Rubio den bevorstehenden Gipfel als einen der wichtigsten in der Geschichte der NATO. Für das Überleben des Bündnisses sei ein Erfolg des Gipfels in Ankara unerlässlich.

Der ukrainische Aspekt

Die Ukraine war und bleibt das dritte wichtige Thema, sowohl beim Treffen in Helsingborg als auch in Ankara. Dabei geht es einerseits um die Sicherstellung langfristiger militärischer Unterstützung und andererseits um eine gerechtere Lastenverteilung innerhalb der NATO. NATO-Generalsekretär Rutte wirbt für die Idee, dass jedes NATO-Mitglied 0,25 % seines BIP für Kiew bereitstellt, während den Großteil der Last derzeit Schweden, Dänemark, Deutschland und die baltischen Staaten tragen.

In Helsingborg sprachen Rutte und der schwedische Ministerpräsident Ulf Kristersson ausführlich und leidenschaftlich über die jüngsten „Erfolge“ und „Fortschritte“ der ukrainischen Streitkräfte an der Front. Es ist jedoch schwer vorherzusagen, wie sehr die anderen NATO-Mitgliedstaaten diesem Narrativ schenken werden.

Ende der Übersetzung

Autor: Anti-Spiegel

Thomas Röper, geboren 1971, hat als Experte für Osteuropa in Finanzdienstleistungsunternehmen in Osteuropa und Russland Vorstands- und Aufsichtsratspositionen bekleidet. Heute lebt er in seiner Wahlheimat St. Petersburg. Er lebt über 15 Jahre in Russland und spricht fließend Russisch. Die Schwerpunkte seiner medienkritischen Arbeit sind das (mediale) Russlandbild in Deutschland, Kritik an der Berichterstattung westlicher Medien im Allgemeinen und die Themen (Geo-)Politik und Wirtschaft.

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